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rausch · Wiener Zeitschrift für Suchttherapie

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2026-1

Inhaltsverzeichnis

 

Editorial
Georg Franzen

Visualisierung des dialektischen Transformationsprozesses von Ordnung und Chaos
Rim Lejri & Marie-Theres Haas

Herausforderungen und Besonderheiten der klinischen Kunsttherapie im somatisch-stationären Bereich
Simone Heimstädt & Anke Kuhles

Zwischen Kontakt und Bedeutung
Dorothea Weusmann & Barbara Laimböck

But there are also medicines in the pixels
Nina Pestke & Alexandra Daszkowski

Knetmasse als kunsttherapeutisches Material
Maria-Susanne Schwerdtner, Alexandra Modesta Hopf & Kathrin Seifert

Das Unbewusste in der Kunsttherapie. Welches Unbewusste?
Emanuel Führer & Barbara Laimböck

Welche Farben habe ich?
Laura Clemens, Marc Schipper & Cony Theis

Musiktherapie bei Burnout
Yeliz Akin & Karl Hörmann

Kunsttherapie im Museum – Neue Räume öffnen durch gemeinsame Kunstbetrachtung
Georg Franzen, Maria Büter, Naira Bloss, Maralena Schmidt & Ulla Utasch

Ethno-Musik-Tanz-Therapie: die mauritische Sega und Liberation Medicine
Wolfgang Mastnak & Jean-René Bastien

Alberto Giacometti. Persönlichkeit, Werk, Krankheiten und Kranksein
Henning Zeidler

Rezension
Alexandra Modesta Hopf (Hrsg.) Künstlerische Therapien und Spiritualität. Das Leben mit den Künsten begleiten: Ansichten, Befunde, Perspektiven

Veranstaltungshinweis

 


 

Editorial
Georg Franzen

 


 

Visualisierung des dialektischen Transformationsprozesses von Ordnung und Chaos
Wie kann das empfundene Chaos in der kunsttherapeutischen Begleitung von Jugendlichen als schöpferische Kraft entfaltet werden?
Rim Lejri & Marie-Theres Haas

Zusammenfassung
Diese Abhandlung untersucht die Visualisierung des dialektischen Transformationsprozesses zwischen Ordnung und Chaos und deren Bedeutung in der Kunsttherapie mit Jugendlichen. In der heutigen fragmentierten Gesellschaft stehen junge Menschen vor tiefgreifenden Veränderungen und Identitätsfragen. Im Rahmen einer dreiphasigen kunsttherapeutischen Intervention visualisierten drei Jugendliche ihre individuellen Vorstellungen von Ordnung, Chaos und deren Synthese. Die Studie beleuchtet, wie kreative Prozesse in der Kunsttherapie es ermöglichen, persönliche Vorstellungen von Ordnung und Chaos zu reflektieren und chaotische Erfahrungen als Chance für konstruktiven Wandel zu nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass durch kreative Visualisierung starre Strukturen destabilisiert und transformative Entwicklungen angeregt werden können, was zu flexiblen und kohärenten Lösungsansätzen führt. Insgesamt unterstreicht die Arbeit das Potenzial der Kunsttherapie, junge Menschen zu befähigen, den komplexen Anforderungen ihres Lebens konstruktiv zu begegnen und das empfundene Chaos als schöpferische Kraft zu nutzen.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, Ordnung und Chaos, Dialektik, Transformationsprozess, Selbstorganisation, Adoleszenz

Visualizing the dialectical transformation between order and chaos
How can perceived chaos be channeled as a creative resource in art therapy with adolescents?

Abstract
This article explores the visualization of the dialectical transformation between order and chaos and its relevance in art therapy with adolescents. In today’s fragmented society, young people face profound changes and identity challenges. The study involved a three-phase art therapy intervention in which three adolescents visually expressed their personal perceptions of order, chaos, and their synthesis. The research examines how creative processes in art therapy enable adolescents to engage with their individual ideas of order and chaos, transforming chaotic experiences into opportunities for constructive change. Findings indicate that creative visualization can destabilize rigid structures and stimulate transformative developments, leading to flexible and coherent solutions. Overall, the thesis underscores the potential of art therapy to empower young people to navigate complex life demands by reinterpreting chaos as a creative force rather than an obstacle.

