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Empirische Sonderpädagogik

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2010-4

Editorial
Matthias Grünke, Jürgen Wilbert

Förderung der Verhaltenssteuerung beim Schreiben: Differenzielle Effekte auf Indikatoren der Schreibleistung und des Arbeitsverhaltens bei Viertklässlern mit auffälligem vs. unauffälligem Unterrichtsverhalten
Cornelia Glaser, Debora Palm, Joachim C. Brunstein
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Zum Einfluss von Akzeptanz- und Nützlichkeitsurteilen auf die antizipierte Umsetzung eines Elterntrainingsprogramms
Frederik A. Graf, Mandy Grumm, Sascha Hein, Michael Fingerle
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Kompetenzen und Risiken in der Transition in die Hauptschule - eine Querschnittsuntersuchung von Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufen
Thomas Hennemann, Clemens Hillenbrand, Jürgen Wilbert, Sebastian Franke, Ralf Spieß, Jana Jürgens, Gordian Görgens
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Differenzierung fiktionaler und nicht-fiktionaler Fernsehinhalte bei Kindern an Lernförderschulen - Evaluation eines Trainingsmanuals
Armin Castello, Benjamin Fauth, Nadia Juga, Martina Pohl
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Verhaltensauffälligkeiten an beruflichen Schulen zur sonderpädagogischen Förderung. Eine Pilotstudie mit der Teacher’s Report Form und dem Youth Self Report
Roland Stein, Harald Ebert
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Förderung der Verhaltenssteuerung beim Schreiben: Differenzielle Effekte auf Indikatoren der Schreibleistung und des Arbeitsverhaltens bei Viertklässlern mit auffälligem vs. unauffälligem Unterrichtsverhalten
Cornelia Glaser, Debora Palm, Joachim C. Brunstein

In einer Studie zur unterrichtsintegrierten Förderung des Aufsatzschreibens in vierten Klassen untersuchten wir Effekte verhaltenssteuernder (Regelvereinbarung und Zielsetzung sowie Verhaltensfeedback und Selbstbewertung) Prozeduren auf die Schreibleistung von Schülern mit aggressiv-hyperkinetischem Problemverhalten. In zwei Klassen wurden 42 Schüler, davon 10 mit aggressiv-hyperkinetischen Verhaltensauffälligkeiten, per Zufall einer von zwei Bedingungen zugewiesen: Aufsatztraining vs. Aufsatztraining plus Verhaltenssteuerung. Das Training umfasste vier 90-minütige Sitzungen. Alle Schüler durchliefen ein Programm zur Förderung strategischen Aufsatzschreibens (Glaser, 2005) in Gruppen von neun bis zwölf Schülern. Sowohl zum Posttest als auch zum Follow-up (4 Wochen später) übertrafen verhaltensauffällige Schüler, bei denen die Aufsatzförderung mit der Vermittlung von Prozeduren zur Verhaltenssteuerung kombiniert wurde, Problemschüler, die keine solche Verfahren eingeübt hatten, in strategienahen und globalen Maßen der Schreibleistung. Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten, die ausschließlich eine Förderung strategischer Schreibfertigkeiten erhalten hatten, profitierten, relativ zu allen anderen Schülern, am wenigsten von dem Aufsatzprogramm.

Schlüsselwörter: Schreibkompetenz, Strategietraining, Verhaltenssteuerung


Promoting Behavioral Regulation in Writing: Differential Effects on Indicators of Writing Performance and Learning Behaviors in 4th Graders with and without Externalizing Behavior

In a writing intervention study with 4th-graders, we examined the effects of behaviour-oriented procedures (specification of behaviour rules and intentions; feedback on desired target behaviour, and self-evaluation of behaviour progress) on the writing performance of students with aggressive and hyperactive behaviors. In two classes, 42 students, including 10 students with aggressive and hyperactive behaviors, were randomly assigned to one of two conditions: writing strategies program vs. writing strategies plus behaviour-regulation program. Both programs consisted of four 90-min sessions. In groups of nine to twelve students, all students received a cognitive strategies intervention for writing narratives (Glaser, 2005). At posttest and follow-up assessments (four weeks after the training), aggressive-hyperactive students who had been taught writing strategies in tandem with behaviour-regulation techniques outperformed students with problem behaviours who had not been taught such techniques in strategy-related and holistic measures of writing performance. Students with behaviour problems who had only received the writing strategies instruction gained least from attending the program. 

