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Rechtspsychologie zwischen Politik, Justiz und Medien
Dauer, S., Doberenz, R., Orth, C., Teichert, G. (Hrsg.)
2009, 296 S.


Kategorie: Bücher Psychologie
ISBN 978-3-89967-488-0
Preis: 34,50 EUR   (ohne MwSt.: 32,24)


Mehr Informationen:

Rechtspsychologie ist nach ihrem Selbstverständnis Teil der Angewandten Psychologie und umfasst sowohl Erkenntnisse zur Begutachtungskunde bei Fragestellungen in verschiedenen Rechtsgebieten als auch die Arbeit mit psychologischen Konzepten zur Erklärung von Erscheinungsformen der Kriminalität, zur Entstehung von Aussagen, zur Prognose strafrechtsrelevanten Verhaltens, zur Analyse familienrechtlicher Fragestellungen oder zur Bearbeitung zivilrechtlicher und sozialrechtlicher Anfragen. Die damit verbundene Vielfalt von Arbeitsschwerpunkten hat dazugeführt, dass vor allem die Justiz sich der Hilfen aus diesem Bereich der angewandten Psychologie bedienen konnte. Gleichzeitig wurden durch mediale Aktivitäten Diskussionen in der Öffentlichkeit zu juristischen Entscheidungen geführt, in denen auch rechtspsychologische Expertisen erarbeitet worden waren. Diese Entwicklung führte in verschiedenen Fällen in der Öffentlichkeit auch zum Eindruck, dass immer häufiger derartige Fälle das Leben im sozialen Umfeld bestimmen würden, obwohl andererseits sowohl durch Juristen als auch Rechtspsychologen die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Entwicklung problematisiert worden war. Dies führte in Bezug auf verschiedene Rechtsgebiete zu politischen Fragestellungen, inwieweit der Gesetzgeber möglicherweise auch unter dem Eindruck der Meinungsbildung in der Öffentlichkeit einen Handlungsbedarf sehen würde (Verschärfung von Gesetzen, Sicherung der Rechte einzelner, Beschleunigung von Verfahren, Präventive Überlegungen).

Diese Entwicklung ließ einen interdisziplinären Austausch von Juristen, Politikern und Medienvertretern mit Rechtspsychologen notwendig werden, um die Handlungsnotwendigkeiten der einzelnen Professionen kennen zu lernen und um die Möglichkeiten zu erfassen, welche Erkenntnisse der jeweils anderen Berufsgruppe für die eigene Arbeit zu nutzen sind. Das Buch versucht, durch Beiträge von Juristen, Politikern und Rechtspsychologen die Erwartungen, aber auch die Erfahrungen im Umgang mit rechtspsychologisch-relevanten Problemen aus der Sicht unterschiedlicher beruflicher Anforderungen zu erfassen. Gleichzeitig können vor allem Juristen und Politiker sowie Vertreter der Medien aktuelle Informationen über das Leistungsspektrum von Rechtspsychologie erhalten. Medienvertretern wird mit dieser Publikation eine Differenzierungsmöglichkeit zwischen verschiedenen rechtspsychologischen Aufgabenstellungen vorgestellt und in der Rechtspsychologie tätige Praktiker erhalten Informationen über Sichtweisen der potentiellen Nutzer ihrer Expertisen.


Inhalt:

Steffen Dauer:
Vorwort

Carola Brücher-Albers:
Grußwort der Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen

Brigitte Zypries:
Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. Tage der Rechtspsychologie zum 6. bis 8. März 2008 in Berlin

Grußwort von Frau Senatorin von der Aue aus Anlass der 4. Tage der Rechtspsychologie am 6. März 2008 in Berlin

Max Steller:
Notwendigkeit der Verbesserung der Qualität sachverständiger Tätigkeit

Axel Boetticher:
Mindestanforderungen an Prognosegutachten

Andreas Schmidt:
Umgang mit Forderungen der Öffentlichkeit nach Gesetzesverschärfungen

Rainer Steffens:
Rechtsanwaltliche Erfahrungen im Umgang mit psychologischen Gutachten

Winfried Schubert:
Familienrecht im Spannungsfeld von Justiz, Psychologie und Medien

Klaus-Peter Dahle, Vera Schneider-Njepel, Franziska Ziethen:
Methodische Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Kriminalprognosen

Steffen Dauer:
Psychologie der Jugendkriminalität – im Spannungsfeld von Justiz, Politik und Medien

Geert Mackenroth:
Vorstellungen der Politik zur Qualitätssicherung von Gutachten

Rudolf Egg:
Viktimisierung – das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden

Harry Dettenborn:
Familienrechtsbegutachtung und Internet

Lutz Gretenkord:
Rechtspsychologie im Strafvollzug und Maßregelvollzug

Josef A. Rohmann:
Zur Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf Gerichtsverhandlungen

Susanne Folkers:
Bochumer Ambulanzzentrum e.V. – Ein neuer Verein stellt sich vor

Rüdiger Deckers:
Qualität von Gutachten – rechtsanwaltliche Erwartungen

Gabriele Teichert, Kathy Gölnitz:
Wahrnehmung polizeilicher Zeugenvernehmungen bei Opfern von Sexualdelikten

Cornelia Orth, Mechthild Kremp:
Müssen muslimische Zeuginnen lügen, um ihre Ehre zu bewahren?

Joseph Salzgeber:
Neueste Entwicklung zur lösungsorientierten Familienrechtsbegutachtung

Bernd-Rüdeger Sonnen:
Jugendkriminalität und nachträgliche Sicherungsverwahrung

Frank Baumgärtel:
Methodenkritische Stellungnahmen in der Familienrechtsbegutachtung

Reinhard Doberenz:
Die Psychowissenschaften – Neue Tatsachen und die Begutachtung nach §66b StGB: Der Fall Z.





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