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Reinhold Beckmann: Scientology, Jesuiten - und Varianten der Abhängigkeit.

Eher am Rand seiner Montag-Plauderstunde ließ Reinhold Beckmann drei Scientology-Aussteiger zu Wort kommen: gleichzeitig als Hinweis auf den Film zum Thema, ausgestrahlt am Mittwoch (31. März) in der ARD ab 20.15 Uhr - "Bis nichts mehr bleibt."

Wirtschaftspsychologie: Riskanter Narzissmus in den Führungsetagen.

Wer optimale Führungsarbeit leistet, wird kaum wahrgenommen. Ist die Aufgabe erledigt, werden die Mitarbeiter selbstbewusst sagen: "Wir haben es selbst getan." Für den Psychologen Professor Dr. Hans Hinterhuber bedeutet Führen, "den Mitarbeitern zu helfen, das Beste aus dem zu machen, was sie am besten können."

Stress und Angst: Ein Viertel der Medizinstudierenden psychisch belastet.

Mehr als ein Viertel der Medizinstudierenden ist "psychisch deutlich belastet", ergab eine Untersuchung in der Technischen Universität Dresden. Ängste stehen im Vordergrund, Depressionen folgen an zweiter Stelle. Psychotherapeutische Hilfe nehmen nur die wenigsten Studierenden in Anspruch. Körperlich-gesundheitliche Probleme sind eher die Ausnahme, berichtet Dr. Constantin Klein.

Wirtschaftspsychologie: Projektgruppen im öffentlichen Dienst diskutieren viel und leisten wenig.

Immer häufiger werden auch im öffentlichen Dienst Projektgruppen gebildet. Eine direkte Kommunikation soll Synergieeffekte als Leistungsvorteil erbringen. Doch in der Mehrheit finden zuviele, zu lange Debatten statt - in einer fragwürdigen Qualität. Die Psychologen B. Englich und R. Fisch (Würzburg) beobachten die Missstände in einer Studie vor allem dann, wenn "der Leiter der Sitzung nicht über besondere Fähigkeiten im Steuern und Regeln eines Beratungsprozesses verfügt und die Mitglieder nicht gelernt haben, im Team sachbezogen zusammenzuwirken."

Todesangst vor der Operation: kognitive Verhaltenstherapie erfolgreich.

Eine Thanatophobie kann dazu führen, dass Patienten sich weigern, eine notwendige Operation vornehmen zu lassen - auch wenn der Eingriff die einzige Überlebenschance bietet. Ulrike Lueken und Jürgen Hoyer (Dresden) berichten dazu in "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" über das gute Ergebnis einer kognitiven Verhaltenstherapie. Das Behandlungsprogramm bietet Psychoedukation, Exposition in sensu und in vivo, Angstbewältigungsstrategien und Restrukturierung dysfunktionaler Kognitionen.

Sexuelles Interesse schwindet: Wechseljahresbeschwerden bei Türkinnen stärker ausgeprägt als bei Deutschen.

Türkische und deutsche Frauen in Deutschland leiden tendenziell unter den gleichen Wechseljahresbeschwerden; doch die psychischen und somatischen Belastungen der Türkinnen sind wesentlich ausgeprägter, stellten Prof. Dr. Theda Borde und PD Dr. Matthias David (Berlin) in einer Studie fest. Mehr als 40 Prozent der türkischen, jedoch weniger als 10 Prozent der deutschen Frauen klagen über depressive Verstimmungen nach der Menopause.

Opfer der wachsenden Dienstleistungs-Anforderungen: immer mehr psychische Probleme und Krankschreibungen.

Deutsche Arbeitnehmer sind immer häufiger aufgrund von psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig. Knapp elf Prozent aller Fehltage gingen 2008 auf psychische Erkrankungen zurück. Seit 1990 haben sich diese Krankschreibungen fast verdoppelt.

Missbrauchte Frauen: im Polizeiverhör häufig retraumatisiert.

Nach sexuellem Missbrauch gibt die Vernehmung des Opfers meist den Ausschlag im Ermittlungsverfahren. "Das routiniert bearbeitete Alltagsgeschäft der Polizei stellt" dabei für die verletzten Frauen häufig ein zusätzliches "traumatisches Erlebnis dar," diagnostizieren die Psychologinnen Gabriele Teichert und Kathy Gölnitz (Hamburg) in einer Studie.

Persönliche Kompetenzen und konstruktive Verarbeitung von Anforderungen helfen Lehrerinnen und Lehrern, gesund zu bleiben.

Persönliche Kompetenzen und konstruktive Verarbeitung von Anforderungen helfen Lehrerinnen und Lehrern, gesund zu bleiben. Das zeigt eine Studie an der Universität Kassel unter Leitung des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Heinrich Dauber und der Psychologin Dr. Elke Döring-Seipel: Sie hatten 1000 Lehrerinnen und Lehrer befragt, um zu klären, welche Faktoren Lehrerinnen und Lehrer gesund erhalten. Dabei zeigte sich, dass erfahrene Lehrer und Lehrerinnen mit gutem ebenso wie mit schlechtem Gesundheitszustand sich nicht hinsichtlich der objektiven Tätigkeitsmerkmale und der schulischen Rahmenbedingungen, unter denen sie arbeiten, unterscheiden.

DGPPN-Preis für Philosophie in der Psychiatrie 2010.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) schreibt bereits zum fünften Mal den mit 4.000 Euro dotierten DGPPN-Preis für Philosophie in der Psychiatrie aus. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2010.




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