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Qualitative Forschungsansätze und Ergebnisse in der psychosomatischen Frauenheilkunde

Die Qualitative Forschung hat sich in Sozial- und Humanwissenschaften etabliert, verbunden mit der Forderung nach offenen Erhebungsmethoden, bei denen die Befragten "wirklich zur Sprache kommen" und die individuelle Innenperspektive erkennen lassen. Es geht in diesem Buch um das Beschreiben, Interpretieren und Verstehen von Zusammenhängen, die Aufstellung von Klassifikationen oder Typologien und die Generierung von Hypothesen.
Als Basis dienen vielfältige laufende oder abgeschlossene Forschungsarbeiten aus dem Fachgebiet der Psychosomatischen Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dabei wird das umfangreiche Spektrum von psychosomatischen und somatopsychischen Krankheitsbildern vorgestellt - im Kontext unterschiedlicher Lebensphasen und Lebenlagen. 
Psychosomatische Frauenheilkunde will die körperlichen, seelischen und sozialen Probleme gleich ernst nehmen. Dazu ist es erforderlich, die Patientin als Interpretin ihrer Umgebung in ihrer individuellen Wirklichkeit zu erkennen und zu erleben. Die vorliegende Aufsatzsammlung macht eindrucksvoll deutlich, dass qualitative Forschung tiefe Einsichten in die verborgene Welt weiblicher Problemlagen und ihrer medizinischen Behandlung generieren kann.
Unterstützt wurde das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e. V., DGPFG.


Inhalt:

Jörg Frommer, Martina Rauchfuß:
Einleitung

Jan Kruse:
Die Reflexivität Qualitativer Forschung - oder: Was erfahren wir über uns selbst, wenn wir qualitativ forschen?

Cornelia Helfferich:
Subjektive Konzepte (reproduktiver) Gesundheit von Frauen als Gegenstand rekonstruktiver Forschung: Das Schweigen der Organe und der poröse Körper

Ute Engelbach:
HIV-infizierte Patienten und Patientinnen über ihre Arzt-Patient-Beziehung - eine objektiv hermeneutische Analyse

Mechthild Neises:
Zwischen den Stühlen - Qualitative Untersuchung zur Versorgung körperlich behinderter Frauen in der Gynäkologie

Anja Herrenbrück:
Innerpsychische Repräsentanzen des weiblichen Körpers - Bedeutungen der Menstruation

Vivian Pramataroff-Hamburger, Andreas Hamburger:
Verleugnungsprozesse in der Menopause. Methoden und Ergebnisse einer qualitativen Praxisstudie mit quantitativer Triangulierung

Theda Borde, Matthias David:
Symptome der Wechseljahre bei Frauen unterschiedlicher Ethnizität. Ergebnisse problemzentrierter Interviews mit 45- bis 60-jährigen Frauen in Berlin

Siegfried Geyer, Rafaela Ellis, Heike Koch-Gießelmann:
Das Hannoversche Copinginventar: Ein qualitatives Verfahren zur Untersuchung der Problembewältigung bei Frauen mit Mammakarzinom

Viktoria Heine, Jörg Frommer:
Biografieforschung bei Überlebenden einer akuten Leukämie - Gibt es spezifische weibliche Bewältigungsformen?

Katja Makowsky:
Übergewicht und Adipositas in peripartalen Phasen - eine qualitative Studie

Wibke Weisheit, Christiane Woopen, Anke Rohde:
Der Entscheidungsprozess werdender Eltern nach pathologischem PND-Befund: Chancen des qualitativen Zugangs

Silvia Janke, Ada Borkenhagen:
Familienbildung mit Donogener Insemination - Normalisierungsstrategien bei Abweichung von biologisch vollständiger Elternschaft

Silvia Janke, Heribert Kentenich, Ada Borkenhagen:
Familienbildung mit Eizelle - Einstellungen von Frauen mit Erfahrungen bei der Inanspruchnahme von Eizellspende bezüglich der Offenlegung/Geheimhaltung der genetischen Abstammung ihres Nachwuchses

Johanna Louda, Nadine Schlotz, Andreas Marneros, Anke Rohde:
Neugeborenentötung: Exploration möglicher Ursachen und der Dynamik mittels qualitativer Forschung


2009, 308 Seiten, ISBN 978-3-89967-578-8, Preis: 30,- Euro




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