NEWSBÜCHERJOURNALESHOP



 

Sie befinden sich hier: JOURNALE » Wirtschaftspsychologie » Bisher erschienen

« zurück

Wirtschaftspsychologie

Bisher erschienen

2012-3

Editorial
Marc G. Lucas, Lorenz Fischer

Grundlagen einer neo-integralen transformationalen Führung und Organisationsentwicklung
Marc G. Lucas
Zusammenfassung | Abstract


Integrale Theoriebildung

Führungstheorien auf dem Prüfstand - Eine Spurensuche nach (proto-)integralem Denken in der Führungslehre
Jürgen Deeg, Jürgen Weibler
Zusammenfassung | Abstract

Integral leadership: Generating space for emergence through quality of presence
Jonathan Reams, Anne Caspari
Zusammenfassung | Abstract

Die Bedeutung von praktischer Weisheit für die integrale Führungs- und Organisationspraxis
Wendelin M. Küpers
Zusammenfassung | Abstract

Leadership to the power of 8: Leading self, others, organization, system and supra-system
Marilyn Hamilton
Zusammenfassung | Abstract


Führungs- und Organisationspraxis

Ethische Resilienz. Ein integraler Ansatz für Training und Coaching von Integrität bei Führungskräften
Ursula Wagner, Guido Fiolka
Zusammenfassung | Abstract

Lernen als Führungsaufgabe in Organisationen: Handlungsregulation als theoretisches Modell und Aspekte der Implementierung unter integraler Perspektive
Ellen Aschermann, Claudia Härtl-Kasulke
Zusammenfassung | Abstract

Holakratie - ein systemisch-integraler Entwicklungsansatz für Führung und Organisation
Dirk Weller, Regina Hunschock
Zusammenfassung | Abstract

Why some investors care about the parity of people, planet, and profit and others do not
Mariana Bozesan
Zusammenfassung | Abstract

 


Grundlagen einer neo-integralen transformationalen Führung und Organisationsentwicklung
Marc G. Lucas

Der Beitrag will eine systematische Übersicht über die konkreten Ausformungen und Möglichkeiten einer entstehenden integralen Führungsforschung und -theoriebildung bieten. Zunächst wird der integrale Ansatz nach seiner Herkunft und seinem Geltungsanspruch beschrieben und dann im Sinne eines multitheoretischen Ansatzes für eine akademische Forschung zugänglich und praktikabel gemacht. Es wird bewusst nicht der Versuch unternommen einen weiteren Beitrag zu integraler Metatheorie zu leisten. Die Perspektive und Zielsetzung ist insbesondere durch den Versuch geprägt integrale Forschung "wissenschaftsfähig" zu machen.

Schlüsselwörter: integral, Führung, Erwachsenenentwicklung, Organisationsentwicklung, Transformation, Metatheorie, Multitheorie, Inhaltsübersicht


Foundations of a Neo-Integral Transformational Leadership and Organizational Development

The article aims at providing a systematic overview on the concrete forms of appearance of and options for an emergent integral leadership research and related theory construction. First, the integral approach is described by its origin and validity claim, then - in terms of a multi-theoretical approach - it is made available for academic research. Deliberately, this is no attempt to deliver one more contribution to integral meta-theory. Perspective and objective are particularly characterized by the effort of making integral research "sciential”.

Key words: integral, leadership, adult development, organizational development, transformation, metatheory, multitheory, overview of contents


Dr. Marc G. Lucas
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Personalführung und Organisation
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
FernUniversität in Hagen
Profilstr. 8
58084 Hagen
marc.lucas@fernuni-hagen.de

Lucoco Lucas Consulting & Coaching
marc.lucas@lucoco.de

nach oben


Führungstheorien auf dem Prüfstand - Eine Spurensuche nach (proto-)integralem Denken in der Führungslehre
Jürgen Deeg, Jürgen Weibler

Die Führungslehre ist heutzutage höchst facettenreich. Wesentlich verantwortlich dafür ist ihre multidisziplinäre Verfasstheit, die zu einer außerordentlichen Vielgestaltigkeit in der Theoriebildung geführt und damit eine erhebliche, fast unüberbrückbare Heterogenität befördert hat. Vor diesem Hintergrund mehren sich deshalb solche Stimmen, die eine integrierende Herangehensweise fordern. Der vorliegende Beitrag nimmt dies zum Anlass, die bestehenden Theorieangebote mit dem integralen Denkansatz zu betrachten, ihre Positionierung dabei metatheoretisch zu analysieren und hierdurch Trennlinien und Diskrepanzen, aber auch Zusammenhänge und Überlappungsbereiche zu bestimmen. Da sich integrale Konzepte und Modelle ganz besonders der Entwicklungsfähigkeit und der Entwicklungsbereitschaft von Personen oder sozialen Gebilden widmen, fokussieren auch wir unsere führungstheoretischen Analysen hierauf. Danach legen wir in einem Fazit dar, welche darüber hinaus gehenden integralen Entwicklungspotenziale (in) der Führungslehre aus Sicht dieses Beitrags bestehen.