Keywords: art therapy, order and chaos, dialectics, transformation process, self-organization, adolescence

Rim Lejri, M.A.
Kunsttherapeutin; Lehrerin im Einzelsetting
(Autismus-Spektrum); "Kunst und Gestaltung"
Schulkompetenzzentrum für Prävention, Inklusion
und Rehabilitation
Wien, Österreich
rim.lejri@gmail.com


 

Herausforderungen und Besonderheiten der klinischen Kunsttherapie im somatisch-stationären Bereich
Was sind die Unterschiede der Kunsttherapie und deren Rahmenbedingungen im somatisch-stationären Bereich gegenüber dem Einsatz im psychosomatischen oder psychiatrischen Bereich anhand des Beispiels der Kunsttherapie in der Kinder- und Jugendonkologie?
Simone Heimstädt & Anke Kuhles

Zusammenfassung
Kunsttherapie im medizinischen Kontext weist Besonderheiten und Unterschiede zur Kunsttherapie im psychiatrischen Bereich auf. Kunsttherapeut:innen im somatischen Bereich arbeiten mit körperlich erkrankten Menschen. Der Fokus liegt hier auf der Heilung des Körpers. Die Kunsttherapie wird in den Rahmen der allgemeinen Patientenversorgung integriert. Die Autorin empfiehlt daher ein neues Phasenmodell für Kunsttherapie im medizinischen Kontext.
Kunsttherapeut:innen im klinischen Bereich benötigen mehr Unterstützung. Die Anerkennung ihrer Arbeit und die Integration ins Team sind Prioritäten. Kunsttherapie ist Teil des psychosozialen Teams und muss sich dort als eigenständige Therapieform etablieren. Es bedarf weiterer Aufklärungsarbeit über Kunsttherapie bei Patient:innen, Angehörigen und medizinischem Fachpersonal. Auch die Beschäftigung von Kunsttherapeut:innen sowie die fortlaufende Arbeit aller kunsttherapeutischen Organisationen an der rechtlichen Anerkennung der Kunsttherapie in Deutschland erfordern weitere Schritte.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, Kunsttherapie im medizinischen Kontext, Kinderonkologie, Phasenmodell der Kunsttherapie, Kunsttherapie mit krebskranken Kindern, Arbeitsbedingungen von Kunsttherapeuten, rechtliche Anerkennung der Kunsttherapie, Teamintegration, Patientenaufklärung in der Kunsttherapie

Challenges and special features of clinical art therapy in inpatient somatic settings
What are the differences between art therapy and its framework in inpatient somatic settings compared to its use in psychosomatic or psychiatric settings, using the example of art therapy in pediatric and adolescent oncology?

Abstract
Art therapy in the medical environment has special features and differences to art therapy in the psychiatric area. Art therapists in the somatic area work with physically ill people. The focus here is on healing the body. The art therapy adapts to the framework of the patient’s general care. The author therefore recommends a new art therapy phase model for the medical setting.
More help must be given to art therapists working in a clinical setting. The recognition of their work and the integration in the team are priorities. Art therapy is part of the psychosocial team and must assert itself there as an independent therapy procedure. More work needs to be done to educate patients, caregivers and medical workers about art therapy, as well as the continuing work of all art therapy organizations on the legal recognition of art therapy in Germany.

Keywords: art therapy, art therapy in medical settings, pediatric cancer, art therapy phase model, art therapy with pediatric cancer patients, working conditions of art therapists, legal recognition of art therapy, team integration, patient education in art therapy

Simone Heimstädt, M.A.
Heilpraktikerin für Psychotherapie,
Klinische Kunsttherapeutin
Berggasse 95
D-99510 Ilmtal-Weinstraße – OT Liebstedt
simone@kunstfarmwerkstatt.com


 

Zwischen Kontakt und Bedeutung
Objektbeziehungstheoretische Überlegungen zu nonverbalen Zugängen zum Psychosexuellen in der Kunsttherapie
Dorothea Weusmann & Barbara Laimböck

Zusammenfassung
Die MiK-Methode („Material in Kontakt“) eröffnet einen nonverbalen, haptischen Erfahrungsraum für die Exploration psychosexueller Phänomene. Durch die prozesshafte Begegnung mit zwei ausgewählten, bildnerisch untypischen Materialien entsteht ein Übergangsraum zwischen Ich, Objekt und Sexualität, in dem Selbstgefühl, Selbstgrenzen und Beziehungsqualitäten spürbar werden. Die Methode betont das Spiel, die Bewegung und die Zeitlichkeit der Gestaltung, wodurch sexuelle Erfahrungen und frühkörperliche Einschreibungen erfahrbar werden, ohne symbolisch oder narrativ festgelegt zu sein. Gleichzeitig bietet der Materialprozess ein schützendes Containment, das Tabu und Scham abfedert. Die theoretische Fundierung orientiert sich an objektbeziehungstheoretischen Konzepten, die Interaktionen zwischen Subjekt und Material, Selbst und Ich, Nähe und Distanz verständlich machen. Die MiK-Methode entdramatisiert das „Sexuelle“ und eröffnet Möglichkeiten einer direkten, körperlich-leiblichen und dennoch abstrahierten Auseinandersetzung.

