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Großes Glück und doch nicht glücklich?

Psychologen der TU Dresden haben PandaMom – ein internetbasiertes Selbsthilfe-Programm für werdende Mütter zur Förderung des Wohlbefindens im Zeitraum rund um die Geburt und im ersten Jahr danach entwickelt

Erstmals früher Schritt der zellulären Störung bei Alzheimer erkannt

Überaktive Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen gelten als eine frühe Erscheinung bei Alzheimer. Erstmals gelang es einem Team der Technischen Universität München (TUM) die Gründe und Mechanismen dieses anfänglichen und damit wichtigen Schritts grundlegend aufzuklären. Der aktivierende Hirnbotenstoff Glutamat kann nicht schnell genug abtransportiert werden und verstärkt somit krankhafte die Erregung von Nervenzellen. Diese Störung ist wahrscheinlich entscheidend für die eingeschränkte Lern- und Merkfähigkeit der Erkrankten.

Wirtschaftspsychologie: Smartphone zeitweise abschalten und psychische Belastungen reduzieren

Wirtschaftspsychologie: Das Smartphone kann nachweislich die persönliche Autonomie, die soziale Identität, den sozialen Status, die Konnektivität und die Arbeitsleistung des Nutzers stärken. Damit kann das Smartphone auch anderseits seinen Nutzer psychisch abhängig machen und kontinuierlichen Stress erzeugen. Eine Studie der International School of Management (Hamburg) belegt, dass bewusste Smartphone-Auszeiten sowohl den Stress als auch das Abhängigkeitspotential reduzieren können. Cassandra Tyana Zinn und Professorin Dr. Ute Rademacher veröffentlichen ihre experimentelle Untersuchung in der unabhängigen Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie (1/2-2019).

Neurodermitis im Internet: Dr. med. YouTube ist ein Quacksalber

Das Internet ist geflutet von fragwürdigen alternativen Therapieangeboten zur Neurodermitis - "häufig Tees, Tinkturen oder Wunderdrogen", allesamt zu hohen Preisen. "Wir möchten zu allerhöchster Vorsicht raten," schreiben der Kinderarzt Dr. Rüdiger Szczepanski und Kollegen (Osnabrück) in ihrem Buch "Neurodermitis - das juckt uns nicht". Das Paperback enthält zwei separate Ratgeber: einen für betroffene Kinder, einen anderen für ihre Eltern.

Chinesisches Medizin-Qigong: innere Einheit und Ruhe, starke therapeutische Potentiale

Qigong wird in Europa gern als eine Art chinesische Gymnastik oder Entspannungsübung in diversen Light-Versionen vermarktet. Entsprechend bescheiden sind die Wirkungen. Das originale Chinesische Medizin-Qigong bietet jedoch als Mind-Body-Health-Konzept hohe Potentiale in der Prophylaxe und Therapie unterschiedlichster Störungen. Der Nestor der aktuellen chinesischen Qigong-Forschung, Prof. Dr. Tianjun Liu, legt dazu sein zweibändiges Standardwerk in deutscher Sprache vor. Der deutsche Gesundheitswissenschaftler und Klinische Psychologe Prof. Dr. Willi Neumann hat mit einem Team nicht nur die Übersetzung betreut, sondern auch die Texte an spezifisch deutsche Fragestellungen adaptiert.

 

Flucht und Sucht: Unsicherheit und Langeweile fördern kritischen Substanzmittelkonsum

Etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge leben derzeit in Deutschland, der Großteil von ihnen stammt aus Syrien, Afghanistan, Irak, Iran und Eritrea. Viele von ihnen sind traumatisiert, entwickeln psychische Störungen. Das Thema Sucht ist dabei fast allgegenwärtig. Eva Egartner und Beate Zornig-Jelen haben ihre Erfahrungen zum Thema suchtmittelkonsumierende Flüchtlinge in „rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie“, Ausgabe 2.2019, zusammengefasst.

