Inhaltsverzeichnis
Editorial
Lars P. Hölzel, Uta Fröhlich, Hannah Weber & Klaus Lieb
Innovation der ICD-11: ein Überblick
Oliver Fricke
„Nature never draws a line without smudging it“ – Das Konzept der Autismus-Spektrum-Störungen
Corinna Reck & Maria Hagl
In guter Hoffnung… peripartale psychische Störungen in der ICD-11
Martin Bürgy
Suizidalität und ICD-11: Eine verpasste Chance zum Paradigmenwechsel?
Jeanette Röhrig
Der Einfluss der ICD-11 auf die Versorgung von Menschen mit Störungen durch Substanzgebrauch
Matthias Backenstraß
Zwangsstörung oder verwandte Störungen in ICD-11: ein Überblick
Ankündigungen
Rezension
Interessante Neuerscheinungen
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:93–94
https://doi.org/10.2440/006-0067
Editorial
Matthias Backenstraß
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:95–112
https://doi.org/10.2440/006-0068
Innovation der ICD -11: ein Überblick
Lars P. Hölzel1,2, Uta Fröhlich1, Hannah Weber1 & Klaus Lieb1
1 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz
2 Oberberg-Gruppe, Berlin
Zusammenfassung: Nach über 30 Jahren wurde die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme in ihrer 11. Revision grundlegend überarbeitet. Mit dem Kapitel „06 Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen“ führt dies zu grundlegenden Änderungen in der Diagnostik und teilweise auch in der Behandlung psychischer Störungen. Orientiert an aktuellen Forschungsergebnissen wurden neue Kategorien geschaffen, bestehende Kategorien gestrichen oder in andere Oberkategorien eingeordnet. Eine differenziertere Diagnostik der Störungen wird ermöglicht. Durch einen stärkeren Fokus auf dimensionale Diagnostik ergeben sich insbesondere im Bereich der Persönlichkeitsstörungen deutliche Änderungen. Mit Einführung einer Online-Version, kulturspezifischen Hinweisen und der Anschlussfähigkeit an DSM-5 und ICD-10 soll die Anwendbarkeit weltweit erhöht sowie flexible Anpassungen und Forschungen erleichtert werden.
Schlüsselwörter: ICD-11, Diagnostik, Klassifikation, Psychische Störungen, Verhaltensstörungen
ICD -11 innovation: an overview
Summary: After more than 30 years, the International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems has been fundamentally revised in its 11th revision. With the chapter ‘06 Mental disorders, behavioral disorders or neurodevelopmental disorders’, this leads to fundamental changes in the diagnosis and, in some cases, treatment of mental disorders. Based on current research findings, new categories have been created and existing categories have been deleted or assigned to other superordinate categories. A more differentiated diagnosis of the disorders is made possible. A stronger focus on dimensional diagnostics has resulted in significant changes, particularly in the area of personality disorders. The introduction of an online version, culture-specific references and the ability to connect to DSM-5 and ICD-10 should increase applicability worldwide and facilitate flexible adaptations and research.
Keywords: ICD-11, diagnostics, classification, mental disorders, behavioral disorders
PD Dr. Lars P. Hölzel
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsmedizin Mainz
und Oberberg-Grupp e, Berlin
lars.hoelzel@unimedizin-mainz.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:113–127
https://doi.org/10.2440/006-0069
„Nature never draws a line without smudging it“ – Das Konzept der Autismus-Spektrum-Störungen
Oliver Fricke1,2
1 Klinikum der Landeshauptstadt Stuttgart gKAöR, Krankenhaus Bad Cannstatt
2 Department für Humanmedizin, Universität Witten/Herdecke
Zusammenfassung: Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die nach ICD-10 den Frühkindlichen Autismus, den Atypischen Autismus und das Asperger-Syndrom umfasst. In den neueren diagnostischen Klassifikationen wird nicht mehr in einzelne Entitäten unterschieden und im ICD-11 und DSM-5 nur noch von einer Autismus-Spektrum-Störung gesprochen. Grundlage für die Entwicklung des Begriffs „Spektrum“ ist die nicht ausreichende Trennschärfe in der Unterscheidung einzelner Entitäten des Autismus, wenn der Goldstand der diagnostischen Methodik (ADOS und ADI-R) eingesetzt wird. Alle Formen des Autismus haben gemeinsam, dass sie im frühen Kindesalter durch spezifische Auffälligkeiten in der Entwicklung zu erkennen sind, welche die Kommunikation und die reziproke soziale Interaktion in Zusammenhang mit dem Auftreten von Stereotypien und restriktiven bzw. zwanghaft wiederholendem Verhalten betreffen.