Schlüsselwörter: Führung, Führungstheorien, Integraler Ansatz, Meta-Theorie


Leadership theories on trial - A search for integral traces in leadership studies

There are an almost infinitive number of ways to study leadership. It would appear that multi-disciplinary approaches to leadership research and their corresponding heterogeneity can be considered responsible for this situation. Therefore, this article answers the recent call for a more integrative theory building. Hence we take the opportunity to examine existent leadership theories from an integral point of view. By means of a meta-theoretical analysis separating lines and discrepancies are identified, as well as overlapping areas and coherences. The subsequent evaluation of basic leadership theories focuses on this, corresponding to the special emphasis integral approaches place on the developmental processes of different entities. Following this, the developmental potential inherent in leadership studies is discussed in an integral sense.

Key words: integral approach, leadership, leadership theory-building, meta-theory


Dr. Jürgen Deeg
juergen.deeg@fernuni-hagen.de

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Weibler
juergen.weibler@fernuni-hagen.de

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Personalführung und Organisation
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
FernUniversität in Hagen
Profilstr. 8
58084 Hagen

nach oben


Integral leadership: Generating space for emergence through quality of presence
Jonathan Reams, Anne Caspari

This article outlines a view of integral leadership as integrity with a quality of presence that opens spaces for what wants to emerge. A focus is on describing Heifetz’s notion of adaptive leadership as creating a holding environment for work to be done. This is framed in terms of how integrity, subtle energies and intuition combine with late stage ego development capacities to create a quality of presence that enables requisite spaces to be opened up and held. This view is contextualized in relation to existing discourse in the field and the authors’ experience in leadership development work. In addition to laying a foundation for the view of leadership used, the concept of integral is examined in relation to integrity. This forms the basis for quality of presence, while intuition is shown to be an essential function in the authors’ conception of integral leadership. Intuition is explored in relation to stages of cognitive/ego development, which are also explored in terms of their function and contribution to integral leadership. Future lines of inquiry arising from this conception are presented.

Key words: construct aware, integral, integrity, intuition, leadership


Integrale Führung: Raum geben durch die Qualität integrer Gegenwart

Dieser Artikel beschreibt einen Blick  auf integrale Führung als Integrität mit einer Qualität von Gegenwart, die Räume für das öffnet, was entstehen will. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschreibung von Heifetz’ Begriff der adaptiven Führung, die als die Schaffung einer unterstützenden Umgebung für eine anstehende Aufgabe verstanden wird. Dies wird damit in Beziehung gesetzt, wie Integrität, subtile Energien und Intuition sich mit Fähigkeiten der späten Stadien der Selbst-Entwicklung kombinieren und so eine bestimmte Qualität an Präsenz schaffen, welche die für generative Führung erforderlichen Räume erschließt und offen hält. Diese Ansicht wird in den Kontext des bestehenden Diskurses auf diesem Gebiet gestellt und mit den Erfahrungen der Autoren in der Trainingsarbeit mit Führungspersönlichkeiten verortet. Neben einer Darstellung, welche Sicht auf Führung genutzt wird, wird zusätzlich das Konzept des Integralen in seiner Beziehung zu Integrität untersucht. Diese bildet die Grundlage für die Qualität der Gegenwart. Es wird weiter gezeigt, dass Intuition eine essentielle Funktion im Konzept der Autoren von integraler Führung hat. Intuition wird in Bezug auf Stufen der kognitiven/ Selbst-Entwicklung erforscht. Diese Stufen werden auch im Hinblick auf ihre Funktion und ihren Beitrag zur integralen Führung analysiert. Zukünftige Untersuchungsrichtungen, die sich aus dieser Konzeption ergeben, werden vorgestellt.

