NEWSBÜCHERJOURNALEONLINE-SHOP



 

Sie befinden sich hier: JOURNALE » Empirische Sonderpädagogik » Bisher erschienen » Inhalt lesen

« zurück

Empirische Sonderpädagogik

» Empirische Sonderpädagogik im Online-Shop...


2015-2

Direct Behavior Rating (DBR) als Methode zur Verhaltensverlaufsdiagnostik in der Schule: Ein systematisches Review von Methodenstudien
Christian Huber & Christian Rietz
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Befragung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen: Ergebnisse zur Messinvarianz
Lena Nusser, Claus H. Carstensen & Cordula Artelt
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Das erweiterte LUBO-Schultraining in der Förderschule: Evaluation einer indizierten Präventionsmaßnahme in der Primarstufe der Förderschule
Dennis Christian Hövel, Thomas Hennemann, Gino Casale & Clemens Hillenbrand
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Herausforderungen der schulischen Re-Integration nach einem Schädel-Hirn-Trauma: Eine Qualitative Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern zur Gestaltung des Übergangs von der Rehaklinik ins Regelschulsystem
Birgit Hennig & Britta Gebhard
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Kurzzeitige Effekte eines Trainings der Leseflüssigkeit von leseschwachen Kindern mit isolierten Silben und Morphemen
Andreas Hölz
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF


Direct Behavior Rating (DBR) als Methode zur Verhaltensverlaufsdiagnostik in der Schule: Ein systematisches Review von Methodenstudien
Christian Huber & Christian Rietz

Die Messung von Verhaltensentwicklungen in der Schule ist eine große methodische Herausforderung. Der vorliegende Beitrag stellt zunächst das Direct Behavior Rating (DBR) als einen möglichen Ansatzpunkt zur Verhaltensverlaufsdiagnostik in der Schule vor. Auf dieser Grundlage werden die Ergebnisse eines systematischen Reviews zu empirischen Forschungsarbeit über diese Methodik skizziert. Die Forschungsergebnisse werden in acht Schwerpunkten eingeordnet und jeweils diskutiert. Das Review zeigt insgesamt moderate bis gute Befunde für Kriteriums-Validität und Interrater-Reliabilität von DBR-Skalen. Die Arbeiten zeigen überdies, dass die Beobachtungsgüte in einen akzeptablen Bereich steigt, wenn jeweils mindestens fünf Messdaten zu einem Wert zusammengefasst werden und das Beobachtungsziel möglichst global formuliert wird. Ferner zeigen verschiedene Studien, dass die Beobachtungsgüte je nach beobachtetem Verhalten schwankt. Die Ergebnisse des Reviews werden zusammenfassend diskutiert.

Schlagwörter: Verhaltensdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Verlaufsdiagnostik, Prozessdiagnostik, Direct Behavior Rating


Developmental behavior assessment in school by using Direct Behavior Rating (DBR): a review

The developmental assessment of behavior problems in school is an important but challenging task for psychologists, teachers and other experts. The current paper (first) gives a short summary of conventional methods of behavior assessment. Second the Method of Direct Behavior Rating (DBR) as an alternative method of developmental behaviour assessment is introduced. Based on this, a review of empirical works with focus on the test quality of DBR is given. 17 studies are discussed. Results of the reviewed studies suggest a moderate to good criterion-related validity and interrater reliability. Further the studies found that test-quality could be improved, when a set of five DBR-measurements are resumed and the target behavior is defined in a more global way. Further, findings suggest that test quality is varying with the target behavior. The results of all studies are summarized and their relevance for the developmental assessment of behavior in daily school life is discussed.

Keywords: behavior assessment, developmental diagnostics, direct behavior rating


Prof. Dr. Christian Huber
Universität Potsdam
Professur für Inklusionspädagogik
Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
Karl-Liebknecht-Straße 24 - 25
14476 Potsdam
chhuber1@uni-potsdam.de

nach oben


Befragung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen: Ergebnisse zur Messinvarianz
Lena Nusser, Claus H. Carstensen & Cordula Artelt

Dieser Artikel betrachtet die messinvariante Erfassung bildungsrelevanter Konstrukte mit Hilfe schriftlicher Befragungen bei Schülerinnen und Schülern an Förderschulen und Hauptschulen in der 5. Jahrgangsstufe. Um optimale Administrationsbedingungen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen zu erforschen, wurde ein experimentelles Design implementiert. Inwieweit angepasste Erhebungsinstrumente und unterschiedliche Beschulungsformen sowie anzunehmende Kompetenzunterschiede der Befragten eine messäquivalente Erfassung der Lesemotivation und des akademischen Selbstkonzeptes ermöglichen, wird durch Mehrgruppenvergleiche konfirmatorischer Faktorenanalysen untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass vergleichende Analysen zwischen Schülergruppen an Förderschulen und Hauptschulen für bestimmte Konstrukte und Faktoren sinnvoll interpretierbar sind.

