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Verkehrspsychologie, Alkohol und skurril-lehrreiche Geschichten: Wo findet frau einen so tapferen Ritter?.

Unter Alkohol setzen sich Frauen wesentlich seltener ans Steuer als Männer. Das Verhältnis beträgt etwa eins zu acht. Die Wissenschaft hat dafür zwar keine einfache Erklärung. Doch die Verkehrspsychologin Angelika Schildmeier (Hamburg) erhielt von alkoholisierten Fahrern präzise Begründungen, u.a.: "Frauen sind zufrieden, wenn sie ruhig in der Ecke sitzen." Oder: "Der Freund hat der Frau das Trinken nicht erlaubt."

Sport als Therapie der Sucht: "Alles wird größer und weiter".

Sucht spielt mit dem Potential des Selbstmords. Vier Männer waren der Sucht verfallen - dem Alkohol, Kokain und weiteren Drogen. Dann verfielen sie auf ein anderes Extrem: Ultrasport, Marathonlauf, Bergsteigen. Die Männer wurden trocken, clean - und führen inzwischen ein zufriedenes Leben. Ein Film (DVD) und ein Taschenbuch beschreiben die ebenso radikale wie erfolgreiche Suchttherapie - "Über´m Berg - (Sehn)Sucht nach Leben".

Die molekularen Ursachen der Internetsucht.

Internetsucht ist in aller Munde: Viele Menschen tummeln sich stundenlang online und fühlen sich sofort unwohl, wenn sie dazu einmal keine Möglichkeit haben. Medizinisch ist das Phänomen noch nicht so klar erfasst, wie etwa die Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit. Doch eine Studie von Forschern der Universität Bonn und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim gibt nun Hinweise darauf, dass es auch bei Internetsucht molekulargenetische Zusammenhänge gibt. Die Wissenschaftler berichten im "Journal of Addiction Medicine" über ihre Ergebnisse. Die Druckfassung erscheint jetzt in der Septemberausgabe.

Psychologisches Wissen für die Personalarbeit nutzen.

Mitarbeiter in Unternehmen sollen heute ständig auf hohem Niveau gute Leistungen bringen. Da ist die Gefahr von psychischen Belastungen groß. Wie Personaler in der modernen Arbeitswelt effektive Arbeit fördern, die nicht zu Lasten der Beschäftigten geht, ist ein Schwerpunktthema auf der diesjährigen Zukunft Personal. Vom 25. bis 27. September 2012 öffnet Europas größte Messe für Personalmanagement in Köln zum 13. Mal ihre Tore.

Politische Psychologie: Junge Muslime bevorzugen RTL als wichtigste politische Informationsquelle.

Junge Muslime in Deutschland beziehen ihre politischen Informationen vor allem aus dem Fernsehen. Internet folgt an zweiter, Zeitung an dritter Stelle. Das weitaus wichtigste TV-Angebot für junge Muslime liefert RTL; mit weitem Abstand folgen der private türkische Kanal D/Euro D und Sat.1., ermittelten Prof. Dr. Wolfgang Frindte und Kollegen (Universität Jena) in einer Studie (veröffentlicht in der Fachzeitschrift Politische Psychologie).

Wirtschaftspsychologie: Misserfolge können die Arbeitsmotivation stärken.

Immer mehr Führungskräfte verzichten darauf, ihren Mitarbeitern bei Misserfolgen kritische Rückmeldung zu geben: aus falscher Rücksichtnahme, aus Scheu vor Unannehmlichkeiten, aus Bequemlichkeit - oder warum auch immer. "Damit vergeben Führungskräfte die Chance, Leistungssteigerungen anzuregen und die Produktivität zu sichern," warnen Prof. Dr. Uwe Kleinbeck und Trudi Kleinbeck (Bochum) in ihrem Standardwerk "Arbeitsmotivation".

Leitungskräfte in der Psychiatrie: Führungsqualitäten und Motivationskraft steigern, Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wahren.

In Kliniken herrschen meist hierarchische Strukturen; mangelhafte Führungsqualitäten stabilisieren oft das System. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat etwa 600 leitende Mediziner, Pflegende und Verwaltungsmitarbeiter psychiatrischer Kliniken an einem spezifischen Führungskräfte-Training teilnehmen lassen. Dr. Michael Kramer und Dr. Luc Turmes (LWL-Klinik Herten/Westf.) berichten in "Wirtschaftspsychologie" (2/2012) über die Ergebnisse: Die meisten Führungskräfte selbst und ihre nachgeordneten Mitarbeiter sehen wesentliche, dauerhafte Trainingserfolge.

Übergewicht bringt berufliche Nachteile.

Stark übergewichtige Personen haben bei Personalern keine guten Karten. Zu diesem Ergebnis kommt eine experimentelle Studie über Vorurteile von Personalentscheidern gegenüber Adipösen unter der Leitung des Sportwissenschaftlers Prof. Ansgar Thiel und des Psychosomatikers Prof. Stephan Zipfel von der Universität Tübingen. Die Wissenschaftler hatten bei einem Experiment im Rahmen des WissenschaftsCampus Tübingen gemeinsam mit Dr. Katrin Giel und Manuela Alizadeh 127 erfahrene Personalentscheider befragt. Die Studie wurde nun im Fachjournal BMC Public Health veröffentlicht. Der WissenschaftsCampus ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund zur Empirischen Bildungsforschung und wurde vom Tübinger Leibniz-Institut für Wissensmedien und der Universität Tübingen initiiert.

200.000 politische Häftlinge in der DDR: Die Gesundheitspolitik ignoriert die Leiden der Stasi-Opfer.

"Die juristische Aufarbeitung des SED-Staats ist ebenso weitgehend gescheitert wie die medizinische. Bis heute fordern die Versorgungsämter von ehemals Verfolgten und Opfern die Beweisführung eines Kausalzusammenhangs zwischen Haft und Trauma, zwischen Schädigung und Berufsunfähigkeit. Das ist in den seltensten Fällen möglich. Eine angemessene Restitution - wie im Einigungsvertrag beschrieben - wird damit unmöglich," kritisiert Dr. Wolfgang Welsch in seinem Beitrag zur Fachzeitschrift "Psychoanalyse".

Ohne Angestellte, Büro und Hardware: Wie virtuelle Unternehmen sich managen lassen.

Der 9-to-5-Job ist für die meisten Wissensarbeiter heute ein Relikt aus alten Zeiten. Sie sind zudem immer häufiger außerhalb des Büros für den Beruf tätig. Die Grenzen zwischen privater Zeit und Arbeitszeit verschwimmen für immer mehr Arbeitnehmer. Personalverantwortliche müssen deshalb neue Managementformen finden, fordert Dr. Nicola Millard. Die Zukunftsforscherin der British Telecom (BT) gibt zum Auftakt der Messe Zukunft Personal am Dienstag, 25. September, anhand ihrer Forschungen Ratschläge für die Personalarbeit im virtualisierten Unternehmen.




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