Schlüsselwörter: Sexualität, Psychosexuelle Entwicklung, Objektbeziehungstheorie, Nonverbale Methoden, Haptik, Selbstgefühl und Selbstgrenzen, Übergangsraum

Between contact and meaning
Object-relations perspectives on nonverbal access to psychosexual experience in art therapy

Abstract
The MiK method (‘Material in Contact’) provides a nonverbal, haptic space for exploring psychosexual phenomena. Through the process-oriented engagement with two selected, non-traditional artistic materials, a transitional space emerges between self, object, and sexuality, in which self-experience, boundaries, and relational qualities become perceptible. The method emphasizes play, movement, and the temporality of creation, allowing sexual experiences and early bodily inscriptions to be experienced without being fixed symbolically or narratively. At the same time, the material process offers a protective containment that buffers taboo and shame. The theoretical foundation is guided by object-relational concepts, which help to understand the interactions between subject and material, self and ego, and proximity and distance. The MiK method de-dramatizes the ‘sexual’ and enables a direct, bodily, and yet abstracted engagement with it.

Keywords: sexuality, psychosexual development, object relations theory, nonverbal methods, haptic experience, self-experience and boundaries, transitional space

Dorothea Weusmann
Klinische Kunsttherapeutin
im Bereich Psychosomatik
Birkenstraße 13b
D-10559 Berlin
dorothea.weusmann@posteo.net


 

But there are also medicines in the pixels
Die Ursprünge und gegenwärtige Praxis digitalgestützter Kunsttherapie und ihre Behandlungsqualität
Nina Pestke & Alexandra Daszkowski

Zusammenfassung
Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht Digitalisierungsprozesse in Kunst, Therapie und insbesondere in der Kunsttherapie mit Fokus auf deren Bedeutung für die klinische Praxis sowie für kunsttherapeutische Behandlungsqualität. Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Literaturrecherche und deren systematischer Auswertung. Berücksichtigt werden wissenschaftliche kunsttherapeutische Fachpublikationen, webbasierte Quellen sowie relevante Beiträge aus angrenzenden Disziplinen. Die Literaturrecherche erfasst ein breites Spektrum digitalgestützter kunsttherapeutischer Anwendungen, darunter telemedizinische Behandlungssettings, rezeptive und produktive digitalgestützte Interventionen wie digitales Zeichnen, Fotografie, Video und Film, digitale Narrationen, dreidimensionale Digitalmedien sowie virtuelle Realität (VR). Über die analysierten Studien hinweg werden zentrale Forschungsfragen, methodische Vorgehensweisen und theoretische Positionierungen herausgearbeitet und synthetisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Diskurs über die Behandlungsqualität digitalgestützter Kunsttherapie. In diesem Zusammenhang werden die künstlerisch-expressiven Qualitäten digitaler Interventionen ebenso berücksichtigt wie technische, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen, Fragen der therapeutischen Wirksamkeit und Behandlungssicherheit sowie weitergehende gesellschaftliche Implikationen. Darüber hinaus werden zentrale Forschungslücken identifiziert. Auf Grundlage der zusammengeführten Befunde diskutiert die Übersichtsarbeit die Eignung, Limitationen und Potenziale digitalgestützter Interventionen in der Kunsttherapie und leitet Implikationen für zukünftige Forschung sowie für die klinische Praxis ab.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, Digitalisierung, digitalgestützte Kunsttherapie, digitale Kunsttherapie, digitale Gesundheitsversorgung, digitale Medien, E-Mental-Health, Telemedizin, Virtuelle Realität, digitale Kunst, KI-Kunst, Behandlungsqualität, patient:innenzentrierte Versorgung, therapeutische Beziehung, digitale Interventionen, digitale Teilhabe

But there are also medicines in the pixels
The origins and current practice of digitally-supported art therapy and their treatment quality

Abstract
This systematic review examines digitization in art, therapy, and specifically in art therapy, with a focus on the implications for clinical practice and treatment quality. The review is based on a structured literature research and the systematic analysis of academic publications, web-based sources and relevant contributions from related disciplines. The included literature addresses a wide range of digitally-supported art therapy applications, including telemedicine-based settings, perceptual and haptic interventions using digital tools and digitally-mediated creative processes such as digital drawing, photography, video and film. Further areas comprise art therapy approaches employing digital narratives, three-dimensional digital media, and virtual reality (VR). Across the reviewed studies, central questions, methodological patterns, and theoretical positions are identified and synthesized. Particular attention is paid to discourses concerning the influence of digital media on the quality of art-therapeutic treatment. In this context, artistic–expressive qualities of digital interventions are examined alongside technical, legal, ethical considerations, issues of therapeutic efficacy, treatment safety, and social implications. The review also highlights significant research gaps. Based on the synthesized evidence, the review discusses the suitability, limitations, and potential of digitally-supported interventions in art therapy and outlines implications for future research and clinical practice.

