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Empirische Sonderpädagogik

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2017-4

Editorial
Conny Melzer & Matthias Grünke
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Effekte einer kombinierten Förderung von Rechtschreibfertigkeiten und Schreibstrategien auf die Aufsatzleistung von rechtschreibschwachen Fünftklässlern   
Eva Keller & Cornelia Glaser
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Über die Auswirkungen einer PC-gestützten Schreibförderung auf die Länge und Qualität von Aufsätzen von risikobelasteten Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern   
Kerstin Nobel & Matthias Grünke
Zusammmenfassung | Abstract | Beitrag als PDF

Effekte eines kognitiv-behavioralen Aufsatztrainings auf die Schreibleistung und das Lern- und Arbeitsverhalten bei Schülern mit ADHS in der Sekundarstufe I einer Förderschule   
Gino Casale, Merdina Husakovic, Tobias Hagen, Dennis C. Hövel, Johanna Krull & Markus Spilles
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Die Bedeutung der Schreibflüssigkeit, des mündlichen Sprachschatzes und der orthografischen Fertigkeiten für die Aufsatzqualität bei Grundschulkindern
Matthias Grünke, Turid Knaak & Alla Sawatzky
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Wie schreiben sprachschwache Kinder? Beitrag zum Zusammenhang zwischen explizitem und implizitem Sprachwissen
Pascale Schaller
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Kinematische Untersuchung der Handschrift mit STREGA CSWin: Ein Verfahren zur Förderplanung und zur Wirksamkeitsforschung
Sibylle Hurschler Lichtsteiner & Werner Wicki
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Effekte einer kombinierten Förderung von Rechtschreibfertigkeiten und Schreibstrategien auf die Aufsatzleistung von rechtschreibschwachen Fünftklässlern
Eva Keller & Cornelia Glaser

Basale Rechtschreibfertigkeiten stellen neben übergeordneten kognitiven Planungs- und Revisionskompetenzen eine zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Schreibprozess dar. Schülerinnen und Schüler mit schwachen Rechtschreibleistungen besitzen daher ein erhöhtes Risiko, eine mangelnde Schreibkompetenz zu entwickeln. Ein Ansatzpunkt, rechtschreibschwache Kinder in der Entwicklung einer angemessenen Schreibkompetenz zu unterstützen, ist eine vorgeschaltete Förderung von Lernvoraussetzungen, d.h. der basalen Rechtschreibfertigkeiten. Die vorliegende Studie untersuchte daher die Effekte einer kombinierten Förderung basaler Rechtschreibfertigkeiten und Schreibstrategien auf die Aufsatzleistung bei rechtschreibschwachen Fünftklässlern gegenüber einer reinen Schreibstrategieförderung. 20 rechtschreibschwache Fünftklässlerinnen und Fünftklässler wurden zwei Trainingsbedingungen zugewiesen: Die Experimentalgruppe erhielt als Vortraining ein Rechtschreibtraining und als Haupttraining ein Schreibstrategietraining. Die Kontrollgruppe erhielt als Vortraining ein Leseflüssigkeitstraining und als Haupttraining ein Schreibstrategietraining. Beide Trainings umfassten jeweils vier 90-minütige Sitzungen. Zu drei Messzeitpunkten wurde die Rechtschreib- und Aufsatzleistung der Schülerinnen und Schüler erhoben. Nach dem Rechtschreibtraining zeigte sich eine Verbesserung der Rechtschreibleistung sowie ein Transfereffekt auf die Aufsatzleistung in Form der Planungs- und Geschichtenqualität. Der Zusatzeffekt einer kombinierten Förderung der Rechtschreib- und Aufsatzleistung gegenüber der reinen Schreibstrategieförderung konnte ebenso bestätigt werden.

