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Unstatistik des Monats: Armes Deutschland.

"Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen." Diese Aussage in der Pressemitteilung zum Armutsbericht 2017 des Paritätischen Gesamtverbands (http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht/pressekonferenz-020317) ist die Unstatistik des Monats März. "Nach Aussagen des Verbandes markiert dieser Höchstwert einen mehrjährigen Trend wachsender Armut. Er fordert die Politik zu einem entschlossenen Handeln in der Arbeitsmarktpolitik, beim Wohnungsbau, in der Bildung und dem Ausbau sozialer Dienstleistungen und Angebote in den Kommunen auf. Voraussetzung für eine offensive Armutsbekämpfung sei ein rigoroser Kurswechsel in der Steuer- und Finanzpolitik."

Die Augen müssen nicht wandern: EMDR-Traumatherapie funktioniert auch mit festem Fokus.

Den Fingern des Therapeuten mit den Augen folgen: Diese Therapieform ist seit den 1980er Jahren Bestandteil der so genannten EMDR-Therapie zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung. Schließlich steht das Kürzel EMDR für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", zu Deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung mithilfe von Augenbewegungen. Eine aktuelle Studie deutet nun jedoch darauf hin, dass der Erfolg der Therapie nicht davon abhängt, dass die Augen sich tatsächlich bewegen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) betont, wirft das Ergebnis Fragen zum Mechanismus der Therapie auf.

Aktuelle Studie zum Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Ernährung.

Wie beeinflusst das, was wir tagtäglich essen und trinken, unser Wohlbefinden? Dieser Frage sind Psychologinnen und Psychologen der Universitäten Gießen und Marburg in einer aktuellen Studie nachgegangen. Siebenundsiebzig Versuchspersonen führten vier Tage lang Protokoll über ihr Ernährungsverhalten und ihr Wohlbefinden und sammelten Speichelproben. Während das Essverhalten allgemein nicht wesentlich zu einem besseren Wohlbefinden beitrug, führte die Einnahme von Getränken wie Saft, Kaffee und Alkohol zu einer Stimmungsverbesserung. Die Ergebnisse der Studie wurden gerade in der Fachzeitschrift "Biological Psychology" veröffentlicht.

Mädchen können besser lesen, Jungen besser rechnen? So einfach ist es nicht!.

Forscherinnen und Forscher des DIPF haben herausgefunden, dass der Einfluss des Geschlechts auf die Leistungen von Schulkindern je nach sozialer Herkunft unterschiedlich ausfällt. Verallgemeinernde Aussagen über den Bildungserfolg DER Jungen oder DER Mädchen greifen also zu kurz, da deren Leistungsunterschiede sozial bedingt variieren.

Depressionen und Entzündungen - besteht ein Zusammenhang?.

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen unter Depressionen, eine Zahl, die auch eine große Herausforderung für unser Gesundheitssystem darstellt. Häufig wird zwischen physischen und psychischen Krankheiten unterschieden. Forscher kommen jedoch immer mehr zu dem Schluss, dass diese Grenze deutlich fließender ist als erwartet.

Gemeinsames Bücherlesen macht Kinder fit für die Schule.

Psychologinnen und Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern zeigen in einer aktuellen Studie, dass Kinder vom regelmäßigen gemeinsamen Bücherlesen mit Erwachsenen gleich mehrfach profitieren. Sie entwickeln nicht nur einen reicheren Wortschatz, sondern auch eine größere Vertrautheit mit Buchstaben, die als wichtiger Vorläufer für das spätere Erlernen von Lesen und Schreiben gilt. Die Ergebnisse sind gerade in der Fachzeitschrift "Frontiers in Psychology" erschienen.

Tiefe Hirnstimulation lindert schwerste Depressionen auch langfristig.

Eine Tiefe Hirnstimulation kann die Symptome von Patienten mit bislang nicht behandelbaren, schwersten Formen von Depression über mehrere Jahre lindern oder sogar beheben. Das zeigen Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Freiburg nun in der ersten publizierten Langzeitstudie zu der Therapieform. Sieben der acht behandelten Patienten hatten bei kontinuierlicher Stimulation bis zum Beobachtungszeitpunkt nach vier Jahren anhaltende Verbesserungen der Symptome. Die Therapie blieb über die gesamte Zeit gleich wirksam. Auftretende leichte Nebenwirkungen ließen sich durch eine Anpassung der Stimulation vermeiden. Die Studie erschien am 1. März 2017 im Fachjournal Brain Stimulation.

Politische Psychologie: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung wird liberaler und islamkritischer.

Während "rechte" Parteien und Bevölkerungsgruppen immer häufiger die Schlagzeilen bestimmen, nimmt die eher unauffällige liberale Mehrheit kontinuierlich zu. Die Psychologin Dr. Britta Schellenberg (München) nennt dazu in der Fachzeitschrift "Politische Psychologie" überraschende aktuelle Umfragewerte zu den Themen Nationalismus/Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus:

Warum Zuschauer Comicfiguren lieben, aber schnell vergessen.

Wie comicartig darf ein Charakter in Filmen oder Videospielen aussehen, damit die Zuschauer mit ihm mitfühlen? Das haben Forscherinnen und Forscher des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld untersucht. Sie analysierten, wie unterschiedlich das Gehirn auf fotorealistische und eher stilisierte Figuren reagiert. Dabei kam heraus: Comicfiguren können die gleichen Emotionen auslösen wie menschliche Schauspieler, aber sie bleiben nicht so lange im Gedächtnis haften.

Größe, Farben, Temperatur: Wie sich das Charisma beeinflussen lässt.

Charismatische Menschen reißen ihre Anhänger mit, motivieren und beeinflussen sie. Doch was genau ist Charisma? Aktuell kehrt die alte Frage nach der Ausstrahlungskraft zurück in die Politik - gerade in Zeiten eines wachsenden Populismus. Susan Reh und Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke von der KLU finden gemeinsam mit Steffen R. Giessner von der Erasmus Universität Rotterdam in einem aktuellen Fachartikel neue Antworten auf die Frage nach dem Charisma. Demnach lässt sich Charisma nicht nur mit rationalen Argumenten und sozialer Kompetenz erklären. Vielmehr bestimmen personen- und umweltbezogene Signale wie Größe, Farben, Temperatur und Entfernung, ob ein Mensch charismatisch wirkt oder nicht.




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