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Nachdem die Debatten über die Willensfreiheit lange Zeit unversöhnlich vor allem zwischen Neurologen und Philosophen geführt wurden, ist es an der Zeit für einen Brückenschlag zwischen den Fronten. Diesen möchte der Band leisten, indem er die Freiheit des Willens bzw. das Problem des Determinismus aus neuen, zum Teil ganz unerwarteten Perspektiven in den Blick nimmt. Quantenphysikalische Lösungen stehen hier z.B. neben zeitphilosophischen Erörterungen. Einen Schwerpunkt bilden Beiträge aus der Psychiatrie, die sich in besonderer Weise eignet, dem Thema an Beispielen wie dem psychisch kranken Straftäter neue Einsichten abzugewinnen sowie zwischen Natur-, Geistes- und auch Rechtswissenschaften zu vermitteln.Inhalt:M. Pauen: Anders handeln in einer determinierten Welt? Grundzüge einer philosophischen Konzeption von WillensfreiheitP. Bieri: Untergräbt die Regie des Gehirns die Freiheit des Willens?T. Fuchs: Können Gehirne entscheiden? Subjektivität und WillensfreiheitCh. Kupke: Metaphysischer Determinismus und naturgeschichtliche Freiheit. Zur gegenwärtigen Debatte über Willensfreiheit und GehirndeterminismusCh. Kupke, K. Vogeley: Die Zeitlichkeit der Freiheit. Einige neuere neurowissenschaftliche und phänomenologische BefundeF. M. Reischies: Die Amplifikation stochastischer Effekte und Handlungsbeeinflussung – limitierter Indeterminismus und Spielräume für NeuesT. Görnitz, B. Görnitz: Protyposis – die naturwissenschaftliche Grundlage für die Freiheit des WillensCh. Mundt: Ist Willensfreiheit wirklich soziogen fundiert?K. Brücher, U. Gonther: Psychotherapie zwischen Neurobiologie und WillensfreiheitJ. E. Schlimme: Das Wollen in der psychiatrischen TherapieB. Küchenhoff:Willensfreiheit und psychische ErkrankungH. Walter: Kompatibilismus und Verantwortlichkeit. Ist die Neurowissenschaft eine Herausforderung?C. Cording: Relative Willensfreiheit und zivilrechtliche Verantwortung
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