Schlüsselwörter:  Konstrukt-bewusst, integral, Integrität, Intuition, Führung, Gegenwart


Prof. Jonathan Reams 
Department of Adult Learning and Counselling
Norwegian University of Science and Technology
7491 Trondheim
Norway
jonathan.reams@ntnu.no

Anne Caspari
Mindshift
Basel
anne@integral-planning.org

nach oben


Die Bedeutung von praktischer Weisheit für die integrale Führungs- und Organisationspraxis
Wendelin M. Küpers

Zur Entwicklung eines integralen Verständnisses von Organisation und Führung strebt dieser Beitrag ein rehabilitiertes und neuinterpretiertes Verstehen von praktischer Weisheit als interrelationalen Prozess und responsive Praxis an. Weiterhin werden ethische und ästhetische Dimensionen einer verkörperten und transformationalen Weisheitspraxis diskutiert. Schließlich erörtert dieser Artikel spezifische Implikationen und Schlussfolgerungen für eine integralere wirtschaftspsychologische Forschung sowie Führungs- und Organisationspraxis.

Schlüsselwörter: Praktische Weisheit, Phrónêsis, Phänomenologie, Leiblichkeit, Ethik, Ästhetik, Integration


The significance of practical wisdom for an integral praxis in leadership and organization

For developing an integral understanding of organisation and leadership this contribution aims for a rehabilitation and new interpetation of practical wisdom as relational process and responsive praxis. Furthermore ethical and aesthetical dimensions of an embodied and transformative practice of wisdom are discussed. Finally, specific implications and conclusions for an integral research and practice of organisation and leadership will be presented.

Key words: practical wisdom, phrónêsis, phenomenology, embodiment, ethics, aesthetics, integration


Wendelin M. Küpers
Associate Professor
School of Management
Massey University,  Albany Campus
Gate 1, South Highway 17, Albany
or Private Bag 102 904
North Shore City, Auckland
New Zealand
W.Kupers@massey.ac.nz

nach oben


Leadership to the power of 8: Leading self, others, organization, system and supra-system
Marilyn Hamilton

This article explores the qualities of leadership to the "Power of 8”. It offers a definition of leadership that can be recalibrated across a spectrum of complexity. It proposes the integral paradigm as a source for framing, measuring, mapping and tracking leadership across four levels of complexity. The article concludes that the integral model is a valid model for framing and/or understanding leadership and summarizes its key advantages.

Key words: leadership to the power of 8, integral model, leadership context, moral influence, space, time


Führung zur "Kraft der 8": sich selbst, andere, eine Organisation, ein System und ein Supra-System führen

Der Beitrag erforscht die Qualitäten von Führung zur "Kraft der 8”. Er bietet eine Definition von Führung an, die entlang eines Spektrums der Komplexität angepasst werden kann. Ein integrales Paradigma wird als Rahmen, Messinstrument und Ordnungssystem für Führung durch vier Stufen der Komplexität vorgeschlagen. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass ein integrales Modell als ein valides Modell für die Beschreibung und das Verständnis von Führung gesehen werden kann, und fasst die wichtigsten Vorteile dieser Betrachtung zusammen.

Schlüsselwörter: Führung zur Kraft der 8, integrales Modell, Führungskontext, moralischer Einfluss, Raum, Zeit


Marilyn Hamilton, PhD, CGA, CSP
Integral City Meshworks Inc.
Unit 24, 4001 Old Clayburn Rd.
Abbotsford, BC, V3G1C5
Canada
marilyn@integralcity.com
and
Royal Roads University
Victoria, BC
Canada

nach oben


Ethische Resilienz. Ein integraler Ansatz für Training und Coaching von Integrität bei Führungskräften
Ursula Wagner, Guido Fiolka

Integeres Handeln von Führungskräften, häufig unter dem Begriff Compliance gefasst, gewinnt im Rahmen der zunehmenden Sanktionen für unintegeres Handeln in Organisationen an Bedeutung. Unter dem Begriff Compliance Management werden Maßnahmen zur Wahrung integeren Verhaltens bisher jedoch vorwiegend eindimensional, nämlich über rechtliche Rahmenrichtlinien, Verhaltensnormen und Sanktionen konzipiert und damit häufig erst nach Verstößen wirksam.
Der Beitrag stellt demgegenüber einen integralen Trainings- und Coachingansatz vor, um "ethische Resilienz", also die Widerstandskraft jeder einzelnen Führungskraft gegen unintegeres Verhalten, zu stärken und damit eine Kultur der Integrität in der Führung präventiv zu etablieren.
Das modulare Konzept umfasst eine Reihe von Bausteinen, die nach dem Integralen Coaching Prozess (ICP) strukturiert sind und je nach Kontext und Zeitrahmen für Gruppen und Einzelarbeit kombiniert werden können. Die Bausteine umfassen Wissensvermittlung über strukturelle Risikofaktoren für unintegeres Handeln in Organisationen, sowie stärkenfokussierende Methoden, die Werte, Stärken, Zielbilder und den Prozess der "moralischen Imagination" als Bewusstseinsbildung nutzen.