Keywords: digital art therapy, e-mental health, teletherapy, telehealth, digital psychotherapy, creative arts therapies, virtual reality therapy, digital clinical practice, online treatment, treatment quality, AI art, digital art

 

Nina Pestke
Kulturwissenschaftlerin (B.A.), systemische
Therapeutin und klinische Kunsttherapeutin
(M.A.), Psychotherapeutin i.A.
nina.pestke@posteo.de


 

Knetmasse als kunsttherapeutisches Material
Eine explorative qualitative Untersuchung zu Körperbezug und subjektivem Zeiterleben
Maria-Susanne Schwerdtner, Alexandra Modesta Hopf & Kathrin Seifert

Zusammenfassung
Plastische Materialien ermöglichen in der Kunsttherapie körpernahe und sensomotorische Erfahrungsprozesse. Während Ton als Referenzmaterial vergleichsweise gut untersucht ist, wird Knetmasse bislang kaum differenziert betrachtet. Der vorliegende Beitrag verbindet künstlerische und kunsttherapeutische Perspektiven mit Ansätzen aus Psychologie, Philosophie und Pädagogik sowie Theorien zur Zeitwahrnehmung. Im Rahmen einer explorativen qualitativen Untersuchung mit zwei Patientinnen in einem klinisch-psychiatrischen Setting wurden zwei alternative Knetmassen – Fluffy und Kinetic Sand – hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Körperbezug und subjektives Zeiterleben untersucht. Die Datenerhebung erfolgte mittels passiver teilnehmender Beobachtung, semistrukturierter Interviews und ergänzender Fragebögen; die Auswertung basierte auf einer Methodentriangulation. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Materialien konzentrierte, körpernahe Arbeitsprozesse anregten und mit einer Verringerung innerer Unruhe einhergingen, jedoch materialspezifisch unterschiedliche Erlebnisqualitäten in Bezug auf Körperbezug und Zeitwahrnehmung hervorbrachten. Die Ergebnisse sind explorativ und sollen weiterführende Forschung zu plastischen Materialien in der Kunsttherapie anstoßen.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, plastische Materialien, Knetmasse, Haptik, Körperwahrnehmung, subjektives Zeiterleben

Modelling clay as an art-therapeutic material
An exploratory qualitative study on body awareness and subjective experience of time

Abstract
Plastic materials enable body-oriented and sensorimotor experiential processes in art therapy. While clay as a reference material has been comparatively well researched, modelling clay has received little differentiated attention to date. This article combines artistic and art-therapeutic perspectives with approaches from psychology, philosophy and pedagogy, as well as theories of time perception. In an exploratory qualitative study with two female patients in a clinical psychiatric setting, two alternative modelling clays – Fluffy and Kinetic Sand – were examined with regard to their effects on body awareness and subjective time experience. Data were collected through passive participant observation, semi-structured interviews and supplementary questionnaires; the analysis was based on methodological triangulation. The results indicate that both materials stimulated concentrated, body-oriented work processes and were associated with a reduction in inner restlessness, while producing material-specific differences in experiential qualities related to body awareness and time perception. The findings are exploratory and are intended to encourage further research on plastic materials in art therapy.

Keywords: art therapy, plastic materials, modelling clay, haptics, body awareness, subjective time experience

Maria-Susanne Schwerdtner
Diplom-Künstlerin und
Diplom-Kunsttherapeutin
Vivantes Klinikum Neukölln
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
Psychotherapie und Psychosomatik
Zadekstraße 53
D-12351 Berlin
eva.maria.schwerdtner@googlemail.com


 

Das Unbewusste in der Kunsttherapie.
Welches Unbewusste?
Emanuel Führer & Barbara Laimböck

Zusammenfassung
Eine eingehende Analyse der Fachliteratur zeigte auf, dass in kunsttherapeutischen Theorien neben den von Freud und Jung formulierten Annahmen eines Unbewussten und seinen Prozessen insbesondere auf die symbolschaffende Funktion unserer Psyche Bezug genommen wird. Diese Fähigkeit der Symbolisierung erfährt auch in der analytischen Psychologie Jungs eine besondere Bedeutung. Die vier Wirkfaktoren einer Maltherapie werden auf Basis der Analytischen Psychologie C. G. Jungs (Riedel & Henzler, 2016) mit aktuellen Forschungsergebnissen aus den Bereichen der Neurowissenschaften in Verbindung gebracht und Solms Revisionen eines Unbewussten anhand Panksepps Arbeiten zur affektiven Neurowissenschaft vorgestellt.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, Maltherapie, C. G. Jung, Analytische Psychologie, Unbewusste, Neurowissenschaften, Kreativitätsforschung, Neuro-Psychoanalyse, Literaturarbeit

The unconscious in art therapy. Which unconscious?

