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Empirische Sonderpädagogik

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2011-4

Einstellungen von LehrerInnen zur schulischen Integration von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in Österreich
Markus Gebhardt, Susanne Schwab, Hannelore Reicher, Barbara Ellmeier, Sonja Gmeiner, Peter Rossmann, Barbara Gasteiger Klicpera
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Schulische Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung - Untersuchung der Entwicklung der Schulleistungen und der adaptiven Fähigkeiten, der Wirkung auf die Lernentwicklung der Mitschüler sowie der Lehrereinstellungen zur Integration
Rachel Sermier Dessemontet, Valérie Benoit, Gérard Bless
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Differenzielle Effekte eines Trainings der mathematischen Basiskompetenzen bei kognitiv schwachen Grundschülern und Schülern der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen - Reanalyse zweier Studien
Teresa Hecht, Daniel Sinner, Jan Kuhl, Marco Ennemoser
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Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder: Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht
Timo Lüke, Ute Ritterfeld
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Einstellungen von LehrerInnen zur schulischen Integration von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in Österreich
Markus Gebhardt, Susanne Schwab, Hannelore Reicher, Barbara Ellmeier, Sonja Gmeiner, Peter Rossmann, Barbara Gasteiger Klicpera

In der Arbeit wird über die Ergebnisse empirischer Studien zur Einstellung von LehrerInnen in unterschiedlichen schulischen Settings zur Frage der Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf berichtet. Die Datensätze der Befragungen von insgesamt 578 LehrerInnen in der Grundschulstufe in Österreich aus den Jahren 1998 und 2009 wurden gemeinsam neu analysiert. Als Untersuchungsinstrument diente die Skala "Einstellung zur Integration in der Schule (EIS)" von Reicher (1988). Hinsichtlich der Reliabilität und der faktoriellen Struktur entspricht die Skala den Anforderungen, die an ein Forschungsinstrument zu stellen sind. Die inhaltliche Auswertung der erhobenen Daten zeigte, dass die LehrerInnen die Integration von SchülerInnen mit einer geistigen Behinderung als schwieriger einschätzten als die Integration von SchülerInnen mit einer körperlichen Behinderung oder einer Lernbehinderung. In Bezug auf die generelle Einstellung zur schulischen Integration ergaben sich keine Unterschiede zwischen SonderschullehrerInnen und GrundschullehrerInnen, es zeigte sich aber ein moderater Effekt des Arbeitsfeldes, in dem die Befragten arbeiteten. LehrerInnen in integrativen Arbeitsfeldern gaben in Bezug auf jede Art der Behinderung eine positivere Einstellung zur schulischen Integration an als LehrerInnen in nicht-integrativen Settings.

Schlüsselwörter: Einstellungen; Lehrer; Integration; Sonderpädagogik; Behinderung; Befragung


Teachers’ Attitudes Towards inclusive Education in Austria

The study reports the results of several empirical studies on teachers’ attitudes towards the inclusion of pupils with special education needs in different academic settings. The survey’s data sets of altogether 578 primary school teachers in Austria, queried in 1998 and 2009, were reanalyzed. The chosen instrument of investigation was Reicher’s scale "Einstellung zur Integration in der Schule (EIS) [attitudes towards inclusion in school]" (1988). Concerning reliability and factorial structure, the scale fulfills the requirements which an instrument of investigation has to achieve. With regards to content, the analysis of the data showed that teachers evaluate the inclusion of pupils with mental retardation as a greater challenge than the inclusion of pupils with physical or learning disabilities. With reference to the general attitude towards academic inclusion, there were no differences between primary school teachers and special education teachers. However, the results revealed a moderate effect of the field of work the respondents were engaged in. Teachers working in inclusive fields declare a more positive attitude towards academic inclusion than teachers in non-inclusive settings, disregarding the type of disability.

