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Empirische Sonderpädagogik

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2011-3

Editorial
Gabi Ricken

Die Bedeutung diagnostischer Daten im Prozess der Förderung durch Integrative Förderzentren in Hamburg
Karl Dieter Schuck
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Lernverlaufsdiagnostik - Konzept, Schwierigkeiten und Möglichkeiten
Karl Josef Klauer
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Kriterien zur Analyse eines Tests zur Lernverlaufsdiagnostik
Jürgen Wilbert, Markus Linnemann
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Effekte prozessorientierter Diagnostik auf die Entwicklung der Lesekompetenz leseschwacher Viertklässler
Elmar Souvignier, Natalie Förster
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Mathematik und Rechnen - Test zur Erfassung von Konzepten im Vorschulalter (MARKO-D) - ein Beispiel für einen niveauorientierten Ansatz
Gabi Ricken, Annemarie Fritz, Lars Balzer
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Die Bedeutung diagnostischer Daten im Prozess der Förderung durch Integrative Föderzentren in Hamburg
Karl Dieter Schuck

Es werden die im Hamburger Konzept des Integrativen Förderzentrums eingesetzten diagnostischen Strategien und Methoden hinsichtlich ihrer Qualitäten untersucht. Es konnten vielfältige Zusammenhänge zwischen diagnostischen Daten und getroffenen pädagogischen Entscheidungen gefunden werden. Zugleich wurde deutlich, dass im Konzept des Integrativen Förderzentrums die Bedeutung diagnostischer Daten überschätzt wird. Es wird dafür plädiert, die zum Beginn der Schulpflicht praktizierte, im Wesentlichen der Ressourcenbeschaffung dienende diagnostische Strategie mit Blick auf die Erfassung aller förderbedürftigen Kinder grundlegend zu verändern oder zu Gunsten einer lernprozessbegleitenden und die Förderung formierenden Diagnostik gänzlich aufzugeben.

Schlüsselwörter: integratives Förderzentrum, diagnostische Strategien und Methoden, Diagnostik zur Ressourcenbeschaffung, Lernprozessbegleitende Diagnostik


The Significance of Diagnostic Data for the Process of Fostering by the Center for Educational Support in Hamburg

Strategies and methods of diagnostics and assessment which are applied in the Hamburg concept of the Center of educational support in integrative environments are determined concerning their quality. Varied connections were found between the results of diagnostics and assessment and educational decision making. In addition it becomes clear that the importance of diagnostics and assessment in the concept of the Center of educational support in integrative environments is overestimated. It is argued the case for changing fundamentally the diagnostic strategy, which has been practiced at the beginning of compulsory school attendance and primarily serves to obtain educational resources, to the effect that all the children with special educational needs are taken into account or even for giving up this strategy in favour to promote evaluative diagnostics and assessment accompanying and forming the learning process.

Key words: Center of educational support in inclusive environments, strategies and methods of diagnostic and assessment, diagnostics and assessment to obtain educational resources, diagnostics and assessment accompanying learning processes


Prof. Dr. Karl Dieter Schuck
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 8
20146 Hamburg
Karl.Dieter.Schuck@uni-hamburg.de

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Lernverlaufsdiagnostik - Konzept, Schwierigkeiten und Möglichkeiten
Karl Josef Klauer

Ähnlich wie bei der curriculumbasierten Messung (CBM) werden bei der Lernverlaufsdiagnostik über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig Tests gegeben, die stets ein und dieselbe Kompetenz messen sollen und dann erlauben, den Lernverlauf abzubilden. Solche Tests müssen immer neu sein, jedes Mal aber dasselbe messen und stets gleich schwierig sein, was unerwartet problematisch ist. Darüber hinaus sollen sie in der Lage sein, Änderungen der Kompetenz der Probanden sensibel zu diagnostizieren. Klassisch konstruierte Tests dürften für die Lernverlaufsdiagnostik schwerlich in Frage kommen können. In diesem Beitrag wird ein Lösungsvorschlag für die meisten der Probleme offeriert. Der Vorschlag beruht auf der Grundlage lehrzielorientierter Tests und setzt auf Itemsampling in Verbindung mit dem binomialen Testmodell. Abschließend wird ein auf diese Weise konstruiertes Verfahren zur Lernverlaufsdiagnostik im Bereich Mathematik Grundschule vorgestellt, das demnächst verfügbar sein wird.