Schlagwörter: Schreibförderung, Rechtschreibförderung, Rechtschreibprobleme, Lernvoraussetzungen


The Effects of a Combined Spelling and Writing Strategies Intervention on the Essay Performance of Fifth Graders with Orthographic Difficulties

The present writing intervention study examined the effects of a combined training in spelling skills and writing strategies on the compositional performance of low achieving fifth graders. For a successful writing process not only high-level-processes (planning, reviewing, self-regulation etc.) are needed, but also lower-level transcription skills build a critical foundation. 20 fifth graders were assigned to one of two conditions: During the first four 90-min sessions the two groups received either a spelling training (treatment group) or a reading fluency training (control group). During the next four sessions both groups received composition instruction. In the composition instruction children were taught strategies for planning and writing more complete narratives. Training spelling improved not only spelling but also transferred to improvements in composing: Children enhanced their quality of planning and wrote more complete stories. Children who received prior spelling instruction could take greater advantage from the subsequent composition training than children who received reading fluency training with subsequent composition training at least in regard to quality of planning and writing.

Keywords: writing instruction, spelling instruction, struggling writers, learning preconditions


Eva Keller
Justus-Liebig-Universität Gießen
Abteilung für Pädagogische Psychologie
Otto-Behaghel-Str. 10 F
35394 Gießen

Eva.R.Keller@psychol.uni-giessen.de

 

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Über die Auswirkungen einer PC-gestützten Schreibförderung auf die Länge und Qualität von Aufsätzen von risikobelasteten Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern
Kerstin Nobel & Matthias Grünke

Die Nutzung grafischer Vorlagen als Ordnungs- und Strukturhilfe im Schreibprozess ist eine erfolgversprechende Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit schwachen Leistungen im kompositorischen Schreiben. In der vorliegenden Studie wurden die Effekte einer computerbasierten Förderung der Schreibkompetenz auf Basis von Geschichtenkarten untersucht. Die Stichprobe bestand aus zwanzig Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern, die beim Verfassen von Texten nur sehr wenige Wörter produzierten. Sie wurden in eine Experimental- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Die Experimentalgruppe erhielt über vier Wochen hinweg ein aus zwölf 30-minütigen Sitzungen bestehendes Schreibtraining. Hierbei kam eine eigens entwickelte Lernsoftware zum Einsatz, die sich auf das bekannte Modell von Hayes und Flower (1980) stützt. Der Prozess der Planung wird in dem Programm durch Geschichtenkarten unterstützt, die als grafische Vorlagen dienen. Die Kontrollgruppe besuchte in der Zeit der Förderung den regulären Unterricht. Bewertet wurde die quantitative und qualitative Entwicklung der produzierten Texte. Die Messung der Erfolgskriterien erfolgte direkt vor und direkt im Anschluss an die Intervention. Nach dem Schreibtraining zeigten sich bedeutsame Verbesserungen in der Länge der produzierten Texte und eine mittlere Steigerung der Qualität.

Schlüsselwörter: Textproduktion, Lernschwierigkeiten, Computerunterstützte Förderung, Geschichtenkarten


The effects of computer-assisted writing instruction on the length and quality of essays written by fifth graders at risk for school failure

The use of graphic templates as a tool for order and structure in the writing process is a promising support for students with weak performance in compositional writing. The following survey examines the effects of a computer-based support for writing competence on the basis of story-cards. For this, twenty students of grade five were identified, who produce very few words when writing a text. They were divided into an experimental and a control group. The experimental group was provided with twelve 30-minute sessions over four weeks of writing skills training with a self-developed learning software, which supports the process of planning with the aid of story-cards as graphic templates in the process of writing, based on the model of Hayes and Flower (1980). The control group visited the regular lessons in school during that time. The quantitative and qualitative development of the produced texts was rated. The measurement of the success criteria was done immediately before and immediately after the intervention. After the writing skills training, a high improvement in the length of the produced texts and a medium improvement of the quality of the texts could be seen.

