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Wirtschaftspsychologie: Meditation und Gebet stärken die Selbstregulation.

Starke Überzeugungen und tief verwurzelte Werte aus einer Religion oder einer säkularen Philosophie können wesentlich zur Selbstregulationsfähigkeit beitragen: optimale Voraussetzungen für eine charismatische Führungspersönlichkeit. "Sie vermittelt Vertrauen sowie Respekt und nimmt gegenüber den Mitarbeitenden eine moralische Vorbildfunktion ein," berichten die Wirtschaftspsychologen Stefan Diestel, Verena Walpert und Prof. Dr. Klaus-Helmut Schmidt (Technische Universität Dortmund) in ihrer Studie "Religion, psychische Prozesse der Selbstregulation und wirtschaftspsychologische Praxis".

Zehn (plus zwei) Tipps, wie Sie Leidenschaft erfolgreich verhindern können.

Juliane Vieregge ist verführerisch - optisch, intellektuell, literarisch. Ihr Essay "Die Perle in der Auster" plädiert für Leidenschaft und lässt an Behaglichkeit kein gutes Haar. Dennoch: Wer sich vor eventueller Leidenschaft schützen will, erhält von Juliane Vieregge verlässlichen Expertenrat:

Persönlichkeitsstörung: Klärungsorientierte Psychotherapie erfolgreich.

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie, bei der es zentral um die Klärung und Bearbeitung problemdeterminierender Schemata geht. Prof. Dr. Rainer Sachse (Bochum) nennt bei den Indikationen an erster Stelle Persönlichkeitsstörungen.

Kinderschutz: Denkfehler und Praxisirrtümer sind häufig.

Die Fehlerrisiken im Kinderschutz sind auch für qualifizierte und engagierte Fachkräfte hoch. Daher werden strukturierte, wissenschaftlich fundierte Einschätzungsverfahren immer häufiger eingesetzt. Ob damit das Irrtumspotential im Kinderschutz signifikant reduziert wird, ist noch offen. Dr. Heinz Kindler (Deutsches Jugendinstitut München) hat eine persönlich gefärbte, reichhaltige Fehler-Übersicht zusammengestellt. Sie erschien im Handbuch "Erfassung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis".

Wirtschaftspsychologie: Psychologisches Kapital steigert den Erfolg des Einzelnen und des Unternehmens.

Zusätzlich zum Humankapital, zum Sozialkapital und intellektuellen Kapital wird die Bedeutung des Psychologischen Kapitals für den nachhaltigen Unternehmenserfolg immer deutlicher. US-amerikanische Studien belegen, dass das Konstrukt Psychologisches Kapital eine Vielzahl positiver Korrelationen zu individuellen und organisatorischen Leistungsparametern zeigt. In einer neuen Studie gelang es Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt (SRH Riedlingen) erstmals im europäischen Raum, diese Beziehungen auf Basis einer Kausalanalyse zu bestätigen.

Michael Kastner bei Günther Jauch: Nicht die Menge, sondern die "Kultur" der Arbeit ist das Hauptproblem .

Stress und Gesundheitsgefahren im Beruf: Selten ist die Arbeitsmenge das Problem, meist die "Arbeitskultur". Mit diesem Statement brachte der Arzt und Psychologe Prof. Dr. Michael Kastner in der Sonntag-Abend-Sendung bei Günther Jauch ein aktuelles Kernthema auf den Punkt. Die Diskussionsteilnehmer nannten als Beispiel moderner Arbeits-Unkultur die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und Verfügbarkeit.

Peter Finkelgruen fürchtet: In Israel droht ein "Ermächtigungsgesetz" zugunsten der ultraorthodoxen Minderheit.

Die demokratische Stabilität Israels als pluralistisch aufgeklärter Staat steht für Peter Finkelgruen (Köln) zunehmend infrage. Der prominente jüdische Publizist beobachtet die akute Gefahr einer "Geiselnahme Israels durch jüdische Fundamentalisten in einer Allianz mit extrem nationalistischen Kreisen."

Da irrte Philip Zimbardo: Unter Anonymität ist prosoziales, normgerechtes Verhalten möglich und häufig.

In der Anonymität tendieren Menschen dazu, gesellschaftliche Normen zu übertreten. Diese "Deindividuationstheorie" von Philip Zimbardo und anderen ist widerlegt. Kai Sassenberg (Universität Tübingen) zeigt in seiner empirischen Studie: "Es kommt in anonymen Zusammenhängen lediglich dann zu einem Verstoß gegen gesellschaftliche Normen, wenn die situative Norm dies nahelegt."

Hochflexibel trotz fester Verschaltung - schon leichte Reize ändern den Informationsfluss im Gehirn.

Ein Kelch oder zwei Gesichter? Was wir in einer der bekanntesten optischen Illusionen zu sehen glauben, wechselt in Sekundenbruchteilen; und damit auch der Weg, den die Information im Gehirn nimmt. Wie dies möglich ist, ohne die zellulären Verknüpfungen des Netzwerks zu ändern, konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, des Bernstein Zentrums Göttingen und des Deutschen Primatenzentrums in einer theoretischen Studie zeigen. Je nachdem, in welchem zeitlichen Muster Hirnareale kommunizieren, ändert sich der Informationsfluss. Um dessen Umorganisation auszulösen, genügt bereits ein leichter Reiz, etwa ein Duft oder Ton, zur rechten Zeit.

Engagement in Umweltorganisationen: Selbstverwirklichung und zielorientierte Haltung.

"Das Engagement in Umweltorganisationen wird durch andere psychosoziale Determinanten beeinflusst als das Umweltverhalten im privaten Alltag: In den Organisationen erweisen sich maskuline Geschlechtsrollenorientierung und die Wertedimension ´Selbsterhöhung´ als statistisch signifikante Prädiktoren." Im privaten Umweltverhalten stehen eher eine intakte Natur und das Gemeinwohl im Vordergrund der Motivation. Diese Unterschiede fanden Prof. Dr. Marcel Hunecke und Dr. Anne Ziesenitz (Dortmund) in einer Studie.




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