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Depression verstärkt den Schmerz nach Operationen

Patienten, die an einer Depression leiden, haben nach operativen Eingriffen stärkere Schmerzen als andere. Das ergab eine Studie von Würzburger Forschern um Dr. Sascha Goebel, die in "Der Schmerz" veröffentlicht ist, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS). Die betroffenen Patienten haben auch mehr Nebenwirkungen durch Schmerzmedikamente. Allerdings profitieren sie auch stärker als andere von einer standardisierten Schmerztherapie.

Normalgewichtige und magere Teenies wollen abnehmen, Jungs wollen eindrucksvolle Muskeln

Die Körperwahrnehmung bei Teenagern läuft häufig in die Irre: Jungen wünschen sich eine oft unrealistisch eindrucksvolle Muskelmasse und traktieren sich mit mehr oder minder zweifelhaften Präparaten. Zwei Drittel der normalgewichtigen und 15 Prozent der untergewichtigen Mädchen wollen abnehmen, berichtet Professorin Dr. Petra Warschburger (Universität Potsdam) in der aktuellen Ausgabe von "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".

Wirtschaftspsychologie: Chancen der Personaldiagnostik bleiben häufig ungenutzt

Die Produktivität von Unternehmen und die Qualität der Arbeitsbedingungen lassen sich meist nur steigern, indem die Passung von Aufgaben und Personen optimiert wird. Eine wissenschaftlich fundierte, faire Personaldiagnostik schafft dazu die entscheidenden Voraussetzungen. Daher steigt die Bedeutung gut ausgebildeter Wirtschaftspsychologen, je kompetitiver und dynamischer die Arbeitsprozesse ablaufen, kommentiert Professor Dr. Werner Sarges (Hamburg) in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.

Demenz: Die Erinnerung geht, und das Gefühl bleibt

Gefühle scheinen sich trotz Gedächtnisverlust stark ins Gedächtnis einzuprägen: Vergisst ein Amnesiepatient, was er erlebt oder erzählt bekommen hat, so bleiben die damit verbundenen Gefühle dennoch bestehen. Somit dauert auch eine gute oder schlechte Stimmung an, selbst wenn der Auslöser vergessen ist. Das haben amerikanische Mediziner in Versuchen mit Amnesiepatienten beobachtet, indem sie ihnen stark emotionale Filme präsentierten. Ihre Ergebnisse, über die sie im Fachblatt "PNAS" berichten, könnten ebenso eine starke Bedeutung für den Umgang mit Alzheimerpatienten haben, die unter ähnlichen Beeinträchtigungen des Gedächtnisses leiden.

Kriegsverbrechertribunal Den Haag: "Die Opfer fühlen sich nicht gehört"

Sozialwissenschaftlerin Natalija Bašic erforscht, welche Wirkung die Prozesse vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag auf die Menschen im ehemaligen Jugoslawien haben

 

Seit 15 Jahren ist Frieden auf dem Balkan - und doch ist die Geschichte des Bosnien-Krieges nicht vorbei. "Großväterchen Grausam", wie der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadžic auch genannt wird, sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm unter anderem die Mitschuld am Tod von 10 000 Menschen während der Belagerung der bosnischen Stadt Sarajevo vor. Im März soll der Prozess gegen ihn in Den Haag fortgesetzt werden. Der ehemalige serbische Präsident Slobodan Milošević, der sich dort wegen Völkermordes verantworten musste, verstarb während des vierjährigen Prozesses. Natalija Bašic forscht an der Freien Universität über die Wahrnehmung des Tribunals in der Bevölkerung.

Schizophrenie: Die Angehörigen in die Behandlung einbeziehen

"Schizophrene Vulnerabilität ist kein unausweichliches Fatum." Moderne Medikamente "mit vergleichsweise geringer Nebenwirkungsrate eröffnen Wege zu einer verbesserten Akzeptanz. Diese wird sich nur in dem Maß einstellen, wie wir den schizophrenen Menschen als Partner im Behandlungsprozess akzeptieren und ihm Wissen über die eigene Erkrankung allgemein und seine Gefährdung speziell vermitteln. Die Kenntnisse von Psychoedukation und kognitiver verhaltenstherapeutischer Intervention können sowohl in strukturierten Programmen als auch zusätzlich in jeder einzelnen Arzt-Patienten-Interaktion einfließen", umreißt Prof. Dr. Ulrich Trenckmann (Hemer/Westf.) das multimodale Therapieprogramm für Schizophrenie-Kranke.

