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Warum Videospielen gut fürs Gehirn sein kann.

Hirnregionen lassen sich gezielt trainieren: Videospielen vergrößert Hirnbereiche, die für räumliche Orientierung, Gedächtnisbildung, strategisches Denken sowie Feinmotorik bedeutsam sind. Das zeigt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus. Die positiven Effekte von Videospielen könnten auch bei der Therapie psychischer Störungen zum Tragen kommen.

Kategorienlehre: Komplementaritätsprinzip, Perspektiven, Perspektivwechsel.

Kategorien und Kategorienfehler sind in der gegenwärtigen Philosophie zu einem Randthema geworden. Wer diskutiert noch über Kants apriorische Verfassung der Kategorien als "reine Begriffe der Synthesis"; wer zitiert noch Nicolai Hartmanns "Aufbau der realen Welt"? Für die Einzelwissenschaften bleiben jedoch fundamentale Allgemeinbegriffe unentbehrlich. Hier sind Ansätze "regionaler Kategorienlehren" entstanden, zumal kategorialanalytische Überlegungen, beispielsweise in der Psychologie. Prof. Dr. Jochen Fahrenberg (Freiburg) legt dazu ein philosophisch-psychologisches Grundlagenwerk vor.

Körperenthaarung und Schönheitspflege: Frauen zwischen Selbstermächtigung und Unterwerfung.

Körperenthaarung ist heutzutage IN. Frauen wollen ihren Körper möglichst selbst gestalten und in der Enthaarung eine Art "Selbstermächtigung" sehen. Wieviel Selbsttäuschung steckt jedoch darin? Denn Körperenthaarung bedeutet auch eine Unterwerfung unter aktuelle ästhetische Normierungen. Katharina Steinicke reflektiert den Widerspruch in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

Stressempfinden nimmt zu: Mittlere Generation fühlt sich überfordert.

Fast sechs von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig - jeder Fünfte steht sogar unter Dauerdruck. Und der Stresspegel steigt: Mehr als jeder Zweite hat das Gefühl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden ist. Besonders betroffen ist die Generation der Mittdreißiger bis -vierziger - im Spagat zwischen Kind und Karriere und nicht zuletzt den eigenen Eltern, die auch immer mehr Hilfe brauchen. In dieser Rushhour des Lebens sind acht von zehn gestresst, jeder Dritte sogar ständig. Das zeigt die heute vorgestellte Stressstudie "Bleib locker, Deutschland!" der Techniker Krankenkasse (TK).

Stressessen in neuem Licht.

Menschen, die auf Stresssituationen im Alltag mit vermehrter Nahrungsaufnahme reagieren, leben nicht gezwungenermaßen ungesünder als sogenannte Stresshungerer, die in der gleichen Situation weniger essen. Eine experimentelle Studie an der Universität Konstanz zeigt, dass sowohl Stressesser als auch Stresshungerer einem Kompensationsmuster folgen. Danach gleichen die Stressesser die höhere Kalorienzahl damit aus, dass sie in positiven Situationen weniger essen. Umgekehrt nehmen Stresshungerer in positiven Situationen mehr Nahrung zu sich als in Stresssituationen. Dr. Gudrun Sproesser, Prof. Dr. Harald Schupp und Projektleiterin Prof. Dr. Britta Renner vom EATMOTIVE-Projekt am Fachbereich Psychologie stellen die gegenwärtige Praxis in Frage, Stressesser zur Selbstdisziplin anzuhalten. Dies könnte zu noch mehr Stress und entsprechend einer Dysregulation ihres Essverhaltens führen. Die Ergebnisse der Studie sind in einer der kommenden Ausgaben des Wissenschaftsjournals "Psychological Science" nachzulesen. Sie können bereits jetzt unter dem Link pss.sagepub.com/content/early/recent eingesehen werden....

Neue Chance für den freien Willen.

Haben wir keinen freien Willen? Entscheidet unser Gehirn schon über unsere Aktionen, bevor wir eine Bewegung überhaupt ausführen? Wenn man frühe Experimente nimmt, könnte man das so interpretieren. Mit einem neuen Versuch hat eine Freiburger Forschergruppe nun die Unstimmigkeiten im sogenannten Libet-Paradox verringert.

Virtuelles Rollenspiel verändert Erleben in der wirklichen Welt.

Millionen von Menschen verbringen große Teile ihrer Freizeit in digitalen Welten. In virtuellen Rollenspielen agieren sie aus der Perspektive eines erfundenen Charakters, eines so genannten Avatars. Neue Forschungen von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) beschäftigen sich nun mit den Auswirkungen des virtuellen Rollenspiels auf das Erleben in der realen Welt. Ein überraschendes Ergebnis der Studie: Die Empfindlichkeit gegenüber Eindrücken in der realen Welt - hier verdeutlicht am Beispiel von Schmerzempfindungen - sinkt bei den Spielern.

Ästhetik: Kitsch ist unwahrhaftig, aber notwendig.

Ästhetik: Schönheit und Schreckliches liegen nahe beieinander und werden gemeinsam in der Kunst reflektiert. Wird Ästhetik jedoch entdämonisiert und über Gebühr harmonisiert, entsteht Kitsch. Diese Grundthese variiert Professorin Dr. Karin Dannecker in ihrem Beitrag zur aktuellen Ausgabe von "Psychologie und Gesellschaftskritik" (Themenschwerpunkt: Ästhetik).

Angststörungen: Tuberkulose-Präparat kann Psychotherapieerfolg verstärken.

"Die pharmakologische Verstärkung psychotherapeutischer Wirkmechanismen und Effekte erlebt eine Renaissance. Neuere Studien zeigen, dass eine Verstärkung verschiedener Wirkmechanismen durch Substanzen unterschiedlicher Klassen für verschiedene Indikationsbereiche grundsätzlich möglich ist," berichtet Prof. Dr. Gunther Meinlschmidt (Universitätsklinikum Bochum/Universität Basel) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin".

Das Internet ermöglicht neue Beziehungen und schafft neue Abhängigkeiten.

"Was suchen junge Menschen im Cyberspace, wenn sie sich beschämt oder verängstigt von ihrer Umwelt abwenden, ohne in ihr überhaupt erst richtig angekommen und aufgehoben zu sein? Die Bedeutung von Krankheit und Sucht, Kränkung und Suche bekommt im Spannungsfeld zwischen konkret-realer und virtueller Welt eine anthropologische Dimension", reflektiert der Psychiater PD Dr. Bert te Wildt (Universitätsklinik Bochum) in seiner Monografie "Medialität und Verbundenheit - Zur psychopathologischen Phänomenologie und Nosologie von Internetabhängigkeit".




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