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Psychologen wünschen mehr Praxisbezug und frühere Spezialisierung im Studium

Rückblickend beurteilen Psychologinnen und Psychologen in der Berufspraxis ihre Studienbedingungen überwiegend positiv; der Mittelwert entsprechend Schulnoten beträgt 2,56. Lediglich einen stärkeren Praxisbezug und eine frühzeitigere Spezialisierung hätten sich viele im Studium gewünscht. Diese Ergebnisse einer online-Studie berichten Prof. Dr. Uwe Peter Kanning und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.

Report Psychologie: Professionelle und faire Eignungsbeurteilung auf der Basis der DIN 33430

In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 20 Millionen berufliche Eignungsbeurteilungen vorgenommen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle sind Psychologen beteiligt, berichtet Diplom-Psychologe Dr. Gerd Reimann (Potsdam) in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie". Etwa 500 Personaler sind nach der DIN 33430 zertifiziert und können damit eine wissenschaftlich fundierte, faire Kompetenz für ihre Eignungsbeurteilung nachweisen.

Schlaganfall: Viele Patienten verlieren Teile ihrer Verhaltenskontrolle

Nach einem Schlaganfall können Schädigungen der vorderen Anteile des Stirnhirns eine exekutive Verhaltenskontrolle behindern. Schweregrad und Symptomatik variieren massiv; doch meist ist nach einem Schlaganfall eine regelrechte und zielführende Verhaltenskontrolle teils oder gänzlich abhanden gekommen. "Die Folge ist, dass soziale Regeln unbeachtet bleiben, vorausschauendes Denken und Handeln verunmöglicht werden und Verhaltensweisen selten intrinsisch motiviert und zielgerichtet sind, sondern häufig von zufälligen Gegebenheiten der momentanen Umweltsituation determiniert werden," fanden Dr. Bruno Kopp und Kollegen (Braunschweig) in einer Studie mit Patienten nach Schlaganfall.

"Rausch" ohne Ende: Relaunch mit Glücksspielsucht

Als der Neuland-Verlag aufgelöst wurde, drohte der Exitus seiner zwei Jahre jungen Zeitschrift "Rausch". Inzwischen erscheint sie relauncht und fusioniert mit der traditionsreichen "Wiener Zeitschrift für Suchttherapie" (Pabst Science Publishers). "Die Paarung - so inkompatibel sie auf den ersten Blick erscheinen mag - ist schlüssig: Beide Journale sind einem biopsychosozialen Fokus verpflichtet - und unabhängig," kommentiert Verleger Wolfgang Pabst.

Erweiterung zum Gesetz nach Murphy: Eine Null kann ein Problem verzehnfachen

"Die Summe der Intelligenz auf der Erde bleibt konstant, nur die Bevölkerungszahl wächst", eruierte David Wechsler. Howard Gardner münzte es in eine Empfehlung um: "Unterstellen Sie keine Verschwörung, wenn Dummheit als Erklärung ausreicht." Daran anknüpfend identifiziert Dr. Dieter Schmelzer (Nürnberg) Murphys Gesetz als Grundprinzip der Psychologie. Er legt seine Studie in der Festschrift für Prof. Dr. Hans Reinecker (Bamberg) vor.

Rituelle Gewalt: Pervertierte Sekten programmieren ihre Opfer zu Tätern

Die Aufklärungsquote bei ritueller Gewalt ist konstant minimal. Angehörige betroffener Pseudosekten programmieren ihre Kinder von Anfang an. Erfolgreich wird die langjährige Manipulation "durch Lernprozesse in der Ideologie der Gruppe, verschiedene Schritte im Aufstieg in der Hierarchie, gezielte soziale Isolation gegenüber der Gesellschaft, Fehlinformationen zur Gesellschaft und gruppeninterne gegenseitige Kontrollen," berichtet Claudia Fliß (Bremen) in ihrem "Handbuch Rituelle Gewalt". Die Diplompsychologin betreut ehemalige Opfer ritueller Gewalt.

Geld in Paarbeziehungen - Finanzen sind ein konfliktträchtiges Thema zwischen Mann und Frau

Wenn sich Männer und Frauen in Paarbeziehungen über Geld streiten, hängt dies meist damit zusammen, dass sie sich unbewusst mit den monetären Konflikten in ihren Herkunftsfamilien auseinandersetzen. "Der Geldstil, den sie in ihrer Beziehung zu realisieren suchen, wird in ihrer lebensgeschichtlichen Vergangenheit vorbereitet. In dieser Zeit kommt es zu Identifikationen und Gegenidentifikationen mit den Geldbotschaften, die ihnen ihre Eltern und andere signifikante Bezugspersonen vermittelt haben", konstatiert der Frankfurter Sozialpsychologe Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazin Forschung Frankfurt.

Psychologie der Führung: Ein erfolgreicher Chef benötigt kein Statussymbol

Führungskräfte unterliegen häufig einem irrigen Rollen- und Selbstverständnis. Ebenso häufig begegnen sie ebenso irrigen Erwartungen aus ihrer Umwelt. Hier entsteht ein heimliches Drehbuch der Führung - oft eine Kette von Missverständnissen - mit evtl. verhängnisvollen Folgen. Dr. Felix Frei, Diplompsychologe und Consultant in Zürich, nennt in seinen "Führungsbriefen" die häufigsten Missverständnisse.

Jürgen Margraf ist neuer Präsident der DGPs: Psychologenverband wählt Forscher der Ruhr-Universität

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs) hat am 26. September 2012 den Bochumer Wissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Margraf zu ihrem neuen Präsidenten und Nachfolger von Prof. Dr. Peter A. Frensch gewählt. Neue Vizepräsidentin wurde Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm (Universität Erlangen-Nürnberg). Als zweiter Vizepräsident wurde Prof. Dr. Gerhard Stemmler (Philipps-Universität Marburg) im Amt bestätigt.

Suchttherapie: Glücksspiel-Industrie nutzt kognitive Verzerrungen der Spieler

Casinos und andere Betreiber von Glücksspielen unterstützen ihre Kunden möglichst hochfrequent in allen Bereichen des magischen Denkens und der kognitiven Verzerrungen. Dies sichert das finanzielle Glück der Betreiber. Deren psychologisch ausgeklügelte Tricks beschreibt der Ex-Croupier und Suchttherapeut Dr. Anton Kampusch (Anton Proksch Institut Wien) in der Fachzeitschrift "Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie".




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