Schlüsselwörter: Lernverlaufsdiagnostik, Itemsampling, Veränderungsmessung, lehrzielorientierte Tests, binomiales Testmodell, Mathematiktests


Diagnosing the Course of Learning - Concept, Difficulties and Chances

To diagnose the course of learning during a longer period of time as it is similarly practiced in curriculum-based measurement (CBM) one has to use tests which always are equally difficult and every time measure the same competence. Until today it is not clear how to construct a greater number of tests of equal difficulty und validity. Moreover, it is not clear which test theory is suitable for such tests since classical test theory turns out to be problematic with respect to such tests. Finally, suitable tests should be sensitive even to minor changes of competence. In this article a solution is offered based upon criterion-referenced tests, item sampling and the binomial test model. Finally, a forthcoming computer-based test is described which will overcome most of the problems and which can be used to measure the course of learning of mathematics with children of elementary school.

Key words: curriculum-based measurement, item sampling, measurement of change, criterion-referenced tests, binomial test model, mathematics tests


Prof. em. Dr. Karl Josef Klauer
RWTH Aachen
Privat: Robert-Stolz-Weg 15
42781 Haan
klauerk@uni-duesseldorf.de

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Kriterien zur Analyse eines Tests zur Lernverlaufsdiagnostik
Jürgen Wilbert, Markus Linnemann

Lernverlaufsdiagnostik spielt in pädagogischen Kontexten eine weit wichtigere Rolle als bloße Statusdiagnostik. Tests, mit denen die Veränderung eines Merkmals über einen bestimmten Zeitraum hinweg reliabel und valide gemessen werden kann, stellen hohe testtheoretische Anforderungen an das Material. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, Kriterien, die ein Test zur Lernverlaufsdiagnose erfüllen muss, vorzustellen und darüber hinaus eine Verfahrensweise der Testanalyse zu erarbeiten, an der diese Kriterien geprüft werden können. Im ersten Teil des Beitrages werden einige zentrale Voraussetzungen für ein solches Instrument diskutiert. Hierzu gehören die Reliabilität, Eindimensionalität, gleiche Schwierigkeiten der dargebotenen Materialien und hohe Testfairness. Im Anschluss daran wird eine Verfahrensweise vorgeschlagen, mittels deren diese Kriterien systematisch geprüft werden können. Die entwickelte Vorgehensweise wird am Beispiel eines neuen Instrumentes zur Erfassung des Sprachstandes von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen des Lernens demonstriert. Die auf der Klassischen Testtheorie sowie der Probabilistischen Testtheorie beruhenden Analysen zeigen, dass das Instrument (C-Test) eine hohe Reliabilität, Eindimensionalität und hohe Testfairness bezüglich des Geschlechts und der Muttersprache der Testteilnehmer besitzt. Außerdem kann mit Hilfe von erweiterten Raschmodellen aufgezeigt werden, dass sich die Einzelitems schwierigkeitskorrigiert zur Lernverlaufsdiagnostik einsetzen lassen.

Schlüsselwörter: Lernverlaufsdiagnostik, erweiterte Rasch-Modelle, DIF, Sprachstand, Lernbeeinträchtigung


Criteria for Analyzing a Test Measuring Learning Progress

Evaluating learning progress is a vital element of educational interventions for students with learning disabilities. Measuring change imposes considerably different requirements on test construction compared to traditional psychometric diagnostic instruments. The present paper discusses four theoretical challenges for test construction, namely a high reliability, unidimensionality, constant item difficulty, and high test fairness. A procedure is proposed for analyzing tests to fit these four criteria making use of item analyses, confirmatory factor analyses, Rasch modeling, and analyses of differential item functioning. The suggested procedure is exemplified on a newly developed test for measuring language proficiency of students with learning difficulties on the basis of c-tests. The results disclose c-tests as highly suitable for measuring differences in general language development. 

Key words: learning progress, polytomous Rasch model, DIF, language proficiency, learning difficulties


Dr. Jürgen Wilbert
Sonderpädagogik und Rehabilitation bei Lernstörungen
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
Klosterstr. 79b
50931 Köln
juergen.wilbert@uni-koeln.de

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Effekte prozessorientierter Diagnostik auf die Entwicklung der Lesekompetenz leseschwacher Viertklässler
Elmar Souvignier, Natalie Förster