Key words: attitudes, teachers; inclusive education; special educational needs; disabilities; survey


Korrespondierender Autor:
Markus Gebhardt
Abteilung für Integrationspädagogik und Heilpädagogische Psychologie
Universität Graz
Merangasse 70 II
8010 Graz
Österreich
markus.gebhardt@uni-graz.at

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Schulische Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung - Untersuchung der Entwicklung der Schulleistungen und der adaptiven Fähigkeiten, der Wirkung auf die Lernentwicklung der Mitschüler sowie der Lehrereinstellungen zur Integration
Rachel Sermier Dessemontet, Valérie Benoit, Gérard Bless

Der Beitrag liefert einen Überblick zum Stand der Forschung sowie Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zur Wirksamkeit der schulischen Integration: Die Lernfortschritte der integrierten Kinder in den Schulleistungen sind mindestens gleich groß wie jene vergleichbarer Kinder in Sonderschulen. Leichte Vorteile für die Integration bestehen in der Sprache. In Bezug auf die Entwicklung der adaptiven Fähigkeiten (Lehrer- und Elterneinschätzung) bestehen keine Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen. Ausnahme hierzu bildet der Bereich Selbstfürsorge im häuslichen Kontext. Die Mitschüler der Regelklassen werden in ihren Lernfortschritten (Mathematik und Sprache) durch die Integration nicht benachteiligt. Insbesondere das Kompetenzgefühl der Lehrpersonen sowie ihre Erfahrungen mit integrativem Unterricht und Kontakte mit Personen mit Behinderungen im außerschulischen Kontext einerseits und die Berufserfahrung (mehr oder weniger als 20 Jahre Berufspraxis) sowie die Art der Behinderung der zu integrierenden Kinder andererseits beeinflussen die Einstellungen der Lehrpersonen zur Integration.

Schlüsselwörter: Schulische Integration, geistige Behinderung, Schulleistungen, adaptive Fähigkeiten, Lehrereinstellungen zur Integration


Inclusion of Children with Intellectual Disabilities in General Education Classrooms - An Empirical Study Concerning their Academic Achievement and Adaptive Behaviour, the Impact on their Peers and Teachers’ Attitudes

After an overview of past researches on the inclusion of children with intellectual disabilities in general education classrooms, this article presents the results of an empirical research project on that topic. Those results show that included children with intellectual disabilities made slightly more progress in literacy than children attending special schools. No differences were found as regards the progress made by the two groups in mathematics, global adaptive behaviour and all domains of adaptive skills, with the exception of self-care skills displayed at home. Furthermore, the inclusion of children with intellectual disabilities in general education had no negative effect on the progress of their peers without disabilities in mathematics and literacy. Finally, the attitudes of teachers towards inclusion were influenced by self-efficacy beliefs, experience in including children with special needs, contacts with persons with disabilities outside of school, years of professional experience and nature of the disability.

Key words: inclusive education, intellectual disabilities, academic achievement, adaptive behaviour, teachers’ attitudes


Korrespondierender Autor:
Prof. Dr. Gérard Bless
Heilpädagogisches Institut
Universität Freiburg/Schweiz
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg
Schweiz
gerard.bless@unifr.ch

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Differenzielle Effekte eines Trainings der mathematischen Basiskompetenzen bei kognitiv schwachen Grundschülern und Schülern der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen - Reanalyse zweier Studien
Teresa Hecht, Daniel Sinner, Jan Kuhl, Marco Ennemoser

Bei zwei Studien zur mathematischen Förderung in der Primarstufe zeigten sich die folgenden Effekte: Grundschüler profitierten längerfristig von einem Training der mathematischen Basiskompetenzen und es stellte sich ein Transfer auf die Rechenfertigkeit ein. Grundstufenschüler der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen konnten hingegen nur kurzfristig von solch einem Training profitieren und es zeigte sich kein Transfereffekt.
Diese Diskrepanzen in den Trainingseffekten könnten in den individuellen Unterschieden der Schüler oder aber in der unterschiedlichen Beschulung begründet sein. Um diese Frage näher zu untersuchen, wurden aus zwei Studien mit vergleichbarem Design Kinder mit vergleichbaren individuellen Voraussetzungen (Intelligenz und mathematische Kompetenz), aber verschiedener Beschulung (Grundschule oder Förderschule) ausgewählt. So konnten die folgenden vier Bedingungen verglichen werden: 1) Grundschüler, die ein Training der mathematischen Basiskompetenzen erhalten hatten (N =  6). 2) Grundschüler, die ein allgemeines Denktraining erhalten hatten (N = 6). 3) Förderschüler, die ein Training der mathematischen Basiskompetenzen erhalten hatten (N = 6). 4) Förderschüler, die ein allgemeines Denktraining erhalten hatten (N = 6). Die Ergebnisse zeigten, dass beide Mathe-Trainingsgruppen ihre mathematischen Basiskompetenzen kurzfristig steigern, aber nur die Grundschüler längerfristig von der Förderung profitieren können. Darüber hinaus gelingt nur ihnen der Transfer der geförderten Basiskompetenzen auf Rechenfertigkeiten. Mögliche Gründe für diesen Befund werden diskutiert.

