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Flucht und Sucht: Unsicherheit und Langeweile fördern kritischen Substanzmittelkonsum

Etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge leben derzeit in Deutschland, der Großteil von ihnen stammt aus Syrien, Afghanistan, Irak, Iran und Eritrea. Viele von ihnen sind traumatisiert, entwickeln psychische Störungen. Das Thema Sucht ist dabei fast allgegenwärtig. Eva Egartner und Beate Zornig-Jelen haben ihre Erfahrungen zum Thema suchtmittelkonsumierende Flüchtlinge in „rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie“, Ausgabe 2.2019, zusammengefasst.

Wirtschaftspsychologie: Frauen im Talentmanagement verlässlich einschätzen und fördern

Wirtschaftspsychologie: Frauenquote, Frauenförderpläne, Gender-Mainstreaming-Maßnahmen – es wird viel unternommen, um den Anteil von Frauen im Management zu erhöhen. Scheinbar mit wenig Erfolg: Der Frauenanteil an der Spitze deutscher Unternehmen beträgt nur knapp über 20 Prozent. Prof. Dr. Heike Schinnenburg und Prof. Dr. Nicole Böhmer (Hochschule Osnabrück) suchten die Ursachen der sog. „leaky pipeline“ dort, wo die Besetzung wichtiger Stellen ihren Anfang nimmt: im Talent-Management. Die Studienergebnisse erschienen in „Wirtschaftspsychologie“ 3/2018.

Suchterkrankungen sind typische Folgen einer westlichen Wohlstandsgesellschaft

In wohlhabenden Ländern mit hohem sozialen Zusammenhalt sind Suchterkrankungen überdurchschnittlich häufig. Georgi Dragolov und Klaus Boehnke (Jacobs University Bremen) haben untersucht: Wirkt sich das soziale Klima einer Gesellschaft auf die Gesundheit der Einzelnen aus? Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Psychologen im Reader „Kultur, Psyche und Gesundheit“ (hrsg. von Olaf Morgenroth und Angela Kindervater).

Magersucht kann in den Genen liegen

Anorexia nervosa, besser bekannt als Magersucht, ist nach Angaben des National Center of Excellence for Eating Disorders, USA, die psychiatrische Erkrankung mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Im Rahmen einer internationalen Studie unter Beteiligung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen konnte jetzt aufgezeigt werden, dass die Erkrankung auch genetische Ursachen haben kann. Hierüber berichtet jetzt das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature Genetics.

Depressiv durch Facebook und Co.

Toller Urlaub, super Party, süße Kinder, abgefahrenes Essen: In sozialen Netzwerken zeigen alle ihr Leben von der Sonnenseite. Wer sich hier umschaut, dessen Selbstwertgefühl kann leicht leiden, weil vermeintlich alle besser sind als man selbst. In Gefahr, dadurch depressive Symptome zu entwickeln, sind vor allem Nutzer, die soziale Netzwerke passiv nutzen, also selbst nicht posten, und dazu neigen, sich mit anderen zu vergleichen. Das hat ein Team der Psychologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Phillip Ozimek herausgefunden. Über die Ergebnisse berichtet die Zeitschrift Behaviour and Information Technology am 12. Juli 2019.

Empirische Sonderpädagogik: Mit Sport Impulsivität reduzieren – ADHS-Schülern das Lernen erleichtern

Hampelmann, Klassenclown – hyperaktive Kinder haben viele Namen. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass es ihnen schwerfällt, still zu sitzen, sich zu konzentrieren, aufmerksam zu sein. Schlechte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn, so viel ist sicher – und auch eine Herausforderung für Lehrer. Gino Casale, Miriam Brüggemann und Thomas Hennemann suchten Lösungen für dieses Problem und entwickelten ein Hochintensives Intervalltraining (HIIT) für ADHS-Schüler, das vor allem am Potential sportlicher Aktivität ansetzt. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in „Empirische Sonderpädagogik“, Ausgabe 1/2019.