Schlüsselwörter: Theory of Mind, ICD-11, DSM-5
‘Nature never draws a line without smudging it’ – The concept of autism spectrum disorders
Abstract: Autism is a profound developmental disorder that, according to ICD-10, includes Childhood Autism, Atypical Autism, and Asperger Syndrome. In newer diagnostic classifications, there is no longer a distinction made between individual entities, and in ICD-11 and DSM-5, it is referred to solely as Autism Spectrum Disorder. The basis for the development of the term ‘spectrum’ is the insufficient clarity in distinguishing between individual entities of autism when the gold standard of diagnostic methodology (ADOS and ADI-R) is used. All forms of autism share the commonality of being identifiable in early childhood through specific developmental abnormalities that affect communication and reciprocal social interaction, in connection with the occurrence of stereotypies and restrictive or compulsively repetitive behaviours.
Keywords: theory of mind, icd -11, dsm -5
Prof. Dr. Oliver Fricke
Klinikum der Landeshauptstadt
Stuttgart gKAöR
Krankenhaus Bad Cannstatt
Priess nitzweg 24
D-70374 Stuttgart
o.fricke@klinikum-stuttgart.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:128–141
https://doi.org/10.2440/006-0070
In guter Hoffnung… peripartale psychische Störungen in der ICD -11
Corinna Reck1 & Maria Hagl2
1 Department Psychologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
2 Freie wissenschaftliche Autorin, München
Zusammenfassung: Schwangerschaft und insbesondere die Geburt eines Kindes können als bedeutende psychosoziale und biologische Stressoren die psychische Gesundheit der Mutter beeinflussen. Psychische Störungen im Peripartalzeitraum sind häufig und ihre besondere Bedeutung liegt darin, dass sie sich über eine Beeinträchtigung der Mutter-Kind-Beziehung und der mütterlichen Kompetenzen auf die Entwicklungsbedingungen des Kindes auswirken. Dieser Relevanz wurde in den früheren Versionen der internationalen Klassifikationssysteme nicht ausreichend Rechnung getragen. In der ICD-11 kann die neu geschaffene Kategorie „Psychische Störungen oder Verhaltensstörungen in Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett“ für mehr Sichtbarkeit sorgen und indem auch ängstliche und zwanghafte Symptome berücksichtigt sind, wird der alleinige Fokus auf die häufige depressive Symptomatik und die sehr seltenen psychotischen Erscheinungsbilder überwunden. Gleichzeitig sind die neuen diagnostischen
Optionen weiterhin auf Schwangerschaft und Wochenbett beschränkt und greifen damit zu kurz.
Schlüsselwörter: ICD-11, peripartale psychische Störungen, Postpartalzeit, Schwangerschaft, Geburt
Expecting… more? Perinatal mental disorders in ICD -11
Abstract: Expecting a baby, and childbirth in particular are significant psycho-social and biological stressors that may affect maternal mental health. Overall, perinatal mental disorders are common; their particular importance lies in the fact that they can impair the mother-infant relationship and parenting skills which in turn affects child development. This relevance was not adequately addressed in earlier versions of WHO’s and APA’s classifications systems. In ICD-11, the new diagnostic grouping ‘Mental and behavioural disorders associated with pregnancy, childbirth or the puerperium’ may help to increase the visibility and recognition of perinatal mental disorders as a whole. Also, by including descriptions of obsessive-compulsive and anxiety symptoms, ICD-11 moves beyond its former narrow focus on the frequent depressive syndromes on the one hand and the rather rare psychotic manifestations on the other. However, the new diagnostic options are still limited to pregnancy and the immediate postpartum period, failing to cover the full picture.
Keywords: ICD-11, perinatal mental health, postpartum, pregnancy, childbirth
Prof. Dr. Corinna Reck
Klinische Psychologie des Kindes- und
Jugendalters & Beratungsps ychologie
Department Psychologie
LMU München
Leopoldstrass e 13
D-80802 München
corinna.reck@psy.lmu.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:142–151
https://doi.org/10.2440/006-0071
Suizidalität und ICD -11: Eine verpasste Chance zum Paradigmenwechsel?
