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Wirtschaftspsychologie

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2008-1

Editorial
Christoph Clases, Harmut Schulze

Kooperation innerhalb der öffentlichen Verwaltung - ein netzwerkanalytischer Zugang
Martina Battisti, Maria Stippler
Zusammenfassung | Abstract

Kooperation und Gesundheitsförderung für die Zielgruppe der Un- und Angelernten!
Christine Busch
Zusammenfassung | Abstract

Selbstvertrauen - "Missing-Link" zwischen interpersonalem Vertrauen und Systemvertrauen
Christoph Clases, Thomas Ryser, Mick Jeive
Zusammenfassung | Abstract

Unternehmenskompetenzen als Auswahlkriterien für deutsch-indische Firmenkooperationen - Ein organisationspsychologisches Instrument zur Bewertung potenzieller internationaler Kooperationspartner
Ronald Franke, Ullrich Günther
Zusammenfassung | Abstract

Kooperation in Netzwerken freiberuflicher Wissensarbeiter - Ergebnisse einer empirischen Studie
Monique Janneck
Zusammenfassung | Abstract

Kooperation, Kompetenz und Kontinuität: Grundlagen innovativer Fach-Communities im Mittelstand
Tobias Jenert
Zusammenfassung | Abstract

Vertrauen als Voraussetzung gelingender Kooperation beim Online-Einkauf
Christel Kumbruck
Zusammenfassung | Abstract

Entwicklung und Validierung des German Workplace Trust Survey (G-WTS)
Nale Lehmann-Willenbrock, Simone Kauffeld
Zusammenfassung | Abstract

Abteilungsübergreifende Kooperation zwischen Standards und informeller Zusammenarbeit - Ergebnisse einer Fallstudie im Betriebsmittelbau der Daimler AG
Sama Mbang, Klaus Stahl, Günter Sprecher, Florian Bäuerle, Hartmut Schulze
Zusammenfassung | Abstract

Belastungen bei der Bewältigung von Arbeit: Widersprüchliche Kooperationsanforderungen
Stephanie Porschen
Zusammenfassung | Abstract

Teamleistung im interkulturellen Vergleich: der Einfluss von Organisationalem Vertrauen und Vertrauen in automatisierte Systeme
Frank Ritz
Zusammenfassung | Abstract

Kollaborative Projektkultur - Ein konzeptueller Ansatz für die effektive Zusammenarbeit in multikulturellen Projektteams
Hartmut Schulze & Thomas Ryser
Zusammenfassung | Abstract

Organisationsgestaltung in Kooperationsnetzwerken: Gestaltungsfragen, -optionen und Entscheidungskriterien
Fred van den Anker, Florian Sarodnick
Zusammenfassung | Abstract

Der Einfluss von Führungskräften und Kollegen auf die Gesundheit der Beschäftigten - Zwei empirische Untersuchungen in einem Industrieunternehmen
Barbara Wilde, Stephan Hinrichs, Heinz Schüpbach
Zusammenfassung | Abstract

 


Kooperation innerhalb der öffentlichen Verwaltung - ein netzwerkanalytischer Zugang
Martina Battisti, Maria Stippler

Die öffentliche Verwaltung ist durch Modernisierungsprozesse gekennzeichnet, bei denen die Gestaltung einfacher und effizienter verwaltungsinterner Abläufe durch vernetztes Arbeiten zwischen einzelnen Organisationseinheiten im Mittelpunkt steht. Bei dieser Studie handelt  es sich um eine Begleitstudie zur Steigerung des Sozialkapitals innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Im Kontext des New-Public-Management-Ansatzes standen die Förderung vertrauensvoller, kooperativer Beziehungen innerhalb von Abteilungen sowie die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und des Arbeitsklimas im Vordergrund. Mit Hilfe einer wiederholten Netzwerkanalyse wurden die Beziehungsnetzwerke erfasst und ihre Veränderung im Projektverlauf nachgezeichnet. Dieser Beitrag beschreibt das entwickelte Instrumentarium und reflektiert seinen Einsatz im Rahmen der Organisationsentwicklung kritisch.  

Schlüsselwörter: Sozialkapital, Netzwerkanalyse, Organisationsentwicklung


Cooperation within Public Administration - A Network Approch
Public administration is undergoing a process of modernisation. The main focus is to cross-link different departments in order to simplify internal processes and increase efficiency. This paper presents results from a study that evaluated a project to increase social capital within public administration. Against the background of the new public management approach, the project aimed to increase interaction within the departments and to enhance employee satisfaction and work climate. Using a repeated network analysis approach, network relations were measured and any changes were traced throughout the project. This paper describes the methodological approach and critically reflects on the use of network analysis in the context of organisational development.