Keywords: writing competence, strategies training, behaviour-regulation


Prof. Dr. Cornelia Glaser
Abteilung für Pädagogische Psychologie
Justus-Liebig-Universität
Otto-Behaghel-Str. 10F
35394 Gießen
cornelia.glaser@psychol.uni-giessen.de

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Zum Einfluss von Akzeptanz- und Nützlichkeitsurteilen auf die antizipierte Umsetzung eines Elterntrainingsprogramms
Frederik A. Graf, Mandy Grumm, Sascha Hein, Michael Fingerle

Aggressives Verhalten im Kindes- und Jugendalter stellt ein Problem dar, das an vielen Schulen zu finden ist. Kinder mit Auffälligkeiten im Sozialverhalten stellen häufig eine besondere Herausforderung für ihre Klassenkameraden, Lehrer und Eltern dar. Da die Familie ein zentraler Einflussfaktor im kindlichen Sozialisationsprozess ist, sind in den vergangenen Jahren vielfältige Programme veröffentlicht worden, die Eltern unterstützen sollen, ihrer Erziehungsaufgabe besser gerecht zu werden. Durchgeführt werden Elterntrainingsprogramme meist von Fachleuten mit pädagogischem oder psychologischem Erfahrungshintergrund. Doch welchen Einfluss hat es, wie ein Trainer/eine Trainerin das von ihm/ihr umgesetzte Trainingsprogramm bewertet? Der Fokus dieses Beitrags liegt auf der Erfassung der Nützlichkeits- und Akzeptanzurteile von neu ausgebildeten Kursleiter/Innen zum MonteBaRo-Training. Außerdem wird erfasst, wie diese sich auf ihre Implementierungsintentionen (z.B. antizipiertes Abweichen vom Handbuch) auswirken. Die neu ausgebildeten Kursleitern/innen bewerteten den Ausbildungskurs sowie die Nützlichkeit des Programms und seiner Materialien und den gefühlten Grad der Vorbereitung auf eigene Kurse als sehr hoch. Es wurden keine signifikanten Korrelationen zwischen den angenommenen Faktoren und einer antizipierten Abweichung vom Trainingshandbuch gefunden.

Schlüsselwörter: Elterntrainings, Soziale Validität, Programmakzeptanz, antizipierte Implementierung von Elterntrainings


The Impact of Acceptance and Usefulness Assessments on the Intended Implementation of a Parent Training Program

Aggressive behavior during childhood and adolescence poses a problem in many schools. Children with social behavior problems often pose a challenge for their classmates, teachers and parents. Since the family is a central factor of influence in a child’s socialization, a lot of programs that support parents in the child rearing process were developed during the last years. These so-called parent trainings are usually conducted by professionals from the field of educational sciences or psychology. But how does the rating of such a program by the course instructors influence its effects? The present contribution focuses on the examination of the perceived usefulness and acceptability of the MonteBaRo-training as rated by newly trained course instructors. Additionally it was analyzed how these subjective ratings influenced the intended implementation of the training (i.e. anticipated deviation from the training’s manual). In summary, newly trained course instructors very high ratings for gave the training course, as well as the usefulness of the program and its materials and the extent to which they feel prepared for conducting own courses. No significant correlations were found between these indicators and the anticipated deviation from the training’s manual.

Keywords: parent trainings, social validity, treatment acceptability, anticipated implementation of parent trainings


Frederik A. Graf
ZLF-Stipendiat
IDeA-Projekt PaSS - Teilprojekt E3
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Mertonstr. 17
60325 Frankfurt am Main
f.graf@em.uni-frankfurt.de

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Kompetenzen und Risiken in der Transition in die Hauptschule - eine Querschnittsuntersuchung von Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufen
Thomas Hennemann, Clemens Hillenbrand, Jürgen Wilbert, Sebastian Franke, Ralf Spieß, Jana Jürgens, Gordian Görgens