Abstract
A thorough review of art therapy related literature suggests that key theoretical aspects are partly rooted in depth-psychological concepts such as the unconscious as formulated by Freud and adapted by Jung, but highlight also the mind’s capacity for symbolization. With the expansion of neuroscientific research and its integration into psychotherapy it is assumed that art therapy could very well benefit from an integration of neuroscientific concepts, especially in light of current revisions of psychodynamic concepts in the field of neuro-psychoanalysis based on Panksepps affective neuroscience and advances in brain science and creativity research. Recent findings in these fields are integrated in the latest model of Jungian art therapy (Riedel & Henzler, 2016).

Keywords: art therapy, creative arts therapies, expressive art therapy, painting therapy, analytical psychology, unconscious, creativity research, neuro-psychoanalysis, literature review, neuroscience

Emanuel Führer, B.A., M.A.
Sozialarbeiter, Kunsttherapeut
Kunsttherapeutische Praxis
A-1070 Wien
praxis.kunsttherapie@gmail.com


 

Welche Farben habe ich?
Identitätsarbeit in der Arbeit mit psychischen Erkrankungen
Laura Clemens, Marc Schipper & Cony Theis

Zusammenfassung
Farbe ist als Medium für kunsttherapeutische Interventionen weit verbreitet, ihre Wirkung auf Erleben und Empfinden nicht zu unterschätzen (vgl. Salewski et al., 1999). Dieser Fachartikel greift die Besonderheiten der Farbe auf und setzt sie mit der Bedeutung für Identitätsarbeit in Verbindung. Im Fokus steht eine kunsttherapeutische Intervention, die diese beiden Ansätze verbindet und deren Wirkung im Mixed-Methods-Design im Rahmen einer Masterarbeit untersucht wurde.
Die Untersuchung folgte einem quasi-experimentellen Design. Teilnehmende waren Patient:innen einer psychiatrischen Station für psychotische Erkrankungen, die entweder einer Experimentalgruppe (n = 10) oder einer Kontrollgruppe (n = 6) zugeordnet wurden. Die kunsttherapeutische Intervention wurde als freiwillige Ergänzung zur Standardbehandlung (treatment as usual) angeboten und über einen Zeitraum von mehreren Wochen zweimal wöchentlich durchgeführt. Die quantitative Datenerhebung erfolgte mithilfe der Frankfurter Selbstkonzeptskalen (FSKN) von Deusinger (1986), die unmittelbar vor Beginn der Intervention sowie etwa zehn Tage nach deren Beenden durchgeführt wurde. Zusätzlich wurden qualitative Daten durch explorative Interviews mit drei Teilnehmenden nach Abschluss der Intervention erhoben.
Die zentralen Ergebnisse zeigen quantitativ Tendenzen der Verbesserung in den Bereichen „Selbstwertgefühl“, „Wertschätzung durch andere“, „Empfindsamkeit und Gestimmtheit“. Qualitativ ließ sich eine Annäherung an die vorher gesetzten Ziele zur Verbesserung des Selbstkonzepts feststellen. Die Teilnehmenden waren in der Lage, ihr Leben in Abschnitte zu unterteilen, diese einzeln zu reflektieren und sie miteinander zu verbinden, wobei auch Phasen der Krankheit gleichwertig berücksichtigt wurden. Die Bedeutung des Mediums Farbe erwies sich dabei als entscheidend für die intuitive Auseinandersetzung mit Lebensphasen, indem sie Assoziationen, Emotionen und Erinnerungen hervorrufen. Darüber hinaus unterstützte der Ansatz der Identitätsarbeit durch Farben die Teilnehmenden zu einer positiven und ressourcenorientierten Auseinandersetzung mit ihrer Identität. Insgesamt trug der Einsatz von Farben dazu bei, den Zugang zu Emotionen und biografischen Erinnerungen zu erleichtern und diese erfahr- und greifbarer zu machen.