Key words: social capital, network analysis, organisational development


Dr. Martina Battisti
New Zealand Centre for SME Research
Massey University
Private Box 756
Wellington / New Zealand
m.battisti@massey.ac.nz

MMag Maria Stippler
Institut für Kommunikation im Berufsleben
und Psychotherapie
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Schöpfstr. 3
A-6020 Innsbruck / Österreich
maria.stippler@uibk.ac.at

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Kooperation und Gesundheitsförderung für die Zielgruppe der Un- und Angelernten!
Christine Busch

Un- und Angelernte gehören zu den Problemgruppen hinsichtlich Belastungen, Gesundheitsverhalten und Erkrankungshäufigkeit. Gesundheitsförderung ist daher für diese Zielgruppe dringend notwendig. Allerdings ist die Beteiligungsmotivation gering, zielgruppenspezifische Konzepte fehlen. In diesem Beitrag wird Gesundheitsförderung durch Stress- und Ressourcenmanagement in Teamarbeit für Un- und Angelernte vorgestellt. Eine Teamintervention ermöglicht Ressourcen in der Zusammenarbeit zu fördern, gemeinsames Problemlösen in Stresssituationen zu unterstützen und die Beteiligungsmotivation an einer gesundheitsbezogenen Intervention zu stärken. Theoretische Überlegungen und ein Konzept zu betrieblichem Stress- und Ressourcenmanagement für die Zielgruppe der Un- und Angelernten in Teamarbeit werden dargestellt, das in einem vom BMBF finanzierten interdisziplinären Projekt entwickelt und evaluiert wird.

Schlüsselwörter: Gesundheitsförderung, Stressmanagement, Teamarbeit, Un- und Angelernte


Cooperation and Health Promotion for Unskilled and Semi-skilled Workers!
Unskilled and semi-skilled workers tend to have bad living conditions, health behavior and well-being. Health promotion is absolutely necessary for this target group. However, the motivation of low qualified workers to participate in health promotion activities is low. At the same time there is a lack of health promotion offers for this target group. In this article a worksite health promotion program for low qualified team workers is presented. A team intervention promotes resources in cooperation, supports collective problem-oriented coping at work and enhances the single worker's motivation to participate in health promotion activities. Theoretical considerations and an intervention program for stress and resource management for low qualified team workers are presented. The team intervention has been developed and evaluated in a project financed by the German Federal Ministry of Education and Research.

Key words: health promotion, stress management, teamwork, unskilled and semi-skilled workers


Dr. Christine Busch
Arbeits- und Organisationspsychologie
Fachbereich Psychologie/Fakultät 4
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 11
20146 Hamburg
cbusch@uni-hamburg.de

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Prozessvertrauen - "Missing-Link" zwischen interpersonalem Vertrauen und Systemvertrauen
Christoph Clases, Thomas Ryser, Michael Jeive

Die arbeits-, sozial- und organisationspsychologische Befundlage zum Vertrauensthema verweist sowohl auf den Zusammenhang der Genese von Vertrauen aus Erfahrungen in konkreten Kooperationen als auch auf Vertrauen als eine wesentliche Grundlage nachhaltig erfolgreicher Kooperationen. Aus unserer Sicht besteht jedoch weitgehend Unklarheit bis Uneinigkeit darüber, wie dieser Zusammenhang konzeptuell zu bestimmen ist. Dieser Beitrag versucht einen Schritt in Richtung Klärung zu gehen, indem - ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem Stand der Literatur - für die Einführung eines neuen Konzeptes argumentiert wird: Prozessvertrauen. Mit dem Begriff soll eine psychologische Befindlichkeit thematisiert werden, die auf eine subjektive kognitiv-emotionale Bewertung von Kooperationsprozessen verweist. Ziel dieses Beitrags ist es, den Begriff des Prozessvertrauens konzeptuell zu verorten, ihn in seinen wesentlichen Bestimmungsmomenten zu entfalten und abschließend einen Blick auf Forschungsperspektiven zu werfen, die sich für die empirische Forschung eröffnen.

Schlüsselwörter: Kooperation, interpersonales Vertrauen, Prozessvertrauen, Systemvertrauen


Process Trust - Missing-Link between Interpersonal and System Trust
Findings on the subject of trust from industrial, social and organisational psychology demonstrate not only that the genesis of trust is to be found in experience of concrete cooperation, but also that it is an essential basis for sustainable and successful collaboration. In our view, however, a significant degree of ambiguity or even disagreement exists as to how this relationship can be conceptually defined. This article attempts to take a step in the direction of clarification. Based on an examination of the current literature, we will introduce a new concept: Process Trust. The term connotes the discussion of a mental state which refers to a subjective cognitive-emotional evaluation of cooperation processes. The aim of this article is to conceptually situate the concept, to identify its essential identification points and finally to consider the opportunities for empirical research which the concept opens.

