"Ähnlich günstig verlaufen die wissensbasierten (´kristallinen´) kognitiven Funktionen, wie Wissen, Erfahrung, Expertise und Sprachkompetenz. Hierdurch verbessern sich auch integrative Fähigkeiten (´Übersicht´) sowie die planerische Urteilsfähigkeit.
Anderseits lassen sensorische und motorische Funktionen deutlich nach. In etwas geringerem Maß verschlechtern sich auch die sog. ´fluiden´ kognitiven Fenktionen. Hierzu gehören verschiedene Aspekte des Kurzzeitgedächtnisses: die Suche nach Information, die gleichzeitige Ausführung mehrerer Aufgaben und die Unterdrückung von Störinformation bzw. Fehlhandlungen. Allerdings ist der Abfall fluider Funktionen höchst unterschiedlich ...
Mit dem Alter werden oft Gedächtnisverluste assoziiert. Dies betrifft jedoch nur das episodische Gedächtnis, d.h. die Erinnerung an kurz zurückliegende persönliche Ereignisse oder an den Kontext von Erinnerungen und v.a. das sogenannte Arbeitsgedächtnis, d.h. die kurzzeitige Abspeicherung, Transformation und Erinnerung von Information. Im Gegensatz bleibt das semantische Gedächtnis (Wissen und Erfahrungen) als Basis der kristallinen Intelligenz weit länger stabil. Das sog. prozedurale Gedächtnis, also die Ausübung von Fertigkeiten wie Fahrradfahren, Schwimmen oder die gelernte Bedienung einer Maschine, bleibt in der Regel lebenslang stabil."
M. Kastner, M. Falkenstein, B. Hinding (Hrsg.) Leistung, Gesundheit und Innovativität im demografischen Wandel.
Pabst, 328 S., Paperback PDF: 978-3-89967-996-0, Print: 3 978-3-89967-995-3














