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30. Januar 2008

Wieviel Philosophie braucht ein Diplompsychologe?

 


Peter Orlik reflektiert Wittgensteins sprachlogische Analysen psychologischer Begriffe und die Frage nach der Aktualität seiner Philosphie für die wissenschaftliche Menschenkenntnis im Computerzeitalter.

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29. Januar 2008

Assessment Center: schnelles Urteil = schlechtes Urteil

 


Nachdem sich die Kandidaten im Assessment Center präsentiert haben, diskutieren und urteilen die Beobachter; diese Phase wird häufig rigoros gekürzt und durch eine schlichte Mehrheitsentscheidung beendet. Daraus resultieren häufig zweitklassige Ergebnisse, kritisiert der prominente Unternehmensberater Rainer Neubauer (München).

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25. Januar 2008

Psychology Science Quarterly: Studien zum Verfälschen und Raten

 


Wie verlässlich sind Ergebnisse psychologischer Verfahren zur Messung von Persönlichkeitseigenschaften? Matthias Ziegler, Lothar Schmidt-Atzert, Markus Bühner und Stefan Krumm verglichen projektive und semiprojektive Verfahren, Persönlichkeitsfragebögen und Persönlichkeitstests. Die Autoren berichten über ihre Ergebnisse in Psychology Science Quarterly 4/07: Die Verfälschungsmöglichkeiten sind erheblich und höchst unterschiedlich.

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25. Januar 2008

Forensische Psychiatrie: Beziehungspflege entscheidend für den therapeutischen Erfolg

 


Jeder forensisch-psychiatrische Patient sollte eine konstante therapeutische Bezugsperson erhalten - möglichst auch über die stationäre Behandlung hinaus. Diese "Bindung ist entscheidend für die Entwicklung eines Patienten und für die Sicherheit bei Lockerungen." Dennoch werden Bindungen in den meisten Maßregelvollzugskliniken unterschätzt und systematisch verhindert, kritisiert Dr. Martin Schott, Ärztlicher Direktor im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Moringen.

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23. Januar 2008

Depression: Medikamente überschätzt, Psychotherapie zu kurz, Chronifizierung häufig

 


Wer langfristig depressive Patienten behandelt, kennt die "Schwierigkeiten, derartige Verläufe akzeptieren zu können und trotzdem nicht in Resignation zu verfallen. Wie oft ertappt man sich dabei, dass man dem Patienten in seiner depressiven Hoffnungslosigkeit zustimmt, wie oft bejaht man Trennungsfantasien von Partnern ..." Vor dem Hintergrund derartiger eigener Erfahrungen haben Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl ihren psychotherapeutischen Erfahrungsbericht geschrieben: "Chronische Depression, Grundlagen, Erfahrungen, Empfehlungen".

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22. Januar 2008

Alkoholiker am Arbeitsplatz: viele Unfälle, wenig Leistung, selten Therapie

 


Alkoholkranke fehlen etwa 16mal häufiger am Arbeitsplatz als Gesunde. Die Unfallhäufigkeit ist verdrei- bis verfünffacht. Dennoch nehmen nur etwa zehn Prozent der Betroffenen therapeutische Hilfe in Anspruch. Daher sollten Vorgesetzte und andere Verantwortliche verstärkt auf die Problematik achten und eine Rehabilitation anstreben, fordern Privatdozent Dr. Stephan Mühlig (Berlin) und Prof. Dr. Jürgen Hoyer (Dresden).

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18. Januar 2008

"Krankschreiben" bei Arbeitsplatz-Angst: meist ein ärztlicher Kunstfehler

 


Bei Arbeitsplatz-Angst bitten PatientInnen häufig um "Krankschreibung". Für den Arzt ist der "gelbe Schein" oft die einfachste Reaktion. Spontan sinken die Angstgefühle, doch langfristig steigen sie meist wieder an. Daher ist die "Krankschreibung" in derartigen Fällen oft ein ärztlicher Kunstfehler, testiert Professor Dr. Michael Linden (Charite Berlin).

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17. Januar 2008

Pathologische Glücksspieler: Impulskontrolle und Verhaltenssteuerung sind möglich

 


Die kognitiven Basisfunktionen pathologischer Glücksspieler sind meist intakt. Auch das Potential an Entscheidungsverhalten ist nicht defizitär. Allerdings zeigen sich bei süchtigen Glücksspielern erhöhte Impulsivitätsmaße und häufig Symptome einer Konzentrations- und Hyperaktivitätsstörung, stellte Dr. Bernd Sobottka in einer Studie fest.

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15. Januar 2008

Arbeitsplatz-Risiko nur selten gesundheitsgefährdend

 


Die angespannte Arbeitsmarkt-Situation beunruhigt zwar viele Beschäftigte, beeinträchtigt jedoch die psychische Gesundheit nur in Ausnahmefällen. Zu diesem Ergebnis kam Dr. Ruth Jäger ( TU Dresden) mit einer Studie bei Berufstätigen im Einzelhandel und im Bereich Wissenschaft/Lehre.

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14. Januar 2008

Fehl- oder Totgeburt: Trauer und Therapiebedarf der Eltern

 


Der Verlust eines Kindes durch Fehl-oder Totgeburt kann schwere psychische Belastungen auslösen. Hinterbliebene wünschen in erster Linie zusätzliche Informationen und Unterstützung vom Arzt oder Psychologen - in Einzel- oder Paar- Gesprächen, selten in einer Gruppe."Eine seelische Unterstützung wünschen vor allem Frauen, bei denen die Trauerreaktion durch eine depressive Reaktion kompliziert wird", beobachteten Professor Dr. Manfred Beutel (Gießen) und Kollegen.

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11. Januar 2008

Psychotherapie: Signale für Distanz und Unverbindlichkeit

 


Unausgesprochenes oder Gestisches kann im psychotherapeutischen Gespräch reichlich ungewollte oder halbwegs gewollte Informationen übermitteln. "Die Bedeutung von nichtsprachlichem Verhalten für das therapeutische Geschehen wird leicht unterschätzt", diagnostiziert Prof. Dr. Ulrich Streeck (Tiefenbrunn).

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11. Januar 2008

Brisantes Konfliktpotential zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei

 


Bei Untersuchungen der Organisierten Kriminalität ist die Staatsanwaltschaft gegenüber der Kriminalpolizei weisungsbefugt. Dieses hierarchische Gefälle kann zu brisanten Spannungen zwischen den Ermittlern führen – bishin zum Boykott und zur Informationszurückhaltung. Den entscheidenden Impuls gibt die Staatsanwaltschaft: Verhält sie sich kooperativ, "nimmt die Polizei die Weisungsbefugnis im Sinne von 'aufzeigen'und 'ausdiskutieren' wahr." Dies kann zu einer einvernehmlichen, effizienten Zusammenarbeit führen, diagnostiziert die Psychologin Dr. Silke Kröniger (Wiesbaden) in einer aktuellen Studie.

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