Key words: collaboration, cooperation, trust, confidence, process trust


Prof. Dr. Christoph Clases
christoph.clases@fhnw.ch

Lic. Phil. Thomas Ryser
thomas.ryser@fhnw.ch

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Angewandte Psychologie
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz

Michael Jeive
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Wirtschaft
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz

michael.jeive@fhnw.ch

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Unternehmenskompetenzen als Auswahlkriterien für deutsch-indische Firmenkooperationen - Ein organisationspsychologisches Instrument zur Bewertung potenzieller internationaler Kooperationspartner
Ronald Franke, Ullrich Günther

Internationale Unternehmenskooperationen scheitern oft. Es mangelt  nicht an wirtschaftlichen Analysen (z. B. von  Finanzbilanzen) potentieller Partnerfirmen, sondern an Analysen über die "organisationskulturelle Passung" zweier Unternehmen aus verschiedenen Kulturkreisen. - Der vorliegende Ansatz überträgt die eignungsdiagnostische Logik auf die Erfassung organisationskultureller Merkmale. Zunächst werden mögliche "weiche" Erfolgsfaktoren am Beispiel deutsch-indischer Firmenkooperationen von Experten in diesem Bereich (Manager, Berater usw.) nach Relevanz bewertet. Personalexperten leiten dann von den erfolgskritischen Kriterien Kompetenzen ab, die auf die indische Kultur angepasst werden. Schließlich beschreiben die Autoren Instrumente (z. B. Inhaltsanalyse, systematisches Interview) und ihren Einsatz in spezifischen Unternehmensbereichen, um die relevanten organisationalen Merkmale eines potentiellen Partners erfassen zu können.

Schlüsselwörter: Internationale Unternehmenskooperation, deutsch-indische Firmenallianz, Unternehmensauswahl, Erfassung von Unternehmenskompetenzen, interkulturelle Firmenpassung


Corporate Competencies as Selection Criteria for German-Indian Company Cooperation - An Organizational Psychological Tool for the Evaluation of Potential International Alliance Partners
Business ventures between international firms often fail. There is no lack of quantitative economic analyses (e. g. balance sheet), but rather a lack of analyses of the cultural compatibility of the two organizations that come from different national cultures. In this new approach the logic behind  personnel assessment is transferred to the assessment of cultural features of organizations.  First, experts in co-operating German-Indian firms (managers, consultants etc.) evaluate potentially relevant "soft" success factors for a German-Indian business venture. Then personnel experts derive corresponding competencies. These competencies are then adapted to the Indian business culture. Finally, the authors describe instruments (e. g. content analysis; systematic interview) and their use in specified functional areas of the company for assessing the relevant organizational features of the potential partner.

Key words: international business cooperation, German-Indian company alliance, selection of companies, assessment of corporate competencies, cross-cultural fit of companies


Dipl.-Wirtschafts-Psych. (FH) Ronald Franke
ronaldfranke@gmx.de

Prof. Dr. Ullrich Günther
u.guenther@uni-lueneburg.de

Fakultät II - Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften
Institut für Wirtschaftspsychologie
Leuphana Universität Lüneburg
Wilschenbrucher Weg 84
21335 Lüneburg

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Kooperation in Netzwerken freiberuflicher Wissensarbeiter - Ergebnisse einer empirischen Studie
Monique Janneck

Freiberufliche Tätigkeiten, insbesondere im Bereich der Beratungsdienstleistungen - im Folgenden als freiberufliche Wissensarbeit charakterisiert - nehmen an Bedeutung für die Arbeitswelt stark zu. Im Gegensatz zu etablierten freien Berufen ist die Arbeitssituation solch freiberuflicher Wissensarbeiter oft durch ein hohes Maß an Unsicherheit und unklare rechtliche Rahmenbedingungen gekennzeichnet.
In der vorliegenden Studie wurde die Bedeutung von Netzwerken für Freiberufler untersucht. Mittels eines Online-Fragebogens wurden 126 freiberufliche Wissensarbeiter zu ihrer Arbeits- und Lebenssituation sowie speziell zur Kooperation in Netzwerken befragt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit mit anderen Freiberuflern in Netzwerken ein hohes Unterstützungspotential sowohl in ökonomischer als auch sozialer Hinsicht aufweist. Eine wesentliche Herausforderung bei der Etablierung tragfähiger Netzwerke stellt dabei der Aufbau vertrauensvoller Kooperationsbeziehungen unter Mitgliedern dar, die z.T. explizit in einem Konkurrenzverhältnis stehen. Einige Hinweise dazu werden skizziert.

Schlüsselwörter: virtuelle Organisationen, Netzwerke, freiberufliche Wissensarbeiter, Kooperation


Cooperating in Networks of Freelance Knowledge Workers - Empirical Results
Freelance knowledge work, e.g. in the fields of consulting and training, is making up a growing margin on the job market. Unlike traditional freelance careers (e.g. practice-based physicians, attorneys, accountants etc.), freelance knowledge work often goes along with high insecurity and ambigous legal conditions.
This study, conducted in Germany, examined networks as possible support structures for freelance knowledge workers by means of an online survey (N = 126). Results show that cooperating in networks provides social support as well as economical advantages for freelancers. Toe stablish sustainable networks it is crucial to build up trust among its members, who might also act as competitors on the market. Some implications are drawn from the results in this regard.

