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Empirische Sonderpädagogik

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2015-4

Nur ein Test? - Auswirkungen nicht unterstützenden Testleiterverhaltens bei Intelligenztestungen auf den Selbstwert
Nantje Otterpohl & Malte Schwinger
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Gemeinsam und doch unterschiedlich - Ein Vergleich der Berufswahlmotive von Studierenden der verschiedenen sonderpädagogischen Fachrichtungen und der Regelschularten
Ewald Kiel, Ulrich Heimlich, Reinhard Markowetz & Sabine Weiß
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Unterrichten Sprachheilpädagogen anders? Eine vergleichende Selbsteinschätzung von Förderschullehrkräften "Sprache" und Regelschullehrkräften zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts
Anja K. Theisel
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Auffälligkeiten des Verhaltens und Erlebens in der Beruflichen Bildung - Eine Studie mit den Achenbach-Skalen
Roland Stein, Hans-Walter Kranert, Annika Tulke & Harald Ebert
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Nur ein Test? - Auswirkungen nicht unterstützenden Testleiterverhaltens bei Intelligenztestungen auf den Selbstwert
Nantje Otterpohl & Malte Schwinger

Intelligenztestungen gehören zum beruflichen Alltag in der psychologischen und sonderpädagogischen Praxis. Während verschiedene Studien darauf hinweisen, dass bei der Durchführung von Intelligenztests die Art der Testinstruktion sowie das Testleiterverhalten einen bedeutsamen Einfluss auf die Testangst und die Testleistung haben, wurde bisher kaum untersucht, inwiefern diese Faktoren auch einen Einfluss auf das Selbstwertgefühl nach der Testung haben. Zur Untersuchung dieser Frage wurden mit N = 31 Kindern der fünften Jahrgangsstufe standardisierte Einzeltestungen durchgeführt. Hierbei wurden die Kinder auf zwei Experimentalgruppen (unterstützende vs. nicht unterstützende Intelligenztestung) und eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Bei den Kindern der nicht unterstützenden Experimentalgruppe zeigte sich im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen eine signifikante Reduktion des situationalen Selbstwerts direkt im Anschluss an die Testung sowie des allgemeinen Selbstwerts zwei Wochen später. Die Effekte der Testbedingung erwiesen sich dabei als unabhängig von der erzielten Testleistung. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig unterstützendes Testleiterverhalten bei der Durchführung von Intelligenztestungen ist, um nicht nur eine valide Leistungseinschätzung zu ermöglichen, sondern auch die emotionalen Kosten für die getesteten Kinder möglichst gering zu halten.

Schlüsselwörter: Intelligenztestung, Testleiterverhalten, Testinstruktion, Selbstwert, Emotionen


Just a test? Effects of non-supportive intelligence instructions on children’s self-esteem

Intelligence tests are part of the daily work of psychotherapists and in special needs education. While a number of studies have demonstrated that in conducting intelligence tests the specific test instructions have a substantial impact on test anxiety and test performance, it has been seldom investigated in how far these factors also affect children’s self-esteem after testing. To address this question, we tested N = 31 fifth-grade children in a standardized, individual setting. Children were assigned to two experimental groups (supportive vs. non-supportive intelligence test instruction) and a control group. Compared to the other two groups, children of the non-supportive condition showed significant reductions in situational self-esteem directly after test completion and also in overall self-esteem two weeks later. The effects were independent from children’s actual test performance. The findings emphasize that supportive test instructions are not only important for valid assessments of test performance, but also to reduce the emotional costs for the children tested.

Keywords: intelligence test, test administration, test instruction, self-esteem, emotions


Dr. Nantje Otterpohl
Universität Bielefeld
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Abteilung für Psychologie
Postfach 100131
33501 Bielefeld
nantje.otterpohl@psychol.uni-giessen.de

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Gemeinsam und doch unterschiedlich - Ein Vergleich der Berufswahlmotive von Studierenden der verschiedenen sonderpädagogischen Fachrichtungen und der Regelschularten
Ewald Kiel, Ulrich Heimlich, Reinhard Markowetz & Sabine Weiß

