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Kindertagesstätten: Bessere Gesundheitsförderung der BetreuerInnen kann die Leistungsfähigkeit stärken.

Beschäftigte in KITAS melden sich fünf bis zehn Tage jährlich krank. Diese Ausfallzeiten lassen sich häufig durch den Ausbau einer Betrieblichen Gesundheitsförderung reduzieren. Dr. Thomas Kliche stellte in einer repräsentativen Studie fest, dass die meisten Kindertagesstätten "nur einen geringen Teil der Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung von Mitarbeiter-Gesundheit nutzen."

Genetischer Risikofaktor für manisch-depressive Störung entdeckt.

Die Variation in einem bestimmten Gen erhöht die Wahrscheinlichkeit, an manisch-depressiver Störung zu erkranken. Das berichtet ein internationales Forscherteam unter der Federführung von Wissenschaftlern aus Bonn, Mannheim und Jülich. Die Erkenntnis ist ein wichtiger Puzzlestein, um die Entstehung der Krankheit zu verstehen, bei der genetische Veränderungen ebenso wie Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Ihre Ergebnisse präsentieren die Forscher in der aktuellen Online-Veröffentlichung des Fachmagazins "American Journal of Human Genetics" (doi: 10.1016/j.ajhg.2011.01.017).

Maßregelvollzug ist teuer, senkt jedoch nachhaltig Kriminalitäts-Kosten.

Kurzfristig ist die Therapie im Maßregelvollzug deutlich teurer als der "normale" Regelvollzug. Langfristig kalkuliert ist das Verhältnis jedoch exakt umgekehrt. Dies ergeben hypothetische Modellrechnungen, die Professor Dr. Horst Entorf (Frankfurt) in einer Studie vorlegt.

Spannungsfelder Schule, Wissenschaft und klinische Praxis im Mittelpunkt.

In Deutschland verlassen inzwischen etwa acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Schulabschluss. Eine nicht unerhebliche Untergruppe davon leidet an psychischen Störungen einschließlich Teilleistungsstörungen wie etwa Lese-Rechtschreibstörungen oder Rechenstörungen. Als Symptome zeigen viele auch schulvermeidendes Verhalten. In vielen Fachkliniken sind zahlreiche Patienten bekannt, die bereits Wochen bzw. Monate nicht zur Schule gegangen sind. Vor diesem aktuellen Hintergrund stehen u.a. Fragen im Spannungsfeld von Schule und Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. Psychotherapie im Mittelpunkt der 32. Jahrestagung, die die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) von Mittwoch, den 2. bis Samstag, den 5. März 2011, im Congress Center Essen (CCE), Grugahalle, veranstaltet. Die Organisatoren um Kongresspräsident Professor Dr. med. Johannes Hebebrand, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an den Rheinischen Kliniken der Universität Duisburg-Essen, erwarten wieder etwa 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dieser größten Jahrestagung auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie....

Gesundes Selbstbewusstsein schützt vor Magersucht.

Ein intaktes Selbstbewusstsein senkt das Risiko für die Entwicklung einer Essstörung wie z.B. Magersucht. Das Selbstwertgefühl von magersüchtigen Jugendlichen ist oft sehr niedrig, weil sie das subjektive Gefühl haben, nicht den Anforderungen zu genügen, die die Gesellschaft an sie stellt. Verstärkt wird die negative Selbsteinschätzung durch einen meist ausgeprägten Hang zur Perfektion. Entsprechend kann ein gesundes Selbstwertgefühl vor dieser schweren Essstörung schützen. Darauf verweist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) im Vorfeld ihrer 32. Jahrestagung, die die wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft von Mittwoch, den 2. bis Samstag, den 5. März 2011, im Congress Center (CCE) Essen-West veranstaltet und zu der die Organisatoren um Kongresspräsident Professor Dr. med. Johannes Hebebrand, Essen, wieder etwa 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten. Im Mittelpunkt der Tagung steht u.a. auch das Thema Essstörungen zwischen Wissenschaft und klinischer Praxis....

Wirtschaftspsychologie: Veränderungen werden meist von Randgruppen angestoßen.

Innovationen gehen in Organisationen meist von Randgruppen aus. Denn in den Randbereichen existiert mehr Freiheit, mehr Nähe zu Außenstehenden und ein höherer Druck. Dr. Christian Gärtner und Kollegen (Augsburg) empfehlen, das Gleichgewicht zwischen den Randbereichen und den eher konservativen Kernstrukturen auszutarieren.

Wirtschaftspsychologie: Stärkere intrinsische Motivation in kleineren Unternehmen.

Betriebe, die ihre Beschäftigten unter Tarif bezahlen, prosperieren häufig stärker als Unternehmen, die sich an den Tariflohn halten. Lorenz und Oliver Fischer (Universität Köln) untersuchten die überraschende Datenlage, die im Widerspruch zur klassischen Effizienzlohn-Theorie steht.

Positive Psychologie: mit Einsatz von Charakterstärken die Lebenszufriedenheit steigern.

Die Psychologie sollte - neben anderen Aufgaben - "Determinanten der Zufriedenheit beschreiben, messen und letztlich Interventionen für Gesunde wie Kranke entwickeln, um die Zufriedenheit zu steigern bzw. zu stabilisieren." Diese Herausforderung wird von der Psychologie "as usual" häufig vernachlässigt; die Positive Psychologie arbeitet daran, die Forschung und Anwendung in dieser Richtung zu "komplettieren". Prof. Dr. Willibald Ruch und Dr. Rene T. Proyer (Universität Zürich) bieten in Report Psychologie (2/2011) einen Überblick.

Gorch Fock: Dauerstress und Traumatisierugen sind der maritime Alltag.

In der 52jährigen Geschichte des Segelschiffs Gorch Fock sind insgesamt sechs Besatzungsmitglieder an Bord umgekommen. Extrembelastungen, Verletzungen und psychische Traumatisierungen sind um ein Vielfaches häufiger. Bereits der maritime Alltag stellt außergewöhnlich hohe physische und psychische Anforderungen. Tim Rademacher und Manfred Zielke beschreiben in einer Studie den Stress auf See - und Möglichkeiten des Umgangs.

Intensives individuelles Coaching: erfolgreiche Integration jugendlicher Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt.

Mit dem Interventionsprogramm "Bridges - Brücken in Arbeit" erhalten junge Hartz 4-Empfänger optimale berufliche Möglichkeiten. Dr. Matthias Schmidt (TU Dresden) hat die Erfolge arbeitspsychologisch evaluiert und kam zu dem Ergebnis, dass 56% der Programmteilnehmer - trotz oft problematischer Hintergründe - in den erste Arbeitsmarkt integriert werden konnten.




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