Key words: virtual organizations, networks, freelance knowledge workers, cooperation


Jun.-Prof. Dr. Monique Janneck
Fachbereich Psychologie
Arbeits- und Organisationspsychologie
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 11
20146 Hamburg
monique.janneck@uni-hamburg.de

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Kooperation, Kompetenz und Kontinuität: Grundlagen innovativer Fach-Communities im Mittelstand
Tobias Jenert

Der Beitrag beschreibt die Potenziale informeller Mitarbeiter-Communities für die Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Ansätze zum Innovationsmanagement beziehen sich in der Regel auf große Unternehmen und vernachlässigen die speziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU. Auf Basis einer Fallstudie werden daher Gestaltungsmöglichkeiten für innovationsfreundliche Arbeitskontexte in kleinen und mittleren Betrieben herausgearbeitet. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Faktoren, die kritisch für die Entstehung und den Fortbestand informeller Innovationsnetzwerke innerhalb formeller Organisationsstrukturen sind. Die Studie greift auf Erkenntnisse der Kreativitäts- sowie der Lernforschung zurück und bezieht sich explizit auf den Community of Practice-Ansatz. Abschließend werden die Grenzen eines "Managements" innovativer Mitarbeiternetzwerke diskutiert und Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeitskontexten vorgestellt.

Schlüsselwörter: Fach-Communities, Innovationsmanagement, KMU, Kreativität


Cooperation, Competence and Continuity as a Basis for Innovative Professional Communities in SME
The paper describes the potentials of informal professional communities for enhancing the innovative powers of small and medium-sized enterprises (SMEs). Approaches that address the management of innovation typically aim at big enterprises, thereby often
neglecting the specific needs and opportunitie

that characterize SMEs. Based on a case-study, this paper outlines possibilities to design innovation-friendly working contexts in SMEs. The analysis focuses on criteria that are crucial for the emergence and the continuance of informal innovative networks within formal organisational structures. The study refers to findings in creativity research and the learning sciences and explicitly focuses on the Community of Practice approach. As its conclusion the paper discusses the limited possibilities of "managing" innovative communities and proposes possibilities for designing working contexts.

Key words: professional communities, innovation management, SME, creativity


Tobias Jenert
Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb)
Sektion Medienpädagogik
Universität Augsburg
Universitätsstr. 2
86159 Augsburg
tobias.jenert@gmx.de

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Vertrauen als Voraussetzung gelingender Kooperation beim Online-Einkauf
Christel Kumbruck

Im Beitrag werden Ansatz und Ergebnisse des Forschungsprojektes "TrustCaps" - Vertrauenskapseln für Geschäftsprozesse im Internet1 zur Diskussion gestellt. Die Studie erarbeitet Bedingungen für vertrauensvolles Kooperieren beim Online-Kauf zwischen Händlern und Konsumenten. Vertrauen ist eine wesentliche Voraussetzung von Kooperationen, auch in Kaufbeziehungen. Der Beitrag legt die Vertrauensproblematik im Online-Kaufprozess dar sowie das interdisziplinäre Lösungskonzept der Vertrauenskapsel und Vertrauensbausteine. Dieses wurde in einem Prototypen realisiert und in einer Simulationsstudie erprobt. Dabei erwies sich als Schwierigkeit, das gering ausgebildete Vertrauen gegenüber dem Online-Einkauf bei technisch unbedarften Menschen mittels Sicherheitstechnik zu erhöhen.

Schlüsselwörter: Vertrauen, Online-Kauf


Trust as a Condition of Successful Cooperation in E-commerce
The following contribution describes the approach and results of the research project TrustCaps - trust capsules for E-commerce. The study works on conditions that enable sellers and consumers to trustfully participate in E-commerce. The contribution expounds the difficulties for users to trust in the internet marketplace and the interdisciplinary solution of a trust capsule and trust building blocks. The resulting prototype of a trustworthy environment was tested in a simulation study. As an important result the study shows that technical solutions alone don't help to increase trust of technically inexperienced people.

Key words: trust, E-commerce


PD Dr. Christel Kumbruck
IfA - Institut für Arbeitswissenschaft
Universität Kassel
Heinrich-Plett-Str. 40
34109 Kassel
kumbruck@ifa.uni-kassel.de

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Entwicklung und Validierung des German Workplace Trust Survey (G-WTS)
Nale Lehmann-Willenbrock, Simone Kauffeld

In der vorliegenden Studie wird die Entwicklung und erste Validierung einer deutschsprachigen Version des Workplace Trust Survey (WTS, Ferres & Travaglione, 2003) dargestellt. Der WTS erfasst organisationales Vertrauen als multidimensionales Konstrukt mit den drei Dimensionen Vertrauen in Kollegen, Vertrauen in den unmittelbaren Vorgesetzten und Vertrauen in die Organisation als Ganzes.
Die ursprünglichen, englischsprachigen Items wurden ins Deutsche übersetzt und leicht adaptiert. 247 Mitarbeiter1 verschiedener Organisationen wurden mit dem G-WTS befragt. Zur Validierung der drei Vertrauensdimensionen wurden zusätzlich die wahrgenommene Einhaltung des psychologischen Kontrakts sowie das Ausmaß von Konflikten in der Arbeitsgruppe erfragt.
Die dreidimensionale Struktur organisationalen Vertrauens kann für den G-WTS faktorenanalytisch bestätigt werden. Die internen Konsistenzen (Reliabilitäten) des G-WTS sind zufriedenstellend. Ferner weisen differentielle Zusammenhänge der drei Vertrauensdimensionen mit den Validitätskriterien auf die konvergente und diskriminante Validität des G-WTS hin.
Implikationen der Befunde sowie Möglichkeiten für zukünftige Forschung mit dem G-WTS werden diskutiert.