Hauptschulen stehen unter dem allgemeinen Verdacht, als "Restschule" zahlreiche Risikofaktoren wie vergleichsweise hohe Prävalenz psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendliche sowie ein allgemein geringeres Bildungsniveau zu kumulieren. Dennoch liegen bislang in Deutschland wenig aussagekräftige Studien vor, mit welchen Risiken und Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler die Transition in die Hauptschule vollziehen. Vor diesem Hintergrund wurden in Hauptschulen im Rheinland 514 Schülerinnen und Schüler zu Beginn ihrer Hauptschullaufbahn aus Sicht ihrer Klassenlehrer und -lehrerinnen im Hinblick auf ihre emotional-sozialen Kompetenzen, psychische Auffälligkeiten, ihre schulischen Leistungen sowie auf ihr Lern- und Arbeitsverhalten beurteilt. Hierzu wurden die LSL von Petermann & Petermann (2006) und der SDQ von Goodman (1997) eingesetzt. Zudem wurde die soziale Beliebtheit in einer peergestützten Soziometrie erhoben. Die vorliegende Studie konnte insgesamt vielfältige Risiken deutlich nachweisen, denen Schüler der Hauptschule schon zu Beginn der Sekundarstufe I ausgesetzt sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass entwicklungsabweichendes Verhalten in den fünften Klassen der untersuchten Hauptschulen weit verbreitet ist, eine hohe Korrelation zu schlechteren schulischen Leistungen sowie der allgemeinen Intelligenz aufweist. Interessant ist daneben der soziometrische Befund, der verdeutlicht, dass auch die Mitschüler Schüler mit erhöhten psychischen Auffälligkeiten negativ bewerten. Insgesamt weisen die Ergebnisse auch im Hinblick auf die entstehenden Probleme durch die Transition in die Hauptschule auf die Bedeutung einer evidenzbasierten Prävention von Lern- und Verhaltensstörungen hin.

Schlüsselwörter: Verhaltensstörungen, Transition, emotionale Kompetenzen, Hauptschule, soziale Beziehungen


Competencies and Risks of the Transition to Secondary School - A Cross-sectional Study of Fifth Graders

The German school system provides a four-stage tracking in secondary school ("Gymnasium”, "Realschule”, "Hauptschule”, and Special Education Schools). The "Hauptschule” has been criticized to cumulate students with multiple risk factors as behavioral disorders and a low educational background. However, up to now only very few studies have been conducted to exactly evaluate risks and competencies of students at the beginning of their attendance to the Hauptschule. Therefore, 514 German students in the transition from primary school to the Hauptschule were assessed by their teachers concerning social-emotional competencies, behavioral disorders, academic achievement, and learning strategies. Additionally, sociometric data based on peer ratings were collected. The results revealed a considerable amount of deviations in behavioral development that are highly correlated to low academic achievement and low general intelligence. Sociometric data showed that these students were negatively appraised by their peers.

Key words: behavioral disorders, transition, emotional competence


Vertr.-Prof. Dr. Thomas Hennemann
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
Klosterstr. 79c
50931 Köln
hennemann@hrf.uni-koeln.de

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Differenzierung fiktionaler und nicht-fiktionaler Fernsehinhalte bei Kindern an Lernförderschulen - Evaluation eines Trainingsmanuals
Armin Castello, Benjamin Fauth, Nadia Juga, Martina Pohl

Kinder an Lernförderschulen haben häufiger Schwierigkeiten mit der Unterscheidung von realen und fiktionalen Fernsehinhalten. Auf der Basis eines Modells zur Nutzung von Hinweisen zu kriteriengeleiteten Realitäts-Fiktions-Unterscheidungen (RFUen) wird die Entwicklung eines Trainingsmanuals für Kinder zum Ende der Primarstufe an Förderschulen dargestellt. Mit Hilfe von leitfadengestützten Einzelinterviews wird eine Evaluation des Manuals anhand eines 2x2 Trainings-Kontrollgruppendesigns realisiert (n = 57). Die Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Trainings hinsichtlich der Nutzung verfügbarer Hinweise zur Differenzierung bei verschiedenen Fernsehinhalten.

Schlüsselwörter: Lernförderung, Medienkompetenz, Lernbehinderung, Fiktionalität


Distinguishing between Fictional and Non-fictional TV Contents in Special Educative Elementary Schools - Evaluation of a Manualised Training

Learning disabled students often show difficulties towards reality perception in television. Based on a theoretical model, specific features distinguishing between fictional and non-fictional contents were drawn on to evolve a manualised program for students by the end of german special educative elementary schools. Relying on one-to-one guided interviews, an evaluation of the program was realized by means of a 2x2 pre-post-control design (n = 57). Results show the effectiveness of the program regarding the confident use of distinctive features concerning several telecasts.