Schlüsselwörter: Messinvarianz, Mehrgruppenvergleich, sonderpädagogischer Förderbedarf, Lesemotivation, akademisches Selbstkonzept


Questionnaires for Students with Special Educational Needs in the Area of Learning: Results from Multi-Group Analysis

This article focuses on measurement invariance of the assessment of educationally relevant constructs via written questionnaires for students at special schools and at low track schools attending 5th grade. To examine optimal conditions of administration for students with special educational needs in the area of learning an experimental design was implemented. If accommodated questionnaires, different school enrollments as well as competence differences allow equivalent assessment of reading motivation and academic self-concepts will be investigated with multi-group comparison of confirmatory factor analysis. The results indicate that comparisons between groups of students at special schools and low track schools are meaningful for certain constructs.

Keywords: measurement invariance, multi group comparison, special educational needs, reading motivation, academic self-concept


Lena Nusser
Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.
Wilhelmsplatz 3
96047 Bamberg
lena.nusser@lifbi.de

nach oben


Das erweiterte LUBO-Schultraining in der Förderschule: Evaluation einer indizierten Präventionsmaßnahme in der Primarstufe der Förderschule
Dennis Christian Hövel, Thomas Hennemann, Gino Casale & Clemens Hillenbrand

Bereits bestehende psychische Auffälligkeiten von Kindern in der Förderschule schon zu Beginn ihrer Schullaufbahn machen eine gezielte Förderung emotional-sozialer Kompetenzen dringend notwendig. In der vorliegenden Studie wurde die Wirksamkeit des erweiterten, indizierten "Lubo"-Präventionsprogramms bei 225 Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen der Lern- und Entwicklungsstörungen evaluiert. Zur Überprüfung der Effekte des Programms in der indizierten Prävention, wurde eine summative Evaluation mit Prä-, Post- und Follow-Up-Messung (nach drei Monaten) in den Bereichen (1) sozial erwünschte Verhaltensweisen (emotional-soziale Kompetenzen), (2) sozial unerwünschte Verhaltensweisen (Problembelastung), (3) kognitive Leistungsfähigkeit, schulische Fertigkeiten und intellektuelles Leistungspotenzial durchgeführt. Die Überprüfung der Effekte erfolgte mittels t-Test und multifaktorieller Varianzanalyse. Die Ergebnisse zeigen Zuwächse bei den emotional-sozialen Kompetenzen und den schulischen Fertigkeiten sowie Rückgänge von problematischen Verhaltensweisen.

Schlüsselwörter: Gefühls- und Verhaltensstörungen, sozial-kognitive Informationsverarbeitung, Emotionsregulation, indizierte Prävention, Förderschule, Primarstufe


The extended LUBO-school training in special education: evaluation of an indicated prevention program for primary schools

In the first years of school, pre-existing mental behavioral problems of children in special education schools make a specific promotion of social and emotional skills urgently necessary. To test the effectiveness of the extended Lubo training in the use for children with special educational needs in the areas of learning and behavioral disorders, the training was evaluated in a study with 225 pupils in special education schools (EBD/LD). To quantify the effectiveness of the program in the indicated prevention, a summative evaluation with pre, post and three-month follow-up in the areas: (1) socially desirable behaviors (emotional-social skills), (2) socially undesirable behaviors (at-risk behavior), (3) academic skills and potential of intellectual performance was performed. To verify the effects, t-tests and multifactorial analyses of variance were used. The summative evaluation pointed out effects in the outcome areas of emotional-social skills, academic skills and reduction of behavior disorders.

Keywords: emotional and behavioral disorders, social-cognitive information processing, emotion regulation, indicated prevention, special education, primary school


Dr. Dennis Christian Hövel
Universität zu Köln
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung
Klosterstraße 79c
50931 Köln
dennis.hoevel@uni-koeln.de

nach oben


Herausforderungen der schulischen Re-Integration nach einem Schädel-Hirn-Trauma: Eine Qualitative Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern zur Gestaltung des Übergangs von der Rehaklinik ins Regelschulsystem
Birgit Hennig & Britta Gebhard

Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bedeutet ein nicht unerhebliches Risiko für die Wiederaufnahme der Schullaufbahn nach erfolgter stationärer Rehabilitation. Gelingensfaktoren und Barrieren für eine gelungene Rückkehr an eine Regelschule sind bisher wenig empirisch untersucht. Ziel der vorliegenden Studie ist die qualitative Analyse multiperspektivischer Sichtweisen von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften bezüglich der schulischen Re-Integration nach einem SHT. Die Ergebnisse der inhaltsanalytischen Auswertung von 22 leitfadengestützten Interviews zeigen, dass ein langfristig zufriedenstellender Prozess in einem hohen Maße abhängig zu sein scheint von den institutionellen Möglichkeiten der Abstimmung von Unterstützungsmaßnahmen und des freiwilligen Engagements. Ein entscheidender Faktor ist die umfassende Aufklärung von Eltern und Lehrkräften zu den möglichen Folgen eines SHT für das schulische Lernen. Bleibende Einschränkungen in den Lernvoraussetzungen werden von den Lehrkräften häufig unterschätzt.

Schlüsselwörter: Schädel-Hirn-Trauma (SHT), Regelschule, Transitionsprozess, qualitative Inhaltsanalyse, schulische Rehabilitation


Challenges in the return to school and successful reintegration after traumatic brain injury: a qualitative survey among students, parents and teachers about the process of transition from stationary rehabilitation back to schooling in the mainstream system

A severe traumatic brain injury (TBI) is a significant risk for the successful return to mainstream school system after stationary rehabilitation. This process is lacking empirical research concerning supportive aspects and barriers. The present study aims to show a multi-perspective view (parents, students, teachers) about the circumstances of school return after TBI. 22 semi-structured interviews were analyzed by qualitative content analysis. The results indicate that a positive long-term outcome rather depends on possibilities of the individual support for the student. An accurate coordination of arrangements for support and a voluntary commitment of teachers and parents in particular were highlighted as key factors. Furthermore, a thorough explanation and clarification about consequences of TBI for learning processes to teachers is pivotal. Permanent restrictions due TBI are often underestimated by teachers in mainstream system.

Keywords: Traumatic brain injury (TBI), mainstream system, transition, qualitative content analysis, rehabilitation in school


Dipl.-Päd. Birgit Hennig
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fak. I / Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik
Pädagogik und Didaktik bei körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen
Ammerländer Heerstr. 114-118
26111 Oldenburg
birgit.hennig@uni-oldenburg.de

nach oben


Kurzzeitige Effekte eines Trainings der Leseflüssigkeit von leseschwachen Kindern mit isolierten Silben und Morphemen
Andreas Hölz

In der vorliegenden Studie erhielten 30 Kinder der Klassen 4-6 aus verschiedenen Grund-, Haupt- und Förderschulen, die per Zufall auf drei Gruppen verteilt wurden, ein computergestütztes isoliertes Silben- oder Morphemtraining (Trainingsgruppen) zur Steigerung der Leseflüssigkeit oder ein Mathematiktraining (Kontrollgruppe).
Die Ergebnisse aus dem Prä-Posttestdesign zeigen, dass die Silben- und Morphemgruppe im Vergleich zur Mathematikgruppe die Lesegeschwindigkeit der jeweils trainierten sublexikalischen Einheiten steigerten. Signifikante Effekte auf Transferwörter blieben hingegen aus, da auch die Kontrollgruppe ihre Leistungen deutlich steigern konnte. Dabei spielte es auch keine Rolle, ob die trainierten Einheiten die Form einer Silbe, eines Morphems oder keine dieser Formen hatten. Eine Steigerung der allgemeinen Leseflüssigkeit, die über einen standardisierten Test überprüft wurde, konnte nicht nachgewiesen werden. Mögliche Erklärungen und Forschungsdesiderate werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Leseflüssigkeit, Lesetraining, Sublexikalische Einheiten, Silben, Morpheme


Short-term effects of training the reading fluency of dyslexic children with isolated syllables and morphemes

In the present study, 30 children in grades 4-6 from various primary, secondary and special schools, which were randomly distributed to three groups three groups, received a computerized isolated syllable- or morphemetraining (training groups) to increase reading fluency or a math training (control group).
The results from the pre-post test design show that the syllable and morpheme group in comparison to mathematics group increased their reading speed of the given trained sublexical units. Significant effects on transfer words were not found since the control group was also able to improve their performance significantly. It also did not matter whether the trained units were in the form of a syllable or morpheme or none of these forms. An increase in the general reading fluency, which was verified by a standardized test, could not be detected. Possible explanations and research desiderata are discussed.

Keywords: Reading fluency, Reading intervention, Sublexical clusters, Syllables, Morphemes


Andreas Hölz
Universität zu Köln
Frangenheimstraße 4
50931 Köln
andreas.hoelz@uni-koeln.de

nach oben


» Empirische Sonderpädagogik im Online-Shop...





alttext