Schlüsselwörter:  organisationales Vertrauen, Psychologischer Kontrakt, Konflikte


Development of a German Workplace Trust Measure
The present study presents the development and initial validation of a German version of the Workplace Trust Survey (WTS, Ferres & Travaglione, 2003). The WTS is a questionnaire measure for the assessment employees’ trust in their co-workers, trust in their immediate supervisor and trust in the organization as a whole.
The original English items were translated into German and slightly adapted. A convenience sample of 247 employees was surveyed with the G-WTS. In addition, questionnaires concerning perceptions of psychological contract fulfillment as well as the amount of intra-group conflict were used.
Factor analysis supports the three dimensions of organizational trust underlying the G-WTS. Internal consistency values were satisfactory for the three scales. Moreover, the relationship between the G-WTS and the validation criteria provide some hints at the convergent and discriminant validity of the G-WTS.
Implications and possible applications of the G-WTS for future research are discussed.

Key words: organizational trust, psychological contract, conflict


Dipl.-Psych. Nale Lehmann-Willenbrock
n.lehmann-willenbrock@tu-bs.de

Prof. Dr. Simone Kauffeld
s.kauffeld@tu-bs.de

Institut für Psychologie
Abt. für Arbeits-, Organisations- und
Sozialpsychologie
TU Braunschweig
Spielmannstr. 19
38106 Braunschweig

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Abteilungsübergreifende Kooperation zwischen Standards und informeller Zusammenarbeit - Ergebnisse einer Fallstudie im Betriebsmittelbau der Daimler AG
Sama Mbang, Klaus Stahl, Günter Sprecher, Florian Bäuerle, Hartmut Schulze

Der Entstehungsprozess industrieller Produkte und Investitionsgüter stellt ein "klassisches" Untersuchungsfeld dar. Vertreter aus Informatik, Wirtschaftswissenschaft und Psychologie ringen hier schon seit langem um eine möglichst optimale Balance zwischen effizienter und gleichzeitig humaner Arbeitsgestaltung. Spätestens seit den 1990-ern erfolgt die Arbeit in den einzelnen Bereichen IT-gestützt - z.B. computer-aided Design (CAD) in der Konstruktion, computer aided planning (CAP) in der Planung und werkstattorientierte Programmiersysteme an den Maschinen. Aktuell werden die letzten "Schnittstellen" und Brüche in der Prozesskette IT-technisch geschlossen - so auch im Betriebsmittelbau der Daimler AG. Durch die dann umgesetzte bidirektionale Datendurchgängigkeit stellen sich auch neue Anforderungen an die Kooperation entlang der Prozesskette. Die Realisierung des 2003 begonnenen Change-Projektes erfolgt im Betriebsmittelbau der Daimler AG im Rahmen eines aus Maschinenbauern, Informatikern und Arbeitspsychologen interdisziplinär zusammengesetzten Projektteams. Mit dem Ziel der Sicherstellung von Akzeptanz sowohl der IT-gestützten Arbeitsweise wie auch der abteilungsübergreifenden Kooperation wurde von Beginn an auf eine partizipative Vorgehensweise gesetzt. Eine Analyse der bisherigen Kooperationsbeziehungen ergab interessanterweise eine unterschiedliche Bewertung: Konstrukteure schätzten die Zusammenarbeit deutlich besser ein als Fertigungsplaner und Werkstattmitarbeiter. In abteilungsübergreifenden Workshops wurde im Anschluss ein Konzept für die Reorganisation der Kooperation entwickelt, das in 2008 weiter detailliert und pilotartig eingeführt wird. Im vorliegenden Beitrag wird das in der Praxis entstandene Konzept eines "sozio-technischen Firewallprozesses" skizziert und auf diesem Wege in die Diskussion eingebracht.

Schlüsselwörter: sozio-technische Arbeitsgestaltung, Produktentstehungsprozess, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, Change Management, Arbeits- und Organisationspsychologie