Martin Bürgy
Zentrum für Seelische Gesundheit, Klinikum Stuttgart
Zusammenfassung: Während DSM-IV und ICD-10 Suizidalität als Symptom psychischer Störungen begreifen, vor allem der schweren depressiven Episode und der Borderline-Persönlichkeitsstörung, bringen neue epidemiologische Befunde eine Reihe von weiteren möglichen Ursachen, z. B. Partnerschaftsprobleme, Alkohol- und Drogengebrauch, körperliche Erkrankungen, finanzielle Probleme sowie andere Stressoren und Krisen in den Blick. Diese Öffnung der Perspektive führt in DSM-5 zur Konzeption der Suizidalen Verhaltensstörung, definiert durch das selbstinitiierte Verhalten und die suizidale Intention sowie durch die Abgrenzung von dem nicht-suizidalen selbstverletzenden Verhalten. Die Abkehr vom medizinischen Krankheitsmodell schafft Raum für neue Störungskonzepte und stimuliert so Forschung und Therapie. ICD-11 folgt
dieser Entwicklung in der weiteren Differenzierung der Diagnostik, verzichtet aber auf eine eigene suizidale Störungskategorie. Es bleibt zu vermuten, dass sich dies nachteilhaft auf die weitere Forschung und Therapie im Bereich Suizidalität auswirken wird.
Schlüsselwörter: ICD-11, Suizidalität, Paradigmenwechsel, nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten, Suizidale Verhaltensstörung
Suicidality and ICD -11: A missed opportunity for a paradigm shift?
Abstract: While DSM-IV and ICD-10 consider suicidality as a symptom of mental disorders, especially major depressive episodes and borderline personality disorder, new epidemiological findings bring several other possible causes into focus, e.g. relationship problems, alcohol and drug use, physical illnesses, financial problems as well as other stressors and crisis. This broadening of perspective leads to the concept of suicidal behavior disorder in DSM-5, defined by self-initiated behavior and suicidal intent, as well as by its differentiation from non-suicidal self-injurious behavior. The departure from the medical model of illness creates space for new disorder concepts and thus stimulates research and therapy. ICD-11 follows this development in further differentiating diagnostics but dispenses with a separate suicidal disorder category. It remains to be assumed that this will have a detrimental effect on further research and therapy
around suicidality.
Keywords: ICD-11, suicidality, paradigm shift, non-suicidal self-injury, suicidal behavior disorder
Prof. Dr. Dr. Martin Bürgy
Klinik für Spezielle Psychiatrie,
Sozialps ychiatrie und Psychotherapie
Zentrum für Seelische Gesundheit,
Klinikum Stuttgart
Krankenhaus Bad Cannstatt
Priess nitzweg 24
D-70374 Stuttgart
m.buergy@klinikum-stuttgart.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:152–165
https://doi.org/10.2440/006-0072
Der Einfluss der ICD -11 auf die Versorgung von Menschen mit Störungen durch Substanzgebrauch
Jeanette Röhrig
Klinikum Stuttgart – Institut für Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Psychotherapie sowie Klinik für Suchtmedizin und Abhängiges Verhalten
Zusammenfassung: Hintergrund: Die Einführung der 11. Revision der ICD (International Classification of Diseases and Related Problems) durch die Weltgesundheitsorganisation markiert eine signifikante Weiterentwicklung der Klassifikation und Diagnostik psychischer Störungen. Im neuen Kapitel 6 zu „Störungen durch Substanzgebrauch und Verhaltenssüchte“ sind Neuerungen, insbesondere in den Bereichen Substanzen, Substanzklassen, Diagnosekriterien, Konsummuster und Schweregradeinschätzungen für Intoxikationen, zu verzeichnen. Diskussion: Die wesentlichen Veränderungen in Bezug auf Störungen durch Substanzgebrauch und deren Auswirkungen auf diagnostische Prozesse und Prävalenzzahlen sollen in diesem Artikel dargestellt und mögliche Konsequenzen für die Versorgung diskutiert werden. Die Analyse basiert auf einem Vergleich der ICD-10 und ICD-11 in ausgewählten Bereichen. Fazit: Der Artikel arbeitet die Herausforderungen, aber auch Chancen für Menschen mit Störungen durch Substanzgebrauch heraus und prüft, ob die Neuerungen der ICD das Potenzial dazu haben, bislang unbeantwortete Fragen und Probleme des Hilfesystems zu adressieren und zur Entwicklung von innovativen Versorgungsansätzen beizutragen.
