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Neue Diagnostik und Behandlungsmodule sollen Patienten vor chronischen Schmerzen bewahren .

Handeln, bevor Schmerzen chronisch werden – das ist das Ziel des Forschungsprojektes PAIN2020. In den nächsten drei Jahren untersuchen Wissenschaftler, wie Patienten vor einer Chronifizierung ihrer Schmerzen bewahrt werden können. Ein Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten klärt bereits nach sechs Wochen anhaltender Schmerzen gemeinsam ab, welche Therapie der Patient erhalten soll. Zwei neu entwickelte ambulante Behandlungsmodule werden dabei zur üblichen Therapie ergänzt.

Positive Kettenreaktion: Zufriedene Mitarbeiter erhöhen Kundenzufriedenheit und Gewinn.

Die Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat gerade für Unternehmen im Dienstleistungssektor unmittelbaren Einfluss auf Umsatz und Profitabilität. Dies belegen die Ergebnisse einer Studie, die Prof. Dr. Jens Hogreve (Inhaber des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Hagen sowie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe erstellt hat. „Unsere Ergebnisse sind vor allem deshalb relevant, weil ausgerechnet im Dienstleistungsbereich die Angestellten mit der geringsten Zufriedenheit zu finden sind“, erklärt Hogreve.

Das Gewicht der Liebe: Wer zusammenzieht, nimmt zu.

Paare leben in der Regel gesünder und länger als Singles. Jedoch wiegen sie im Durchschnitt auch mehr als Alleinlebende. Unklar war bisher, wie sich Veränderungen von Beziehungen auf das Körpergewicht auswirken und wann Paare am meisten zunehmen. Um das herauszufinden, haben Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, der Universität Mannheim, der Universität Leipzig und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Daten von 20.000 Menschen über einen Zeitraum von 16 Jahren ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im Journal Health Psychology veröffentlicht.

Empirische Sonderpädagogik: FörderschülerInnen benötigen besondere Hilfe im Umgang mit Stress.

Empirische Sonderpädagogik: Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind stärker als Regelschüler durch Stress gefährdet und benötigen daher besondere Hilfen zur Entwicklung von Stresstoleranz, empfehlen Jennifer Beck und Heinrich Tröster (TU Dortmund); ihre Studie erschien in der Zeitschrift „Empirische Sonderpädagogik“ (Ausgabe 3/2017).

Computerspielabhängigkeit als Erkrankung.

Expertengruppe plädiert für die Aufnahme in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) - Zahl der Hilfesuchenden steigt in vielen Ländern deutlich an

Computerspielabhängigkeit soll als offizielle Erkrankung anerkannt werden. 55 Autorinnen und Autoren aus nahezu allen Regionen der Welt legen die Gründe dafür in einer aktuellen Stellungnahme in der Zeitschrift "Journal of Behavioral Addictions" dar. Unter ihnen sind auch zahlreiche Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Angst-Räumen in der Stadt auf der Spur.

Angst - Räumen in der Stadt auf der Spur

Radler spüren den kalten Angstschweiß, wenn ihnen ein Lkw zu nahe kommt, Fußgänger fühlen sich in der Unterführung mulmig, eine Straßenecke weiter genießen sie das entspannte Flanieren. Die räumlichen und sozialen Strukturen einer Stadt lösen individuell, aber auch kollektiv unterschiedliche Empfindungen aus. Das Projekt Urban Emotions am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt Methoden, diese Gefühle messbar zu machen, um sie bei der Stadt- und Raumplanung zu berücksichtigen.

Wohin mit dem alten Fernseher? Was Konsumenten zum Neukauf motiviert.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen einen neuen Fernseher – würden Sie Ihr altes Gerät lieber dem Händler in Zahlung geben, es spenden oder für den gleichen Betrag einen Nachlass beim Kauf des neuen Gerätes nutzen? Georg Felser (Hochschule Harz, Wernigerode) hat Konsumentscheidungen dieser Art untersucht: Die Ergebnisse, unter welchen Bedingungen Käufer eher geneigt sind, Altes durch Neues zu ersetzen, sind nachzulesen in der aktuellen Ausgabe des Journals „Wirtschaftspsychologie“ (II/2018).

