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Kinder nach Verkehrsunfällen: häufig gemeinsam mit der Mutter posttraumatisch gestört

In Deutschland werden jährlich etwa 35.000 Kinder durch Verkehrsunfälle verletzt. Mehr als 10% der Opfer entwickeln posttraumatische Belastungsstörungen - in der Mehrheit gleichzeitig mit ihren Müttern. In die psychotherapeutischen Behandlung sollte immer die Mutter-Kind-Interaktion einbezogen werden, empfehlen Dr. Miriam Tubetti (Jena) und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin".

Bei Vätern werden psychische "Unfallschäden" relativ selten gesehen.

Der Zusammenhang zwischen den Belastungsstörungen der Kinder und der Mütter verläuft nur ausnahmsweise in eine einzige Kausalrichtung; es ist eher an einen circulus vitiosus, d.h. an eine Wechselwirkung zu denken.
 
Denkbar ist immer, dass der Unfall des Kindes die Mutter sekundär psychisch verletzt. Die AutorInnen sehen Hinweise dafür, dass Mütter oft daraufhin "dysfunktionale Bewältigungsstrategien der Kinder verstärken und somit zu einer Ausprägung der posttraumatischen Symptomatik beitragen. Eltern, die selbst posttraumatisch gestört sind, neigen eventuell besonders zu diesem Verhalten."




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