Cross-departmental Co-operation between Standards and Informal Collaboration - Results of a Case Study at Daimler AG
The product creation process of industrial goods represents a somehow "traditional" arena for research and development. Representatives from computer science, economic science and psychology are struggling for an optimal balance between effective and at the same time human work organization. At least since 1990 the product creation process is broadly in the focus of computerization. Different IT tools and systems nowadays provide support for the downstream processes - e.g. computer-aided design (CAD), computer-aided planning (CAP) and workshop-oriented NC programming systems at the machines.
Currently, the last "interfaces" and barriers in the process chain shortly will technically be closes. The manufacturing equipment business unit of Daimler AG located in Sindelfingen is a lively example for that endeavour.
In this context and due to the approach of holistic and bi-directional data processing new requirements for co-operation along the process chain are coming to the forefront. At Daimler AG a multidisciplinary change project was set up to solve these challenges in the area of die and tooling (manufacturing equipment). The project team was staffed with mechanical engineers, computer scientists and work psychologists. For 5 years now this team accompanied and organized the change project. Right from the beginning a participative approach was chosen in order to ensure the acceptance of the new IT-based work and the corresponding cross-departmental collaboration processes. A formative evaluation showed interestingly different estimations regarding the co-operation: Technical designers estimated co-operation clearly better than manufacturing planers and NC programmers. Therefore a concept for the reorganization of the cross-departmental collaboration was worked out during cross-departmental workshops. Major characteristics of the so-called "socio-technical firewall-process" are outlined in the contribution. Finally, the potentials as well as the risks of this concept for both the effecitvity and the human factor within the new product creation process are discussed.

Key words: socio-technical work design, new product development process, cross-departmental collaboration, change management, work psychology


Sama Mbang, Klaus Stahl, Günter Sprecher
Betriebsmittelbau, Mercedes-Benz Cars

Florian Bäuerle, Hartmut Schulze
FHNW, APSifk

Kontakt:
Dr. Sama Mbang
Mercedes-Benz Cars
Center Betriebsmittel BM/B1
Bela Barenyi Str. 1 (Tor 1)
71059 Sindelfingen
sama.mbang@daimler.com

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Belastungen bei der Bewältigung von Arbeit: Widersprüchliche Kooperationsanforderungen
Stephanie Porschen

Dezentralisierte Strukturen und flache Hierarchien gelten in modernen Arbeitsorganisationen als zeitgemäß und effizient. Sie verlangen von den Mitarbeitern eigenverantwortliche Koordination. Diese nimmt inzwischen einen großen Raum ihrer Arbeitszeit ein und führt bisweilen zu Belastungen. Ausschlaggebend dafür ist die häufig vorzufindende Verdrängung der in der Arbeit angemessenen informellen Form der Kooperation durch formalisierte Verfahren, vorherrschend in Form von Meetings. Die Störung der Balance zwischen formeller und informeller Kooperation lässt die Tücken und Widersprüche von Meetings zu Tage treten. Mit dem zukunftsweisenden Konzept der widersprüchlichen Kooperationsanforderungen lassen sich diese genauer analysieren. Deutlich wird dabei, dass für eine "gesündere" Abstimmungskultur Investitionen in die Gestaltung von Meetings allein nicht ausreichen.

Schlüsselwörter: Meeting-Euphorie, Widersprüchliche Abstimmungskulturen, Belastungen


Stress Factors in Daily Working Life: Discrepancies of Cooperation Requirements
In modern work organisations, decentralised structures and flat hierarchies are seen as efficient features. The employees are required to coordinate their work activities in an autonomous, responsible manner. Meanwhile, coordination activities take a big part of their working hours, sometimes leading to stress. A reason for stress is that informal cooperation integrated in the work process, which is often an effective means of coordination, is frequently replaced by formalised procedures, mainly in the form of meetings. Thus, the balance between formal and informal cooperation is disturbed, giving rise to some problems and discrepancies of the prevailing meeting coordination. The innovative concept of discrepancies of cooperation requirements allows for a deeper analysis of these problems, resulting in the insight that investments into meeting design alone are not sufficient for a more balanced culture of coordination.

Key words: meeting euphoria, discrepancies of cultures of coordination, stresses and strains


Dr. Stephanie Porschen
Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.
Jakob-Klar-Str. 9
80796 München
stephanie.porschen@isf-muenchen.de

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Teamleistung im interkulturellen Vergleich: der Einfluss von Organisationalem Vertrauen und Vertrauen in automatisierte Systeme
Frank Ritz

Aus Ergebnissen der kognitiven Psychologie und der kulturvergleichenden Forschung wurde die Fragestellung abgeleitet, ob Teams in kollektivistischen Kulturen eine bessere Teamleistung zeigen als Teams individualistischer Kulturkreise. In der Literatur werden wichtige Einflussfaktoren auf die Teamleistung in organisationalem Vertrauen und dem Vertrauen in automatisierte Systeme vermutet. Somit stellte sich die Frage nach den ursächlichen Beziehungen von Kultur, Teamleistung und Vertrauen. In einer kulturvergleichenden Studie wurden Teammitglieder (n=279) in chinesischen und deutschen Operationssälen befragt. Die Ergebnisse zeigen eine signifikant höhere Teamleistung in chinesischen Teams. Bei der Modellierung der strukturellen Zusammenhänge wurde durch eine Kovarianzstrukturanalyse organisationales Vertrauen kulturübergreifend als Prädiktor der Teamleistung aufgeklärt. Hinsichtlich des Vertrauens in automatisierte Systeme zeigt sich nur in der chinesischen Teilstichprobe ein Einfluss auf die Teamleistung. Die vorliegende Arbeit erhärtet die Vermutung, dass Teams kollektivistischer Kulturen eine bessere Teamleistung erzielen und sich folglich zur Erforschung der Teamleistung und ihrer Einflussfaktoren im Sinne eines Referenzmodells eignen.