Warum der „Aufbau Ost“ nicht funktionieren konnte.

Prof. Dr. Marcel Tyrell

Prof. Tyrell von der Universität Witten/Herdecke sagt: Der lange Stasi-Schatten, die Digitalisierung und die Globalisierung sind schuld.

Die Wirtschaftskraft in Deutschland ist auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung zwischen Ost und West sehr ungleich verteilt. Der Experte für Banking und Finance der Universität Witten/Herdecke (UW/H), Prof. Dr. Marcel Tyrell, hat in zwei Studien die Ursachen untersucht: Die Stasi-Vergangenheit, die Digitalisierung und die Globalisierung sind demnach die Hauptverdächtigen.

Behandlung von Depressionen erfolgt oft nicht leitlinienkonform.

Die Menge der jährlich in Deutschland verordneten Antidepressiva würde ausreichen, um 3,8 Millionen Menschen das ganze Jahr über mit Tabletten zu versorgen. Das sind sieben Mal so viele wie noch vor 25 Jahren. Gleichzeitig würden nur bei jedem fünften bis sechsten Versicherten, der Antidepressiva verordnet bekommt, auch psychotherapeutische Verfahren abgerechnet, so Professor Dr. rer. nat. Gerd Glaeske, Leiter der Abteilung für Gesundheit, Pflege und Alterssicherung am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen. Er verweist auf entsprechende Daten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Fachtagung "False Memory": Wenn Frauen sich und andere mit fiktiven "Erinnerungen" quälen .

Eine fehlerhafte Therapie oder Lebensberatung kann bei psychisch belasteten Frauen suggestiv Pseudoerinnerungen auslösen - z.B. "Erinnerungen" an einen Missbrauch, der in Wirklichkeit nie stattfand. False Memory Deutschland e.V. bietet mit einer Fachtagung am 9. November 2018 in Frankfurt/Main der Fachöffentlichkeit und Betroffenen psychologisch/psychotherapeutische und juristische Hintergrundinformationen zum Thema. Detailliertes Programm und Anmeldung unter: www.false-memory.de.

Fanprojekte im Fußball – Gewaltprävention in der Fan- und Ultraszene wichtiger denn je.

Gewalt in der Fanszene des deutschen Fußballs ist keine Ausnahmeerscheinung. Längst finden verschiedene größere und kleinere Ausschreitungen von Ultras bzw. Hooligans auch breite mediale Beachtung – jüngst bei den Ausschreitungen in Chemnitz, deren Auslöser der Aufruf einer rechtsradikalen Ultra-Gruppierung war. Die Gewaltprävention innerhalb der Vereinsarbeit und Fanszene ist entsprechend wichtig und sollte unterstützt werden – Daniel Deimel, Marius Künzel, Philipp Lessel und Thorsten Köhler von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen stellen den präventiven Ansatz der sogenannten Fanprojekte vor. Ihr Beitrag ist erschienen im „5. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018“ (hrsg. von akzept e.V.).

Feministische Psychotherapie: Rollenklischees auflösen.

Alle Menschen sind entweder männlich oder weiblich sozialisiert, haben bestimmte Bewertungen und Konstrukte in ihren Köpfen, was „weiblich“ und „männlich“ bedeutet. Diese Aspekte einerseits zu beachten, andererseits aber nicht in engen Gender-Grenzen zu verharren, um wirklich Heilung zu erreichen, ist die Aufgabe sogenannter feministischer Psychotherapie.

Dr. Bettina Zehetner (Wien) erklärt in ihrem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Psychologie und Geselllschaftskritik“ (1/18), woran man feministische Therapie erkennen kann und warum diese auch aus gesellschaftlicher Sicht unverzichtbar sein sollte – nicht nur für Frauen.




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