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Verhaltenstherapie: Weiterentwicklung durch linguistische Operationalisierungen.

Die Verhaltenstherapie ist eine „komplexe“ Domäne – sie durchläuft immer wieder relevante Weiterentwicklungen, Veränderungen, Anpassungen und ist bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen erfolgreich. Dabei ist sie bestrebt, die Ergebnisse der psychologischen Grundlagenforschung für konkrete therapeutische Schritte zu nutzen. Prof. Dr. Max Leibetseder (Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien) bietet eine Weiterentwicklung durch linguistische Operationalisierungen. Er gibt in seinem aktuellen „Grundlagenbuch Verhaltenstherapie“ einen Gesamtüberblick über den neuen Forschungsstand und die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten

Gedopt durch Nahrung.

Die Ausschüttung von Dopamin reguliert unser Essverhalten

 

Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht, dann sind wir nur noch bedingt Herr unserer selbst. Am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln konnten Wissenschaftler zeigen, dass unser Magen-Darm-Trakt im ständigen Austausch mit dem Gehirn steht und mit Belohnungsreizen unser Verlangen nach Essen kontrolliert.

Logotherapie: Spiritualität ist kein Medikament.

Logotherapie: Der Mensch ist aus sich selbst heraus religiös, "in seinem Unbewussten viel religiöser als er in seinem Bewusstsein ahnt." Der Psychiater Viktor Frankl sprach von einem "unbewussten Gott". Daher benötigt der Mensch insbesondere in der Psychotherapie Antworten auf sein "religiöses Begehren". Der Psychiater Professor Dr. Jörg Zimmermann und Kollegen reflektieren die Thematik in ihrem Reader "Psychotherapie, Naturwissenschaft und Religion".

 

Wirtschaftspsychologie: Wie Talent-Management zur Gleichberechtigung im Beruf beitragen kann.

Wirtschaftspsychologie: Warum gelingt Frauen außerhalb typischer Frauenberufe relativ selten eine Karriere? Angelica Marte und Isabelle Ermer beobachten in einer empirischen Untersuchung keinen Hinweis auf ein "geringeres Maß an Führungsmotivation" bei Frauen, jedoch häufiger eine Prägung durch "starke Versagensängste". Wie die Wissenschaftlerinnen in der unabhängigen Fachzeitschrift WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE berichten, können sie bei Frauen ausgeprägte Vermeidungstendenzen im Anschlussmotiv, im Leistungsmotiv, im Machtmotiv und im Führungsmotiv erkennen.

Eltern gefährden regelmäßig Kinderrechte bei der digitalen Mediennutzung.

Die Nutzung digitaler Medien in Familien führt oftmals zu einer gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, deren Resultate in Berlin vorgestellt worden sind.

Harm Reduction – die Erfolge niedrigschwelliger Drogenarbeit.

Lange Zeit bestand die Drogenhilfe bzw. -behandlung ausschließlich aus abstinenzorientierten Konzepten. Heute sind Strategien der sogenannten „Schadensminderung“ sogar zentrale Elemente übergeordneter Public-Health-Vorgehensweisen. Unter anderen empfehlen die WHO sowie United Nations Office on Drug and Crimes (UNODC) Interventionen aus dem Bereich „Harm Reduction“. Welche Ergebnisse diese Vorgehensweise ertragen, berichtet Dr. Heino Stöver (Frankfurt University of Applied Sciences) in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift rausch (4/18_1/19).

Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch Selbsthilfegruppe: Statistik 2017 der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände erschienen.

Neu erschienen ist eine Statistik der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände (Blaues Kreuz in Deutschland e.V., Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche - Bundesverband e.V., Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband e.V., Guttempler in Deutschland e.V. und Kreuzbund e.V.) für das Jahr 2017. Die Erhebung enthält wichtige Angaben zur Arbeit in den Sucht-Selbsthilfegruppen, deren Leistungen, zu Entwicklungen und neuen Tendenzen. Finanziell gefördert wurde die Erhebung von der Techniker Krankenkasse.

Durchbruch bei der Entwicklung der „Xenotransplantation“.

Xeno

Einem internationalen Team um Forscher des LMU-Klinikums in München ist es erstmals gelungen, genetisch veränderte Schweineherzen lebenserhaltend langfristig in Paviane zu verpflanzen. Das Pavianherz wurde mithin durch ein Schweineorgan ersetzt.

Prostatakrebs: neues Computermodell erlaubt Prognose des Krankheitsverlaufs.

Wie wird eine gesunde Zelle zu einem Tumor? Um diese Frage zu beantworten, hat ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen mit internationalen Arbeitsgruppen fast 300 Prostatatumoren untersucht. Die Ergebnisse beschreiben, wie sich die Erbinformation einer Prostatazelle auf dem Weg zur Entartung verändert. Mithilfe eines neu entwickelten Computermodells lässt sich nun berechnen, wie die Krankheit voraussichtlich verlaufen wird. Das soll maßgeschneiderte Therapien ermöglichen. Veröffentlicht wurde die Studie jetzt in der Fachzeitschrift Cancer Cell*.

Kranke High-Performer: wie Psychotherapie kontinuierlich scheitert.

Wenn Achim sich unter freiem Himmel befindet, kann ihn die Empfindung überkommen, als würde er nach oben gerissen - von einem magischen Sog des Horizonts. Achim ist in wechselnder psychotherapeutischer Behandlung und arbeitet seit einem halben Jahrzehnt erfolglos an seiner Dissertation. Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert, Psychotherapeut und Psychiater, berichtet detailliert über Achim und vier weitere "High-Performer", denen die überforderte Psyche den geplanten Karriereweg versperrt. Die authentischen Berichte allesamt erfolgloser bis desaströser Behandlungsverläufe stellen kritische Fragen an das Selbstverständnis der psychotherapeutischen Professionen.

Wilhelm Wundt: gerühmt, bewundert - und neu erklärt.

Wilhelm Wundt (1832-1920) wird als Gründer der wissenschaftlichen - v.a. experimentellen - Psychologie reichlich gerühmt. Als Neurophysiologe, Psychologe und Philosoph "hat er einen theoretischen Horizont geschaffen wie kaum ein späterer Psychologe." Die Rezeption leidet jedoch meist unter Verengungen und Missverständnissen. Jochen Fahrenberg reagiert darauf mit seiner neuen Monografie, die nicht nur einen Überblick über das Gesamtwerk freigibt, sondern auch ungenutzte Anregungspotentiale für die aktuelle Wissenschaft erkennen lässt

Progredienzangst: die Angst vor der Rückkehr einer Krebserkrankung.

Wer einmal in seinem Leben an Krebs erkrankt ist, muss mit der Befürchtung leben, die Erkrankung könnte wieder auftreten. Diese sogenannte Progredienzangst tritt bei den meisten ehemaligen Krebspatienten auf – bei manchen allerdings nimmt sie derart große Ausmaße an, dass eine psychotherapeutische Behandlung der Angst notwendig wird. PD Dr. Andreas Dinkel (Klinikum rechts der Isar, TU München) fasst zusammen, welche Therapieansätze in diesem Falle anzeigt sein können (nachzulesen in der aktuellen Ausgabe 2/18 der Zeitschrift Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin).




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