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Empirische Sonderpädagogik

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2018-1

Empirische Sonderpädagogik 2018-1

Inhaltsverzeichnis

 

Konstruktion und Validierung der Professionsunabhängigen Einstellungsskala zum Inklusiven Schulsystem (PREIS)
Timo Lüke & Michael Grosche

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Unterschiede in der Strategienutzung beim Lösen konkret-operationaler Konzepte zwischen lernstarken und lernschwachen Kindern
Moritz Börnert-Ringleb & Jürgen Wilbert

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Tutorielle Leseverfahren mit Grundschulkindern mit externalisierenden Verhaltensproblemen
Markus Spilles, Tobias Hagen & Thomas Hennemann

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Elternstress und Rollenrestriktion bei Eltern von Kindern mit Down-Syndrom
Tim Hamacher & Pia Bienstein

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Überprüfung der differentiellen Validität der Untertests Alertness, Go/Nogo und Flexibilität der Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) bei der Diagnosestellung von Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen im Jugendalter
Moritz Börnert-Ringleb, Satyam Antonio Schramm, Timo Hennig & Friedrich Linderkamp

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Systematisches Review von Lernverlaufsmessung im Bereich der frühen Leseflüssigkeit
Jana Jungjohann, Andreas Gegenfurtner & Markus Gebhardt

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Konstruktion und Validierung der Professionsunabhängigen Einstellungsskala zum Inklusiven Schulsystem (PREIS)
Timo Lüke & Michael Grosche


Forschungsarbeiten zum Thema Einstellungen zu Inklusion haben Hochkonjunktur. Gleichwohl muss konstatiert werden, dass viele Instrumente zur Messung dieser Einstellungen Schwächen haben, zum Beispiel: mangelnde einstellungstheoretische Fundierungen, fehlleitende Itemformulierungen, fehlende Abgrenzung von anderen Konstrukten, zu starke Fokussierung auf Lehrkräfte, Anfälligkeit für systematische Antwortverzerrungen sowie oberflächliche Validierungsstudien. Daher entwickelten wir die Professionsunabhängige Einstellungsskala zum Inklusiven Schulsystem (PREIS), die diesen Problemen adäquat begegnet. Zur Überprüfung der Testgüte führten wir vier konsekutive Studien durch. Insgesamt können wir zeigen, dass mit der PREIS erstmalig ein Instrument vorliegt, das inhaltsvalide unter Verzicht auf Formulierungen der Zwei-Gruppen-Theorie und ohne professionsspezifisches Fachwissen vorauszusetzen, faktoriell valide und reliabel das einfaktorielle Konstrukt Einstellungen zum inklusiven Schulsystem misst. Das Instrument ist frei und offen unter einer CC-BY-SA-Lizenz verfügbar.

 

Schlagwörter: Einstellungen, Inklusion, Fragebogen, Bevölkerung, Testgüte, PREIS

 


Construction and validation of an attitude scale measuring attitudes towards inclusive education in the population (PREIS)

 

Research on attitudes towards inclusive education is highly topical. However, it must be noted that many measures of these attitudes have weaknesses, e.g.: lack of theoretical foundations, misleading item wording, contextual overlap with other constructs, excessive focus on teachers, susceptibility to systematic bias and unconvincing validation studies. Therefore, we developed the ‘Professionsunabhängige Einstellungsskala zum Inklusiven Schulsystem (PREIS)‘ [Attitudes Towards Inclusive Education in the Population], which adequately addresses these problems. To evaluate the scale’s psychometric quality, we conducted four consecutive studies. Overall, we show that the PREIS is the first reliable and valid German instrument to measure the one-factor construct attitudes towards the inclusive school-system, without presupposing profession-specific knowledge and in the absence of two-group theory wording. The instrument is openly available under a CC-BY-SA license to promote necessary replications.

