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Statement: „Die Zukunft der Substitutionsversorgung steht auf dem Spiel“

„Die Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten steckt in einer Versorgungskrise“, erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung (ISSF) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Für ihn steht fest, dass diese Krise zwar durch die Corona-Pandemie verschärft wurde, die eigentlichen Probleme aber bereits vor Corona eklatant waren. Deshalb ist Stöver einer der Initiatoren und Unterzeichner des „10-Eckpunkte-Papiers zur Lösung der Versorgungskrise und Anpassung der Vergabebedingungen in der Corona-Pandemie“ der „Initiative Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten“.

 

WIRTSCHATSPSYCHOLOGIE Verbraucher-Ängste: „Bargeld ist wie Essen oder Drogen“

WIRTSCHATSPSYCHOLOGIE Wir erleben gerade einen radikalen Wechsel – weg vom Bargeld, hin zum kontaktlosen Bezahlen. In fast jedem Supermarkt wird man derzeit dazu aufgefordert. Doch zahlreiche Kunden bevorzugen weiterhin Münzen und Scheine statt Kreditkarte: Drei Viertel der Zahlungen erfolgen im deutschen Einzelhandel mittels Bargeld (Quelle: Handelsforschungsinstitut EHI Retail). Warum das gerade in Zeiten von Corona so ist, erforscht Prof. Dr. Julia Pitters, Wirtschaftspsychologin an der IUBH Internationalen Hochschule. „In Krisensituationen vertrauen Menschen reflexartig auf Bewährtes – deshalb bevorzugen sie auch haptisches Bezahlen gegenüber digitalen Zahlungsmitteln.“

 

Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie

Rund 3 Prozent der Frauen in Deutschland wurden in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt, 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurden Kinder gewalttätig bestraft. Dies zeigt die erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie. Waren die Frauen in Quarantäne oder hatten die Familien finanzielle Sorgen, lagen die Zahlen deutlich höher. Nur ein sehr kleiner Teil der betroffenen Frauen nutzte Hilfsangebote.

Die menschliche Höherentwicklung kann in Entzivilisierung umschlagen

Die menschliche Höherentwicklung wird immer wieder behindert. Sie verläuft weder gesetzmäßig, noch kontinuierlich. Doch sie ist im geschichtlichen Rückblick eindrucksvoll evident - und für die Zukunft eine Herausforderung. Wissenschaftler aus elf Fachgebieten komponieren in einem aktuellen Reader ein facettenreiches Bild: "Menschliche Höherentwicklung", herausgegeben von Prof. Dr. Gerd Jüttemann.

 

Prof. Dr. Dr. Uwe Krebs hat das Buch rezensiert und kommt zum Ergebnis: "Die Leserschaft wird in die Lage versetzt, sich auf komfortable Weise - anhand eines Sammelwerks von gut 300 Seiten - ein eigenes, vermutlich besseres Urteil zum Thema zu bilden" www.socialnet.de/rezensionen/26570.php.

Drei Maßnahmen könnten eine Million Krebsfälle vermeiden

Wiederholte Steuererhöhungen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot sowie eine einheitliche neutrale Verpackung für alle Zigarettenmarken: Würden diese drei wirksamkeitserprobten Tabakkontrollmaßnahmen von heute an in Deutschland konsequent umgesetzt, so könnten bis 2050 eine Million Krebsfälle vermieden werden, haben Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nun durch Modellrechnungen ermittelt.

Baukasten für die multimodale Therapie der Trennungsangst-Störung

Während der Corona-Krise nehmen Trennungsangst-Störungen zu - bei Kindern und Erwachsenen. Mindestens fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Die Ätiopathologie, Symptomatik und Begleiterkrankungen sind äußerst unterschiedlich. Daher werden Trennungsangst-Störungen in den meisten Fällen nicht oder nur mangelhaft erkannt. Dr. Christian Fischer hat das aktuelle Wissen und Arbeitsmaterialien für Diagnostik und Behandlung zusammengestellt: "Trennungsangst bei Kindern und Erwachsenen" (neu erschienen bei Pabst Science Publishers).

Traumatherapie mit Migranten: die Selbständigkeit der Patienten im Blick halten

Das Fachjournal "Trauma & Gewalt" (Klett-Cotta) empfiehlt in seiner Ausgabe Mai 2020 das "Trauma-Workbook" von Jan Ilhan Kizilhan et al. (Pabst Science Publishers): "Durch eine breite Auswahl an Patienteninformationsblättern, praktisch orientierte Übungen und Materialien für kultursensible, therapeutische Interventionen eignet sich das Buch hervorragend in der Behandlungspraxis und unterscheidet sich dadurch wesentlich von klassischen Lehrbüchern zur Traumatherapie.

 

Experimentelle Psychologie: Methoden-Expertise ist mehr als Statistik-Expertise

Die Verarmung der methodischen Reflexion limitiert zunehmend die experimentelle Psychologie. "Während früher methodische Ansätze konzeptuell verhandelt wurden, geht es heute vor allem um statistische Rechenverfahren und ihre Verbesserung," kritisiert Dr. Julia von Thienen in ihrer Monografie "Kausalniveaus - Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie".

 

Happiness Gap“ zwischen Ost und West schrumpft: 30 Jahre nach dem Mauerfall sind die Deutschen zufriedener denn je

Die allgemeine Lebenszufriedenheit der Deutschen erreichte 2018 ihren Höchstwert, sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern. Doch auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist das Zufriedenheitsgefälle zwischen Ost und West nicht ganz verschwunden.

Selbstständiges Lernen während der Schulschließung: Neuer Online-Kurs „Gewusst wie, dein Weg zum Lernprofi“

Die Schulschließungen stellen Kinder und Jugendliche vor Herausforderungen: Sie müssen ihren Schulalltag zuhause organisieren und sich oft alleine mit dem Lernstoff befassen. Doch jetzt verspricht ein neuer Onlinekurs der Universität Ulm Abhilfe: Das altersgerechte Angebot der Abteilung Lehr-Lernforschung (Institut für Psychologie und Pädagogik) will die Kinder und Jugendlichen zu Lernprofis machen. Dabei basiert der kostenlose Onlinekurs auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Lernstrategien und Selbstorganisation.

Homeschooling: Wie Eltern mit ihren Kindern am besten gemeinsam lernen

Homeschooling: Eltern sollten nicht als Ersatzlehrer oder gar Kontrolleure fungieren und müssen auch nicht den Schulstoff beherrschen. Es motiviert viel mehr und bereitet mehr Spaß, wenn sie sich für das Lernen und den Stoff wirklich interessieren. Am besten ist: Sie lernen mit dem Kind gemeinsam. Die Pädagogik-Professoren Albert Ziegler und Heidrun Stöger haben ihre Tipps in dem Buch "Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern" locker und leicht lesbar zusammengestellt.

 

Nachwuchs-Leistungssport: Die größten Entwicklungsfortschritte resultieren aus dem Zusammenspiel von mentalem und körperlichem Training

Häufig geben auch hochtalentierte Nachwuchs-LeistungssportlerInnen ihre Karriere vorzeitig auf. Der Trainer, Olympiateilnehmer und Sportpsychologe Dr. Thomas Wörz beschreibt das entscheidende Gegenmittel: Eine dynamische Balance zwischen den Anforderungen und eigenen Fähigkeiten sollte zu einem Flow-Erleben führen - zu einem trance-ähnlichen Zustand im Hier und Jetzt; psycho-physische und motorische Fähigkeiten stimulieren einander.

 




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