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Moderne Assistenzsysteme: Wie Senioren, Behinderte und Pflegende entlastet werden können

Immer mehr Senioren und Behinderte wünschen, immer länger in der eigenen Wohnung selbständig zu bleiben. Und: Pflegende im ambulanten wie im stationären Bereich benötigen immer mehr Entlastung. Technische Assistenzsysteme bieten hier wertvolle Möglichkeiten, bleiben jedoch wenig genutzt. Drei aktuelle Handbücher stellen unterschiedlichste Neuentwicklungen und ausgereifte Lösungen vor

Moderne Assistenzsysteme für Senioren, Behinderte und Pflegende entlastet werden können

Am ehsten sind Betroffene an Techniken interessiert, die Stürze oder andere Problemsituationen selbständig registrieren und externe Helfer alarmieren. Damit wird die Intimsphäre zwar von außen einsehbar; dies sehen die meisten Senioren unkritisch. Wichtig ist ihnen eher, die Gemütlichkeit der Wohnung zu erhalten und die Technik so dezent wie möglich zu installieren, berichten Autoren im Reader "Innovative Lösungen für eine alternde Gesellschaft". Sie stellen eine Modellwohnung vor, die an der TU München mit den verschiedensten Tools ausgestattet wurde. Betroffene interessieren sich hier meist für eine Hebevorrichtung, die es ihnen ermöglicht, mühelos vom Bett aus aufzustehen.

 

Der Reader "Umgebungsunterstütztes Leben" stellt u.a. interaktive telemedizinische Mess- und Therapiemanagement-Systeme vor: für Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bewegungsbehinderungen u.a.. Z.B.  wurde ein Bewegungstrainer entwickelt, der Kalorienverbrauch und andere physiologische Daten erfasst. Diese Informationen sind die Basis für eine als Spiel aufbereitete Echtzeitanimation auf dem Fernsehgerät, z.B. ein Radrennen. Die vom Therapeuten bewerteten Trainingsergebnisse werden dem Nutzer zusammen mit einer Trainingsempfehlung auf den Bildschirm zurückgegeben.

 

Inkontinenz zählt im höheren Alter zu den Problemen, die viele Menschen vereinsamen lassen. Der ungesteuerte Harnfluss wird von Betroffenen häufig nicht oder verspätet wahrgenommen. Ein Geruchssensor kann den "Störfall" sehr schnell an ein Handy melden und bei Betroffenen oder Pflegenden eine sofortige Reaktion auslösen. Über diese und andere Neuentwicklungen berichtet der Reader "Assistive Systeme und Technologien ..."

 

Nach vielleicht anfänglichem Zögern akzeptieren die meisten Senioren auch komplexe Technik. Um eventuelle mentale Barrieren abzubauen und die unbefangene Nutzung zu trainieren, haben Cornelia Kricheldorff und Kolleginnen ein interdisziplinäres Dialoginstrument entwickelt.

 

Guido Kempter, Isabella Hämmerle (Hrsg.): Umgebungsunterstütztes Leben. Pabst, 156 Seiten, ISBN 978-3-95853-316-5 

 

Cornelia Kricheldorff, Lucia Tonello: IDA - Das interdisziplinäre Dialoginstrument zum Technikeinsatz im Alter. Pabst, 136 Seiten, ISBN 978-3-95853-213-7

 

Christophe Kunze, Cornelia Kricheldorff (Hrsg.) Assistive Systeme und Technologien zur Förderung der Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf. Pabst, 156 Seiten, ISBN 978-3-95853-262-2

 

Felix Piazolo, Stephen Schlögl (Hrsg.) Innovative Lösungen für eine alternde Gesellschaft. Pabst, 184 Seiten, ISBN 978-3-95853-372-1

 

 




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