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29. Februar 2012

Verhaltenstherapie: Akute Selbstgefährdung des Patienten bricht die Schweigepflicht des Therapeuten  


Zeigt ein Patient eine Selbstmordabsicht, und ist er mit einer stationären Einweisung nicht einverstanden, muss der Psychotherapeut handeln. Hier ist eine Meldung an den Sozialpsychiatrischen Dienst oder das Gesundheitsamt, im Notfall auch an Polizei oder Rettungsdienst notwendig. Diese Einrichtungen können die Zwangseinweisung veranlassen. "Eine akute Selbstgefährdung des Patienten bricht die Schweigepflicht des Therapeuten", stellen Dres. Alexandra Gall-Peters und Gerhard Zarbock in ihrem neuen "Praxisleitfaden Verhaltenstherapie" klar.

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28. Februar 2012

DGKN-Kongress: Hirnschrittmacher verbessert Symptome schwerer Zwangsstörungen  


Etwa bei jedem vierten Patienten mit Zwangsstörungen versagen herkömmliche Therapien mit Medikamenten oder Verhaltenstherapien. Diesen Menschen könnte in Zukunft die Tiefe Hirnstimulation helfen. Dabei stimuliert ein Hirnschrittmacher bestimmte Hirnareale durch elektrische Impulse. Bei der Parkinson-Krankheit wird das neuromodulative Verfahren seit Jahren erfolgreich angewendet. Inzwischen deuten mehrere Studien darauf hin, dass auch etwa jeder Zweite mit solch hartnäckigen Zwangsstörungen von der Tiefen Hirnstimulation profitieren könnte.

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28. Februar 2012

Depressionen die Stirn bieten – mit Botulinumtoxin  


Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel, Schweiz, zeigen erstmals in einer randomisierten kontrollierten Studie, dass einmalig im Bereich der Stirn injiziertes Botulinumtoxin die Symptome einer Depression deutlich lindern kann. Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse im Journal of Psychiatric Research veröffentlicht.

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27. Februar 2012

Günther Jauch: Zunehmende Kindeswohlgefährdung überfordert Jugendämter  


Immer mehr Eltern sind nicht bereit oder in der Lage, ihre Kinder zu versorgen und zu erziehen, stellte Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister in Berlin-Neukölln, am Sonntag-Abend in der Sendung mit Günther Jauch fest. Kindeswohlgefährdung nimmt zu. Jauch und seine Gesprächsteilnehmer thematisierten die wachsende Überforderung der Jugendämter. Das häufigste Entscheidungsdilemma drängt sich auf, wenn ein gefährdetes Kind aus seiner Familie genommen werden soll: Ist die seelische Verletzungsgefahr einer Trennung zu verantworten?

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27. Februar 2012

Restoring reality: Training improves brain activation and behavior in schizophrenia  


A pioneering new study finds that a specific type of computerized cognitive training can lead to significant neural and behavioral improvements in individuals with schizophrenia. The research, published by Cell Press in the February 23 issue of the journal Neuron, reveals that 16 weeks of intensive cognitive training is also associated with improved social functioning several months later and may have far-reaching implications for improving the quality of life for patients suffering from neuropsychiatric illness.

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27. Februar 2012

Ninety Percent of Firefighters Exhibit Symptoms of Post Traumatic Stress Disorder  


A new study on the prevalence of Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) among firefighters in Israel indicates that approximately 90 percent show some form of full or partial symptoms.

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26. Februar 2012

Warum Einjährige die Gedanken anderer erkennen  


False Belief-Test: Um herauszufinden, ob Kinder die eigenen Überzeugungen von denen anderer unterscheiden können, wenden Forscher den so genannten „False Belief“-Test an. Foto: RUB-Pressestelle

Die Frage, ab wann Kinder die Gedanken und Gefühle anderer richtig einschätzen können, wird von unterschiedlichen Tests unterschiedlich beantwortet. Ein neues Modell von Bochumer Philosophen vereint nun die scheinbar widersprüchlichen empirischen Befunde. Prof. Dr. Albert Newen und Dr. Leon de Bruin vom Institut für Philosophie II der Ruhr-Universität erklären ihre Theorie in der Zeitschrift Cognition. Bereits im ersten Lebensjahr besitzen Kinder eine „Theory of Mind“, trennen also die eigenen Überzeugungen von denen anderer. Mit vier Jahren ist diese Fähigkeit voll ausgeprägt. Laut Bochumer Modell erfolgt die Entwicklung durch Interaktion zweier separater Systeme.

