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27. September 2016

Expertise schützt den Schiedsrichter nicht vor falschen Wahrnehmungen  


© Johanna Mühlbauer - Fotolia.com

Das Phantomtor von Hoffenheim im Bundesligaspiel von 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober 2013: ein Schuss, ein fliegender Ball, ein Loch im Außennetz, ein Tor. Alle sahen das Tor der Leverkusener, so entschied auch der Schiedsrichter, was für die Hoffenheimer eine Niederlage bedeutete. Tatsächlich hatte der Ball jedoch die Torlinie nie überschritten. Ganz klar: Fehler des Schiedsrichters. Oder? Professor Markus Huff aus dem Arbeitsbereich Allgemeine Psychologie der Universität Tübingen argumentierte theoretisch, dass dem Schiedsrichter die Fehlentscheidung nicht anzulasten sei, denn der menschlichen Wahrnehmung entgingen viele Informationen, die das Gehirn errate und ergänze – zuweilen in fehlerhafter Weise. Nun hat Markus Huff mit seinen Mitarbeitern Alisa Brockhoff und Dr. Frank Papenmeier diese Erklärungen in Zusammenarbeit mit Professor Oliver Höner vom Institut für Sportwissenschaft und mit Unterstützung des Schweizer Fernsehens in einer empirischen Studie überprüft – mit dem gleichen Ergebnis: Expertise schützt den Schiedsrichter nicht vor falschen Wahrnehmungen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cognitive Research: Principles and Implications veröffentlicht.

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23. September 2016

Unser Gehirn belohnt sich selbst!  


Unser Gehirn ist in der Lage, fehlende äußere Belohnung durch ein inneres Signal zu simulieren und so das Erlernen neuer Informationen selbstgesteuert zu verstärken. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Psychologen und Neurowissenschaftlern der Universitäten Magdeburg und Barcelona, Spanien. Die Ergebnisse wurden soeben in eLife, einer renommierten Fachzeitschrift für Lebenswissenschaften, veröffentlicht.

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20. September 2016

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Wird der Schmerz präziser wahrgenommen, verliert er an Wirkung  


Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Frau H. ist an Borreliose erkrankt, die Schmerzen sind chronisch und unheilbar. Die ehemalige Krankenschwester verarbeitete den oft massiven Schmerz "heiter-suppressiv"; d.h. sie tendierte dazu, ihn kognitiv zu bagatellisieren und sich bei den Alltagsaufgaben zu überfordern - mit dem "Erfolg", dass der Schmerz und die Reizbarkeit zunahmen. Lisa Stöckner, Psychologin in der Psychotherapie-Ambulanz der Ruhr-Universität Bochum, berichtet in "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" detailliert, wie Frau H. lernte, mit ihrer Krankheit sinnvoll umzugehen und damit den Leidensdruck zu reduzieren.

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19. September 2016

Liebesfilme: Erfolgreiche Therapie für Suchtkranke  


Liebe ist ein Lebenselixier erster Ordnung, ein existenzielles Medikament, das den Selbstwert steigert. Daher eignen sich Liebesfilme in der Behandlung Suchtkranker. Dr. Martin Poltrum (Anton-Proksch-Institut Wien) berichtet in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Rausch" über gute Ergebnisse.

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19. September 2016

Politik, Unterhaltung und Kunst in der Psychologie: Der DGPs-Kongress öffnet die Türen  


Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, der vom 18.-22. September an der Universität Leipzig stattfindet, öffnet seine Türen auch in diesem Jahr wieder für die interessierte Öffentlichkeit. Mit Podiumsdiskussionen zum Rechtspopulismus und zur Energiewende, einem unterhaltsam vergnüglichen Psycho Slam und einer Ausstellung zur Geschichte der Psychologie soll die Öffentlichkeit für die Psychologie begeistert werden. Der Kongresspräsident, Prof. Dr. Immo Fritsche, und die DGPs-Präsidentin, Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm, laden alle Interessierten herzlich ein, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen.

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16. September 2016

Medical Marijuana Programs May Help Cut Opioid Use  


Making medical marijuana legal may lead to a reduction of opioid use in adults under the age of 40, a new study suggests. The researchers found that the rates of opioid use decreased in adults ages 21 to 40 in states that had legalized medical marijuana and where residents with prescriptions could obtain cannabis from dispensaries or grow their own, compared to states that had legalized medical marijuana but did not yet have an operational program for people to obtain it.

