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Forensische Psychiatrie und Psychotherapie

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2015-2

Hans-Jörg Assion, Patrick Debbelt, Bernd Dimmek & Ute Franz
Editorial

Nikolaus Barth
Überlegungen zur forensischen Begutachtung dissozialer Jugendlicher aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht
Zusammenfassung | Abstract

Franziska Lamott
Der seelische Rückzug der Hikikomori - Überlegungen zur kulturellen Rahmung psychosozialer Auffälligkeiten

Norbert Mönter
Integrierte Versorgung und ambulante Komplexbehandlung in fachärztlicher Koordination - Erfahrungen des Versorgungsnetzes der PIBB (Psychiatrie-Initiative Berlin-Brandenburg)
Zusammenfassung | Abstract

Uta Kröger
Van binnen naar buiten: Aktuelle Entwicklungen im niederländischen Maßregelvollzug
Zusammenfassung | Abstract

Lutz-Peter Hiersemenzel
Das Spannungsfeld juristisch angeordneter ambulanter und stationärer Maßnahmen in der Schweiz: aktuelle Entwicklungen
Zusammenfassung | Abstract

Christina Tophoven
Integrierte Versorgung psychisch kranker Menschen - Perspektiven und Herausforderungen
Zusammenfassung | Abstract

Angelika Bakos
Ambulante psychiatrische Pflege im Zeitalter von PEPP - Chancen und Risiken
Zusammenfassung | Abstract


Überlegungen zur forensischen Begutachtung dissozialer Jugendlicher aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht
Nikolaus Barth

Zusammenfassung

Der Artikel beleuchtet zunächst den entwicklungspsychopathologischen Blickwinkel bei der forensischen Begutachtung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Vor diesem Hintergrund wird der Komplex der dissozialen Störung im Jugendalter dargestellt und anschließend Hinweise für die forensische Begutachtung dissozialer Jugendlicher gegeben.

Schlüsselwörter: Forensische Begutachtung Jugendlicher


Reflections on forensic evaluation of dissocial adolescents from a child and youth psychiatric point of view

Abstract
The contribution first highlights the developmental psychopathological perspective in forensic evaluation of adolescents and young adults. Against this background, the complex of dissocial disorder in adolescence is presented and then information and advice for forensic evaluation of dissocial jouths is given.

Key Words: Forensic evaluation of adolescents


Dr. med. Nikolaus Barth
Leitender Oberarzt
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und
Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
LVR-Klinikum Essen
Wickenburgstr. 21
45147 Essen
nikolaus.barth@lvr.de

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Integrierte Versorgung und ambulante Komplexbehandlung in fachärztlicher Koordination - Erfahrungen des Versorgungsnetzes der PIBB (Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg)
Norbert Mönter

Zusammenfassung

Die multimodulare ambulante psychiatrische Komplexbehandlung ist bislang noch nicht im Versorgungsalltag etabliert. Dabei ist sie in besonderer Weise geeignet neben der Symptomatik und Funktionsstörung auch die individuelle Lebenswelt zu berücksichtigen. Dies trifft auf die Langzeit-Behandlung bei chronischen Behandlungsverläufen ebenso zu wie für spezielle Indikationen, die ein rasches therapeutisches Vorgehen erforderlich machen. Eine besondere Basis zur Realisierung ambulanter Komplexbehandlung bieten Verträge zur integrierten Versorgung, wie sie die PIBB - Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg mit mehreren Krankenkassen abgeschlossen hat. Die vereinbarte multimodulare Behandlung i.R. der Integrierten Versorgung ist bei entsprechender Koordination und zielgenauem Einsatz geeignet eine dauerhafte, nachhaltige Stabilisierung des Patienten zu bewirken und krisenhafte Entwicklungen abzufangen. Mit ambulanter Komplexbehandlung können Klinikbehandlungen ersetzt und abgekürzt werden. Über die Struktur des Versorgungsnetzes der PIBB, welches am 25.6.2014 als bislang bundesweit einziges Ärztenetz im psychiatrischen Bereich eine Zertifizierung nach § 87b SGB V erhielt, über die Verträge und Ziele berichtet der folgende Beitrag.

Schlüsselwörter: Integrierte Versorgung, psychiatrische Behandlung, Komplexbehandlung, Zertifizierung nach § 87 b SGB V


Integrated care and complex out-patient treatment coordinated by medical specialists - Experiences of the PIBB care network (Psychiatry Initiative Berlin Brandenburg)

Abstract
Complex multi-modular psychiatric out-patient treatment has not yet been established in everyday care practice - and yet this modality is especially suitable for integrating individual life circumstances of the patient along with his/her symptoms and dysfunctions. This applies to long-term therapy in chronic treatment processes as well as to specific indications requiring immediate therapeutic intervention. A special basis for implementation of complex out-patient treatment is provided by integrated care contracts, e.g. contracts which have been signed by PIBB - Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg and several health insurance companies. The multi-modular treatment as has been agreed upon in the framework of integrated care, will allow - if coordinated appropriately and used accurately - to guarantee permanent and long-term stabilization of the patient and to cushion critical situations as they may arise. Complex out-patient treatments are able to replace or shorten hospital treatments. This paper highlights the structure of the PIBB care provision network, which so far is the only physicians network within German psychiatry that has been granted certification according to § 87b SGB V, and it provides information on the contracts and aims.