Key words: Text Production, Computer-based Support, Story-cards


Kerstin Nobel
Universität zu Köln
Department Heilpädagogik & Rehabilitation
Zentrum Netzwerk Medien
Frangenheimstraße 4
50931 Köln

kerstin.nobel@uni-koeln.de

 

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Effekte eines kognitiv-behavioralen Aufsatztrainings auf die Schreibleistung und das Lern- und Arbeitsverhalten bei Schülern mit ADHS in der Sekundarstufe I einer Förderschule
Gino Casale, Merdina Husakovic, Tobias Hagen, Dennis C. Hövel, Johanna Krull & Markus Spilles

National wie international weisen ca. 5 - 7 % aller Kinder und Jugendlichen im Schulalter klinisch bedeutsame Symptome einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler verfügen häufig über eine defizitäre Schreibkompetenz, die auch dann feststellbar ist, wenn deklaratives Wissen über die Erstellung qualitativ hochwertiger Texte vorhanden ist. Das Aufsatztraining für die 4. bis 6. Klasse von Glaser & Palm (2014) ist ein kognitiv-behaviorales Schreibtraining, das durch die Verknüpfung von Wissensvermittlung, Einübung und operanten Methoden auf eine Verbesserung der Schreibkompetenz und des Lern- und Arbeitsverhaltens abzielt. Bisherige vielversprechende Wirksamkeitsstudien für Schülerinnen und Schüler mit ADHS erfolgten bisher ausschließlich an allgemeinbildenden Schulen in der Primarstufe. Aus diesem Grund wurde in der vorliegenden kontrollierten Einzelfallstudie mit multiplem AB-Design die Wirksamkeit des Trainings auf die Schreibleistung und das Lern- und Arbeitsverhalten von drei Schülern (13 Jahre) mit ADHS in der Sekundarstufe einer Förderschule überprüft. Die Datenanalyse erfolgte über die Berechnung verschiedener Non-Overlap-Techniken. Im Hinblick auf die Schreibleistung weisen die Ergebnisse auf moderate bis starke Effekte bei allen Schülern hin. Die Befunde im Hinblick auf das Lern- und Arbeitsverhalten sind hingegen uneindeutig. Damit erweitert die Studie den positiven Forschungsstand zur Wirksamkeit des Trainings auf die Schreibleistung bei Schülern mit ADHS in der Förderschule. Bezüglich des Lern- und Arbeitsverhaltens sind weitere Evaluationsstudien notwendig.

Schlagwörter: Aufsatztraining, Schreibkompetenz, ADHS, Einzelfallstudie, Schülerverhalten, Sekundarstufe


Effects of a Cognitive-Behavioral based Essay Training on the Writing Skills and the Academically Engaged Behavior of Secondary Level Students with ADHD in a Special School

Approximately 5 - 7 % of all school-aged children exhibit behavioral problems that are associated with Attention-Deficit-Hyperactivity-Disorders (ADHD). These students often struggle with their writing skills even though they declaratively know how to create a written text. The essay training for 4th to 6th grade by Glaser and Palm (2014) is a cognitive-behavioral based writing training that combines the transfer of declarative knowledge with an applied and active training of that knowledge as well as behavioral techniques (e. g. token systems). In this way, the writing skills and the academically engaged behavior of the students are expected to increase. Results of previous studies suggest the efficacy of the training especially for regular students as well as for students with ADHS in regular schools at the primary level. However, an evaluation of the training with students at the secondary level in special schools is necessary. Therefore, we evaluated the training using a single-subject-design with multiple AB-phases. The effects of the training on the writing skills and the academically engaged behavior of three male students (13 years old) with ADHD in a special school were evaluated. Data was analyzed by calculating several non-overlap-indices. The results indicate moderate to strong effects on the writing skills of all students. Findings on the academically engaged behavior are inconsistent across students. Thereby, this study confirms the positive findings on the efficacy of the training to improve writing skills also for a sample of students from a special school. With regard to the effects on the academically engaged behavior more research is necessary.