Schlüsselwörter: Kunsttherapie, Identität, Selbstkonzept, Farbe, Wirksamkeit

What are my colours?
Identity work in working with mental illnesses

Abstract
Colour is widely used as a medium for art therapy interventions, and its effect on experience and perception in therapeutic work should not be underestimated (cf. Salewski et al., 1999). This article examines the special characteristics of colour and links them to their significance for identity work. The focus is on an art therapy intervention that combines these two approaches and whose effect was examined in a mixed-methods design as part of a master’s thesis.
The study followed a quasi-experimental design. Participants were patients in a psychiatric ward for psychotic disorders who were assigned to an experimental group (n = 10) or a control group (n = 6). The art therapy intervention was offered as a voluntary supplement to standard treatment (treatment as usual) and was carried out twice a week over a period of several weeks. The quantitative study was conducted using the Frankfurt Self-Concept Scales (FSKN) by Deusinger (1986), which were administered immediately before the start of the intervention and approximately ten days after its completion. In addition, qualitative data were collected through exploratory interviews with three participants after the intervention had ended.
The central results show quantitative trends of improvement in the areas of ‘self-esteem’, ‘appreciation by others’, ‘sensitivity’ and ‘mood’. Qualitatively, an approximation to the previously set goals for improving self-concept was observed. Participants were able to divide their lives into sections, reflect on them individually and connect them with each other, with phases of illness also being given equal consideration. The medium of colour proved to be crucial for the intuitive exploration of life phases by evoking associations, emotions and memories. In addition, the approach of identity work through colours helped participants to engage with their identity in a positive and resource-oriented way. Overall, the colours helped participants to access their emotions and biographical memories and to make them tangible.

Keywords: art therapy, identity, self-concept, colour, effectiveness

 

Laura Clemens
M.A. Kunsttherapeutin
Erlenstraße 133
D-28199 Bremen
clemens_laura@web.de
Kunsttherapeutin auf den Stationen für Doppeldiagnose
Sucht & psychotische Erkrankungen
und für psychotische Störungen, Ameos
Klinikum Bremen


 

Musiktherapie bei Burnout
Praxisbezogene Reflexion klangbasierter Interventionen mit Handpan und Cura
Yeliz Akin & Karl Hörmann

Zusammenfassung
Der Beitrag untersucht die Wirksamkeit musiktherapeutischer Interventionen bei Erwachsenen mit Burnout-Symptomatik. Burnout wird als arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom verstanden, das mit chronischem Stress, verminderter Selbstwirksamkeit und Beeinträchtigungen der emotionalen Regulation einhergeht. Ziel der Arbeit ist es zu prüfen, inwiefern musiktherapeutische Verfahren einen unterstützenden und präventiven Beitrag im Umgang mit Burnout leisten können.
Methodisch basiert die Untersuchung auf einer systematischen Literaturrecherche sowie auf qualitativ ausgewerteten Fallvignetten aus der musiktherapeutischen Praxis. Neben allgemeinen musiktherapeutischen Grundlagen werden klangzentrierte und improvisationsbasierte Interventionen unter Einbezug der Instrumente Handpan und Cura dargestellt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass musiktherapeutische Prozesse emotionale Regulation, Stressreduktion und Selbstwahrnehmung fördern können. Insbesondere resonanzorientierte Erfahrungsräume ermöglichen eine Stabilisierung subjektiver Spannungs- und Zeiterfahrung sowie eine Stärkung von Selbstwirksamkeit. Musiktherapie erscheint somit als ergänzender und präventiver Ansatz im integrativen Umgang mit Burnout-Symptomatik.

Schlüsselwörter: Burnout-Syndrom, Musiktherapie, Wirksamkeit, Handpan, Cura, Selbstwirksamkeit

Music therapy in burnout
Practice-based reflection on sound-oriented interventions using Handpan and Cura

Abstract
This article examines the effectiveness of music therapy interventions in adults experiencing burnout symptoms. Burnout is conceptualised as a work-related exhaustion syndrome associated with chronic stress, reduced self-efficacy, and impairments in emotional regulation. The aim of the study is to explore the extent to which music therapy approaches may provide supportive and preventive contributions in addressing burnout.
Methodologically, the study is based on a systematic literature review and qualitatively analysed case vignettes from music therapy practice. In addition to outlining general foundations of music therapy, sound-centred and improvisation-based interventions incorporating the instruments Handpan and Cura are presented.
The findings suggest that music therapeutic processes may promote emotional regulation, stress reduction, and self-awareness. In particular, resonance-oriented experiential spaces appear to support the stabilisation of subjective tension and time perception, as well as the strengthening of self-efficacy. Music therapy thus emerges as a complementary and preventive approach within an integrative framework for addressing burnout symptomatology.