 

Key Words: Attitudes, Inclusion, Questionnaire, Population, Psychometric Quality, PREIS

 

 

Timo Lüke
Bergische Universität Wuppertal
Institut für Bildungsforschung
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal
lueke@uni-wuppertal.de

 

 


Unterschiede in der Strategienutzung beim Lösen konkret-operationaler Konzepte zwischen lernstarken und lernschwachen Kindern
Moritz Börnert-Ringleb & Jürgen Wilbert

 

Das Beherrschen konkret-operationaler Aufgaben stellt einen wichtigen Aspekt der kognitiven Entwicklung dar. Es steht in einem Zusammenhang mit unterschiedlichen Maßen schulischen Lernerfolgs. Gleichzeitig werden interindividuelle Unterschiede im Ausmaß des Beherrschens dieser Kompetenzen deutlich. So zeigen Kinder mit Lernbeeinträchtigungen geringere Kompetenzen als Gleichaltrige. Ein möglicher Erklärungsansatz für die beschriebenen Unterschiede kann in dem mit der Aufgabenbearbeitung verbundenen Strategieeinsatz gesehen werden. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es daher, Unterschiede zwischen lernstarken und lernschwachen Kindern sowohl in der Kompetenz zur Lösung konkret-operationaler Konzepte als auch in der damit einhergehenden Strategienutzung aufzuzeigen. Dazu wird das Strategienutzungsverhalten von 35 lernschwachen Kindern und 23 lernstarken Kindern beim Lösen konkretoperationaler Konzepte (Zahlerhaltung, Klassifikation und Reihenfolgen) verglichen. Die Ergebnisse zeigen eine häufigere Lösung konkret-operationaler Konzepte durch die Gruppe der lernstarken Kinder. In Bezug auf den Strategieeinsatz sind die Ergebnisse nicht eindeutig. Lernschwache Kinder wenden einzelne Strategien häufiger an, während lernstarke Kinder andere Strategien häufiger anwenden. Es zeigen sich keine Interaktionseffekte zwischen Gruppenzugehörigkeit und Strategieeinsatz auf die Anzahl richtiger Lösungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die vorliegenden Unterschiede in der Fähigkeit zum Lösen konkret-operationaler Konzepte nicht auf den allgemeinen Strategieeinsatz zurückzuführen sind. Vielmehr erscheint es, dass sich die Gruppen im Einsatz spezifischer Strategien unterscheiden.

 

Schlagwörter: Strategieinstruktion, Piaget, Lernen, Kognitive Prozesse, Lernstörungen

 


Differences between high- and low-achieving students in their application of strategies for solving concrete-operational conceps

 

Mastery of concrete-operational concepts depicts an important aspect of cognitive development. It is associated with a range of learning outcomes. At the same time, interindividual differences in the mastery of these concepts become clear. Students with learning disabilities thereby show lower levels of mastery. Reasons for such differences might be seen in differences in the application of required strategies in order to solve these tasks. Therefore, the aim of the study at hand is to examine differences between high- and low-achieving students in their ability to master con-crete-operational concepts. In addition, differences in the application of strategies between the two groups and the question to what extent the application of strategies contributes to correct solution, are explored. To answer these questions, thinking-aloud protocols of 35 low-achieving students and 23 high-achieving students are compared. Multivariate analyses of variance are applied to examine differences between the groups regarding mastery of concrete-operational concepts and used strategies. In addition, interaction effects of the use of strategies and group affiliation on the number of correct solutions are examined. In the results, it becomes clear, that high achieving students solve more classification as well as sequences tasks than low-achieving students. In terms of the used strategies, results are not as clear, as some strategies are more frequently applied by low-achieving students and others by high-achieving students. Moreover, no significant interaction-effects between group affiliation and strategy use on the number of correct solutions can be described. The results indicate that low-and high-achieving do not differ in the general strategy use, but in the use of specific strategies.