Key words: essay training, writing competence, ADHD, single subject study, students’ behavior, secondary school


Dr. Gino Casale
Vertr.-Prof.
Institut für Erziehungswissenschaft
Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn

gino.casale@upb.de

 

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Die Bedeutung der Schreibflüssigkeit, des mündlichen Sprachschatzes und der orthografischen Fertigkeiten für die Aufsatzqualität bei Grundschulkindern
Matthias Grünke, Turid Knaak & Alla Sawatzky

Die Schwierigkeiten, welche Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Lernen aufweisen, äußern sich besonders häufig beim Abfassen von Texten. Doch trotz der weiten Verbreitung dieser Problematik erhalten die betroffenen Schülerinnen und Schüler im Unterricht oft nur wenig spezielle Unterstützung. Viele Lehrkräfte fühlen sich der Aufgabe nur unzureichend gewachsen, Kompetenzen im Verschriftlichen von Gedanken und Ideen zu vermitteln. Der damit verbundene kognitive Prozess wird als äußerst komplex angesehen. Unter Pädagoginnen und Pädagogen herrscht eine große Unsicherheit im Hinblick darauf vor, an welchen Stellen am besten anzusetzen ist, um Rückstände in der Fähigkeit zum Verfassen von Texten aufzuholen. In der vorliegenden Studie steht die Frage im Fokus, welchen Stellenwert die Schreibflüssigkeit, die Breite des mündlichen Wortschatzes und die Rechtschreibkompetenz für die Qualität von Geschichten besitzen, die von Kindern in dritten und vierten Klassen verfasst werden. Die Befunde deuten darauf hin, dass der Textmenge bzw. der Schreibflüssigkeit in diesem Kontext die größte Bedeutung zukommt. Auch die Vielfalt des zur Verfügung stehenden mündlichen Wortschatzes und die orthographischen Fähigkeiten spielen eine Rolle, allerdings in geringerem Ausmaß. Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Hinweise bezüglich darauf, an welchen relativ leicht zu fördernden Kompetenzen im Schulunterricht anzusetzen ist, um einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich des expressiven Schreibens frühzeitig vorzubeugen bzw. ihn adäquate zu behandeln.

Schlüsselwörter: Entwicklungsstörung des expressiven Schreibens, Förderschwerpunkt Lernen, Textqualität, Vorläuferkompetenzen, Prävention.


The impact of writing fluency, oral lexical diversity, and spelling skills on the quality of stories written by elementary school children

Difficulties that children and youth with special needs in the area of learning demonstrate, often express themselves in insufficient text composition skills. But even though this is a widely spread problem, students affected by it do oftentimes not receive specific support. Many teachers do not feel up to the task of instilling in students how to put their thoughts and ideas on paper. They view the corresponding cognitive processes as extremely intricate. Among educators, there is a deeply held uncertainty about where to start when trying to remedy deficits in text production skills. This study focuses on the effect that writing fluency, oral lexical richness and spelling abilities of third and fourth graders have on the quality of texts that they produce. The findings suggest that the length of a text (or the writing fluency respectively) play the greatest role in this regard. However, to a lesser extent, oral lexical richness and orthographic abilities can also be considered as relevant. These insights provide valuable advice on which relatively easy to teach skills during regular classroom instruction one should focus on in order to timely prevent special needs in the area of expressive writing.

Key Words: Disorder of written expression, mild learning difficulties, text quality, prerequisite skills, prevention


Matthias Grünke
Universität zu Köln
Department Heilpädagogik & Rehabilitation
Klosterstr. 79b

matthias.gruenke@uni-koeln.de

 

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Wie schreiben sprachschwache Kinder? Beitrag zum Zusammenhang zwischen explizitem und implizitem Sprachwissen
Pascale Schaller

Der Beitrag fokussiert den Zusammenhang zwischen sprachlich explizitem und implizitem Wissen in den Bereichen Wortschatz, Grammatik und Orthographie bei sprachschwachen Kindern. Er plädiert dafür, Schreiben als Sprachhandlung aufzufassen und neben dem Textprodukt den Schreibprozess und die Sprachwissensvoraussetzungen der Kinder als diagnostisch relevante Aspekte zu reflektieren. Anhand empirischer Analysen aus einer explorativen Studie wird aufgezeigt, dass sich das Verhältnis von explizitem zu impliz tem Sprachwissen bei sprachschwachen Kindern anders zeigt als bei sprachstarken.