Keywords: burnout syndrome, music therapy, effectiveness, Handpan, Cura, self-efficacy

Yeliz Akin
Diplom-Lebens- und Sozialberaterin,
Diplom-Gesundheitspädagogin für Kinder,
Kunsttherapeutin M.A.
Kranebitte Allee 152/8
A-6020 Innsbruck
yelizakinart@gmail.com


 

Kunsttherapie im Museum – Neue Räume öffnen durch gemeinsame Kunstbetrachtung
Ein präventives Modell zwischen Kunst, Museum und psychischer Gesundheitsförderung
Georg Franzen, Maria Büter, Naira Bloss, Maralena Schmidt & Ulla Utasch

Zusammenfassung
Hintergrund: Versorgungslücken und lange Wartezeiten in der Psychotherapie erhöhen den Bedarf an niedrigschwelligen Präventionsangeboten. Museen können als nicht-stigmatisierende Public Spaces kulturelle Teilhabe und Ressourcenaktivierung ermöglichen. Ziel: Darstellung eines manualisierten, kunsttherapeutisch angeleiteten Interventionskonzepts im Museum sowie erster Ergebnisse zu Machbarkeit, Akzeptanz und potenziellen Effekten auf Wohlbefinden und depressive Symptomatik bei Personen mit leichter bis mittelgradiger Depression. Methode: Gemischt-methodische Prä-Post-Feldstudie (Kleingruppen) mit standardisierten Erhebungen (u. a. BDI-II; Skalen zu Wohlbefinden und ästhetischer Erfahrung) und qualitativen Prozessdaten (Gruppengespräche, Beobachtung, Reflexionsnotizen). (Teil-)Ergebnisse: Erste Auswertungen deuten auf eine hohe Akzeptanz und gute Durchführbarkeit im Museumsetting hin; zudem zeigen sich Hinweise auf Ressourcenaktivierung und günstige Veränderungen in Wohlbefinden und depressiver Symptomatik. Schlussfolgerung: Die Teilergebnisse sprechen für das Potenzial rezeptiver kunsttherapeutischer Formate im öffentlichen Raum; weitere Datenerhebungen, Follow-ups und Qualitätsstandards sind für eine belastbare Einordnung erforderlich.

Schlüsselwörter: Rezeptive Kunsttherapie, Museum, Kunstbetrachtung, Slow Looking, Prävention, Wohlbefinden, Depression, Mixed Methods

Art therapy in the museum – opening new spaces through shared art encounters
 

Abstract
This article presents a preventive, museum-based art therapy intervention with a primary focus on receptive practices (e.g., ‘slow looking’) and reports preliminary findings from a mixed-methods pre-post field study. Museums are conceptualized as low-threshold, non-stigmatizing public spaces that may facilitate resource activation, emotion regulation and social connectedness. The manualized workshop combines guided art encounters, creative making and facilitated group reflection. Quantitative self-report measures are complemented by qualitative process data to explore mechanisms of change in the museum setting. Preliminary analyses indicate good feasibility and high acceptability; initial trends suggest beneficial changes in well-being and depressive symptoms, which will be examined in the ongoing study.

Keywords: art therapy, museum, prevention, well-being, depression, slow looking, social prescribing

Univ.-Prof. Dr. Georg Franzen
Psychologischer Psychotherapeut,
Kunstpsychologie, Psychoanalytiker
Departmentleitung Psychotherapiewissenschaft;
Studiengangsleiter
Klinische Kunsttherapie
Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin
Columbiadamm 10
D-12101 Berlin
drgeorgfranzen@gmail.com
www.kunstpsychologie.de


 

Ethno-Musik-Tanz-Therapie: die mauritische Sega und Liberation Medicine
Wolfgang Mastnak & Jean-René Bastien

Zusammenfassung
Ethnisch gebundene künstlerische Phänomene mit gesundheitsfördernder oder heilender Wirkung legen Begriffe wie „Ethnisch-künstlerische Therapien“ nahe, wobei wir interdisziplinäres Terrain mit Kulturanthropologie, Ethnomedizin und Medical Humanities betreten. Oft geben historische und soziokulturelle Bedingungen diesen künstlerischen Praxen einen charakteristischen Akzent, der im Falle der mauritischen Sega vor allem durch die Ära der Sklaverei geprägt ist; das bringt zudem das Metier der Liberation Medizin ins Spiel. Kunsttherapeutische, kulturanthropologische, psychopathologische, neurowissenschaftliche und epigenetische Analysen zur traditionellen Sega-Praxis und aktuellen Sega-Therapie führten zur Aufschlüsselung gesundheitswissenschaftlicher Kernmomente, insbesondere in generationsübergreifende Kulturidentität, kulturspezifischen Symbolausdruck, künstlerisch-ästhetische, mitunter auch Trance-assoziierte, Immersion und psychosomatisch-holistisches Rebalancing.

