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Psychologie & Gesellschaftskritik

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2012-2

Editorial
Stephan Ellinger und Roland Stein
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Effekte inklusiver Beschulung: Forschungsstand im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
Stephan Ellinger und Roland Stein
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Lässt sich individuelles Problemverhalten durch das Niveau an Verhaltensschwierigkeiten unter den Mitschülern vorhersagen? Ergebnisse einer Querschnittstudie und ihre Relevanz für die Frage einer integrativen vs. separativen Beschulung verhaltensauffälliger Schüler
Christoph Michael Müller, Verena Hofmann und Felix Studer
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Kinder unter erhöhten emotional-sozialen und kognitiven Risiken als Herausforderung für die Inklusion: Evaluation einer selektiven Präventionsmaßnahme in der schulischen Eingangsstufe
Thomas Hennemann, Clemens Hillenbrand, Sebastian Franke, Sonja Hens, Michael Grosche und Kathrin Pütz
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Soziale Ausgrenzung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und niedrigen Schulleistungen im gemeinsamen Unterricht
Christian Huber und Jürgen Wilbert
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Intensivförderung von lese-rechtschreibschwachen Kindern in der Grundschule
Erwin Breitenbach
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Gemeinsamer Unterricht von Grundschulkindern und Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der ersten Klasse - Erste Ergebnisse einer empirischen Studie zu Effekten auf sozialen Status und soziales Selbstkonzept
Sabine Martschinke, Bärbel Kopp und Christoph Ratz
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Effekte inklusiver Beschulung: Forschungsstand im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
Stephan Ellinger und Roland Stein

Im Beitrag wird der aktuelle Forschungsstand zu Effekten unterschiedlicher Beschulungsformen verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler systematisch zusammengetragen und es werden zentrale Ergebnisse diskutiert. Zugrunde gelegt wird eine inhaltliche Differenzierung der Fördereffekte, deren erhebliche Relevanz zugleich anhand der Befunde deutlich wird. Erhebliche Forschungsdesiderate einerseits und widersprüchlich interpretierte Befunde andererseits legen den Schluss nahe, dass vor einer verantwortungsvollen Abschaffung spezifischer Förderorte zugunsten einer inklusiven Beschulung in Reinform dringend weitere sorgfältige empirische Untersuchungen anstehen. Die Aufrechterhaltung eines Angebotsspektrums scheint zugunsten der betroffenen Kinder und Jugendlichen dringend empfehlenswert.

Schlüsselwörter: Inklusion; Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung; Verhaltensauffälligkeiten


Effects of inclusive education: Current state of research for students with social-emotional problems

This article systematically gathers the current state of research on effects of different schooling systems for students with emotional and behavioral disorders, and discusses essential findings. Effects on fostering are differentiated according to contents; the outcome in research shows how obviously these are relevant. Large gaps in research on the one hand and contradictory results on the other hand strongly suggest that before specific special education schools should be responsibly abolished in favor of mainstream schooling more thorough empirical research is to be done. Holding up a specific range of institutional offers seems to be strongly recommended for the benefit of the children and adolescents involved.

Key words: Inclusion; special education; behavioural problems; social-emotional problems


Anschriften der Autoren

PROF. DR. STEPHAN ELLINGER
Universität Würzburg
Lehrstuhl für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen
Philosophische Fakultät II
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg

PROF. DR. ROLAND STEIN
Universität Würzburg
Lehrstuhl für Pädagogik bei Verhaltensstörungen
Philosophische Fakultät II
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg

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Lässt sich individuelles Problemverhalten durch das Niveau an Verhaltensschwierigkeiten unter den Mitschülern vorhersagen? Ergebnisse einer Querschnittstudie und ihre Relevanz für die Frage einer integrativen vs. separativen Beschulung verhaltensauffälliger Schüler
Christoph Michael Müller, Verena Hofmann und Felix Studer