 

Keywords: Strategy instruction, Piaget, Learning, Learning problems

 


Moritz Börnert-Ringleb
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität Potsdam
Haus 31- 2.09
Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam-Golm
boernert@uni-potsdam.de

 

 



Tutorielle Leseverfahren mit Grundschulkindern mit externalisierenden Verhaltensproblemen
Markus Spilles, Tobias Hagen & Thomas Hennemann

 

Der Beitrag beleuchtet tutorielle Leseverfahren mit Grundschulkindern mit externalisierenden Verhaltensproblemen und deren Wirkungen auf fachliche und soziale Indikatoren. Über eine systematische Literaturrecherche wurden insgesamt 25 Studien ermittelt, die entweder a) mit Kindern mit Verhaltensproblemen durchgeführt wurden oder b) Effekte im Bereich sozialer Kompetenzen oder sozialer Beziehungen der Kinder untereinander berichten. Methodisch-didaktische Differenzen und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Verfahren werden dargestellt. Nennenswerte Adaptionen im Hinblick auf die teilnehmende Klientel (wie bspw. zusätzliche Unterstützungsangebote für Kinder mit Verhaltensproblemen etc.) konnten dabei insgesamt nicht festgestellt werden. Basierend auf den Rechercheergebnissen beinhaltet der Artikel zudem konzeptionelle Überlegungen sowie Perspektiven für Forschungsvorhaben vor allem für den deutschen Sprachraum.

 

Schlagwörter: Tutorielle Leseverfahren, externalisierende Verhaltensprobleme, Grundschulunterricht, inklusiver Unterricht, Sozialkompetenz, soziale Integration

 


Peer tutored reading processes for primary school children with externalized behavioral problems

 

This paper deals with different methods of peer tutoring in reading with a focus on primary school children with externalized behavioral problems and the question of how far such strategies may affect academic and social aspects. Based on a systematic review of the literature, 25 studies have been identified, being concerned with either a) the evaluation of peer tutoring in reading with pupils with behavioral problems or b) discussions of the effects of such methods on social variables (social skills, social inclusion). Methodological and didactical differences as well as parallels of the evaluated methods are discussed. It was found that peer tutoring procedures were generally not adapted with respect to the needs of the participating subjects (e.g. offering additional support to children with behavioral problems). As a result, the paper offers conceptional ideas for the field of peer tutoring for children with behavoral problems. A particular focus is given to perspective research project and their implications in Germany.

 

Keywords: peer tutoring, reading, externalized behavior problems, primary school teaching, inclusive education, social skills, social inclusion

 


Markus Spilles
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozialemotionale
Entwicklungsförderung
Klosterstraße 79c
50931 Köln
Telefon: 0221-470-1866
markus.spilles@uni-koeln.de

 

 



Elternstress und Rollenrestriktion bei Eltern von Kindern mit Down-Syndrom
Tim Hamacher & Pia Bienstein


In dem vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Befragung von Eltern von Kindern mit Down-Syndrom (N = 140) mit dem Elternstressfragebogen (ESF) vorgestellt. In einem Vergleich mit der Normstichprobe des Instruments wird u.a. überprüft, ob Unterschiede bezüglich des Stressempfindens und der Rollenrestriktion zwischen den Gruppen festgestellt werden können. Weiterhin wird überprüft, ob Ressourcen wie die soziale Unterstützung und eine zufriedenstellende elterliche Partnerschaft als Bewältigungsfaktoren bestätigt werden können. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die befragten Eltern sowohl mehr Stress als auch eine stärkere Rollenrestriktion erleben. Während die Partnerschaft als Bewältigungsfaktor bestätigt werden kann, ist dies für soziale Unterstützung nicht der Fall.

 

Schlagwörter: Down-Syndrom, Eltern, Stress, Belastung, Partnerschaft, Elternstressfragebogen

 


Parental stress and restriction in parents of children with Down’s Syndrome

 

In this article the results of a survey of parents with children with Down’s syndrome (N = 140) using the parental stress questionnaire (ESF) are presented. In comparison with the question naire’s standard sample, differences in parental stress and role restrictions between the populations are analyzed. Furthermore, social support and a satisfactory parental relationship are examined as possible coping factors. The results indicate higher stress levels and more feelings of restriction in the population of parents of children with Down’s Syndrome. A satisfactory parental relationship can be identified as a predictor for lower levels of parental stress, whereas social support cannot.