Wirtschaftspsychologie: Frauen im Talentmanagement verlässlich einschätzen und fördern

Wirtschaftspsychologie: Frauenquote, Frauenförderpläne, Gender-Mainstreaming-Maßnahmen – es wird viel unternommen, um den Anteil von Frauen im Management zu erhöhen. Scheinbar mit wenig Erfolg: Der Frauenanteil an der Spitze deutscher Unternehmen beträgt nur knapp über 20 Prozent. Prof. Dr. Heike Schinnenburg und Prof. Dr. Nicole Böhmer (Hochschule Osnabrück) suchten die Ursachen der sog. „leaky pipeline“ dort, wo die Besetzung wichtiger Stellen ihren Anfang nimmt: im Talent-Management. Die Studienergebnisse erschienen in „Wirtschaftspsychologie“ 3/2018.

Suchterkrankungen sind typische Folgen einer westlichen Wohlstandsgesellschaft

In wohlhabenden Ländern mit hohem sozialen Zusammenhalt sind Suchterkrankungen überdurchschnittlich häufig. Georgi Dragolov und Klaus Boehnke (Jacobs University Bremen) haben untersucht: Wirkt sich das soziale Klima einer Gesellschaft auf die Gesundheit der Einzelnen aus? Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Psychologen im Reader „Kultur, Psyche und Gesundheit“ (hrsg. von Olaf Morgenroth und Angela Kindervater).

Magersucht kann in den Genen liegen

Anorexia nervosa, besser bekannt als Magersucht, ist nach Angaben des National Center of Excellence for Eating Disorders, USA, die psychiatrische Erkrankung mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Im Rahmen einer internationalen Studie unter Beteiligung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen konnte jetzt aufgezeigt werden, dass die Erkrankung auch genetische Ursachen haben kann. Hierüber berichtet jetzt das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature Genetics.

Depressiv durch Facebook und Co.

Toller Urlaub, super Party, süße Kinder, abgefahrenes Essen: In sozialen Netzwerken zeigen alle ihr Leben von der Sonnenseite. Wer sich hier umschaut, dessen Selbstwertgefühl kann leicht leiden, weil vermeintlich alle besser sind als man selbst. In Gefahr, dadurch depressive Symptome zu entwickeln, sind vor allem Nutzer, die soziale Netzwerke passiv nutzen, also selbst nicht posten, und dazu neigen, sich mit anderen zu vergleichen. Das hat ein Team der Psychologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Phillip Ozimek herausgefunden. Über die Ergebnisse berichtet die Zeitschrift Behaviour and Information Technology am 12. Juli 2019.

Empirische Sonderpädagogik: Mit Sport Impulsivität reduzieren – ADHS-Schülern das Lernen erleichtern

Hampelmann, Klassenclown – hyperaktive Kinder haben viele Namen. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass es ihnen schwerfällt, still zu sitzen, sich zu konzentrieren, aufmerksam zu sein. Schlechte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn, so viel ist sicher – und auch eine Herausforderung für Lehrer. Gino Casale, Miriam Brüggemann und Thomas Hennemann suchten Lösungen für dieses Problem und entwickelten ein Hochintensives Intervalltraining (HIIT) für ADHS-Schüler, das vor allem am Potential sportlicher Aktivität ansetzt. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in „Empirische Sonderpädagogik“, Ausgabe 1/2019.

Nicht nur „Gefühle malen“ – Kunsttherapie mit handwerklichem Einsatz

Chronisch alkoholabhängige Menschen haben oft nicht mehr viel mit der Person gemeinsam, die sie vor ihrer Abhängigkeit waren. Sie haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren, sind innerlich „stehen geblieben“ und zeigen kaum aktives Handeln. Umso schwieriger ist es für Psychotherapeuten oder Sozialarbeiter, sie zu einem aktiven und selbstregulierenden Handeln zu bewegen. Anne Schulz-Delcuve von der Caritas in Bonn versucht es mit kunsttherapeutischen Maßnahmen: In einer umfassenden Projektarbeit hat sie beachtliche Erfolge in der Arbeit mit suchtkranken Patienten erzielt – nachzulesen im Journal Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, Ausgabe 1/19.




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