Schlüsselwörter: mathematische Frühförderung, Mengen-Zahlen-Kompetenz, Vorläuferfertigkeiten, Lernbehinderung


Differential Effects of a Mathematical Competencies Training for Low Achieving Primary School Students and Students from Special Education Classes for Struggling Learners - A Reanalysies of two Studies

The following effects were revealed by two studies on the mathematical advancement in elementary schools: Elementary school pupils make long-term profits from a training of quantity-number competencies, which result in a transfer of basic arithmetic skills. In contrast, students of special education schools only gain short term benefits from such training and no transfer effect can be shown.
These differences in training effects could be the result of individual differences of the scholars or of differences schooling. In order to study this query in more detail, children with comparable individual conditions, but from different school systems (elementary school or special education school), of two different studies with comparable design were chosen. By these means, the following four conditions could be compared: 1) elementary school pupils, having received training of quantity-number competencies (N = 6); 2) elementary school pupils, having obtained general training of inductive reasoning (N = 6); 3) scholars of special education schools, having obtained training of quantity-number competencies (N = 6), and 4) pupils of special education schools, having received general training of inductive reasoning (N = 6). The results showed that both mathematical training groups increase their quantity-number competencies on a short-term basis. However, only for the elementary school pupils these effects are stable over time. In addition, only those scholars succeed in transferring the trained quantity-number competencies to arithmetic abilities. Possible reasons for these findings are discussed.

Key words: early mathematical training, quantity-number competencies, precursor competencies, learning disability, special needs


Korrespondierende Autorin:
Teresa Hecht
Fachbereich 06 - Psychologie und Sportwissenschaft
Sonderpädagogische Psychologie
Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Straße 10F
35394 Gießen
teresa.hecht@psychol.uni-giessen.de

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Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder: Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht
Timo Lüke, Ute Ritterfeld

Seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen wird zunehmend öffentlich über die Strukturen der sonderpädagogischen Förderung in Deutschland diskutiert. Anhand einer Befragungsstudie mit 542 Eltern sprachauffälliger GrundschülerInnen, bei der die Schulzufriedenheit im Gemeinsamen Unterricht und in der Förderschule vergleichend untersucht wird, soll ein empirischer Beitrag zu dieser Debatte geliefert werden. Die Befunde zeigen, dass die Zufriedenheit der Eltern in beiden schulischen Settings gleichermaßen sehr hoch ist. Weitere Analysen machen allerdings deutlich, dass die Stigmatisierung der Kinder im integrativen Setting geringer ausfällt als bei segregativer Beschulung. Darüber hinaus sind Eltern von integrativ beschulten Mädchen und Jungen zuversichtlicher, dass ihr Kind die Sprachprobleme überwinden wird, und optimistischer in Bezug auf dessen Bildungs- und Teilhabechancen. Weiterhin wurde festgestellt, dass einige Elterngruppen deutlich geringere Chancen haben, ihren Wunsch auf integrative Unterrichtung ihres Kindes durchzusetzen.

Schlüsselwörter: Elternzufriedenheit, Förderschule, Inklusion, Elternbefragung, AO-SF, Sprachauffälligkeit, Sprachstörung


Parent’s Satisfaction with Special need Education for their Language Impaired Children: A Comparison between Inclusive vs. Segregated Schools in Germany

Special need education in Germany is a highly controversial topic as many favor segregated schools despite the recent UN convention on the rights of persons with disabilities. A survey was conducted with 542 parents having a child with language impairment that is either enrolled in a special need school or in an integrative elementary school setting. Results indicate equally high parental satisfaction in both systems. Further analyses, however, demonstrate higher perceived stigmatization of children in the segregated compared to the integrative setting; more optimistic view in parents who are enrolled in integrative schools regarding language improvement, career options, and social participation. Further results reveal unexpected discrimination of some families in respecting their individual choices for a school setting they believe in. Results are discussed with respect to the importance of parental choice and the need for further empirical investigation on pedagogic strategies that really work for language impaired children.

Key words: Parent satisfaction, special educational needs, inclusion, survey, language impairment


Korrespondierender Autor:
Timo Lüke
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Fachgebiet Sprache und Kommunikation
Technische Universität Dortmund
Emil-Figge-Str. 50
44227 Dortmund
timo.lueke@tu-dortmund.de

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