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Psychisch auffällig, krank, behindert: Die Begriffe erscheinen beliebig, tatsächlich aber sind sie Ausdruck unterschiedlichen persönlichen Leids von Kindern und Jugendlichen mit psychischer Problematik, in das auch die Angehörigen und oft außerfamiliäre Bezugspersonen in Kindergarten, Schule, Freizeit und Beruf einbezogen sind. Die Begriffe sind aber auch von sozialrechtlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung. Mit der Begriffswahl verbinden sich finanzielle und fachliche Zuständigkeiten, die sich Jugendhilfe, Sozialhilfe und das medizinische Gesundheitswesen teilen. Mit der oft komplizierten Zuständigkeitsaufteilung werden Diagnostik, Behandlung und Eingliederung sichergestellt - das ist positiv. Andererseits ergeben sich aus der Vielfältigkeit der Verantwortungsaufteilung für Hilfe und finanzielle Trägerschaft nicht selten Orientierungsprobleme für die Betroffenen. Die 9. Würzburger Fachtagung war diesem Themenkomplex gewidmet mit dem Ziel, lösungs-orientiert theoretische und praktische Leitlinien aufzuzeigen.Inhalt:Jörg M. Fegert: Was tun bei Kindeswohlgefährdung?Isabella Gold: Kinderschutz braucht starke Netze: Soziale Frühwarnsysteme, insbesondere stärkere Verzahnung von Jugendhilfe und GesundheitshilfeNora Wille: Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Folgerungen für Prävention und VersorgungErich Weigl: Vielfalt sonderpädagogischer Förderung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in BayernWiltrud Teske: Beziehung – Erziehung, eine besondere Aufgabe für Pflegeeltern. Die Situation der Pflegefamilie unter verschiedenen Betrachtungsweisen: Blickwinkel des Kindes, der Herkunftsfamilie und der Pflegeeltern sowie das Zusammenwirken von Jugendamt und ErziehungsberatungAndreas Schrappe: Zwischen Jugendhilfe und Psychiatrie – Kinder psychisch kranker ElternJosef Theo Kellerhaus, Birgit Otter: Zwischen Erziehen und Behandeln: Arbeit mit essgestörten Jugendlichen in der stationären ErziehungshilfeMichael Hemmerle: Psychologische Behandlung und Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit SchizophrenieIris Harff: Mediation bei Scheidung – eine Hilfe für KinderGunter Adams: Ein Beitrag zur Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie
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