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Therapie von Sexualdelinquenten: Kognitiv-behaviorale Verfahren haben die Ergebnisse verbessert

Forensische Psychiatrie: Die Behandlung von Sexualstraftätern zählt zu den größten Herausforderungen der Psychotherapie. Trotz diverser spektakulärer Rückfälle sind Behandlungserfolge häufig messbar, referiert Prof. Dr. Helmut Kury eine Übersichtsstudie: Täter, die ohne Therapie entlassen wurden, begingen zu fast 20% erneut ein Sexualverbrechen. Aus der Gruppe, die nach traditionellen Methoden therapiert worden war, wurden mehr als 13% rückfällig. Nach einer Behandlung mit modernen Techniken (wie z.B. Relapse-Prevention) lag die Rückfallquote unter sechs Prozent. Kury publizierte seine Studie im Reader "Psychische Störungen bei Sexualdelinquenten" (Hrsg. Jürgen Hoyer, Heike Kunst).

Freude an Popmusik-Klassikern entsteht durch Kombination von Unsicherheit und Überraschung

Warum finden viele Menschen Lieder wie James Taylors "Country Roads", UB40s "Red, Red Wine" oder The Beatles' "Ob-La-Di, Ob-La-Da" so unwiderstehlich angenehm? In einer Studie, die jetzt in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht wurde, analysierten Forscher 80.000 Akkorde in 745 klassischen US-Billboard-Pop-Songs - darunter auch die drei - und stellten fest, dass musikalisches Vergnügen aus der richtigen Kombination von Unsicherheit und Überraschung entsteht.

Ohne Zwang! – Betroffene, Angehörige und Experten mit Neuestem in Forschung und Behandlung von Zwangsstörungen

Das LWL-Universitätsklinikum Bochum ist Gastgeber der 23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. am 8. und 9. November 2019.

Neue Studie - Reha-Branche: Wachsende Bedeutung, schwierige Arbeitsbedingungen

Medizinische Rehabilitation wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger – und schwieriger. Viele Beschäftigte in Reha-Einrichtungen klagen über hohen Arbeitsdruck bei niedrigen Löhnen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zur Situation der Reha-Branche.*

Cannabis als Medizin: irrationale, aber erfolgreiche Symptomlinderung

Cannabis wird als Medikament in den meisten Fällen (ca. 70 Prozent) zur Schmerztherapie verordnet, relativ oft auch zur Linderung von Spastiken. Schwere Nebenwirkungen und Drop-out-Raten sind gering. Am häufigsten verschreiben Allgemeinmediziner und Anästhesisten Cannabispräparate, berichten Dr. Ilja Michels und Professor Dr. Heino Stöver in der aktuellen Ausgabe von "Rausch - Zeitschrift für Suchttherapie".

Straftäter mit Suchtproblemen: Die Entziehungsanstalt ist weit erfolgreicher als der Strafvollzug

Etwa die Hälfte der Straftäter ist suchtabhängig. Die Mehrheit "landet" im Strafvollzug - ohne oder fast ohne Therapie. Eine wachsende Minderheit wird jedoch in einer Entziehungsanstalt behandelt. Dr. Norbert Schalast und Dr. Melanie Frey (Forensisches Institut Essen) belegen in ihrer Evaluationsstudie erstmals und zur Überraschung der Fachwelt: Die Rückfallquote nach einem Strafvollzug ist wesentlich höher als nach einem oft kürzeren Entzug.

Hochleistungssport mit Jugendlichen: Weniger Training kann mehr Erfolg bringen

Im Nachwuchs-Leistungssport scheiden etwa 90 Prozent der Mädchen und 75 Prozent der Jungen vorzeitig aus dem Trainingsprogramm aus - und zwar oft die talentiertesten. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass konservative Ausbilder auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung wenig Rücksicht nehmen und das Trainingspensum falsch oder zu hoch dosieren. Dr. Thomas Wörz und Kollegen analysieren die Situation in ihrem Reader "Talentförderung - Sensible Phasen auf dem Weg zur Weltspitze". Die Sportpsychologen empfehlen ein systemisches Life-Coaching zur nachhaltigen Entwicklung von Talenten

Charta der Neurourbanistik zur seelischen Gesundheit in der Stadt: Empfehlungen für die Stadtplanung der Zukunft

Wie lässt sich Stadtstress reduzieren und die psychische Gesundheit von Bewohnern urbaner Zentren verbessern? Unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben Forschende verschiedener Disziplinen dazu jetzt Vorschläge formuliert. Veröffentlicht wurden sie anlässlich der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit als „Charta der Neurourbanistik“.

 

Forensische Psychologie: Stalking – Anzahl an Betroffenen geht nicht zurück

Forensische Psychologie: Die Anzahl der von Stalking Betroffenen ist in den vergangenen 15 Jahren nicht zurückgegangen, obwohl gegen Stalker mittlerweile verschärft mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln vorgegangen wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer umfassenden Vergleichsstudie, die Forscherinnen und Forscher des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim im Auftrag der WEISSER RING Stiftung durchgeführt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich beim Thema Stalking trotz einiger Fortschritte, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden, nach wie vor ein hoher Beratungs-, Informations- und Schutzbedarf für Betroffene ergibt.

Wie prägen wir uns Neues ein? Unterschiede zwischen Jung und Alt

EEG-Studie entdeckt Altersunterschiede in der Gedächtniswirksamkeit neuronaler Muster: Jeder Sinneseindruck, den wir wahrnehmen, erzeugt im Gehirn ein Muster neuronaler Aktivität. Unser Erinnerungsvermögen an diese Eindrücke hängt auch davon ab, ob diese Muster einander ähneln oder voneinander verschieden sind. Dabei geht, im Gegensatz zu jüngeren Erwachsenen, eine höhere Ähnlichkeit der Muster bei älteren Erwachsenen mit einer besseren Gedächtnisleistung einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine EEG-Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde.

Wie Internet-Stars mit Jugendlichen zu Ernährung und Bewegung kommunizieren

Studie der Uni Witten/Herdecke räumt auf mit dem Märchen von Freundschaft, Schönheit und Glück.

Forscherinnen der Universität Witten/Herdecke haben untersucht, wie Influencer zu gesundheitsrelevanten Themen kommunizieren und Jugendliche in ihrem Verhalten beeinflussen.

Die Psychotherapie läuft zunehmend Gefahr, in´s Leere zu greifen

Psychotherapie: Moderne Lebensstile bescheren der Überflussgesellschaft ein reichhaltiges Spektrum alter und neuer psychischer Störungen. Das Gefühl wächst, durch das Leben gehetzt zu werden und immer weniger Zeit für die Erfordernisse zu haben, resümiert Dr. Monika Vogelgesang in ihrem Essay "Psychotherapie in der spätmodernen Beschleunigungsgesellschaft": "Der spätmoderne Mensch kann aus der Gegenwart immer weniger auf die Zukunft extrapolieren. Daraus folgen eine tiefgreifende Verunsicherung und eine Zentrierung auf die unmittelbare Gegenwart." Die Reflexionen der Psychiatrin erschienen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".




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