Weiche Faktoren im Arbeitsschutz wiegen schwer

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen nehmen weltweit zu. Eine massgebliche Ursache dafür ist Stress, der angesichts verdichteter Arbeitsabläufe und gestiegener Leistungsanforderungen immer mehr Menschen belastet. Wie können Unternehmen die seelische Gesundheit - und damit zugleich die Leistungsfähigkeit - ihrer Mitarbeitenden erhalten? Antworten auf diese zunehmend wichtige Frage gibt die Corporate Health Convention am 17. und 18. November 2010 im engen Verbund mit der ArbeitsSicherheit Schweiz in der Messe Basel. Die neue Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie, ursprünglich ein Teilbereich der ArbeitsSicherheit Schweiz, ergänzt die dritte Fachmesse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf ideale Weise.

Geschlechtsspezifische Entwicklung: Interaktion von Persönlichkeits- und Sozialisationsfaktoren

Wie reagieren Kinder, wenn sie den Kummer anderer Menschen beobachten? Wie sind die außergewöhnlich großen Unterschiede zu verstehen? Existieren u.U. geschlechtsspezifische Entwicklungspfade?
Jutta Kienbaum versucht, eine empirische Antwort zu geben, indem sie verschiedene Variablen auf Seiten der Persönlichkeit und des Sozialisationsumfeldes eines Kindes zur Vorhersage mitfühlend-tröstender Reaktivität heranzieht.

Medikamentenabhängigkeit im Alter erzeugt hohe Mehrkosten im Gesundheitssystem

Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit stellen besonders bei älteren Menschen ein wachsendes Problem dar: 1,7 bis 2,8 Mio. der über 60-jährigen Frauen und Männer weisen einen problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente bzw. von Schmerzmitteln auf oder sind gar als medikamentenabhängig zu bezeichnen. Der Übergang von der medikamentösen Einnahme aus medizinischen Gründen hin zur dauerhaften missbräuchlichen Einnahme ist oft fließend - und erfolgt häufig unbewusst. Medikamentenabhängigkeit ruft bei älteren Menschen oftmals Stürze hervor, die in der Regel zur Pflegebedürftigkeit führen. Infolge dessen entstehen enorme Kosten für das Gesundheitssystem.

Glücksspielerinnen: Häufig nikotinabhängig, depressiv, angstgestört und suizidgefährdet

Bei pathologischem Glücksspiel sind Frauen wesentlich stärker belastet als Männer: Depressionen und Angststörungen stehen im Vordergrund. Etwa jede dritte Glücksspielerin unternimmt zumindest einen Suizidversuch, berichtet Dr. Monika Vogelgesang (AHG-Klinik Münchwies) in Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin 1/2010.

Psychologie: Deutsche fürchten sich immer weniger vor Verbrechern

Häufig fürchten sich Deutsche vor wirtschaftlichen Problemen, Arbeitslosigkeit und Krankheit. Eine Kriminalitätsfurcht spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle - und ist seit Mitte der 90er Jahre rückläufig. In Ostdeutschland scheint ihr Niveau etwas höher als in den alten Bundesländern, berichtet Prof. Dr. Rudolf Egg und widerspricht damit dem Eindruck, der häufig von Massenmedien vermittelt wird.

Bundeswehruniversitäten: hohe Bewerberflut und höchster Studienkomfort

Trotz Kriegseinsatz erhält die Bundeswehr genügend Bewerber. "Zum einen sind es engagierte, überdurchschnittlich intelligente, sportliche Männer und Frauen, die unser Land hervorragend repräsentieren." Zum anderen sind es jene, "die im Wettbewerb der freien Wirtschaft unterlegen sind; sie erhoffen sich durch die Bundeswehr eine Strukturierung ihres Tages und erwarten Geborgenheit im Befehl", skizziert Dr. Silke Oswald aktuelle Entwicklungen.




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