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Alkoholbedingte Hirnschäden schreiten während Abstinenz weiter fort

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim hat herausgefunden, dass Hirnschäden durch Alkohol nach einem Entzug noch für mindestens sechs Wochen fortschreiten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit langfristiger Abstinenzperioden. Die Forscher warnen auch, dass durch übermäßigen Alkoholkonsum verursachte Strukturdefizite im Gehirn weit früher auftreten können, als gegenwärtig angenommen.

Hotline zur Computerspiel-Sucht bei Kindern: Beratung zum Thema Gaming

Computerspielen gehört heute fest zum Alltag der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Rund drei Millionen 12- bis 17-Jährige „zocken“ regelmäßig, 465.000 Jugendliche in Deutschland zeigen sogar ein riskantes Spielverhalten. Die Betroffenen fehlen häufiger in der Schule, haben oft emotionale Probleme und geben deutlich mehr Geld für Spiele aus. Das ergab die jüngste Studie der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Sonderpädagogik: Was verstehen eigentlich LehrerInnen unter Inklusion?

Inklusion – alle reden darüber, jeder bildet sich eine Meinung zum Thema. Doch was genau versteht man eigentlich darunter? Gibt es einheitliche Definitionen? Bodo Przibilla, Friedrich Linderkamp und Philipp Krämer (Universität Wuppertal) haben die Berufsgruppe befragt, die es (eigentlich) wissen müsste: LehrerInnen. Ihre Ergebnisse sind in Ausgabe 3/18 des Journals „Empirische Sonderpädagogik“ veröffentlicht worden. Dass Meinungen zum Thema auseinandergehen, ist klar – dass aber selbst an Schulen sehr unterschiedliche Verständnisse des Konzeptes „Inklusion“ vorherrschen, überrascht.

Transplantation: Das Solidarmodell wäre gerechter und nützlicher als die Widerspruchslösung

Transplantation: Die Mehrheit der Ärzteorganisationen plädiert mit Gesundheitsminister Jens Spahn für die Einführung der Doppelten Widerspruchslösung: Die Gesetzesänderung soll die Zahl der Organspender erhöhen. Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) widerspricht: Die Widerspruchslösung sei nicht nur ethisch fragwürdig, sondern könnte auch u.U. die bereits beachtliche Organspende-Bereitschaft in der Bevölkerung senken.

Wirtschaftspsychologie: Der Goldstandard für ein Bewerbungsgespräch bleibt face to face

Wirtschaftspsychologie: Immer öfter werden Bewerbungsgespräche per Video geführt. Dies kann Zeit und Kosten sparen. Doch die Akzeptanz des Formats ist bei Bewerbern gering; ein face-to-face-Gespräch wird generell bevorzugt, ergab eine Studie.

Dr. Johannes M.J. Basch und Kollegen berichten darüber im Abstractband zum 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Linguistik für Psychotherapie: Sprache analysieren, differenzieren und kunstvoll einsetzen

Das wichtigste psychotherapeutische Instrument ist die Sprache. Dennoch ist erst jetzt das erste Lehrbuch zur Psychotherapie erschienen, das die Expertise der Linguistik detailliert nutzt. Max Leibetseder (Salzburg) titelt zwar "Grundlagenbuch Verhaltenstherapie", doch er bietet Angehörigen aller Psychotherapie-Schulen teils ungewohnte Einblicke und Anregungen. Alfred Pritz reflektiert in seinem Geleitwort eine "Richtung eines gemeinsamen Psychotherapiekosmos".

Chronobiologie und Chronopsychologie: Wie Rhythmen unser Leben bestimmen

Es wurde höchste Zeit: Das EU-Parlament schafft die Sommerzeit ab. Der Laie fühlt es, Wissenschaftler belegen es: Die unausgeschlafenen Frühaufsteher verstehen schlechter, lernen schlechter, arbeiten schlechter ... Dr. Tanja Gabriele Baudson und KollegInnen beschreiben in einem Reader, wie elementar und unentrinnbar wir von unserer "inneren Uhr" bestimmt sind: "Chronobiology and Chronopsychology".

 

Psychologie: Wann Frauen den Höhepunkt ihres Begehrens erreichen

Das Thema ist (nicht nur) für die Forschung immer wieder attraktiv: Wann erliegt eine Frau am ehsten männlichen Reizen? Die psychobiologische Arbeitsgruppe der Universität Göttingen (Prof. Der. Lars Penke et al.) bestätigt in einer Studie experimentell: In der Phase der Ovulation erreicht das sexuelle Begehren der Frau seinen Höhepunkt. Evolutionspsychologisch gesehen ist dies im Interesse einer reichlichen Nachkommenschaft.

Systemische Psychologie: heilsame Empfehlungen für Familien mit chronisch kranken Kindern

Ist ein Kind chronisch krank, beeinflusst es die gesamte Familienstruktur; sie kann ihrerseits schwerkrank werden - oder Selbstheilungskräfte aktivieren. Welche Gefahren drohen, welche Herausforderungen und Chancen entstehen? Wie können Kinder und ihre Angehörigen geschult werden, mit der Krankheit konstruktiv umzugehen? Dres. Arist von Schlippe, Stephan Theiling und Kollegen bieten in ihrem interdisziplinären Lesebuch "Niemand ist allein krank" einen Überblick - gut verständlich für betroffene Familien und ihre Therapeuten.

 

Übermannt von Gefühlen - Borderline-Patientinnen zeigen erhöhte Spiegelneuronen-Aktivität

Unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, auch BPS abgekürzt, leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Partner und Bezugspersonen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Innsbruck haben nun mit Hilfe einer funktionellen Bildgebungsstudie die Hirnaktivitäten von Patientinnen mit Borderline-Störung untersucht und sind dabei auf einen interessanten Befund gestoßen.

Studieren und Dozieren ohne Stress: die Kunst, erfolgreich zu lernen und zu lehren

Studierende klagen immer häufiger und heftiger über Stress; der Prüfungs- und Zeitdruck nervt. Die Beratungsstellen werden zunehmend in Anspruch genommen, teilt das Deutsche Studentenwerk mit. Der Arbeitspsychologe Professor Dr. Manfred Mühlfelder wundert sich nicht: Denn Dozierende und Studierende ignorieren regelmäßig einschlägige Regeln rationalen und rationellen Arbeitens. In seiner Monografie "Studieren macht krank oder Freude" bietet er tiefgreifende Analysen und Empfehlungen anhand der modernen Arbeitspsychologie.

Ängste, Depressionen, mangelnde Therapietreue: wenn psychische Probleme den Transplantationserfolg gefährden

Die Verpflanzung eines Organs findet immer in einer Krisensituation statt, die nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche des Empfängers betrifft. Meist geht der Transplantation eine lange Phase schwerer Erkrankung voraus mit Klinikaufenthalten, Abhängigkeit von Maschinen, Ungewissheit und Todesangst. Unbehandelte psychische Probleme und andere ungünstige psychosoziale Faktoren, etwa unrealistische Erwartungen an den Eingriff, können mit der Grund sein, weshalb das transplantierte Organ abgestoßen wird. Wie Transplantatempfänger und Lebendorganspender psychosozial vor und nach der Operation begleitet werden sollten, entwickeln Experten derzeit in einer neuen S3-Leitlinie, die ab 2020 wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen geben soll.




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