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Forensische Psychiatrie und Psychotherapie

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2015-1

Klaus Hoffmann
Editorial

Matthias von der Tann, Manfred Cierpka, Markus G. Feil, Klaus Hoffmann, Tilman Kluttig, Gerhard Schüßler, Brigitte Seifert, Christoph Trebels, Axel Weber & Karl Weilbach

Das Modul Forensik
Diagnostik und Therapieplanung in der forensischen Psychotherapie mit der OPD-2 - Das Diagnostik-Manual
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Anne Wettermann, Detlef Schläfke, Laura Gerullis & Jörg M. Fegert
Die Nachhaltigkeit der Veränderung kriminogener Faktoren durch das R&R-Training im Maßregelvollzug nach § 64 StGB
Zusammenfassung | Abstract


Die Nachhaltigkeit der Veränderung kriminogener Faktoren durch das R&R-Training im Maßregelvollzug nach § 64 StGB
Anne Wettermann, Detlef Schläfke, Laura Gerullis & Jörg M. Fegert

Zusammenfassung
Steigende Unterbringungszahlen, hohe Erledigungsquoten und häufig nicht zufriedenstellende Rückfallraten in der Entziehungsmaßregel werfen die Frage auf, welche Therapieformen bei welchen Patienten Erfolg versprechend sind. Dabei sollten nicht nur Rückfallraten, sondern auch Veränderungen von Denkmustern und Verhaltensweisen berücksichtigt werden. Wir untersuchten zu diesem Zweck Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie in Rostock im Rahmen einer Längsschnittstudie. Dabei verglichen wir Teilnehmer des Reasoning & Rehabilitation-Programms (R&R) mit Patienten, die das übliche Behandlungsangebot durchliefen, mittels Prä-, Post- und Follow-up-Untersuchung. Es wurden nicht nur Selbsteinschätzungen, sondern auch Fremdeinschätzungen der Behandler erhoben. Bei vorangegangenen Erhebungen gab es Zuwächse bei bestimmten kriminogenen Faktoren. In der vorliegenden Studie werden Ergebnisse zur Nachhaltigkeit der Veränderungen vorgestellt. Laut Therapeuten verbesserten sich die R&R-Teilnehmer innerhalb von sechs Monaten nach der Durchführung der Intervention in den Faktoren Alternativen bedenken und entwickeln, Impulsivität, kognitiver Stil, Lernen aus Erfahrung und soziale Einstellung. Bezüglich der Rückfallraten nach der Entlassung aus der Maßregel waren die R&R-Teilnehmer der Kontrollgruppe allerdings nicht überlegen.

Schlüsselwörter: R&R-Training, Entziehungsmaßregel, Follow-up-Messung


The stability of modificated criminogenic factors by R&R-Training in addicted offenders

Abstract
Increasing admission rates, lots of terminations (of a hospital order) and high rates of recidivism lead to the question, which treatment approaches work in forensic psychiatry. In forensic research, recidivism often is the only criteria of success. We examined the stability of modificated criminogenic factors for follow-up-measures for different kinds of treatment. A longitudinal, quasi-experimental design was used. Inpatients trained in R&R were compared with a control group (TAU). The target skills were rated by psychotherapists, primary nurses and by patients themselves. Our findings indicated that cognitive flexibility, impulsiveness, cognitive style, the ability to learn by experience and prosocial attitude were significantly improved in the experimental group six months after intervention. However, we could not confirm the efficacy of this training in diminishing recidivism.

Key words: Reasoning & Rehabilitation-Program, addicted criminal offenders, Follow-up-measure

Anne Wettermann
Klinik für Forensische Psychiatrie
Zentrum für Nervenheilkunde
der Universitätsmedizin Rostock
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
anne.wettermann@med.uni-rostock.de


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