Das Wissen um Effekte der Klassenzusammensetzung auf die Verhaltensentwicklung kann einen wichtigen Beitrag zur Diskussion adäquater Beschulungsbedingungen für Schüler/innen mit Problemverhalten bieten. Studien im Primarstufenbereich weisen in diesem Kontext darauf hin, dass die Klassenzusammensetzung bezüglich dissozialen Verhaltens die individuelle Verhaltensentwicklung von Kindern beeinflussen könnte. Im Rahmen dieser Querschnittstudie sollen daher erste Anhaltspunkte darüber gesammelt werden, ob sich solche Zusammenhänge auch bei Schülern/innen der Sekundarstufe I zeigen. In einer Stichprobe von 493 Siebt- bis Neuntklässlern/innen zeigt sich, dass das Niveau an Verhaltensproblemen in der persönlichen Klassenumgebung (Klassenmittelwert ohne eigenen Wert) ein signifikantes Erklärungspotenzial für die Ausprägung des individuellen aggressivoppositionellen und delinquent-kriminellen Verhaltens hat. Dies bestätigt sich auch bei statistischer Kontrolle von Geschlecht, dissozialen Einstellungen, Bildungsgang und Klassenstufe. Interaktionseffekte weisen darauf hin, dass die Klassenumgebung für das Verhalten von Jungen sowie für Jugendliche mit hohen delinquent-kriminellen Einstellungen eine besonders große Erklärungskraft hat. Die Ergebnisse zeigen die Relevanz der Peereigenschaften für individuelles Schülerverhalten auf. Sie werden vor dem Hintergrund der Klassenkompositionsforschung sowie der Frage nach den Vor- und Nachteilen integrativer oder separativer Beschulungsformen für Schüler/innen mit Verhaltensschwierigkeiten diskutiert.

Schlüsselwörter: Verhaltensprobleme; dissoziales Verhalten; Integration; Peereinfluss; Klassenzusammensetzung


Can individual antisocial behaviour be predicted by the classmates’ level of antisocial behaviour? Findings from a cross-sectional study and their relevance for the schooling of students with behavioural problems

Studies conducted in primary schools give evidence, that classroom composition concerning antisocial behaviour might influence individual behavioural pathways. In this cross-sectional study, it is tested, if such findings might also apply to students in lower secondary schools (7th- to 9th-grades). In a sample of 493 students, it was found, that the level of antisocial behaviour within the personal peer environment (mean of all classmate`s behaviour without individual value) significantly predicts individual aggressive-oppositional and delinquent-criminal behaviours. This remains true, even when controlling for sex, antisocial attitudes, academic track and grade. Interaction effects show a special impact of the classroom peer environment on the behaviour of boys and students with positive attitudes towards delinquent-criminal behaviour. The results of this study indicate a significant relationship between classmates` and individual behaviour. They are discussed in the light of research on class composition and the question of adequate educational placements for students with antisocial behaviours.

Key words: Problem behaviour; antisocial behaviour; inclusion; peer influence; class composition


Anschriften der Autoren

DR. CHRISTOPH MICHAEL MÜLLER
Universität Freiburg/Schweiz
Heilpädagogisches Institut
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg/Schweiz
christoph.mueller2@unifr.ch

VERENA HOFMANN
Universität Freiburg/Schweiz
Heilpädagogisches Institut
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg/Schweiz

DR. FELIX STUDER
Universität Freiburg/Schweiz
Heilpädagogisches Institut
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg/Schweiz

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Kinder unter erhöhten emotional-sozialen und kognitiven Risiken als Herausforderung für die Inklusion: Evaluation einer selektiven Präventionsmaßnahme in der schulischen Eingangsstufe
Thomas Hennemann, Clemens Hillenbrand, Sebastian Franke, Sonja Hens, Michael Grosche und Kathrin Pütz

Prävalenz und Persistenz psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen macht die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen insbesondere vor dem Hintergrund einer sich verändernden Schullandschaft hin zur Inklusion schon zu Beginn der Schullaufbahn dringend notwendig. Vor diesem Hintergrund wurde das Präventionsprogramm zur Förderung der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung "Lubo aus dem All" für die Schuleingangsphase entwickelt und bei Kindern unter emotional-sozialen Risiken und Kindern unter kognitiven Risiken in Kölner Grundschulen differenziert analysiert. Die summative Evaluation wies größere Effekte in den proximalen und kleinere Effekte in den distalen Maßen nach.

