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"Erinnerungen" an sexuellen Missbrauch, der nie stattfand

Angeblicher sexueller Missbrauch: Niemand weiß, wie häufig oder selten Erwachsene fälschlich bezichtigt werden, in der Vergangenheit ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Dr. Hans Delfs berichtet in einer Studie über eine eher seltene Konstellation: Junge Frauen mit besonderen psychischen Belastungen glauben plötzlich, ihre Verstörtheit auf einen sexuellen Missbrauch in früheren Jahren zurückführen zu können.

Inklusiver Unterricht: Keine Nachteile beim Lernzuwachs

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen profitieren in ihren Lese- und Rechtschreibfähigkeiten nicht eindeutig von einer inklusiven oder exklusiven Schulform. In einer interdisziplinären Studie untersuchte ein Forscherteam den Lernzuwachs im Lesen und Rechtschreiben bei 410 Grundschülern mit Förderbedarf Lernen. Im Längsschnitt zeigten sich nur geringe Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulsettings. Die Ergebnisse wurden in der "Zeitschrift für Pädagogische Psychologie" veröffentlicht.

Persönlichkeitsstörungen erfolgreich mit Kunsttherapie behandeln

Persönlichkeitsgestörte Patienten können von künstlerischen Therapien profitieren, belegt Dr. Alexandra Daszkowski in einer Studie. Die Autorin empfiehlt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Musik-, Tanz- & Kunsttherapie", "spezifische beziehungsorientierte Kunsttherapie in das multiprofessionelle klinische Behandlungskonzept der Borderline-Persönlichkeitsstörung einzubeziehen."

Forensische Rückfallprognosen: neue statistische Entscheidungshilfe

Forensische Psychiatrie: Bisher fehlte eine Möglichkeit, das Rückfallrisiko eines einzelnen Straftäters anhand des Vergleichs mit einer breiten historischen (Rückfall)-Datenbasis möglichst ähnlicher Straftäter einzuschätzen. Diese Lücke hat die Diplom-Psychologin Dr. Claudia Kurtz geschlossen. Mit Hilfe von Ergebnistabellen - zusätzlich zum Buch auf einer CD bereitgestellt - kann eine konkrete Person mit einer entsprechenden Delikt- und Tätergruppe verglichen werden. Der für die jeweilige Gruppe berechnete Rückfallwert ist als empirisch basierte zusätzliche Entscheidungshilfe nutzbar. Kurtz errechnete ihre Daten auf der Basis von insgesamt mehr als 4000 Probanden.

Wenn Musik männliche Gesichter attraktiver macht

Frauen bewerten Bilder von männlichen Gesichtern als attraktiver und würden diese Männer eher daten, wenn sie zuvor Musik gehört haben. Je größer die musikalische Erregung, desto größer ist der Effekt von Musik auf die sexuelle Anziehung. Was uns dieser Befund über den Ursprung von Musik verrät, legen PsychologInnen um Manuela Marin und Helmut Leder in ihrer neuesten Publikation in der Fachzeitschrift PLOS ONE dar.

(Schwieger-)Mutter im Haus: Weniger Kinder

Frauen, die mit ihrer eigenen Mutter oder ihrer Schwiegermutter in einem gemeinsamen Haushalt leben, haben durchschnittlich weniger Kinder als jene, die nur mit ihrem Partner zusammenleben. Das haben evolutionäre AnthropologInnen um Martin Fieder von der Universität Wien in einer interkulturellen Analyse auf Basis von Daten von über 2,5 Millionen Frauen herausgefunden. EvolutionsbiologInnen gingen bislang vom Gegenteil aus. Die Studie erscheint im renommierten Fachjournal "Royal Society Open Science".

Frauengehirn reagiert stärker auf Grosszügigkeit als Männergehirn

Verhaltensexperimente offenbaren: Frauen sind grosszügiger als Männer. Nun belegen UZH-Neuroökonomen, dass die Gehirne von Frauen und Männern soziales und egoistisches Verhalten unterschiedlich verarbeiten. Bei Frauen löst Grosszügigkeit ein stärkeres Belohnungssignal aus, während Männer bei egoistischem Verhalten mehr Belohnungsaktivität zeigen.

Warum unser Gehirn Schlaf braucht und was passiert, wenn wir nicht genug davon bekommen

Neue Forschungsergebnisse der University of Queensland in Australien bestätigen, dass Schlafmangel sich auf unsere Gehirnaktivität auswirkt. Neben Leistungsschwächen und mangelnder Konzentrationsschwierigkeit konnte eine Verbindung zwischen Alzheimer und Schlafmangel nachgewiesen werden.

Gibt es eine Narzissmusepidemie?

Wird unsere Gesellschaft zunehmend narzisstischer? Wissenschaftler vermuten einen Anstieg des Narzissmus von Generation zu Generation und sprechen sogar vom Ausbruch einer "Narzissmusepidemie" in unserer Gesellschaft. Ein Forschungsteam von Psychologen um Dr. Eunike Wetzel von der Universität Konstanz überprüfte nun diese Annahme anhand von rund 60.000 Persönlichkeitstests von amerikanischen Studierenden aus drei Jahrzehnten. Die Psychologen kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Narzissmus ist in den letzten 25 Jahren nicht etwa angestiegen, sondern ging sogar leicht zurück.

Vegetarisch oder vegan essende Menschen zeigen spezifische Persönlichkeitsmerkmale

In Deutschland ernähren sich einer großen sozialwissenschaftlichen Erhebung zufolge etwa sechs Prozent der Bevölkerung überwiegend oder auch ausschließlich vegetarisch oder vegan. Diese Gruppe von Menschen hat im Vergleich zu FleischesserInnen eine etwas andere Persönlichkeitsstruktur: Sie sind offener für neue Erfahrungen und liberaler, haben ein größeres politisches Interesse und generell größeres Vertrauen in ihre Mitmenschen. Sie sind aber nach eigenen Angaben auch etwas weniger gewissenhaft. Darüber hinaus sind VegetarierInnen und VeganerInnen oder Menschen, die sich hauptsächlich so ernähren, vorwiegend weiblich, jünger und besser gebildet. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Mainzer PsychologInnen Tamara Pfeiler und Boris Egloff auf Basis von Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Appetite veröffentlicht.




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