Die vorliegende Studie vergleicht Berufswahlmotive angehender Lehrkräfte an Regel- und Förderschulen (n = 1490) unter Berücksichtigung der verschiedenen sonderpädagogischen Fachrichtungen. Durch Cluster- und Diskriminanzanalysen werden drei unterschiedliche Gruppen bezüglich der Motive ermittelt. Es zeigt sich kein spezifisches Motivprofil, das ausschließlich Studierende der sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge charakterisiert und diese von denen der Regelschularten abhebt. Es gibt aber auch nicht die eine Motivstruktur, die alle Fachrichtungen gleichermaßen kennzeichnet. Studierende der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte Hören und Sprache verteilen sich weitgehend gleich auf alle Cluster. Viele angehende Lehrkräfte der Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung sowie Emotionale und soziale Entwicklung zeichnen sich gegenüber den anderen Schwerpunkten durch eine stärker intrinsisch geprägte Motivstruktur aus. Die Ergebnisse werden mit Blick auf die Lehrerausbildung und die Inklusion diskutiert.

Schlüsselwörter: Berufswahlmotiv, Clusteranalyse, Idealismus, Inklusion, sonderpädagogische Fachrichtung


Commonalities and yet different - A comparison of career choice motives of prospective teachers in special needs schools and regular schools

The present study compares career choice motives of prospective teachers in regular schools and special needs schools (n = 1490) taking into account different special needs areas (e.g., emotional and behavioral disorders). Cluster- and discriminant analyses reveal three different groups referring to profiles of career choice motives. There is no particular profile distinguishing prospective special needs teachers from regular teachers. On top of that, there is also no particular profile structure including all teacher trainees from all special needs areas. Prospective teachers working with students with hearing and speech impairments spread evenly across all profiles. A lot of teacher trainees in the areas of mental disabilities and emotional/behavioural disorders are characterized by a higher intrinsic motive structure. The results are discussed with regard to teacher education and inclusion.

Keywords: career choice motive, cluster analysis, idealism, inclusion, special needs area


Prof. Dr. Ewald Kiel
Ludwig-Maximilians-Universität München
Lehrstuhl für Schulpädagogik
Leopoldstraße 13
80802 München
kiel@lmu.de

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Unterrichten Sprachheilpädagogen anders? Eine vergleichende Selbsteinschätzung von Förderschullehrkräften "Sprache" und Regelschullehrkräften zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts
Anja K. Theisel

Mit Hilfe des Fragebogens LeFraU-S (Lehrerfragebogen zum Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern) wurden Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen (Förderschullehrkräfte - FL) mit dem Förderschwerpunkt "Sprache" sowie Regelschullehrkräfte (RL) an Grundschulen nach Prozessmerkmalen ihres Unterrichts befragt. Die Merkmale konnten von den Lehrkräften in der Häufigkeit ihrer Umsetzung in der alltäglichen Praxis eingeschätzt werden. Die Rückläufe von insgesamt 701 Personen ergaben signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen (N (FL) = 290; N (RL) = 411). Diese Differenzen zeigen sich bei der Gesamtsumme sowie bei einzelnen Items und Faktoren. Förderschullehrkräfte mit Fachrichtung "Sprache" berücksichtigen nicht nur Aspekte der an Schülerinnen und Schüler gerichteten Sprache der Lehrkräfte sowie besondere methodische Aspekte (Einsatz von Handzeichen, handlungsbegleitendes Sprechen u. ä.) häufiger, sondern setzen auch ein Mehr an Differenzierung, Individualisierung und Orientierung an Schülerinnen und Schülern in ihrem Unterricht um. Dies macht insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung inklusiver Beschulung die Berücksichtigung qualitativer Aspekte des Unterrichts bedeutsam. Sowohl die Ausbildung von Lehrkräften, als auch die systemische Umsetzung der gemeinsamen Beschulung sollten diese Aspekte beachten, damit gemeinsamer Unterricht für sprachbeeinträchtigte Kinder gewinnbringend gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter: Unterrichtsqualität, Fragebogen, Merkmale sprachheilpädagogischen Unterrichts, Gruppenvergleich


Do special educational needs teachers (with focus on speech and language) teach differently? A comparative appraisal of special needs teachers with focus on children with speech-language-impairment and regular primary schools teachers with regard to qualitative teaching characteristics

We surveyed both special educational needs teachers (SEN) with focus on speech language impaired children (FL) as well as regular school teachers at primary schools (RL) using our questionnaire "LeFraU-S” (Lehrerfragebogen zum Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern/Questionnaire for the teaching of speech-language-impaired children). Teachers could assess certain teaching characteristics with regard to the frequency of their use in daily practice. The responses from 701 teachers (N (FL) = 290; N (RL) = 411) displayed significant differences between the two groups. The two groups differ with regard to both the overall sums as well as to the individual teaching characteristics and factors found by an exploratory factor analysis. SEN teachers with focus on speech language impairment take aspects of the teacher’s speech as well as special methodical aspects (e.g. hand signals, action-accompanying speech, etc.) more frequently into account. Furthermore their teaching style is more differentiated, individual and focused on the pupil. This highlights the importance of considering the qualitative aspects of teaching particularly in light of the further development of inclusive education. Such aspects should be considered both for the training of teachers as well as for the systemic implementation of inclusive education in order to allow the latter to be rewarding and beneficial for speech-language-impaired children.

