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Wirtschaftspsychologie: Selbständige sind mit ihrer Arbeit zufriedener als Angestellte

Im Durchschnitt arbeiten Selbständige mehr und verdienen weniger als vergleichbare Angestellte. Dennoch sind Selbständige mit ihrer Arbeit meist deutlich zufriedener, stellten Dr. Katrin Cholotta und Prof. Dr. Sonja Drobnic (Universität Hamburg) fest. Die Psychologinnen veröffentlichten ihre Studie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie".

Etwa 750 Selbständige in der Metropolregion Hamburg, größtenteils 25 bis 45 Jahre alt - also die Mehrheit noch in der Aufbauphase - wurden befragt. Hier unterscheiden sich zwei Gruppen deutlich:

  • Mehr als die Hälfte der UntersuchungsteilnehmerInnen hatte sich aus eigener Motivation und mit relativ hoher Fachkompetenz selbständig gemacht; dies wirkte sich meist auf Arbeitsfreude und Erfolg positiv aus.
  • Weniger als die Hälfte hatte sich aus einer Art Notsituation - meist aus der Arbeitslosigkeit heraus - zur Gründung einer eigenen Existenz entschlossen; dies wirkte sich oft auf Arbeitsfreude und Erfolg eher ungünstig aus.

Ähnlich wie bei Angestellten scheint auch bei Selbständigen "die Sicherheit des Arbeitsplatzes eine herausragende Rolle zu spielen. Jenseits der objektiven unternehmerischen Qualifikation scheint zudem ein positives unternehmerisches Selbstkonzept förderlich. Denn je subjektiv geeigneter das selbständige Arbeiten empfunden wurde und je überzeugter die Person von ihren unternehmerischen Fähigkeiten war sowie je stärker sie sich mit ihrer Unternehmerrolle identifizierte, desto größer fiel auch die Arbeitszufriedenheit der Selbständigen aus."

Hier fanden sich keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren und zwischen verschiedenen Bildungsgraden.




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