Keywords: Down’s syndrome, parents, stress, burden

 


Tim Hamacher
Technische Universität Dortmund
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Fachbereich Rehabilitation und Pädagogik
bei intellektueller Beeinträchtigung
Emil-Figge-Straße 50
44221 Dortmund
tim.hamacher@tu-dortmund.de

 

 



Überprüfung der differentiellen Validität der Untertests Alertness, Go/Nogo und Flexibilität der Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) bei der Diagnosestellung von Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen im Jugendalter
Moritz Börnert-Ringleb, Satyam Antonio Schramm, Timo Hennig, Friedrich Linderkamp

 

Theoretischer Hintergrund: Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Häufig wird jedoch Kritik am diagnostischen Vorgehen und der damit verbundenen Sicherheit der Diagnosestellungen laut. So stellen eher subjektive Fremdbeurteilungsbögen ein wesentliches diagnostisches Informationskriterium dar. Neuropsychologische Testzugänge stellen eine Möglichkeit dar, objektivere Kriterien für eine Diagnosezustellung von ADHS zu liefern. Gleichzeitig ist die Eignung solcher Verfahren zur Beschreibung von ADHS nicht abgesichert. Ein in diesem Kontext häufig im deutschsprachigen Raum diskutiertes Verfahren stellt die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) dar. Befunde zur Eignung der TAP zur Diagnosestellung von ADHS im Jugendalter liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vor. Daher soll im folgenden Beitrag die Eignung der TAP zu diesem Zweck geprüft werden. Methode: In einem ersten Schritt soll die Aufmerksamkeitsleistung von jeweils 49 Jugendlichen mit und ohne AHDS in den Untertest Alertness, Flexibilität und Go/Nogo der TAP verglichen werden. Dazu werden zunächst ittelwertunterschiede beschrieben und mittels t-Tests überprüft. In einem zweiten Schritt soll die diagnostische Güte der einzelnen Parameter anhand von ROC-Analysen geprüft werden. Ergebnisse: In den Ergebnissen werden Unterschiede zwischen den beiden Gruppen deutlich. Die größten Unterschiede werden dabei in den Parametern der Reaktionszeitschwankungen aller drei Untertests deutlich. Gleichzeitig unterscheidet sich jedoch nur ein Parameter (SD Go/Nogo) signifikant zwischen Jugendlichen mit und ohne ADHS. In den ROC-Analysen zeigt sich nur eine geringe diagnostische Güte der Parameter der TAP. Diskussion: Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu bisherigen Studien, welche der TAP eine Eignung zur Diagnostik von ADHS im Kindesalter zusprechen. Auf Grundlage der hier vorliegenden Ergebnisse kann diese Eignung für das Jugendalter nicht bestätigt werden.

 

Schlagwörter: Aufmerksamkeit, ADHS, computergestützte Diagnostik, Jugendliche, neuropsychologische Diagnostik

 

 

Differential validity of the Tests for Attentional Performance (TAP) in the diagnosis of ADHD during adolescence

 

Theoretical Background: ADHD is the most frequent diagnosed childhood and adolescence mental disorder. At the same time, diagnosis of ADHD is criticized as it often comes with subjective third-party measures (as teachers’ or parents’ ratings). Such measures of neuropsychological profiles might therefore be a promising approach to objectivize and validate the ADHD diagnosis. However, evidence supporting the validity of neuropsychological approaches in diagnosing ADHD is still lacking. In this context, the German Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP; test battery for the assessment of attentional functioning) is frequently discussed as possibly being able to differentiate between subjects with and without ADHD. However, first results could confirm differential properties of the TAP in the context of diagnosing ADHD in children, insights for these properties in the subgroup of adolescents are not provided. Therefore, the goal of the paper at hand was to examine the validity of the TAP in differentiating between adolescents with and without ADHD. Method: 49 adolescents with and without ADHD were tested using the subscales Alertness, Flexibility and Go/Nogo of the TAP. Between-group-differences during the performance of these subscales were compared using T-tests. Effect sizes for mean differences were described. In a second step, the diagnostic validity of the parameters of all three subscales are explored using ROC-analyses. Results: Non-significant differences between the performances of both groups can be examined in all subscales. The largest effects can be described for the parameters of variance in reaction time. However, significant differences can only be described for one of these parameters. Results of ROC-analyses
indicate low validity of TAP measures to identify adolescents with ADHD. Discussion: The results contrasted previous studies, which confirm the validity of TAP measures in differentiating children with and without ADHD. Considering the results of the paper at hand, this assumption cannot be extended to the subgroup of adolescents. Therefore, the isolated use of this neuropsychological test in diagnosing ADHD in adolescence is not recommended.

