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Wirtschaftspsychologie: Höhere Steuern werden nur akzeptiert, wenn damit Probleme wirklich gelöst werden

Steuerreformen - sprich: Mehrbelastungen - würden in der Bevölkerung besser akzeptiert, wenn damit die optimistische Erwartung verbunden wäre, das Geld würde die anstehenden Probleme wirklich lösen. Doch realiter sind die Politiker nur in der Lage, mit den steigenden Steuereinnahmen Probleme zu verschieben oder zu vergrößern. Dieser Tatbestand löst zunehmend mehr Widerstand in der Bevölerung aus, berichten Prof. Dr. Eva Traut-Mattausch und Kollegen (Salzburg) in "Wirtschaftspsychologie".

Details einer realen Problemlösung müssten auch durchschaubar gemacht werden. Damit wird dem Bürger "im Sinne einer kompensatorischen Kontrollstrategie das Gefühl von subjektiver Kontrolle vermittelt, was die Bedrohlichkeit der Reform deutlich reduziert. Als Folge zeigen Bürger eine höhere Akzeptanz und mehr Kooperationsbereitschaft."

Als Prototyp eines entsprechend positiven Führungsverhaltens nennen die Psychologinnen Barack Obama mit seinem Wahlkampf-Motto "Yes, we can."

Eine derartige transformationale Führung löst - ebenso wie in Unternehmen - trotz unsicherer Kontexte positive Effekte aus: Die Betroffenen leisten weniger Widerstand und sind eher bereit, zu verzichten, mehr zu leisten, eigene Wünsche zurückzustellen. Diese Erkenntnis ist umso wichtiger, als es künftig unausweichlich sein wird, öffentliche Haushalte zu sanieren - also staatliche Leistungen zu reduzieren und Steuereinnahmen zu erhöhen.




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