Nicht nur „Gefühle malen“ – Kunsttherapie mit handwerklichem Einsatz

Chronisch alkoholabhängige Menschen haben oft nicht mehr viel mit der Person gemeinsam, die sie vor ihrer Abhängigkeit waren. Sie haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren, sind innerlich „stehen geblieben“ und zeigen kaum aktives Handeln. Umso schwieriger ist es für Psychotherapeuten oder Sozialarbeiter, sie zu einem aktiven und selbstregulierenden Handeln zu bewegen. Anne Schulz-Delcuve von der Caritas in Bonn versucht es mit kunsttherapeutischen Maßnahmen: In einer umfassenden Projektarbeit hat sie beachtliche Erfolge in der Arbeit mit suchtkranken Patienten erzielt – nachzulesen im Journal Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, Ausgabe 1/19.

Klärungsorientierte Psychotherapie: Wie Klienten lernen, ihren Problemen ins Auge zu blicken

Kommt ein Klient in eine Psychotherapie, möchte er dringend seine Probleme lösen. Doch von einem gewissen Therapiestadium an, scheut er davor zurück, dem Problem tief ins Auge zu blicken. Meist unbewusst versucht der Klient dann, die Bearbeitung des Problems zu vermeiden. Lässt der Therapeut dies zu, wird er seiner Aufgabe nicht gerecht, die Behandlung misslingt. Professor Dr. Rainer Sachse und Kolleginnen (Bochum) konkretisieren, wie es gelingt, Klienten auch bei aversiven Themen in einer klärungsorientierten Reflexion zu halten. Erfahrungen und Anregungen bieten die Reader "Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie", Band I. und II.

 

Wie sich Aufschieber und Macher genetisch unterscheiden

Manche Menschen neigen dazu, Handlungen aufzuschieben. Bei Frauen geht dieser Charakterzug mit der genetischen Veranlagung einher, einen höheren Dopaminspiegel im Gehirn zu besitzen. Das fanden Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dresden mit genetischen Analysen und Fragebögen heraus. Bei Männern konnten sie diesen Zusammenhang nicht feststellen.

Wirtschaftspsychologie: Wer bewältigt die tägliche Informationsflut am Arbeitsplatz besser: „Jung“ oder „Alt“?

Wirtschaftspsychologie: Wer geht am Arbeitsplatz eigentlich besser mit der täglichen Informationsflut um - jüngere oder ältere Kollegen? Die Jüngeren, sagen viele – weil sie fitter sind beim Bedienen moderner Medien und sie ihre gesamte berufliche Entwicklung schon in einem digitalisierten Umfeld durchlebt haben. Indes gibt es gute Gründe, auch bei diesem Thema die Älteren keinesfalls abzuschreiben.

Antisemitismus:"Jude" ist ein gängiges Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen

Antisemitismus wird wieder mehr und mehr zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem. Antisemitische Ausschreitungen, kippatragende Juden, die auf offener Straße angegriffen werden – kürzlich wurde sogar der Echo-Musikpreis abgeschafft, auf der Spitze einer Debatte über shoaverharmlosende Textzeilen in Rapsongs. Jugendliche, nicht zuletzt Hauptzielgruppe dieser Musikrichtung, sind besonders gefährdet, antisemitisches Denken vorbehaltlos zu adaptieren. Katharina Rhein und Tom David Ulrich von der Bildungsstätte Anne Frank berichten in Psychologie & Gesellschaftskritik (Ausgabe 1/2019) über ihre politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, vor allem in pädagogischen Räumen.

Alternativer Drogen- und Suchtbericht: E-Zigaretten dienen als wirksame Raucherentwöhnung

Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2019: Die E-Zigarette ist zwar nicht risikolos, erleichtert jedoch Nikotinabhängigen den "Rauchausstieg". Der aktuelle Rückgang des Tabakkonsums ist auch der E-Zigarette zu verdanken, belegt der 6. Alternative Drogen- und Suchtbericht 2019. Wer einen Rauchstopp versucht, verdoppelt mit einer vorübergehenden Verwendung von E-Zigaretten seine langfristigen Erfolgschancen.




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