Schlüsselwörter: Inklusion, Verhaltensstörungen, sozial-kognitive Informationsverarbeitung, selektive Prävention, Schuleingangsphase


Children with increased social-emotional and cognitive risks as a challenge for inclusion: evaluation of a selective prevention program in primary schools

Given a high prevalence of emotional and behavioral disorders in children and adolescents, there is a strong need for prevention in the beginning of the school career, particularly in the context of a school system on its way to inclusion. Within this context, the prevention program "Lubo aus dem All” (Lubo from outer space) was developed to promote social-cognitive information processing in primary students. It was evaluated in an extensive study in elementary schools in Cologne (Germany), focusing children at risk concerning their social and emotional competences and children with a lower level of cognitive performance. Comparisons showed greater effects for proximal measures and smaller effects for distal dimensions.

Key words: inclusion, behavior disorders, selective prevention, social-cognitive information processing, enrolment of elementary school


Anschriften der Autoren

PROF. DR. THOMAS HENNEMANN
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozialemotionale Entwicklungsförderung
Universität zu Köln
thomas.hennemann@uni-koeln.de

PROF. DR. CLEMENS HILLENBRAND
Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik
Carl-von-Ossietzky-Universität
Oldenburg, Lehrstuhl Pädagogik und Didaktik
bei Beeinträchtigungen des Lernens
c.hillenbrand@uni-oldenburg.de

DIPL.-PSYCH. SEBASTIAN FRANKE
Lehrstuhl für Entwicklungswissenschaft und Förderpädagogik (Inklusion)
Fakultät II
Universität Siegen

DR. SONJA HENS
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozialemotionale Entwicklungsförderung
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln

DR. MICHAEL GROSCHE
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozialemotionale Entwicklungsförderung
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln

KATHRIN PÜTZ
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozialemotionale Entwicklungsförderung
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln

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Soziale Ausgrenzung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und niedrigen Schulleistungen im gemeinsamen Unterricht
Christian Huber und Jürgen Wilbert

Die Frage, ob Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht durch ihre Mitschüler in den Klassenverband integriert oder ausgegrenzt werden, wird in der deutschsprachigen Integrationsforschung kontrovers diskutiert. Während empirische Studien aus Kanada und den USA wiederholt ein Ausgrenzungsrisiko dieser Schüler und Schülerinnen nachweisen konnten, sind die letzten umfänglichen Studien hierzu im deutschsprachigen Raum in den 1980er und 1990er Jahren vorgelegt worden (z.B. Bless, 2000; Wocken, 1987). Das Risiko sozialer Ausgrenzung wird zumeist aus den Theorien sozialer Vergleichsprozesse und sozialer Referenzierungsprozesse abgeleitet. Diesen theoretischen Modellen folgend untersucht die vorliegende Studie an 463 Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse, inwiefern soziale Ausgrenzung als Folge erhöhten Förderbedarfs und geringer Schulleistung stattfindet. Dazu werden einerseits soziometrische Daten sowie der Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen (FEESS 3-4) erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich anhand des Förderbedarfs 3%-8% und anhand der Schulleistung 4%-10% der Varianz der gemessenen Variablen zur sozialen Integration aufklären lassen. Des Weiteren zeigt eine explorative Analyse, dass die gefundenen Zusammenhänge von Klasse zu Klasse erheblich schwanken (-2,5 < d < 1,0). Damit bestätigen die vorliegenden Daten vergangene Studien zum Risiko sozialer Ausgrenzung, geben aber auch erste Hinweise darauf, dass in manchen Schulklassen diesem erfolgreich entgegengewirkt werden kann.

