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Die Erfahrungen der Globalisierung bringen neue oder verschärfte Erfahrungsmuster der Berufswelt mit sich: Wertewandel und Wertüberlagerungen, Identitätsverluste und Veränderungsdruck, eine immer schwerer planbare Lebensführung, die Entwertung beruflicher Erfahrung, multikulturelle Kommunikation und Identitäten. Die Verantwortung für die ‚eigene' Sozialisation wird dabei zunehmend dem Individuum übertragen. Damit ändern sich Muster der Sozialisation, Selbstsozialisation wird als Erwerb von Basiskompetenzen diskutiert. Solche Erfahrungen können dazu führen, dass die Rahmenbedingungen und der soziale Wandel selbst als makrosoziale Stressoren wahrgenommen werden. Zugleich erhalten die Menschen eine Verantwortung für den Erwerb und Erhalt ihrer Kompetenzen zugeschrieben, mit diesen Herausforderungen produktiv umzugehen.Die Folgen und einige Antworten der Psychologie untersucht dieser Band. Neben grundlegenden Untersuchungen, wie Sozialisationsmuster in Beruf und Familie sich verschieben und wie die Menschen damit umgehen, geht er auf beispielhafte Felder ein, für die tragfähige wissenschaftliche Lösungsansätze entwickelt wurden: Interkulturelle Kompetenzen stehen nicht nur im Blickpunkt der Öffentlichkeit (z. B. bei Migrationsfragen), sondern auch der Personalentwicklung (z. B. bei Merger-Prozessen und transnationalem Management) und des Bildungswesens (Toleranz und kulturelle Integration als Bildungsaufgaben). Gender-mainstreaming und -Gerechtigkeit sind zu einer Querschnittsaufgabe aller Gesellschaftsbereiche geworden. Der Band macht auch deutlich, welchen Beitrag Schule und Hochschule zur Vermittlung sinnvoller Kompetenzen für den Umgang mit sozialem Wandel leisten kann.Inhalt:VorwortPetia Genkova & Andrea E. AbeleGlobalisierung der (Selbst-)sozialisation? „Heimliche Lehrpläne“ und Basiskompetenzen im Zeitalter der GlobalisierungMitarbeiterinnen und Karriere – ein schwieriges Verhältnis? Neue Erfahrungen und PerspektivenMartina Stangel-Meseke, Jana StaudtGenderfaire Personalauswahl: Modellprojekt zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frau und Mann in der PersonalauswahlAndrea-Dorothea Bührmann Die Natur des Unternehmers: Das unternehmerische Leitbild in der Beratungs- und Förderinfrastruktur von ExistenzgründerInnenIlona Ebbers, Reinhard Schulte“Doing-Gender“ in universitären ÜbungsfirmenVerankerung und Veränderung von Mustern der Sozialisation Sabine Siegl, Karl RauschAkquiriert ist nicht integriert – Anforderungen an die Fähigkeit der Selbstorganisation von Unternehmen nach Mergers und Acquisitions (M&A)Rainer Krieger"Zeitenwende" im pädagogischen Denken: Effekt eines heimlichen LehrplansAnnette SchlipphakGewaltprävention im Kindes- und Jugendalter – Ein Gegenentwurf zu heimlichen LehrplänenThomas KlicheWege sozialer Ernüchterung. Verlaufskrisen beruflichen Engagements am Beispiel ZivildienstJochen GerstenmaierDer heimliche Lehrplan in OrganisationenSonja Wermuth, Constanze Beierlein und Siegfried PreiserGerechtigkeitsvorstellungen, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliches EngagementSelbstsozialisation als Erwerb von BasiskompetenzenMonika Stützle-Hebel Training zur Ermächtigung des Individuums wider die Wirkung Heimlicher LehrpläneAndrea E. Abele, Dorothea E. Dette-HagenmeyerMacht beruflicher Erfolg zufrieden? Berufserfolg und LebenszufriedenheitPetia GenkovaSubjektive Lebenszufriedenheit: kulturelle Einflussvariablen oder wie die Kultur uns „einredet“, was uns glücklich machen sollRudolf Kammerl Vom „heimlichen Lehrplan“ zur „Selbstsozialisation“ und wieder zurück? Anmerkungen zum (bildungs)politischen Gehalt zweier Begriffe der (erziehungswissenschaftlichen) SozialisationsforschungDiversity und Politische KulturThomas EberleHeimliche Lehrpläne in der Lehrerbildung – Auswirkungen struktureller Defizite sowie unterschiedlicher Vorstellungen und Ziele auf die Professionalisierung von LehrkräftenRainer Dollase & Kai-Christian Koch Akzeptanz und Integration muslimischer MenschenSiegfried Preiser, Annegret BraunDer Witz als Waffe – Politischer Humor als Bestandteil heimlicher LehrpläneAnnegret BraunBeim Lachen zeigt man die Zähne: Normüberschreitungen und Humor
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