Keywords: Quality of teaching, questionnaire, characteristics of teaching speech-language-impaired children, group comparison


Dr. Anja K. Theisel
Fachschulrätin
Lindenparkschule Heilbronn
Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit den Förderschwerpunkten Hören und Sprache
Lachmannstraße 2 - 12
74076 Heilbronn
Staatl. Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart, Abt. Sonderpädagogik
Rosenbergstraße 49
70176 Stuttgart
anja.theisel@sopaedseminar-s.de

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Auffälligkeiten des Verhaltens und Erlebens in der Beruflichen Bildung - Eine Studie mit den Achenbach-Skalen
Roland Stein, Hans-Walter Kranert, Annika Tulke & Harald Ebert

Neuere epidemiologische Studien zeigen, dass psychische Störungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erheblich verbreitet sind und ein weites Spektrum umgreifen. Nach wie vor gibt es allerdings hierzu nur wenige Erkenntnisse für den berufsbildenden Bereich. Auf Basis einer ersten Erhebung (Stein & Ebert, 2010) werden in diesem Beitrag Ergebnisse einer Untersuchung vorgestellt, in deren Rahmen Verhaltensauffälligkeiten bei jungen Menschen in Berufsvorbereitung sowie Berufsausbildung über Lehrkräfte, Ausbilder und die Lernenden selbst erhoben wurden. "Teacher’s Report Form" (TRF) und "Youth Self Report" (YSR) wurden für eine recht große Stichprobe an einer Förderberufsschule sowie einem mit dieser kooperierenden Berufsbildungswerk eingesetzt. Es ergeben sich Erkenntnisse zu Störungsraten, dominanten Problemfeldern, Geschlechtsspezifika, der Korrelation von festgestellten Unterstützungsbedarfen aus unterschiedlichen Perspektiven sowie dem Auftreten spezifischer Auffälligkeiten in unterschiedlichen berufsbezogenen Lernfeldern. Diese werden auf Basis der aktuellen Situation in beruflicher Bildung und Beruflicher Rehabilitation diskutiert.

Schlüsselwörter: Verhaltensauffälligkeiten, psychische Störungen, berufliche Rehabilitation, berufliche Bildung, Berufsschule, Berufsbildungswerk, Achenbach-Skalen, Teacher’s Report Form (TRF), Youth Self Report (YSR)


Abnormalities of Behaviour and Experience in Vocational Education - A Study using the Achenbach System of Empirically Based Assessment

Recent epidemiological studies show that mental disorders in children, adolescents and young adults are vastly spread and cover a wide range. But concerning the sector of vocational education, there are still only a few findings to this matter. Based on an initial survey (Stein & Ebert, 2010), this article presents findings of a new study gathering data on behavioural abnormalities of young people being in vocational preparation and vocational training. The data was received by questioning teachers and trainers as well as learners themselves. The "Teacher’s Report Form" (TRF) und the "Youth Self Report" (YSR) were applied to a rather large sample in a special needs vocational school and a cooperating vocational centre. The study reveals findings concerning rates of disorders, dominant problem areas, gender-specific differentiation, correlation of diagnosed special needs with the syndrome-scales, occurrence of specific abnormalities in different fields of vocational learning from different perspectives, and cross-informant agreement. These findings are being discussed on the basis of the current situation in vocational education and vocational rehabilitation.

Keywords: behavioural abnormalities, mental disorders, vocational rehabilitation, vocational education, vocational school, vocational training centre, Achenbach System of Empirically Based Assessment (ASEBA), Teacher’s Report Form (TRF), Youth Self Report (YSR)


Prof. Dr. Roland Stein
Universität Würzburg
Fakultät für Humanwissenschaften
Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg
roland.stein@uni-wuerzburg.de
www.sonderpaedagogik-v.uni-wuerzburg.de

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