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie sich der Einsatz einer computergestützten Maßnahme zur Lernverlaufsdiagnostik auf den Lernzuwachs leseschwacher Viertklässler auswirkt. Dazu wurde die Entwicklung der Leseleistung der jeweils sechs leseschwächsten Schülerinnen und Schüler aus 24 Klassen (n = 144) verglichen, die entweder einer Gruppe mit Lernverlaufsdiagnostik oder einer Kontrollgruppe zugewiesen wurden. Über einen Zeitraum von sechs Monaten (acht Messzeitpunkte) erhielten die Lehrkräfte in der Gruppe mit Lernverlaufsdiagnostik (17 Klassen) Informationen über die Entwicklung der Leseleistungen, während die Lehrkräfte in der Kontrollbedingung (7 Klassen) statusdiagnostische Informationen zum Leistungsniveau ihrer Schülerinnen und Schüler erhielten. Die Lernzuwächse in einem standardisierten Lesetest (ELFE 1-6) fielen in derjenigen Gruppe signifikant höher aus, in der die Lehrkräfte Informationen zum Lernverlauf erhielten (d = 0.50). Eine Befragung der Lehrkräfte zum Einsatz der computergestützten Maßnahme zur Lernverlaufsdiagnostik im Regelunterricht ergab, dass diese sich gut in den Unterrichtsalltag implementieren ließ, und dass die Informationen zur Planung von Fördermaßnahmen genutzt wurden.

Schlüsselwörter: Lernverlaufsdiagnostik, Lesekompetenz, diagnostische Information, Implementation


Effects of Curriculum-Based Measurement on Reading Achievement in Fourth Graders

This study examines the effects of a computer-based individual progress monitoring on learning growth of low performing readers. In each of 24 classes the six poorest readers (n = 144) were identified and participated in a progress monitoring group or a control group. Over a period of six months students of the progress monitoring group completed eight computer-based tests and their teachers (n = 17) received diagnostic information about their learning curves, while teachers of the control group received a one-time information about their students’ level of achievement. Growth in reading was assessed with a standardized reading test (ELFE 1-6) and was found to be significantly higher for the progress monitoring group (d = 0.50). Teachers reported that the computer-based individual progress monitoring was practicable in general educational settings and that they used the information to plan instruction.

Key words: curriculum-based measurement, reading achievement, diagnostic information, implementation


Prof. Dr. Elmar Souvignier
Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
Universität Münster
Fliednerstr. 21
48149 Münster
elmar.souvignier@uni-muenster.de

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Mathematik und Rechnen - Test zur Erfassung von Konzepten im Vorschulalter (MARKO-D) - ein Beispiel für einen niveauorientierten Ansatz
Gabi Ricken, Annemarie Fritz, Lars Balzer

Eine prozessorientierte Diagnostik erfordert eine theoretische Dimension, anhand derer Veränderungen beschrieben und interpretiert werden können. Für den Test zur Erfassung von Konzepten im Vorschulalter, MARKO- D, wurde eine solche Dimension bzw. Skala aus der Analyse theoretischer Aussagen und empirischer Befunde für die Entwicklung mathematischer Konzepte im Vorschulalter abgeleitet. Die fünf zentralen Konzepte sind: Zählzahl, mentaler Zahlenstrahl, Kardinalzahl, Teil-Teil-Ganzes-Konzept und Relationalzahl. Mit der empirischen Prüfung gelang der Nachweis der Gültigkeit des Modells (eindimensionales Raschmodell). Damit steht ein Testkonzept zur Verfügung, das sowohl den Vergleich mit der Sozialnorm als auch insbesondere eine Einordnung eines Kindes in einen Entwicklungsverlauf und damit ein individuelles Bezugssystem erlaubt.

Schlüsselwörter: mathematische Konzepte, prozessorientierte Diagnostik, Kompetenzdiagnostik, Rechenstörungen, Entwicklungsmodell


Math and Calculation - A Test for Diagnosing Concepts at Pre-school Age - An Example of a Level-oriented Approach

Process-oriented diagnostics require a theoretical framework which allows to describe and interpret individual competence changes. For MARKO-test, a corresponding dimension/scale of mathematical achievement in preschool age was developed on the basis of theoretical assumptions and empirical data. Five essential concepts are: numbers as counting sequence, ordinal number line, cardinal understanding, part - part - whole and concept of congruent intervals. There is empirical evidence for the validity of the model, using a unidimensional Rasch model. Therefore, a concept of testing is available which on the one hand allows to compare individual data with a social norm and on the other hand is usable to make valid statements about individual changes and the current development status of a child.

Key words: mathematical concepts, process-oriented diagnostics, specific learning disabilities, dyscalculia, competencies, developmental model


Prof. Dr. Gabi Ricken
Fakultät EPB der Universität Hamburg
Sedanstr. 19
20146 Hamburg
gabriele.ricken@uni-hamburg.de

Prof. Dr. Annemarie Fritz
FB Bildungswissenschaften der
Universität Duisburg-Essen
Campus Essen
Universitätsstr. 1
45117 Essen
fritz-stratmann@uni-due.de

Dr. Lars Balzer
Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB)
Kirchlindachstr. 79
CH-3052 Zollikofen
Schweiz
evaluation@lars-balzer.info

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