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Getroffene Auswahl

Neuroökonomie: Der Kampf zwischen Gier und sozialem Miteinander in unserem Gehirn.

Warum sind wir bereit, für Lebensmittel mit Bio-Siegel deutlich mehr zu zahlen? Was bringt intelligente, seriöse Bankmanager dazu, das Geld ihrer Anleger zu verzocken und Existenzen zu vernichten? Warum gehen wir bei der Verteilung von Werten lieber leer aus, als einen unfairen Anteil zu akzeptieren? "Man könnte annehmen, wirtschaftliche Entscheidungen sind das Ergebnis logischer Rechenexempel. Der Blick ins Gehirn verrät aber etwas anderes", sagt Prof. Christian Elger. Der leitende Epileptologe der Universität Bonn forscht an der Schnittstelle von Neurologie und Ökonomie und hat sich mit einem Taktgeber unseres Handelns beschäftigt: das Belohnungszentrum im Gehirn.

Not lehrt doch nicht beten: Medizinprofessor widerlegt eine weit verbreitete Vermutung.

Gereon Heuft ist Medizinprofessor der Universität Münster und Direktor der Uniklinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Er hat nun einen zweiten Doktortitel erworben - in Theologie. In seiner Dissertation zeigt er, dass Menschen durch körperliche oder psychische Not nicht "religiöser" werden.

Klärungsorientierte Psychotherapie: Patient als Therapeut, vielleicht auch Wut im Spiel.

Die Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) klärt in erster Linie die störenden Schemata und Motive des Klienten. Im Anschluss werden sie bearbeitet. Herzstück dieser therapeutischen Arbeit ist das Ein-Personen-Rollenspiel: Der Patient spielt zwei Personen: sich selbst und den Therapeuten. Der wirkliche Therapeut avanciert zum Supervisor. Professor Dr. Rainer Sachse und Mitarbeiter (Bochum) beschreiben verschiedene Varianten des Spiels ausführlich in ihrem Fachbuch "Perspektiven der Klärungsorientierten Psychotherapie".

Psychotherapie mit traumatisierten Kindern: multimodal und mit bildhafter Kommunikation.

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche nimmt eher zu als ab. Traumatisierungen werden nur selten erkannt und noch seltener therapiert. Die Symptome sind meist relativ unspezifisch. Betroffene verhalten sich oft "normal" und haben das traumatische Erlebnis abgespalten - möglicherweise sogar aus der Erinnerung gelöscht. Andrea Gallasch-Stebler, Kinderpsychotherapeutin in Basel, berichtet - teils sehr persönlich - über ihre eigenen Erfahrungen mit schwer Traumatisierten: Der Reader "Nächste Station Erde" enthält eine Serie subtiler Farbzeichnungen, die im Dialog zwischen Therapeutin und Patienten entstanden sind.

Politische Psychologie: Pluralistische Parteien und vage Wahlversprechen sind glaubwürdiger.

Politische Psychologie: Eine politische Partei, die verschiedenste soziale Schichten vertritt, gilt bei Wählern als "wärmer", allerdings auch weniger kompetent. Eine Partei, die eine spezifische Gruppe relativ homogen repräsentiert, wird eher als kühl und kompetent wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine experimentelle Studie der Universität Koblenz Landau, publiziert in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Politische Psychologie".

Multiloog: Psychiatrieerfahrene reflektieren ihre alltägliche Umwelt kritisch.

Psychiatrieerfahrene - Patienten, Angehörige, Professionelle - verarbeiten eigene Erfahrungen häufig in gemeinsamen Gesprächsgruppen, sogenannten "Psychoseseminaren" oder "Trialog"-Kreisen. Niederländische Psychologen haben das Konzept, angeleitet von der "Kritischen Psychologie", zum "Multiloog" weiterentwickelt. In der aktuellen Ausgabe von "Psychologie und Gesellschaftskritik" stellen Heinz Mölders und Margitta Matthies das inzwischen erfolgreich etablierte Konzept vor.

Gehirn räumt im Schlaf auf - und bleibt dadurch lernfähig.

Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, weshalb Menschen und Tiere schlafen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg zeigen in einer am 23. August 2016 im Fachmagazin Nature Communications veröffentlichten Studie, dass im Schlaf die allgemeine Aktivität der als Synapsen bezeichneten Nervenzell-Verbindungen reduziert wird. Die meisten Verbindungen werden geschwächt, manche sogar ganz abgebaut. Nur wichtige Synapsen bleiben bestehen oder werden gestärkt. Dadurch schafft das Gehirn wieder Platz, um neue Informationen zu speichern. Diese als synaptische Plastizität bezeichnete Anpassungsfähigkeit ist eine wichtige Grundlage für Lernen und eine flexible Informationsverarbeitung. Der Abbau dürfte zudem Platz und Energie sparen, da beides im Gehirn zu einem Großteil von den Verbindungsstellen benötigt wird.

Hasskommentatoren verzichten im Netz häufig auf ihre Anonymität.

Hasskommentare in sozialen Medien können innert Kürze die Reputation einer Person oder eines Unternehmens beschädigen oder gar zerstören. Der Grund für solche Posts sei, so die gängige Meinung, dass die Verfasser im Internet meist anonym aufträten. Eine Forschungsarbeit der Universität Zürich zeigt nun aber, dass Hasskommentatoren zunehmend mit vollem Namen agieren. Ein Anonymitätsverbot dürfte die gefürchteten «Shitstorms» somit nicht verhindern, sondern möglicherweise sogar anheizen.

Schüler sind weniger aggressiv, wenn sie ein gutes Verhältnis zu Lehrern haben.

Ob sich Jugendliche sozial oder aggressiv verhalten, hängt wesentlich davon ab, welche Beziehung sie zu ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer haben. Das konnten Forschende der ETH Zürich und der Universitäten Cambridge und Toronto in einer Langzeitstudie nachweisen.

Strong external governance makes top managers more prone to cheat.

When top-level managers find governance mechanisms too coercive, they're more likely to commit fraud, according to a new paper by strategic management experts at Rice University's Jones Graduate School of Business, Auburn University's Harbert College of Business and Indiana University's Kelley School of Business.




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