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29. Dezember 2015

Studie widerlegt Verlautbarungen großer Krankenkassen: Psychische Störungen nehmen nicht zu  


Beharrlich und häufig publizieren Krankenkassen Statistiken mit der Schlussfolgerung, psychische Erkrankungen hätten zugenommen. Professor Dr. Manfred Zielke und Dr. Matthias Stapel haben die Daten analysiert und kommen zu einem völlig anderen Ergebnis: Die Zahl der psychisch Kranken ist etwa gleich geblieben; nur werden sie inzwischen länger und häufiger krankgeschrieben; d.h. die Zahl ärztlich verordneter Arbeitsunfähigkeitstage nimmt zu. Die Analyse erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".

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29. Dezember 2015

Brandsatz aus Schloss Bellevue  


© U. Gernhoefer - Fotolia.com

Die Weihnachtsansprache unseres geistlichen Staatsoberhaupts enthält neben einigen mehr oder minder zutreffenden Trivialitäten einen ebenso populistischen wie brandgefährlichen Satz: "Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung."

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23. Dezember 2015

Oxytocin beflügelt die Spendenneigung für humanitäre Projekte  


Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann und Nina Marsh von der Medizinischen Psychologie des Uniklinikums Bonn untersuchen den Einfluss des Bindungshormons Oxytocin auf die Produktwahl von Konsumenten (Katharina Wislsperger/Ukom UKB)

Nachhaltigkeit wird heutzutage groß geschrieben. Wie viel Menschen dafür vom eigenen Geld abzugeben bereit sind, hängt vom Oxytocin-Spiegel ab. Die Spendenneigung steigt mit der Menge dieses Bindungshormons, haben Wissenschaftler des Bonner Universitätsklinikums herausgefunden. Allerdings entfaltet das Oxytocin nur seine Wirkung, wenn es um soziale Nachhaltigkeitsprojekte geht. Handelt es sich um rein ökologisch ausgerichtete Vorhaben, steigert das Hormon die Fähigkeit zum Teilen nicht. Die Wissenschaftler berichten nun in „The Journal of Neuroscience“ über ihre Ergebnisse.

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23. Dezember 2015

Erfolgreiches Handeln braucht einen konkreten Plan  


© rolffimages - Fotolia.com

Das Setzen von Zielen ist gerade bei herausfordernden Zielen nur der erste Schritt. Wer seine Ziele erfolgreich in die Tat umsetzen will, sollte konkret planen, wann, wo und wie er handeln möchte. Denn erst das bereitet darauf vor, auch in schwierigen und unerwarteten Situationen zielgerichtet handeln zu können. Psychologen der Universität Konstanz zeigen in einer Zusammenschau von mehr als 200 Studien, dass diese sogenannten „Wenn-Dann-Pläne“ entscheidend verändern, wie wir Informationen verarbeiten und daraufhin handeln.

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23. Dezember 2015

Mentale Zeitreisen: Ein rein menschliches Phänomen  


© fuxart - Fotolia.com

Ist es alleine Menschen möglich, sich an persönlich Erlebtes zu erinnern und in mentalen Zeitreisen die Vergangenheit, aber auch die Zukunft durchzuspielen? Oder besitzen auch Tiere diese Fähigkeit? Bis zu einem gewissen Grad ja, meinen drei Wissenschaftler, die diese schon lange währende Diskussion mit einem neuen theoretischen Modell bereichern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“.

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20. Dezember 2015

Gesundheit im Alter ist machbar  


© Sandor Kacso - Fotolia.com

Die wenigsten Senioren fühlen sich alt. Und doch stellen sich häufig gewisse Unsicherheiten ein. Damit Menschen auch im Alter möglichst lange gesund bleiben, startet das Institut für Psychogerontologie (IPG) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein neuartiges Modell für individuelle Beratung verbunden mit wissenschaftlicher Forschung. Das Angebot zur „Beratung für gesundes Altern" (BegA) richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und deren Angehörige. Das Projekt wird für fünf Jahre von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert.