Key Words: Integrated care, psychiatric treatment, complex treatment, certification according to § 87 b SGB V


Dr. Norbert Mönter
Arzt für Neurologie und Psychiatrie,
Psychotherapie, Psychoanalyse
Verein für Psychiatrie und seelische
Gesundheit e.V. (VPsG), Vorsitzender
Tegeler Weg 4
10589 Berlin
dr.moenter@psychiatrie-in-berlin.de

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Van binnen naar buiten: Aktuelle Entwicklungen im niederländischen Maßregelvollzug
Uta Kröger

Zusammenfassung

Der Maßregelvollzug in den Niederlanden erlebt turbulente Zeiten. Durch die schon seit Jahren praktizierte Zurückhaltung bei der Frage der Beurlaubung und Entlassung aus dem stationären Bereich ist die durchschnittliche Verweildauer inzwischen auf beinahe 10 Jahre angestiegen. Dies hat negative Konsequenzen für die Popularität der Maßregelvollzugsmaßnahme. Auf Anraten von Strafverteidigern verweigern Straftäter immer häufiger eine vom Gericht angeordnete psychiatrische Begutachtung, um damit einer Maßregelanordnung zu entgehen, in weniger Gutachten wird zur Einweisung in den Maßregelvollzug geraten und auch die Gerichte selbst sind hierzu weniger bereit. Aufgrund dieser Entwicklungen ist die Zahl der Maßregelanordnungen, die seit den neunziger Jahren einen starken Anstieg zu verzeichnen hatte, seit 2008 plötzlich um die Hälfte zurückgegangen. Die gleichzeitige Durchführung der seit Jahren geplanten Kapazitätserweiterung hat dafür gesorgt, dass der Sektor heute, neben seinem negativen Image, mit unbelegten Betten zu kämpfen hat. Durch die Finanzkrise und damit einhergehende Kürzung der Haushalte hat sich die Lage weiter verschärft. Die Politik kündigt angesichts dieser Engpässe drastische Maßnahmen an: Die durchschnittliche Verweildauer soll innerhalb von vier Jahren auf 8 Jahre reduziert und von den insgesamt 2000 Betten sollen 500 abgebaut werden. Dies führt zur Schließung von Maßregelkliniken. Der für den Maßregelvollzug vorgesehene Etat soll um 14 % gekürzt werden. Die Kosteneinsparungen sollen unter anderem dadurch erzielt werden, dass Patienten weniger lange intramural behandelt und schneller in extramuralen Einrichtungen weiterversorgt werden. Dieser Beitrag soll einen Einblick in die zurückliegenden und bevorstehenden Entwicklungen verschaffen.

Schlüsselwörter: Maßregelvollzug, Forensische Psychiatrie, die Niederlande


Van binnen naar buiten: Current developments in hospital order treatment in the Netherlands

Abstract

Hospital order treatment in the Netherlands is experiencing turbulent times. Due to the restraint exercised in leave of absence and discharge from in-patient institutions for many years, the average stay has risen to nearly 10 years now. This situation has negative consequences for the popularity of forensic measures. Lawyers increasingly encourage convicts to deny psychiatric evaluation ordered by the court in order to avoid getting sentenced to hospital order treatment; less forensic expertise reports recommend referral to hospital order treatment; and the courts themselves are more reluctant to do so. Due to these developments, the number of hospital treatment orders which had heavily increased since the 1990s, has suddenly declined by half since 2008. The concomitant increase in capacities which had been planned since many years, has led to the difficult situation of unoccupied beds - in addition to the negative image of hospital order treatment. Financial crisis along with budget cutbacks have led to a worsening of the situation. In view of these constraints, politics have announced dramatic actions: Average stay has to be reduced to 8 years within four years and 500 out of a total of 2000 beds have to be cut back. This leads to forensic hospitals being shut down. Budget for hospital order treatment has to be reduced by 14 %. Cost savings are planned to be achieved, among others, by reducing intramural treatment times and foster earlier referral of patients to extramural institutions. This contribution aims at providing an insight into past and forthcoming developments.