 

Keywords: attention, ADHD, computerized testing, adolescents, neuropsychological assessment

 


Moritz Börnert-Ringleb
Universität Potsdam
Inklusionspädagogik
Forschungsmethoden und Diagnostik
Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam-Golm
Haus 31 - Raum 2.09
boernert@uni-potsdam.de

 

 


Systematisches Review von Lernverlaufsmessung im Bereich der frühen Leseflüssigkeit
Jana Jungjohann, Andreas Gegenfurtner & Markus Gebhardt

 

Mit Hilfe von Lernverlaufsmessungen können Lehrkräfte Schwierigkeiten im Leseerwerb identifizieren und eine passende Förderung initiieren. Die Leseflüssigkeit ist ein robuster Indikator der Lesekompetenz, für die mehrere formative Testverfahren konstruiert wurden. In diesem systematischen Review werden empirisch belegte formative Testverfahren für den Leseunterricht der ersten drei Schuljahre dargestellt und die aktuelle Entwicklung für die Schulpraxis sowie wissenschaftliche Forschung abgeleitet. Insgesamt wurden acht Testverfahren zur Leseflüssigkeit aus begutachteten nationalen und internationalen Zeitschriften identifiziert. Die Entwicklungen, Gestalt und Evaluationen dieser Verfahren werden im Hinblick auf zukünftige Forschungsbemühungen ausgewertet, synthetisiert und diskutiert. Die Testverfahren sind überwiegend unabhängig von Testbatterien oder Förderkonzepten, als pen&paper Version verfügbar und nach klassischer Testtheorie konstruiert. Besonders die Überprüfung mittels der Item-Response-Theorie und die Messinvarianz sowie die Nutzung digitaler Versionen stehen für diese Testverfahren noch aus.

 

Schlagwörter: Systematisches Review, Leseflüssigkeit, Formative Lernverlaufsmessung, CBM, Grundschule

 

 

A systematic literature review of the formative assessment of early reading fluency

 

With the help of formative assessment instruments, teachers can identify and support children who have reading difficulties. Reading fluency is a robust indicator of reading ability in many existing formative assessments. This systematic literature review discusses different tests for the formative assessment of reading fluency in grades 1 to 3 and makes scientific recommendations for their scientific development and practical use. In total, eight formative assessments of reading fluency were identified from national and international peer reviewed journals. This review describes how these eight formative assessment instruments have been developed, how they are used, and how the test outcomes are evaluated. The aim is to offer implications for future research. These assessments are independent from existing test batteries or materials, they are administered by pen and paper, and were constructed based on classical test theory. Future research can test these assessment instruments with item-response-theory, estimate their measurement invariance, and validate computer-based test versions.

 

Keywords: CBM, Formative Assessment, Primary School, Reading Fluency, Systematic Review

 


Jana Jungjohann
Technische Universität Dortmund
Entwicklung und Erforschung inklusiver
Bildungsprozesse
Emil-Figge-Straße 50
D-44227 Dortmund
jana.jungjohann@tu-dortmund.de

 

 


Empirische Sonderpädagogik
10. Jahrgang ∙ 2018  ∙ Heft 1

Pabst, 2018
ISSN 1869-4845
Preis: 15,- €

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