Schlagwörter: globale Sprachkompetenz, explizites und implizites Sprachwissen


How do children with language problems write? Insights into the relationship between explicit and implicit language knowledge

The following essay focuses on the interrelatedness of explicit and implicit structural (lexis, grammar, orthography) knowledge in children with lower level language proficiency in their first language. As textual production, the writing process in itself and the children’s first language knowledge are considered to be diagnostically relevant aspects in writing and literacy research, the authors opt to treat the competence "writing” as language in action, and hence, it has to be considered as a diagnostically relevant aspect in research as well. Empirical analysis has shown that children with language learning impediments use explicit and implicit language knowledge differently than children with higher level language proficiency.

Keywords: explicit and implicit structural knowledge, writing as language in action, language learning impediments, use of explicit and implicit language knowledge


Dr. des. Pascale Schaller
Linguistin
Lehrbeauftragte Abteilung Logopädie Universität Freiburg
Dozentin PHBern
Fabrikstrasse 8
CH-3012 Bern

pascale.schaller@unifr.ch

 

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Kinematische Untersuchung der Handschrift mit STREGA CSWin: Ein Verfahren zur Förderplanung und zur Wirksamkeitsforschung
Sibylle Hurschler Lichtsteiner & Werner Wicki

Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Erprobung eines Testinstruments zur grafomotorischen Verlaufsdiagnostik unter Einbezug der Einschätzung der beteiligten Psychomotoriktherapeutinnen und -therapeuten. Dazu wurde der Verlauf von grafomotorischen Fertigkeiten in einer Stichprobe von 60 Kindern längsschnittlich untersucht. Diese Mädchen und Jungen besuchten aufgrund von Schwierigkeiten mit der Handschrift eine Psychomotorik-Therapie. Die handschriftlichen Fertigkeiten wurden während eines halben Jahres in 4- bis 6-wöchigen Intervallen sechsmal computergestützt auf einem Tablett erfasst (kinematische Messung von Schreibdruck, Geschwindigkeit und Automation). Zusätzlich wurden die Kinder zu Beginn der Studie mit dem FEW-2 und dem M-ABC-2 getestet. Die teilnehmenden zwölf Therapeutinnen und Therapeuten führten die Datenerhebungen durch und wurden im Rahmen von Gruppeninterviews über ihre Erfahrungen in der Anwendung der Tabletts wie auch über die Reaktionen der Kinder befragt. Die Analyse der verbalen Daten legt nahe, dass die kinematische Untersuchung und Verlaufsdokumentation ein ebenso nützliches wie praktikables Instrument für die Psychomotorik-Therapie sein kann. Des Weiteren zeigt sich, dass die Auswertung der erhobenen kinematischen Daten eine präzise Beobachtung und Dokumentation der Therapiefortschritte ermöglicht, die im Rahmen der Wirksamkeitsforschung künftig vermehrt genutzt werden könnte.

Schlagwörter: Handschrift, computergestützte Messung, Psychomotorik-Therapie, Verlauf


Kinematic analysis of handwriting with STREGA CSWin: An assessment tool for intervention planning and effectiveness research

In the present study we aimed to examine the usability of a diagnostic tool to test the graphomotor development with special regards on the feedback of the involved therapists. We examined the development of graphomotor skills longitudinally in a sample of 60 children. These children attended a psychomotor therapy because of identified handwriting difficulties. The handwriting skills were recorded six times on a digitizing tablet over six months with four to six week intervals (kinematic measurement of graphomotor parameters with regard to pressure, speed and automation). In addition, the German version of the Developmental Test of Visual Perception-2 and the Movement-Assessment- Battery-for Children-2 were administered at the beginning of the study. The twelve therapists participating in the study carried out the data collection. Within the last two months of the study, 11 of them participated in group interviews and reported their experiences using the tablets as well as their observations with respect to the reactions of the children. These interviews revealed that kinematic examination and documentation can be a useful and practical diagnostic tool for psychomotor therapists. The collected kinematic data provide valuable information on the course and probable improvements during therapy, which could be increasingly used in the field of efficacy studies.

Keywords: handwriting, digitizing tablet, psychomotor therapy, course


Sibylle Hurschler Lichtsteiner
Pädagogische Hochschule Luzern Schweiz
Forschungsgruppe Sprachen und Schrift
Töpferstrasse 10
CH-6004 Luzern

sibylle.hurschler@phlu.ch

 

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