Schlüsselwörter: ICD-11, Störungen durch Substanzgebrauch, Suchthilfesystem, Versorgungssystem, synthetische Opioide
The impact of ICD -11 on the health care of people with substance use disorders
Abstract: Background: The introduction of the 11th revision of the ICD (International Classification of Diseases and Related Problems) by the World Health Organization marks a significant development in the classification and diagnosis of mental disorders. The new Chapter 6 on ‘Disorders due to substance use or addictive behaviours’ introduces significant updates, particularly in the field of psychoactive substance use. These innovations include revised diagnostic criteria, patterns of use and severity qualifiers for substance intoxication. Discussion: This article presents the key changes introduced in the 11th revision of the ICD
regarding disorders due to substance use, analysing their impact on diagnostic processes and their prevalence rates. It also explores the anticipated consequences for patient care. The analysis is based on a comparison of selected topics from the previous ICD-10. Conclusion: The article highlights the challenges and opportunities presented by the ICD-11 for individuals with substance use disorders. It explores whether these updates can address previously unresolved issues in the support system and contribute to innovative approaches to care.
Keywords: ICD-11, disorders due to substance use, addiction support system, health care system, synthetic opioids
Dr. Jeanette Röhrig
Diplom-Psychologin,
Psychol. Psychotherapeutin
Klinikum Stuttgart,
Zentrum für Seelische Gesundheit
Institut für Klinische Psychologie,
Neurops ychologie und Psychotherapie
Klinik für Suchtmedizin und abhängiges
Verhalten
Priess nitzweg 24
D-70374 Stuttgart
j.roehrig@klinikum-stuttgart.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
2025.46:166–177
https://doi.org/10.2440/006-0073
Zwangsstörung oder verwandte Störungen in ICD -11: ein Überblick
Matthias Backenstraß1,2
1 Institut für Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Psychotherapie, Klinikum Stuttgart
2 Arbeitseinheit für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Psychologisches Institut, Universität Heidelberg
Zusammenfassung: Mit der Einführung der Kategorie „Zwangsstörung oder verwandte Störungen“ in die ICD-11 wird in Weiterentwicklung der ICD-10 eine Gruppe psychischer Störungen neu definiert. Sehr ähnlich der Konzeption des DSM-5 wird die Zwangsstörung mit weiteren Störungen zusammengefasst, deren gemeinsames Merkmal in wiederkehrenden Gedanken und Verhaltensweisen gesehen wird. Bei einer Untergruppe werden kognitive Phänomene (wie Zwangs- und intrusive Gedanken), die von damit verbundenen wiederkehrenden Verhaltensweisen begleitet werden, im Vordergrund der jeweiligen Störung gesehen. Das pathologische Horten und die körperbezogenen, repetitiven Verhaltensstörungen werden als zweite Untergruppe davon abgegrenzt, sie sind schwerpunktmäßig durch wiederkehrende und gewohnheitsmäßige Handlungen gekennzeichnet. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Gruppe der „Zwangsstörung oder verwandte Störungen“ in ICD-11. Neben der genauen Beschreibung bzw. Definition der Störungen und ihrer Kodierungen wird auf Ähnlichkeiten und Unterschiede zu der Konzeptualisierung im DSM-5 eingegangen. Zudem wird ein Abgleich mit der aktuell im Gesundheitssystem noch verwendeten ICD-10 vorgenommen.
Schlüsselwörter: ICD-11, Zwangsstörung oder verwandte Störungen, DSM-5, klassifikatorische Diagnostik
Obsessive-compulsive or related disorders in ICD -11: An overview
Abstract: With the introduction of the category ‘Obsessive-compulsive or related Disorders’ in ICD-11, a group of mental disorders has been redefined in a further development of ICD-10. Very similar to the concept of DSM-5, obsessive-compulsive disorder is grouped together with other disorders which are characterized by repetitive thoughts and behaviors. In a subgroup, cognitive phenomena (like obsessions, intrusive thoughts) accompanied by related repetitive behaviors are seen as the characteristic feature of the respective disorders. Hoarding disorder and body-focused repetitive behavior disorders are distinguished as a second subgroup, character ized primarily by recurrent and habitual actions. This article provides an overview of the group of ‘obsessive-compulsive or related disorders’ in ICD-11. In addition to a detailed description and definition of the disorders and their codes, similarities and differences to the conceptualization in DSM-5 are discussed. A comparison with ICD-10, which is still used in the healthcare system, is also provided.
Keywords: ICD-11, obsessive-compulsive or related disorders, DSM-5, classification-based diagnostics
Prof. Dr. Matthias Backenstraß
Klinikum Stuttgart, Institut für Klinische
Psychologie, Neurops ychologie
und Psychotherapie –
Zentrum für Seelische Gesundheit
Krankenhaus Bad Cannstatt
Priess nitzweg 24
D-70374 Stuttgart
m.backenstrass@klinikum-stuttgart.de
Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
46. Jahrgang · 2025 · Heft 3
Pabst, 2025
ISSN 1865-9985