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16. September 2016

Brain training can alter opinions of faces  


© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

By sneakily influencing brain activity, scientists changed people’s opinions of faces. This covert neural sculpting relied on a sophisticated brain training technique in which people learn to direct their thoughts in specific ways.

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16. September 2016

Forensische Psychiatrie: Wer seine Straftat leugnet, wird seltener rückfällig  


Forensische Psychiatrie: Traditionell wird in deliktorientierten Psychotherapien großes Gewicht auf das Bekenntnis zum und die Verantwortung für das Tatgeschehen gelegt. Demgegenüber stellt Oliver Kliesch in der Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie" dar: Ein fehlendes Tateingeständnis dient häufig als Selbstschutz. "Es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass die Tat ganz oder teilweise zu leugnen eher vor Rückfälligkeit schützt, als dieser Vorschub zu leisten."

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14. September 2016

DGPs-Kongress 2016: Wissen schafft Verstehen – Psychologie im Dienste der Gesellschaft  


Der größte wissenschaftliche Psychologiekongress im deutschsprachigen Raum kehrt mit seinem 50. Jubiläum an den Geburtsort der modernen Psychologie zurück: die Universität Leipzig. Wo Wilhelm Wundt vor rund 140 Jahren das weltweit erste psychologische Universitätsinstitut aufbaute, präsentieren in der Zeit vom 18.-22. September 2016 mehr als 2500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung und beschäftigen sich mit gesellschaftlich relevanten Themen, zu denen die Psychologie etwas zu sagen hat.

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14. September 2016

Smartphone größte Ablenkung auf der Autobahn  


Prof. Dr. Mark Vollrath (LVI/TU Braunschweig)

Das Tippen auf dem Mobiltelefon ist die häufigste Ablenkung auf der Autobahn. Fast jeder Siebte ist während der Fahrt auf der Autobahn abgelenkt, jeder Zehnte bedient sein Smartphone. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines Forschungsteams um den Verkehrspsychologen Professor Mark Vollrath. Beobachtet wurden über 2.000 Autofahrer auf der A 2. Ergebnisse einer weiteren Studie der Verkehrspsychologen und -psychologinnen der Technischen Universität Braunschweig zeigen für den Stadtverkehr allerdings einen leichten Rückgang auf. Bereits im Jahr 2015 hatten sie rund 12.000 Autofahrer in verschiedenen deutschen Städten beobachtet.

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13. September 2016

Psychopharmaka sind keine Lösung: Forscher äußern Kritik  


Medikamente helfen langfristig nicht gegen psychische Störungen – diese Meinung vertreten die Bochumer Psychologen Prof. Dr. Jürgen Margraf und Prof. Dr. Silvia Schneider in einem Kommentar in „EMBO Molecular Medicine“. Die Forscher der Ruhr-Universität haben zahlreiche Studien zusammengetragen, die die nachhaltige Wirkung von Psychopharmaka infrage stellen, teils sogar negative Folgen bei längerer Einnahme dokumentieren. Dauerhaft wirksamer seien Psychotherapien. Die Autoren fordern, psychische Krankheiten nicht allein auf biologische Ursachen zu reduzieren, sondern Forschung zu biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren besser zu verzahnen.

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13. September 2016

Online-Sucht ist primär maskulin  


Zum Deutschen Suchtkongress in Berlin wurden neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie der Online-Sucht vorgestellt. Die Zahl der relevanten Beratungs- und Behandlungseinrichtungen hat sich in Deutschland innerhalb der letzten acht Jahre etwa vervierfacht, berichtete Dr. Kay-Uwe Petersen (Universität Tübingen). Dennoch kommt nur ein Bruchteil der Betroffenen im Suchthilfesystem an. Daher wurde an der Ruhr-Universität Bochum ein niedrigschwelliges Angebot entwickelt: Dr. Bert te Wildt stellte den "Online-Ambulanz-Service (OASIS) zur Diagnostik und Beratung von Internetsüchtigen" vor.

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