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Bessere Versorgung und Integration von Migranten durch kultursensible Behandlung

Psychotherapeuten und Sozialarbeiter arbeiten immer häufiger mit Menschen aus anderen Kulturen – Tendenz weiter steigend. Damit eine konstruktive Zusammenarbeit gelingen kann, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Jan Ilhan Kizilhan und Semra Durmus nehmen die Soziale Arbeit im transkulturellen Kontext in den Blick - nachzulesen in „Psychische Störungen. Lehrbuch für die Soziale Arbeit“, hrsg. von Jan Ilhan Kizilhan.

Einwanderungsgesetz, Asylzentren, „Flüchtlingskrise“: Das Thema Migration erhitzt die Gemüter in Deutschland, ein gelassener Umgang mit der Situation will sich nicht einstellen. Nur selten wird berücksichtigt, dass zugewanderte Menschen durch teils extreme Flucht- und Migrationserfahrungen ihr Leben in Deutschland bereits traumatisiert, mit Angststörungen oder Depressionen starten und ein „normaler“ Alltag schon aus diesem Grund kaum möglich ist. Eine Psychotherapie und/oder Soziale Arbeit mit Betroffenen ist in vielen Fällen nötig.

Damit diese erfolgreich verlaufen kann, ist es für Psychotherapeuten bzw. Sozialarbeiter wichtig, die Kulturunterschiede zu beachten. So gibt es unterschiedliche Haltungen und Wertvorstellungen, die respektiert werden sollten. Gerade Menschen aus traditionell-ländlichen Regionen sind häufig von einer kollektivistischen Denkweise geprägt, in der die persönliche Autonomie eher hintangestellt wird. Die innerfamiliäre Bindung ist meist wesentlich stärker ausgeprägt als hierzulande, das Krankheitsverständnis mag eher religiös orientiert sein.

Verständnis, Geduld und Respekt für kulturelle und auch sprachliche Unterschiede auf Seiten des Therapeuten bzw. Sozialarbeiters sind entscheidend für eine positive Entwicklung der Klienten. Die kultursensible Einstellung und Begegnung auf Augenhöhe machen es möglich, die Versorgung und damit auch die Integration zugewanderter Menschen deutlich zu verbessern.

Literatur zum Thema

Jan Ilhan Kizilhan, Semra Durmus:Transkulturelle Aspekte von psychischen Erkrankungen und Psychotherapie.
In Jan Ilhan Kizilhan (Hrsg.), Psychische Störungen. Lehrbuch für die Soziale Arbeit (S. 253–275).
Pabst 2017. ISBN 978-3-95853-326-4, eBook ISBN 978-3-95853-327-1

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