Schlüsselwörter: Ethik in Unternehmen, Compliance, Resilienz, Führung, Unternehmenskultur, moralische Vorstellungskraft, Coaching, Training, Bewusstsein, Integral


Ethical resilience: an integral approach for training and coaching of integrity in leaders

Integrity in leadership - often referred to as compliance -  has a growing importance in business as violations of integrity are increasingly heavily sanctioned. Under the umbrella term "compliance” as of today however we see a rather unidimensional approach comprising mostly legal and regulatory measures so that compliance violations are usually addressed only after they occurred. This article proposes  a more comprehensive, integral approach for leadership training and coaching to strengthen "ethical resilience”, the individual leader´s moral strength, thus fostering a leadership culture of integrity which will prevent compliance risk behavior.
The modular concept is structured after the Integral Coaching Process (ICP) and can be tailor made for individual and group training. The concept comprises knowledge based modules about structural risk factors in organizations as well as resource oriented coaching methods such as working with values, character strengths and neuro-science based work on positive goals. An emotional-cognitive process described as "moral imagination” is used to challenge and change the collective assumptions on business thus establishing a new consciousness for integrity in the leadership culture of an organization.

Key words: Corporate ethics, compliance, resilience, leadership, organizational behavior, coaching, training, consciousness, integral, moral imagination


Dipl.-Psych. Ursula Wagner
Coaching Center Berlin
Berliner Str. 26
13507 Berlin
ursula.wagner@coachingcenterberlin.de

Dipl.-Ing. Guido Fiolka
European Leadership Academy GmbH
Berliner Str. 26
13507 Berlin

a@european-leadership-academy.com">guido.fiolka@european-leadership-academy.com

nach oben


Lernen als Führungsaufgabe in Organisationen: Handlungsregulation als theoretisches Modell und Aspekte der Implementierung unter integraler Perspektive
Ellen Aschermann, Claudia Härtl-Kasulke

Selbstständiges Lernen wird als wesentlicher Aspekt der integralen Entwicklung von Organisationen auf der Grundlage des Kölner Handlungskreises beschrieben. In Korrespondenz mit LernPotentialManagement (LPM) wird der Bezug zwischen den Konzepten der integralen Führung und der Implementierung von Lernprozessen auf allen Organisationsebenen aufgezeigt und begründet.

Schlüsselwörter: selbstgesteuertes Lernen, Handlungsregulation, Organisationsentwicklung, Veränderungsmanagement, Personalentwicklung, integrale Führung, Demografie


Learning as a leadership task in organizations: Self-Regulation as a theoretical model and aspects of implementation from an integral perspective

Based on the model of the "Kölner Handlungskreis", self-dependent learning is described as an essential aspect of an integral development in organizations. In correspondence with "LernPotentialManagement” (LPM), integral leadership and the implementation of learning processes at different levels of the organization are illustrated and explained.

Key words: self-regulated learning, action regulation, organisational development, change management, human resource development, integral leadership, demography


Prof. Dr. Ellen Aschermann
Department Psychologie
Universität zu Köln
Gronewaldstr. 2
50931 Köln
e.aschermann@uni-koeln.de

Dr. Claudia Härtl-Kasulke
bk+k beratung kultur + kommunikation
Dreieichstr. 53
63128 Dietzenbach
haertl@kasulke-kommunikation.de

nach oben


Holakratie - ein systemisch-integraler Entwicklungsansatz für Führung und Organisation
Dirk Weller, Regina Hunschock

Ziel: Der Beitrag möchte Anregungen zu einer differenzierten Betrachtung und Bewertung von Holakratie im konzeptionellen Kontext und in der praktischen Anwendung geben.
Ansatz: Zunächst werden wesentliche Charakteristika der Organisationsmethode in der Abgrenzung von der Soziokratie herausgearbeitet. Dann werden auf der explorativen Basis von sechs qualitativen Experteninterviews Schlaglichter geworfen auf Anwendungserfahrungen im deutschsprachigen Raum.
Aussagen: Im direkten Vergleich fällt zunächst auf, dass Holakratie sich noch weiter von unserem gewohnten Organisationsverständnis entfernt als die Soziokratie. Während dabei bei der Soziokratie als Gesamteindruck aller methodischen Merkmale das optimierte Miteinander prägend scheint, erscheint Holakratie insbesondere auf effiziente organisationale Entwicklung ausgelegt. In den Interviews zeigt sich entsprechend, dass sowohl das persönliche Vertraut-Werden mit Holakratie als auch der Übergang einer ganzen Organisation in holakratische Strukturen und Prozesse besonders anspruchsvoll sind. Wenn sie gelingen, entschädigt Holakratie mit ungewöhnlichen Erfahrungen ganzheitlicher organisationaler Entwicklung. Es werden jedoch auch Nachteile der hohen Implementierungsschwelle, der hohen Interdependenz der methodischen Konzepte untereinander und der insgesamt eher rigide-minimalistischen Meeting-Formate erkennbar.
Grenzen: Aufgrund der ausgesprochen kleinen Stichprobe und des erst wenige Jahre jungen Erfahrungsschatzes erhebt die Darstellung ausschließlich einen heuristisch explorativen Anspruch.