Schlüsselwörter: Teamleistung, Referenzsystem, Strukturgleichungsmodell, organisationales Vertrauen, Vertrauen in automatisierte Systeme, Kulturvergleich, Individualismus, Kollektivismus, Deutschland, China


Team Performance in Cross-cultural Comparison: Reference System and the Influence of Organizational Trust and Trust in Automated Systems
Results from cognitive psychology in combination with cross-cultural approaches lead to the assumption that teams of collectivistic cultures show better team performance than teams of individualistic cultures. In cross-cultural study Chinese and G

rman team members (n=279) of operating rooms participated in a questionnaire investigation. Therefore a team-performance questionnaire complemented by an inventory of organizational trust and of trust in automated systems was used. Chinese teams show significant better results of team performance. The analysis of covariance structures points out that organizational trust is a relevant predictor of perceived team performance in both cultures. In contrast, trust in automated systems only shows an influence on team performance in Chinese teams. The presented study confirms the presumption that teams of collectivistic cultures show better team performances in general. Therefore the results can be used as a model to derivate knowledge about teamwork processes.

Key words: team performance, reference system, structural equation models, organizational trust, trust in automated systems, cross-cultural study, individualism, collectivism, Germany, China


Dr. Frank Ritz
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Angewandte Psychologie
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz
frank.ritz@fhnw.ch

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Kollaborative Projektkultur - Ein konzeptueller Ansatz für die effektive Zusammenarbeit in multikulturellen Projektteams
Hartmut Schulze, Thomas Ryser

Effektive Zusammenarbeit in kulturell heterogen zusammengesetzten Projektteams wird vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt zu einer zentralen Herausforderung für die angewandte Forschung und die betriebliche Praxis. Empirische Studien weisen darauf hin, dass die Effektivität der Zusammenarbeit in multikulturellen Projektteams über spezifische individuelle Kompetenzen hinaus vor allem von organisationalen Kontextfaktoren und von Teamprozessen abhängt. In diesem Beitrag wird mit der "kollaborativen Projektkultur" ein konzeptueller Ansatz entwickelt, der an das Kooperationsmodell von Wehner, Clases & Bachmann (2000) sowie an das Sense-Making-Konzept von Weick (2001) anschließt. Eine "kollaborative Projektkultur" wird als ein gemeinsames Verständnis projektspezifischer Kooperationsstrukturen konzeptualisiert, das sich in aufeinander bezogenen Formalisierungs- und Sense-Making-Prozessen bildet und diese gleichzeitig prägt.

Schlüsselwörter: globale Zusammenarbeit, kulturelle Heterogenität, multikulturelle Projektteams, sense-making, gemeinsames Verständnis, gemeinsame Projektkultur


Collaborative Project Culture - A Conceptual Framework for Effective Collaboration in Multicultural Project Teams
Collaboration in multicultural project teams currently represents a major challenge for applied sciences and managerial practice. Empirical studies show the effectiveness of collaboration is particularly influenced by organizational context factors and team processes beside individual intercultural competencies. Throughout this contribution a conceptual framework for a "collaborative project culture" will be developed, which follows theoretical ideas of the model for co-operation at work from Wehner, Clases and Bachmann (2000) and Weick's (2001) conceptualization of "sense-making". A collaborative project culture is understood as shared understanding of project specific collaboration structures, which is build by a dialectical interaction of formalisation and "sense-making" processes.

Key words: global collaboration, cultural diversity, multicultural project teams, sense-making, common ground, shared understanding, shared project culture


Prof. Dr. Hartmut Schulze
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Angewandte Psychologie
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz
hartmut.schulze@fhnw.ch

Lic. Phil. Thomas Ryser
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Angewandte Psychologie
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz
thomas.ryser@fhnw.ch

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Organisationsgestaltung in Kooperationsnetzwerken: Gestaltungsfragen, -optionen und Entscheidungskriterien
Fred van den Anker, Florian Sarodnick

In der hier berichteten Studie wurde die Gestaltung der Arbeitsorganisation in vier Kooperationsnetzwerken aus Kleinunternehmen und Freelancern analysiert und bewertet. Mit Hilfe der QOC-Methode ("Questions", "Options", "Criteria"; MacLean, 1991) konnten wir anhand von wesentlichen Fragen ("Questions") zur Organisationsgestaltung in Kooperationsnetzwerken systematisch Gestaltungsoptionen ("Options") und Gründe ("Criteria") für und gegen diese Optionen aufzeigen. Wie beispielsweise in der Beschreibung der unterschiedlichen Vorgehensweisen bei der Projektkoordination dargelegt, zeigen die Ergebnisse eine große Bandbreite an Organisationsstrategien, die jede für sich Vor- und Nachteile aufweist. Die Wahl der ‚richtigen’ Gestaltungsoption hängt vor allem von den spezifischen Bedingungen des Netzwerks und Netzwerkprojekts ab. Insgesamt zeigt sich aber, dass flexible Organisationsformen vorteilhafter sind, indem die Arbeitsorganisation den jeweiligen Situationen, wie z. B. inhaltliche Schwerpunkte oder Auslastung der Partner, angepasst wird. Ein möglicher Einsatz der QOC-Methode als Instrument für die Organisationsgestaltung in Netzwerken bzw. Netzwerkprojekten wird diskutiert.

