NEWSBÜCHERJOURNALESHOP



 

Sie befinden sich hier: NEWS » News-Archiv

« zurück

Hier auswählen, Auswahl erscheint unterhalb

Getroffene Auswahl

Thilo Sarrazin: Allergische Reaktionen auf wissenschaftliche Befunde.

Die - teils diffamierenden - Polemiken in Sachen Thilo Sarrazin lassen auf allen Seiten Intelligenz vermissen. Wissenschaftlich fundiert ist das Urteil von Professor Dr. Ernst A. Hany: "Kognitive Fähigkeitsunterschiede scheinen stark genetisch geprägt zu sein. In den ersten Lebensjahren stellt sich eine wechselseitige Anspassung des individuellen genetischen und des verfügbaren Umwelt-Potentials ein. Damit ist die Basis für die lebenslange Stabilität der Intelligenzunterschiede gelegt.

Developmental gene-environment interactions: A model for psychosis.

The incidence of psychotic disorders varies greatly across places and demographic groups, as do symptoms, course, and treatment response across individuals. High rates of schizophrenia in large cities, and among immigrants, cannabis users, and traumatised individuals reflect the causal influence of environmental exposures. This, in combination with progress in the area of molecular genetics, has generated interest in more complicated models of schizophrenia aetiology that explicitly posit gene-environment interactions.

Forscher fanden heraus: Kommunikation mit Behörden noch schwieriger als gedacht.

Nun ist es wissenschaftlich belegt: Behördenformulare sind zu schwierig. Menschen aus sozial benachteiligten Milieus haben häufig große Probleme bei der mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit Behörden. Dies stellt eine wesentliche Barriere für gesellschaftliche Teilhabe dar. Das fanden Prof. Dr. Uta M. Quasthoff, Prof. Dr. Ludger Hoffmann, Prof. Dr. Michael Kastner und ihr interdisziplinäres Team an der TU Dortmund im Rahmen des Projektes Schreiben zwischen Sprachen und Kulturen / Literacy between Languages and Cultures (LiLaC) jetzt heraus.

Frank-Walter Steinmeier: Die Lebendspende löst das eigentliche Problem nicht.

Wenn der Körper das Nierentransplantat nicht abstößt, wird Elke Büdenbender ein annähernd normales Leben führen können; doch sie ist vermutlich nicht die einzige Gewinnerin: Ihr Organspender und Ehemann Frank-Walter Steinmeier erhält die Chance, auch seine eigene Lebensqualität zu steigern. Die Lebendspender intensivieren häufig ihre Beziehung zum Empfänger und gewinnen an Selbstwertgefühl. Viele psychosomatische Studien belegen diesen Befund. Doch wenn die Transplantation misslingt, können Lebendspender Depressionen entwickeln, Schuldgefühle und posttraumatische Belastungsstörungen.

Thilo Sarrazin irrt: Etwa die Hälfte der Deutsch-Türken ist leistungsorientiert und integriert.

Die Medien und ihr Publikum könnten auf das Sommertheater um Thilo Sarrazin gut verzichten, wenn sie wissenschaftliche Studien zur Kenntnis nähmen - etwa die von Prof. Dr. Ekkehard F. Kleiter. Er analysierte die "Deutsch-Türken" in ihrer kritischen Lage zwischen einer tendenziell kollektivistischen und einer individualistischen Kultur.

Die Schmerzen bei Frauen sind im frühen Erwachsenenalter am höchsten.

Frauen erleben Schmerzen häufiger, länger und intensiver als Männer; bei Frauen sind jeweils mehr Körperareale betroffen. Insgesamt ist die Schmerzbelastung des weiblichen Geschlechts höher - in Altersbereichen bis cirka 50 Jahren. Ab etwa 65 und noch stärker ab 75 Jahren dreht sich jedoch das Verhältnis zuungunsten der Männer um, berichtet Diplompsychologin Angelika Wagner-Link (München) in ihrem neuen Paperback "Frauen und Männer - Gender in der Psychotherapie".

Verhaltenstherapie: Supervision durch Strukturierung optimieren.

In der Verhaltenstherapie-Ausbildung gehen die Einschätzungen von Supervisand und Supervisor oft weit auseinander. Häufig versuchen die Therapieanfänger, ihre eigentlichen Schwierigkeiten zu beschönigen oder zu verbergen. Um diesen Unstimmigkeiten entgegenzuwirken, schlägt Dr. Gerhard Zarbock (Hamburg) vor, die Supervision stärker und personenunabhängiger zu strukturieren. Er konkretisiert seinen "Phasenfahrplan VT" in einer neuen Monografie.

Street outreach workers an important tool for violence prevention and intervention.

A new study by researchers at the Johns Hopkins Center for Injury Research and Policy describes how using street outreach workers is an effective strategy to reach and engage youth with the goal of violence prevention and intervention. Street outreach workers are typically members of the community who intervene to prevent conflict and retaliation, and in some programs, also connect individuals with needed services, such as housing and job training. While cities across the United States are utilizing street outreach workers as part of their violence prevention programs, including CeaseFire in Chicago and Safe Streets in Baltimore, this is the first peer-reviewed study on a program to be published. This is also the first evaluation of this type of program in a smaller community; the researchers studied the street outreach workers program run by the United Teen Equality Center (UTEC) in Lowell, Mass., a city of 105,167 residents north of Boston. The results are published in the Fall 2010 issue of ...

Oxytocin: It's a mom and pop thing.

The hormone oxytocin has come under intensive study in light of emerging evidence that its release contributes to the social bonding that occurs between lovers, friends, and colleagues. Oxytocin also plays an important role in birth and maternal behavior, but until now, research had never addressed the involvement of oxytocin in the transition to fatherhood.

Angststörungen bei Frauen: hormonelle und vegetative Turbulenzen.

Frauen leiden wesentlich häufiger und stärker und anders als Männer unter Angststörungen und Stressreaktionen. Einen ursächlichen Mechanismus leiten Rita Valentino und Kollegen (Philadelphia) aus neuen tierexperimentellen Befunden ab - die geschlechtsspezifisch äußerst unterschiedliche Regulation des Corticotropin Releasing Factors (CRF); das Hormon wird in Stresssituationen im Zwischenhirn gebildet und löst die Ausschüttung weiterer Hormone aus.




alttext