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Wirtschaftspsychologie: Chancen der Personaldiagnostik bleiben häufig ungenutzt

Die Produktivität von Unternehmen und die Qualität der Arbeitsbedingungen lassen sich meist nur steigern, indem die Passung von Aufgaben und Personen optimiert wird. Eine wissenschaftlich fundierte, faire Personaldiagnostik schafft dazu die entscheidenden Voraussetzungen. Daher steigt die Bedeutung gut ausgebildeter Wirtschaftspsychologen, je kompetitiver und dynamischer die Arbeitsprozesse ablaufen, kommentiert Professor Dr. Werner Sarges (Hamburg) in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.

Während der zurückliegenden Jahre sind von Psychologen - wissenschaftlich wie praktisch - erfreuliche Fortschritte erzielt worden. Doch die Defizite bleiben nach wie vor riskant. "Will man die personaldiagnostische Aufgabe professioneller erledigen, sind zwei Punkte verbesserungswürdig:

  • Die Bezugnahme auf die Arbeitsanforderungen sollte inständiger erfolgen
  • Eine Erfassung der dafür neuralgischen Personenmerkmale sollte valider vorgenommen werden

Nach meinen Erfahrungen in der Wirtschaftspraxis ist es eines der beklagenswertesten Phänomene bei Personalauswahl- und -allokation (mit ansteigendem Hierarchieniveau ebenfalls ansteigend), dass in diesen beiden Punkten eine mögliche Verbesserung kaum erreicht wird: Die Positionsanforderungen werden oft nicht einmal auf Plausibilitätsniveau reflektiert, die wirklich neuralgischen Personenmerkmale werden häufig nicht erkannt, oder man begnügt sich mit unzureichender Abschätzung.

Dabei könnte man die leistungs- und zufriedenheitsrelevanten Eignungsmerkmale für die spezifische zu besetzende Position mit Hilfe von Experten oft ohne große Mühe schon rein intuitiv klären ... "

"Validiert man diagnostische Instrumentarien an Real-Life-Kriterien, kann man sie unmittelbar zur Auswahl der besser Passenden einsetzen und ohne große Umwege zu Annahme-/Ablehnungs-Entscheiden kommen. In diesem Weg liegen große Chancen," schreibt Sarges, "die bisher bei Weitem nicht ausgeschöpft werden."




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