Key words: learning disabilities, media literacy, perceived reality


Prof. Dr. Armin Castello
Universität Flensburg
Institut für Heilpädagogik
Abteilung Allgemeine Heilpädagogik
Auf dem Campus 1a
24943 Flensburg
armin.castello@uni-flensburg.de

Dipl.-Psych. Benjamin Fauth
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
Schloßstr. 29
60486 Frankfurt am Main
fauth@dipf.de

Dr. Martina Pohl
Arbeitsgruppe Schule und Medien
Universität Flensburg
Institut für Heilpädagogik
Abteilung Allgemeine Heilpädagogik
Auf dem Campus 1a
24943 Flensburg

Dipl.-Psych. Nadia Juga
Arbeitsgruppe Schule und Medien
Universität Flensburg
Institut für Heilpädagogik
Abteilung Allgemeine Heilpädagogik
Auf dem Campus 1a
24943 Flensburg

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Verhaltensauffälligkeiten an beruflichen Schulen zur sonderpädagogischen Förderung. Eine Pilotstudie mit der Teacher‘s Report Form und dem Youth Self Report
Roland Stein, Harald Ebert

Verhaltensauffälligkeiten an beruflichen Schulen wurden bisher eher selten untersucht. Dabei liegt die Hypothese nahe, dass sie ein recht drängendes Problemfeld für viele Schulen in diesem Bereich darstellen. Im Rahmen einer Pilotstudie wurden mit der Teacher‘s Report Form (TRF) sowie dem Youth Self Report (YSR) der Achenbach-Skalen (CBCL) Informationen zur Schülerschaft einer recht großen Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung in Bayern erhoben. Von Interesse waren neben dem generellen Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten die Fragen nach besonders in den Vordergrund tretenden Auffälligkeiten, nach Verhaltensauffälligkeiten im Vergleich bestimmter Teilgruppen der Schülerschaft sowie nach qualitativen Spezifika.
Während sich die Auffälligkeitsraten anhand der Lehrerangaben als überraschend gering erweisen, gilt für die Angaben seitens der Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Gegenteil. Letzteres wird durch die teilweise beeindruckenden qualitativen Angaben gestützt. Diskutiert werden auch verschiedene Geschlechtsunterschiede sowie Unterschiede in der Ausprägung von Verhaltensauffälligkeiten bei bestimmten Teilgruppen wie Jungarbeitern, Personen in der Berufsvorbereitung sowie bestimmten Ausbildungsgängen. Des Weiteren werden anhand der Ergebnisse Potenziale und Probleme der eingesetzten Methode erörtert.

Schlüsselwörter: Verhaltensauffälligkeiten, Berufliche Schule, Achenbach-Skalen, CBCL


Behavioral Disorders in Vocational Schools for Special Education. A Pilot-study using the Teacher‘s Report Form and the Youth Self Report

Up until now emotional and behavioral disorders in Vocational Schools were only rarely subject of research. Yet it is probable that these disorders might represent a serious field of problems in such schools. Within the scope of a Pilot Study we explored the pupils of a large Special Educational Vocational school in Bavaria, Germany using Teacher’s Report Form (TRF) and Youth Self Report (YSR) of the Achenbach Scales (CBCL). We were interested in the occurrence of emotional and beh

vioral disorders in general, in those specific disorders in the foreground, in differences between some groups of the population and in supplementary qualitative information.
Whereas disorder quotas coming from the TRF data were unexpectedly low, YSR data showed just the contrary. The latter findings were supported by the partially impressive qualitative information. Furthermore, differences in the occurrence of disorders between women and men as well as between special subgroups such as young workers without vocational training, persons in courses of vocational preparation and in some various courses of vocational training are being discussed. Finally, in regard of the results of this pilot study, potentials and problems of the used methods are subject to investigation.

Key words: emotional and behavioral disorders, vocational school, Achenbach Scales, CBCL


Prof. Dr. Roland Stein
Universität Würzburg
Lehrstuhl für Sonderpädagogik V
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg
roland.stein@uni-wuerzburg.de

Dr. Harald Ebert
Sonderschulrektor
Don-Bosco-Berufsschule
Schottenanger 10
D-97082 Würzburg
ebert@dbs-wuerzburg.de

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