Schlüsselwörter: Holakratie, Soziokratie, Partizipation, Führung, integrative Entscheidungsfindung


Holocracy - a systemically integral development approach for leadership and organisation

Purpose: This paper aims to provide a differentiated view and evaluation of Holacracy on the level of its concepts and its practical application.
Approach: Firstly, important characteristics of the method are presented and contrasted with sociocracy. Then, on an exploratory basis, six qualitative expert interviews throw some light on experience gained in practical applications of Holacracy in German speaking countries.
Findings: In a direct comparison with sociocracy, it can be seen that Holacracy is even further away from conventional ways of understanding organizations and ways of cooperating in them. While in sociocracy the main impression given by its methodological characteristics is an optimized working and being together, Holacracy seems to be designed primarily with the priority of delivering efficient organizational development. Accordingly, it can be seen from the interviews that the process of understanding and becoming familiar with the method, as well as the process of implementing its structures and processes, are very demanding indeed. If successful, the reward can be a new type of experience of holistic organizational development. Nevertheless, the disadvantages of the substantial effort needed for implementation, the high interdependence of all elements, and the generally rather rigid, minimalistic feel of the meeting formats need to be recognized.
Limitations: Due to the very low number of interviews and the limited experience in terms of years practiced, this article rather suggests hypotheses for further research than any definite conclusions.

Key words: holacracy, sociocracy, participation, leadership, integrative decision-making


Dirk Weller
die perspektivisten
Maternusstr. 8-10
50678 Köln
dirk_weller@gmx.de

Regina Hunschock 
3Blüten Integral Facilitation
Kompetenzentwicklung für Mensch und
Organisation
Albert-Schweitzer-Str. 16
45657 Recklinghausen
regina.hunschock@3blueten.com

nach oben


Why some investors care about the parity of people, planet, and profit and others do not
Mariana Bozesan

This paper contends that to address humanity’s various crises today, we must include also interior dimensions such as cultural and individual development in our financial, economic, business, or other sustainability models. By presenting current research performed on the interior development of leading edge investors, the paper argues that a major change in consciousness evolution is currently taking place. According to the presented study, the researched investors have developed to later stages of consciusness. The researched individuals appear to act from a world-centric rather than an ego-centric or ethno-centric perspective. Through their inner transformation, they contribute to the resolution of the current crises by implementing the parity between people, planet, and profit, using their passion and purpose.

Key words: investing, business, economics, behavioral economics, philanthropy, integral model, Joseph Campbell’s Hero’s Journey


Warum sich manche Investoren um die Parität der Menschen, des Planeten und des Profits kümmern - und andere nicht

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Fragestellung inwiefern zur Bewältigung der verschiedenen aktuellen Krisen auch die "inneren Dimensionen" wie kulturelle und individuelle Evolution in unseren finanzwissenschaftlichen, ökonomischen und nachhaltigkeitsbezogenen Modellbildungen berücksichtigt werden müssen. Durch die Präsentation aktueller Forschung zu innerer Transformation von Top-Investoren argumentiert die Autorin, dass bei diesen derzeit eine bedeutsame Bewusstseinsentwicklung stattfindet. Nach dieser Forschung urteilen die Investoren zunehmend aus einer Perspektive einer späten Erwachsenenentwicklungsstufe und nehmen dabei eine weltzentrische und weniger eine ichbezogene oder ethnozentrische Sicht ein. Diese Evolution wird als ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Krisen gesehen, da hiermit die Implementierung einer ausgewogenen Entscheidungsfindung zwischen Ansprüchen von Personen, Planet, Profit und Passion zielorientiert ermöglicht wird.

Schlüsselwörter: Investition, Wirtschaft, Ökonomie, Verhaltensökonomie, Philanthropie, integrales Modell, Joseph Campbell’s Heldenreise


Mariana Bozesan, PhD, Dipl.-Inform.
Research Fellow
Humboldt-Viadrina School of Governance
Wilhelmstr. 67
10117 Berlin
mariana@bozesan.com
Germany
and
President & Founder
AQAL Investing
Munich
Germany

nach oben





alttext