Schlüsselwörter: Epigenetik, Ethnomedizin, Gesundheitswesen, Kulturidentität, Mauritius, Symboltheorie

Ethno-music dance therapy: Mauritian Sega and liberation medicine

Abstract
Ethnically determined artistic phenomena with health-promoting or healing effects inspire terms like ‘ethnic-artistic therapies’, venturing into interdisciplinary territories encompassing cultural anthropology, ethno-medicine and medical humanities. Historical and socio-cultural conditions often lend these artistic practices a distinctive character, as is the case with the Mauritian Sega’s tragic history of slavery, a topic that also brings liberation medicine into play. Arts-therapeutic, cultural-anthropological, psychopathological, neuroscientific and epigenetic analyses of traditional Sega practices and today’s Sega therapy have led to the identification of key health-related aspects such as intergenerational cultural identity, culturally specific symbolic expression, artistic immersion and trance, as well as psychosomatic holistic rebalancing.

Keywords: epigenetics, ethno medicine, public health, cultural identity, Mauritius, symbol theory

Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. Wolfgang Mastnak
Beijing Normal University
wolfgang.mastnak@hmtm.de


 

Alberto Giacometti. Persönlichkeit, Werk, Krankheiten und Kranksein
Eine psychobiographische und medizinische Beschreibung
Henning Zeidler

Zusammenfassung
Das 125. Geburtsjahr und das 60. Todesjahr von Alberto Giacometti sind Anlass, sein Leben und seine Krankheiten aus einer psychobiographischen und medizinischen Sicht zu erkunden und Lesern mit kunsttherapeutischem Interesse näherzubringen. Die Persönlichkeit Giacomettis war geprägt von vielfältigen psychologischen Störungen des Befindens und Ängsten des künstlerischen Versagens: düstere Stimmungslage, Niedergeschlagenheit, Depression, zyklischer Wechsel von Zufriedenheit und Entmutigung, beständige Selbstzweifel, Gefühl des Versagens. Warum seine Figuren, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, so dünn und so ausdrucksstark bewegend sind, erfährt durch die psychobiographische Beschreibung eine mögliche Erklärung. Diese berühmten dünnen Skulpturen der späten Schaffensperiode Giacomettis haben eine kunsttherapeutische Bedeutung bekommen durch das Angebot zur Körperwahrnehmung bei Magersucht und als Unterstützung zum kontrollierten Essverhalten bei Adipositas. Durch Blick auf die Psychobiografie Giacomettis wird versucht, ein grundlegendes Verständnis für seine Persönlichkeit im Kontext seiner Kunst, seiner Krankheiten und seines Krankseins zu vermitteln. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass es nicht möglich ist, die Ganzheit des Lebens und Schaffens dieses großen Künstlers in diesem Beitrag abzubilden, da sein Werk derart umfangreich und vielseitig ist, dass es kaum möglich ist, dessen Vielschichtigkeit und Bedeutung wiederzugeben. Die ganzheitliche Darstellung von Persönlichkeit und Erkrankungen des Künstlers hat das Ziel, ein tiefgreifendes Verständnis für seine Einzigartigkeit und sein außergewöhnliches Werk zu vermitteln.

Schlüsselwörter: Giacometti-Effekt, Psychobiographie, Orchitis, Magenkarzinom, Myokarditis

Alberto Giacometti: Personality, work, illness and sickness
A psychobiographical and medical description

Abstract
The 125th anniversary of Alberto Giacometti’s birth and the 60th anniversary of his death provide an opportunity to explore his life and illnesses from a psychobiographical and medical perspective and to introduce these to readers with an interest in art therapy. Giacometti’s personality was shaped by a variety of psychological disturbances and fears of artistic failure: a gloomy mood, despondency, depression, cyclical shifts between contentment and discouragement, constant self-doubt, and a sense of failure. The psychobiographical account offers a possible explanation as to why his figures, created after the Second World War, are so thin and so powerfully moving. These famous thin sculptures from Giacometti’s late creative period have acquired art-therapeutic significance through their potential to aid body awareness in cases of anorexia and to support controlled eating behaviour in cases of obesity. By examining Giacometti’s psychobiography, an attempt is made to convey a fundamental understanding of his personality within the context of his art, his illnesses and his sickness. It should be borne in mind, however, that it is not possible to capture the full scope of this great artist’s life and work in this article, as his oeuvre is so extensive and multifaceted that it is scarcely possible to convey its complexity and significance. The comprehensive examination of the artist’s personality and illnesses aims to provide a profound understanding of his uniqueness and his extraordinary body of work.

Keywords: Giacometti effect, psychobiography, orchitis, gastric carcinoma, myocarditis

Prof. Dr. Henning Zeidler
Ehem. Direktor Abteilung Rheumatologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
D-30625 Hannover
ORCID Henning Zeidler
https://orcid.org/0000-0001-6354-6949


 

Rezension

 



Musik-, Tanz- & Kunsttherapie
36. Jahrgang · 2026 · Heft 1
Pabst, 2026 ISSN 0933-6885

 

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