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20. Dezember 2015

Wie das Gehirn die Welt gerade rückt  


Die menschliche Wahrnehmung liefert für gewöhnlich ein sehr genaues Abbild der Umwelt. Dass dieses Bild nicht verzerrt ist, ist der Lernfähigkeit des Gehirns zu verdanken, die bis ins Erwachsenenalter nicht nachlässt. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wahrnehmungspsychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die kürzlich im Forschungsmagazin „Current Biology“ veröffentlicht wurde. Längst ist zum Beispiel bekannt, dass ein betrachtetes Objekt verzerrt auf die Netzhaut projiziert wird. Der Grad der Verzerrung wird verstärkt, wenn sich die Blickrichtung vom Objekt weg bewegt – das Objekt sich also am Rande des Blickfelds befindet. Hinzu kommt die Tatsache, dass das periphere Gesichtsfeld im Vergleich zum zentralen Gesichtsfeld nur in einem relativ kleinen Bereich des visuellen Kortex repräsentiert ist.

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20. Dezember 2015

Sinnlose Arbeit ist ein Motivationskiller  


Zählt am Ende nur der Lohn oder ist es Arbeitnehmern wichtig, eine sinnvolle Tätigkeit auszuführen? Wissenschaftler der Universität Trier haben herausgefunden, dass die Motivation stark leidet, wenn Arbeitskräfte erfahren, dass eine vorherige Tätigkeit sich im Nachhinein als wenig sinnhaft oder sogar als nutzlos herausstellt. Außerdem beeinträchtigt dieses Wissen das emotionale Befinden der Personen.

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17. Dezember 2015

Wie frei ist der Wille wirklich?  


Unser Wille ist freier als bislang angenommen. In computergestützten Experimenten haben Hirnforscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin Entscheidungsabläufe am Beispiel von Bewegungen untersucht. Die entscheidende Frage: Lassen sich Prozesse im Gehirn wieder stoppen, wenn sie einmal angestoßen sind? Die Forscher kommen zu dem Schluss: Ja, bis zu einem gewissen Punkt, dem „point of no return“. Die Ergebnisse der Studie sind im aktuellen Fachmagazin PNAS* veröffentlicht.

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15. Dezember 2015

Respekt verhindert Radikalisierung  

Eine kleine Zahl von Immigranten wendet sich gegen die westliche Gesellschaft, in der sie leben. Wie kann es sein, dass es junge Menschen gibt, die etwa im demokratischen Frankreich oder Belgien aufgewachsen, oft sogar geboren sind, sich dann aber als Kämpfer am „Dschihad“, dem so genannten Heiligen Krieg beteiligen, Attentate planen und ausführen? Welche Faktoren führen dazu, dass diese Menschen zu Terroristen werden? Eine Befragungsstudie unter Beteiligung der Jacobs University aus Bremen hat jüngst die psychologischen Prozesse untersucht, die einer Radikalisierung vorausgehen.

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14. Dezember 2015

Bürokratische Hürden schlagen sich auf die psychische Gesundheit von Flüchtlingen nieder  


© shocky - Fotolia.com

Flüchtlinge, die schnell eine Arbeit aufnehmen und in die Gesellschaft integriert werden, leiden seltener unter psychischen Erkrankungen. Angesichts anhaltend hoher Flüchtlingszahlen veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) eine Fachtagung, bei der Psychosomatiker, Psychiater und Psychologen Mindeststandards für die Versorgung traumatisierter Flüchtlinge erarbeiteten. Maßgeblich für die psychische Gesundheit von Flüchtlingen sei, so die Experten, eine zügige Integration in Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft. In vielen Fällen könne erst unter solch gesicherten Verhältnissen ein Trauma erkannt und behandelt werden. Außerdem brauchen auch die ehrenamtlichen Helfer mehr Unterstützung.

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14. Dezember 2015

Psychonephrologie: Bewältigungsstrategien entwickeln und stärken  


Etwa ein Drittel der Dialysepatienten ignoriert häufig wichtige Behandlungserfordernisse; die Non-Adhärenz gehört zu den folgenschwersten Risikopotentialen der Nierenersatztherapie. Ist die Beziehung des Kranken zum Behandlungsteam vertrauensvoll und sind die geltenden Verhaltensregeln möglichst einfach, steigt die Chance für eine Adhärenz, berichtet Professor Dr. Friedrich Balck in dem neu erschienenen Reader "Psychonephrologie". Der Band bietet dem nephrologischen Team eine große Zahl hilfreicher Hinweise für das tägliche Leben und Arbeiten in der Therapie.

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