Key words: hospital order treatment, forensic psychiatry, the Netherlands


Drs. Uta Kröger
Klinische Psychologin
Van der Hoeven Kliniek
Willem Dreeslaan 2
NL-3515 GB Utrecht
ukroger@dfzs.nl

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Das Spannungsfeld juristisch angeordneter ambulanter und stationärer Maßnahmen in der Schweiz: aktuelle Entwicklungen
Lutz-Peter Hiersemenzel

Zusammenfassung

Eine im Vergleich zu Deutschland doch recht unterschiedliche Gesetzesgrundlage und auch andere Rechtsprechungspraxis haben in der Schweiz ein sehr differenziertes Maßnahmensystem für psychisch gestörte Rechtsbrecher entstehen lassen. Dabei geht die Entwicklung, unter anderem von Volksinitiativen vorangetrieben, eindeutig in Richtung eines restriktiven und immer stärker auch auf ein Präventivstrafrecht ausgerichteten Systems. Als Konsequenz dieser Entwicklung hat die Schweiz, trotz rückläufiger Verbrechensquoten in den Kriminalitätsstatistiken, eine noch nie erreichte hohe Zahl von Insassen in den freiheitsentziehenden Einrichtungen. Die Kosten dieser Entwicklung geraten erst langsam ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Schlüsselwörter: Schweizerisches Straf- und Maßnahmerecht, Belegungsentwicklung in der Schweiz


Controverse discussions in Switzerland on out-patient and in-patient measures as ordered by the court: recent developments

Abstract
In Switzerland, a legal basis and juridical practice which are quite different from the German systems have led to the evolution a very differenciated system of measures applicable to mentally disordered offenders. Driven by popular initiatives and others, the system clearly tends to develop into a restrictive system which is also increasingly guided by preemptive criminal law. As a consequence of this development, in Switzerland numbers of forensic in-patient and prison population have risen to their highest level ever - despite a decline in criminal rates registered in crime statistics. The cost of this development comes to the fore of public only slowly.

Key Words: measures in Swiss penal law, forensic inmates figures in Switzerland

Dr. Lutz-Peter Hiersemenzel, MBA
Leitender Arzt
Zentrum für forensische Psychiatrie
der Solothurner Spitäler AG
Weissensteinstr. 102
CH-4503 Solothurn
lutz.hiersemenzel@spital.so.ch


Integrierte Versorgung psychisch kranker Menschen - Perspektiven und Herausforderungen
Christina Tophoven

Zusammenfassung

Die Versorgung psychisch kranker Menschen ist mangelhaft. Psychisch kranke Menschen erhalten häufig keine leitliniengerechte Behandlung - weder ambulant noch stationär. Zu wenige Psychotherapeuten oder Ärzte, zu wenig Geld, (manchmal fehlendes Wissen), zu wenig Koordination - die Ursachen sind unschwer auszumachen. Am Beispiel der Depressionen lässt sich zeigen, wie groß der Handlungsbedarf bei psychischen Erkrankungen ist.

Schlüsselwörter: Integrierte Versorgung, Depressionen


Integrated Care of mentally ill people - Perspectives and Challenges


Abstract
Care provided to mentally ill people is insufficient and inadequate. Often, care of mentally ill people, whether in institutions or as out-patients, is not based on the relevant guidelines. There is a shortage of psychotherapists and physicians, of money, (sometimes of knowledge), and a lack of coordination - the causes can be identified without difficulty. Using depression as an example, we demonstrate how much action is needed to provide appropriate care to the mentally ill.

Key words: integrated care, depression


Dr. Christina Tophoven
Geschäftsführerin
Bundespsychotherapeutenkammer
Klosterstr. 64
10179 Berlin
info@bptk.de

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Ambulante psychiatrische Pflege im Zeitalter von PEPP - Chancen und Risiken
Angelika Bakos

Zusammenfassung

Der Beitrag stellt den Status ambulanter psychiatrischer Pflege (APP) in Deutschland vor. Es wird Bezug genommen auf die heterogene Versorgung in den Bundesländern und die Unterversorgung mit APP in Deutschland. Vorgestellt werden die schwierigen strukturellen Rahmenbedingungen, mit denen sich psychiatrische Fachpflegedienste auseinandersetzen müssen. Aufgezeigt werden die Möglichkeiten, die APP mit der Einführung eines neuen Entgeltsystems in die Psychiatrie (PEPP) bieten kann.

Schlüsselwörter: Ambulante psychiatrische Pflege, neues psychiatrisches Entgeltsystem


Psychiatric out-patient care in the PEPP era - opportunities and risks

Abstract

This paper presents the current status of psychiatric out-patient care in Germany. Reference is made to the heterogeneous provision of care in the different German federal states and to the shortage of psychiatric out-patient treatment in Germany. The paper describes the difficult structural framework psychiatric specialist care providers have to deal with and it demonstrates opportunities which psychiatric out-patient care can offer when a new reimbursement system (PEPP) will have been introduced into psychiatry.

Key Words: Psychiatric out-patient care, new psychiatric reimbursement system


Angelika Bakos
Pflegedirektorin
Hans-Prinzhorn-Klinik Hemer
Vennstr. 10
33330 Gütersloh
angelika.bakos@wkp-lwl.org

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