Schlüsselwörter: Soziale Integration, soziale Ausgrenzung, Schulleistung, sonderpädagogischer Förderbedarf


Social exclusion of students with special educational needs and low academic achievement placed in general education classrooms

While international studies have repeatedly confirmed an increased risk of social exclusion for students with special educational needs (SEN) in inclusive school classes, this has been the target of controversial discussions in Germany. As empirical studies in Germany are scarce, the present study addresses this situation. Most researchers expect a risk of social exclusion for students with SEN based on theories of social comparison and social referencing. Following these accounts, the present study examined the social inclusion of 463 third and fourth graders from 20 German primary school classes. Students were given a questionnaire measuring their perceived social inclusion, classroom climate and their feeling of being accepted by their teacher. Additionally, a sociogram was conducted for each class. Teachers assessed SEN and school achievement for each student. We found a significant effect of SEN and school achievement level on the actual social inclusion (based on the sociogram), the perceived social inclusion and the feeling of being accepted by the teacher in the hypothesized direction explaining between 3% and 10% of total variance. These effects varied considerably between classes (Effect sizes: -2.5 < d < 1.0). The data corroborate an increased risk of social exclusion for students with SEN in inclusive classes in Germany. However, the absence of social exclusion for students with SEN in some classes stresses the possibility of successful social inclusion processes.

Key words: social inclusion, social exclusion, academic achievement, special educational needs


Anschriften der Autoren

JUN.-PROF. DR. CHRISTIAN HUBER
Juniorprofessor für Sonderpädagogische
Grundlagen der Bereiche Lernen und Verhalten
Universität zu Köln
Department für Heilpädagogik
Gronewaldstraße 2
50931 Köln
chuber@uni-koeln.de

PD DR. JÜRGEN WILBERT
Sonderpädagogik und Rehabilitation bei Lernstörungen
Department für Heilpädagogik
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
Klosterstr. 79b
50931 Köln
juergen.wilbert@uni-koeln.de

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Intensivförderung von lese-rechtschreibschwachen Kindern in der Grundschule
Erwin Breitenbach

Bezug nehmend auf vorliegende Praxiserfahrungen aus Leseklassen und Leseschulen sowie auf Erkenntnisse aus der Forschung zur Gestaltung effektiver schulischer Lehr-Lernarrangements wurde eine dreimonatige Intensivförderung für leserechtschreibschwache Drittklässler entwickelt und auf ihre Wirksamkeit hin mittels eines Wartekontrollgruppendesigns untersucht. Neben der kognitiven Leistungsfähigkeit und den Lese- und Rechtschreibleistungen wurden auch Variablen zum psychischen Wohlbefinden und zum Selbstkonzept als Schüler erfasst. Die Stichprobe bestand aus 31 Kindern.
Die Rechtschreibleistungen der teilnehmenden Kinder verbesserten sich durch die Intensivförderung signifikant und blieben über mindestens sechs Monate stabil. Die Leseleistungen bewegten sich zum Untersuchungsbeginn im noch altersgemäßen Bereich und verblieben dort während der gesamten Untersuchungszeit. Die Werte in den untersuchten Persönlichkeitsvariablen waren zu Untersuchungs

eginn altersgemäß und blieben es während der gesamten Untersuchungszeit; lediglich Lernfreude und Selbstkonzept verschlechtern sich in der Follow-up-Untersuchung, bewegten sich jedoch immer noch im Bereich des Normalen und Unauffälligen.
Die teilnehmenden Kinder verließen die Intensivförderkurse mit im Mittel altersgemäßen Lese- und Rechtschreibleistungen. Die Schwachen schulischen Leistungen vor allem im Rechtschreiben führten zu keinen unangemessenen psychischen Belastungen der Kinder und beschädigten auch noch nicht das Selbstkonzept als Schüler.