Schlüsselwörter: Gestaltung der Arbeitsorganisation, Kooperationsnetzwerke, Freelancer und Kleinunternehmen, kollektive Selbstorganisation, Projektkoordination, Evaluation


Organization Design in Collaborative Networks: Design Questions, Options and Decision Criteria
This paper presents an analysis and assessment of organization design in four collaborative networks consisting of small enterprises and freelancers. By using the QOC-method ("Questions", "Options", "Criteria", MacLean, 1991) we were able to systematically elicit design Options as alternatives for dealing with the key issues or basic Questions in collaborative network organization. In interviews with network representatives we also captured the Criteria that serve as a basis for assessing, comparing and choosing among the design Options. As is shown by the exemplary description of the different strategies applied in project coordination, the results show a great bandwidth of organizational design options, each of them having advantages and disadvantages. The choice of the "right" design option depends on the specific characteristics of the network and the network project. In general, however, flexible forms of work organization have been shown to be advantageous by allowing the work organization to be adjusted to the specific work situation, such as the project's content or the partners' momentary work load. The potential of the QOC-method as an instrument for organization design in networks or network projects is discussed.   

Key words: organization design, collaborative networks, freelancers and small enterprises, collective self-organization, project coordination, evaluation


Prof. Dr. Fred van den Anker
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Angewandte Psychologie
Riggenbachstr. 16
CH-4600 Olten
Schweiz
fred.vandenanker@fhnw.ch

Florian Sarodnick
Prozess- und Projektmanagement
e-/m-commerce
Deutsche Bahn
Frankenallee 2-4
60327 Frankfurt am Main
 

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Der Einfluss von Führungskräften und Kollegen auf die Gesundheit der Beschäftigten - Zwei empirische Untersuchungen in einem Industrieunternehmen
Barbara Wilde, Stephan Hinrichs, Heinz Schüpbach

Im folgenden Beitrag wird in zwei Fragebogenstudien die Bedeutung von sozialer Unterstützung für die Gesundheit der Beschäftigten eines Industrieunternehmens untersucht.
Die erste Studie befasst sich mit dem Einfluss direkter sozialer Unterstützung durch die Führungskraft und durch Kollegen auf die Gesundheit von Beschäftigten. Dabei kann in beiden Fällen der erwartete positive Zusammenhang zur Gesundheit gezeigt werden. In einer Regressionsanalyse leistet allerdings lediglich die soziale Unterstützung durch Kollegen einen eigenständigen Aufklärungsbeitrag. Weitergehende Analysen deuten darauf hin, dass der Einfluss der sozialen Unterstützung durch die Führungskraft auf die Gesundheit über soziale Unterstützung durch Kollegen mediiert wird.
Die zweite Studie beschäftigt sich mit der Unterstützung von Gesundheitsförderungsprojekten durch Führungskräfte und Kollegen. Es kann gezeigt werden, dass die Unterstützung des Projekts durch Kollegen und Führungskräfte mit dem Projekterfolg zusammenhängt und über das Gesundheitsklima vermittelt wird.
Die Unterstützung von Führungskräften und Kollegen ist demnach in mehrfacher Hinsicht relevant für die Gesundheit der Beschäftigten. Implikationen der Befunde werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Gesundheit, soziale Unterstützung, Gesundheitsklima, Gesundheitsprojekte, Mediation


The Influence of Supervisors and Colleagues on Employee's Health - Two Empirical Studies in an Industrial Company
In this paper we present two studies in which we examined the relevance of support on employee's health in an industrial company.
The first study investigated the influence of social support from supervisors and colleagues on employee's health. In both cases we can show the expected positive association between social support and health. However, regression analysis with both factors revealed a significant effect only for social support from colleagues. Further analysis indicated that the influence of social support from supervisors on employee's health is mediated by social support from colleagues.
The second study examined supervisors' and colleagues' support of health promotion projects. We could show that supervisors' and colleagues' support of the project is associated with the success of the project and that this effect is mediated by health climate.
According to our findings, support from supervisors and colleagues is relevant for employee's health in several aspects. Implications of the results are discussed.

Key words: health, social support, health climate, health projects, mediation


Dipl.-Psych. Barbara Wilde
barbara.wilde@psychologie.uni-freiburg.de

Dr. Stephan Hinrichs
hinrichs@psychologie.uni-freiburg.de

Prof. Dr. Heinz Schüpbach
schuepba@psychologie.uni-freiburg.de

Institut für Psychologie
Arbeitsgruppe Arbeits- und
Organisationspsychologie
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Engelbergerstr. 41
79085 Freiburg

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