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Getroffene Auswahl

E-Shishas bei Jugendlichen weit verbreitet - Tabakkonsum geht zurück.

Anlässlich des Weltnichtrauchertags veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) neue Daten der Repräsentativerhebung "Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland 2014". Die Ergebnisse belegen, wie präsent E-Shishas und E-Zigaretten in den Lebenswelten von Jugendlichen sind. Danach haben neun von zehn Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren E-Zigaretten schon einmal ausprobiert. E-Shishas haben 73 Prozent der Jugendlichen schon mindestens einmal konsumiert. Die Zahl der Jugendlichen in Deutschland, die Tabakzigaretten rauchen, ist von 27,5 Prozent Im Jahr 2001 auf aktuell 9,7 Prozent gesunken - ein historischer Tiefstand.

Komasaufen: Jugendliche erhalten den Alkohol meist von Eltern und Freunden.

Der Zugang zu Alkohol ist für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland kein Problem. Fast jeder zweite Schüler zwischen 10 und 16 Jahren kommt nach eigenen Angaben "leicht" oder "sehr leicht" an Bier und Wein. Häufigste Bezugsquellen sind dabei Eltern und Freunde. Das zeigt eine neue Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) über die Hintergründe von Alkoholmissbrauch und dem sogenannten "Komasaufen".

Krankenpflege und Sozialarbeit: altersspezifischen Einsatz planen und als Ressource nutzen.

In der Krankenpflege und in der Sozialarbeit agieren junge mit älteren Fachkräften - oft nebeneinander oder miteinander, gelegentlich auch gegeneinander. Wie kann eine Zusammenarbeit allen Beteiligten zugute kommen? Wie lassen sich kurze und lange Berufsbiografien als gemeinsame Ressourcen nutzbar machen? Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, Dr. Barbara Hinding und Kolleginnen haben zwei Workshop-Konzepte entwickelt, in denen Möglichkeiten eines erfreulichen und erfolgreichen Miteinanders von Angehörigen verschiedener Generationen konkret erarbeitet wird. In einem Praxisleitfaden beschreiben die Wissenschaftlerinnen detailliert die konkrete Vorgehensweise der evaluierten Workshops.

TTIP wirtschaftspsychologisch beurteilt: ein unlenkbares Projekt inkompatibler Partner.

Wirtschaftspsychologie: "Es ist völlig naiv zu glauben, dass ein so komplexes Wirtschaftssystem aus EU und USA mit TTIP nach Zielkriterien zu steuern sei. Man kann komplexe Systeme überhaupt nicht auf langfristige Ziele hin steuern, weil viele Wechselwirkungen verborgen sind, nicht-lineare Einflussprozesse sich den theoretischen Modellen entziehen und unkalkulierbare Einflüsse von außen auftreten... Mit einer Idee eines umfassenden Partnerschaftsabkommens überfordern Politik und Wirtschaft sich und die betroffenen Bürger," formuliert der Sozialpsychologe Prof. Dr. Erich H. Witte (Hamburg) in seinem aktuellen Beitrag zur unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". Die unwägbaren Gefahren eines TTIP-Abkommens sind deutlich größer als die potentiellen Vorteile. Witte plädiert für pragmatische Harmonisierungen in kleinen, jeweils reversiblen und korrigierbaren Einzelschritten.

Kinder- und Jugendhilfe: Immer mehr Personal, immer weniger Kooperation.

Kinder- und Jugendhilfesysteme entwickeln sich zunehmend als "Organisations-Ungeheuer". Hilfesuchende und oft auch Helfer selbst können sich im Labyrinth von Zuständigkeiten kaum noch orientieren, kritisiert Professor Dr. Günther Deegener in seiner Bestandsaufnahme "Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems". Die aktuelle Monographie bietet neben der Analyse praktikable Vorschläge zur Problemlösung.

Anticipating temptation may reduce unethical behavior, research finds.

Why do good people do bad things? It's a question that has been pondered for centuries, and new research published by the Society for Personality and Social Psychology may offer some insights about when people succumb to versus resist ethical temptations.

Neue Studie: Testosteron ist besser als sein Ruf - es fördert auch soziales Verhalten.

Dass eine hohe Konzentration von Testosteron im Blut den Menschen aggressiv macht, ist eine bekannte Tatsache. Neu ist, dass das männliche Sexualhormon auch soziales Verhalten fördert. Den Einfluss von Testosteron auf das menschliche Sozialverhalten hat Luise Reimers, Doktorandin im Forschungsteam von Jun.-Prof. Dr. Esther Diekhof (Arbeitsgruppe Neuroendokrinologie in der Abteilung Humanbiologie am Biozentrum Grindel der Universität Hamburg) untersucht. Das Ergebnis der Studie wurde jetzt im Schweizer open access-Journal "Frontiers in Neuroscience" veröffentlicht.

Wer regelmäßig zum Gottesdienst geht, leidet weniger unter einem Jobverlust.

Textanalyse in Theorie und Praxis

Menschen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, leiden weniger unter einem Jobverlust als andere. Außerdem gewöhnen sie sich schneller an ein Leben ohne Arbeit. Das belegt eine Studie, die kürzlich Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Amsterdam auf der Basis von Daten der Längsschnitterhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) erstellt haben. "Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor", sagt der Jenaer Psychologe Clemens Lechner, einer der Autoren.

Erinnerungen beeinflussen Entscheidung für oder gegen bestimmtes Essen.

Reliance on Accessibility Experiences in Judgment and Decision Making

Je besser wir uns an etwas erinnern, desto eher entscheiden wir uns dafür - auch wenn das Angebot weniger attraktiv ist als Alternativen. Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Basel belegen in einer Studie, in der verschiedene Essensangebote zur Wahl standen, wie das Gedächtnis die Entscheidungen beeinflusst. Mithilfe von Gehirnscans konnten die Forscher zeigen, dass diesem Einfluss eine verstärkte Kommunikation zwischen den beteiligten Hirnarealen zugrunde liegt. Ihre Studienergebnisse sind jetzt in der Wissenschaftszeitschrift Neuron erschienen.

Entwicklungspsychologie - Teilen tut nicht weh.

Warum teilen wir mit anderen, wenn wir alles auch für uns selbst haben könnten? An der Bereitschaft, anderen etwas abzugeben, lassen sich beispielhaft die Ursprünge und Entwicklungen des prosozialen Verhaltens bei Kindern untersuchen, also ihre Bereitschaft, freiwillig etwas für andere zu tun. Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der frühen Kindheit an der LMU, und Professor Chris Moore von der Dalhousie University in Halifax zeigen nun in einer Studie, dass die Bereitschaft von Vorschulkindern, anderen etwas zu geben, davon abhängt, wie gut sie die Gefühle ihres Gegenübers antizipieren können. Über ihre Ergebnisse berichten sie aktuell in der Fachzeitschrift Social Development.




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