Schlüsselwörter: Lese-Rechtschreibförderung, Legasthenie, Lehr-Lernarrangement, Intensivförderung, Leseklassen, Leseschulen


Intensive support for primary-school students with with difficulties in reading and spelling

Referring to existing practical experience with reading classes and reading schools and to findings from research about designs of effective educational arrangements a three-month intensive support for students in 3rd grade with difficulties in reading and spelling was developed and tested for its efficacy in a control group design. In addition to cognitive abilities and performance in reading and spelling data about subjective well-being and academic self-concept have been collected. The sample contained 31 children.
The spelling performance of the participating students significantly improved by the intensive training and remained steady over at least six months. At the beginning of the study the reading skills have been in a barely age-appropriate range and remained constant during the entire study period. The values of the investigated personality traits have also been age-appropriate and didn’t change over the period of training: only the variables "joy of learning” and "academic self-concept” decreased in the follow-up investigation, but still remained within the normal and inconspicuous range.
The participating children left the intensive training courses with on average age-appropriate reading and spelling performances. The underachievement in spelling didn’t cause any undue psychological burden on the children and didn’t yet affect the academic self-concept.

Key words: reading and spelling development, dyslexia, teaching-learning arrangement, intensive training, reading classes, reading schools


Anschrift des Autors

PROF. DR. ERWIN BREITENBACH
Leiter der Abteilung Rehabilitationspsychologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Unter den Linden 6
10099 Berlin
breitene@rz.hu-berlin.de

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Gemeinsamer Unterricht von Grundschulkindern und Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der ersten Klasse - Erste Ergebnisse einer empirischen Studie zu Effekten auf sozialen Status und soziales Selbstkonzept
Sabine Martschinke, Bärbel Kopp und Christoph Ratz

Die Studie untersucht im Schuljahr 2010/11 zwei intensiv-kooperierende Klassen des ersten Schulbesuchsjahrs an einer Nürnberger Förderschule (IKON), die insgesamt 31 Grundschulkinder und 14 Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im gemeinsamen Unterricht beschulen. Das soziale Selbstkonzept der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist dabei zu Beginn des Schuljahres tendenziell höher als das der Grundschüler, während die Grundschüler ähnliche Werte wie die einer Vergleichsstichprobe aufweisen. Diese Werte bleiben im Verlauf des ersten Schuljahres stabil. Durch soziometrische Erhebungen zeigt sich, dass die Kinder mit Förderbedarf auch über vernetzte Beziehungen zu ihren Klassenkameraden verfügen, in der Rangreihe der Nominierungen belegen sie entgegen den Erwartungen aus dem Forschungsstand nicht die unteren Rangplätze.

Schlüsselwörter: schulische Integration, geistige Behinderung, soziales Selbstkonzept, sozialer Status


Inclusive education with students with intellectual disabilities (ID) in first grade - first results regarding the effect on social status and social self-concept

This study explores two inclusive first grade classes involving 31 regular students and 14 students with intellectual disability (ID) during one school year. At the beginning of the school year, the social self-concept of the students with ID noted slightly higher than of those without ID, whereas the last-mentioned showed similar data as in a comparison group. All of these data are stable during the whole school year. Sociometric investigation shows that students with ID have also established a network of relationships to their classmates. Contrary to the expectations from research, they are not mentioned last in the rank order of namings.

Key words: inclusive education, intellectual disabilities, social self-concept, social status


Anschriften der Autoren

PROF. DR. SABINE MARTSCHINKE
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik II
Regensburger Straße 160
90478 Nürnberg

PROF. DR. BÄRBEL KOPP
Institut für Grundschulforschung
Regensburger Straße 160
90478 Nürnberg

DR. CHRISTOPH RATZ
Lehrstuhl für Sonderpädagogik IV
- Pädagogik bei Geistiger Behinderung -
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg

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