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26. Februar 2012

Eher spirituell als religiös  


„Ich bin eher spirituell als religiös“ – diesen Satz bejaht die Hälfte der Befragten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einer Kirche angehören oder nicht. Das ist ein Ergebnis einer interkulturellen Studie der Universität Bielefeld und der University of Tennessee in Chattanooga, USA. Das Forschungsprojekt soll klären, was Menschen unter den Begriffen Spiritualität und Religiosität verstehen, wie dies mit ihrer Persönlichkeit und Biographie zusammenhängt und was dies für ihr Leben bedeutet. Das Projekt läuft noch bis Ende 2012.

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26. Februar 2012

Wie das Gehirn kommuniziert  


Die Nervenzellen beider Gehirnzellen müssen miteinander kommunizieren, damit der Körper bestimmte Funktionen ausführen kann. Foto: Philipp Mergenthaler

Einen wichtigen Mechanismus, wie die menschlichen Gehirnhälften miteinander kommunizieren, entdeckte nun ein Forscherteam aus Berlin und der Universität Bern. Die gewonnenen Ergebnisse, die in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Science vorgestellt werden, führen zu neuen Einblicken in die Nervenzellkommunikation des Gehirns, die auch bei Schlaganfall eine Rolle spielen könnten.

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24. Februar 2012

Resozialisierung von Migranten in der Forensik: Vorbereitung auf ein Leben in der „fremden“ Heimat  


Die Vorbereitung auf die Entlassung aus dem Maßregelvollzug ist ein über Monate, gelegentlich Jahre laufender Vorgang. Hierbei sind Vollzugslockerungen nicht bloß „gewährte“ Freundlichkeiten gegenüber den Untergebrachten, sondern teilweise auch unverzichtbarer Bestandteil der Resozialisierungsbemühungen für das „Leben danach“. Patienten mit Migrationshintergrund stellen hierbei die daran beteiligten Berufsgruppen vor besondere Herausforderungen: Zum Beispiel müssen für Patienten, die von einer Ausweisung aus Deutschland bedroht sind, alternative Lebensperspektiven im ursprünglichen Herkunftsland erarbeitet werden.

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23. Februar 2012

Kulturschock: Interkulturelle Kompetenz erleichtert den Umgang mit Migranten in der forensischen Psychiatrie  


Euphorie, Kulturschock, Erholung und Anpassung: Dies sind die vier Phasen des Übergangs von einer bisher gewohnten Umgebung in das neue Leben als Migrant. Insbesondere junge Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, deren Eltern sich für eine Übersiedlung in das häufig idealisierte Deutschland entschieden haben, kommen nicht über den „Kulturschock“ hinweg, manche suchen eine vermeintliche Lösung im Konsum von Drogen. Im Maßregelvollzug nach §63 und § 64 StGB steigt der Anteil an Patienten mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Während vom Stationspersonal interkulturelle Kompetenz verlangt wird, ist es andererseits auch wichtig, den Patienten die Möglichkeit zu geben, bei Bedarf Kulturfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen nachzuholen.

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21. Februar 2012

Castingshows beeinflussen Körperideal von Mädchen  


Castingshows wie „Germany´s Next Topmodel“ beeinflussen das Körperbild von Jugendlichen, insbesondere von Mädchen, wie eine neue Studie zeigt. Demnach empfinden sich viele Mädchen und junge Frauen, die derartige Shows verfolgen, als zu dick. Damit könnten Castingshows die Tendenz zu Essstörungen wie etwa Magersucht oder Bulimie verstärken, mahnt die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Diese gefährlichen Essstörungen entwickeln hauptsächlich Mädchen und junge Frauen. Die Fachgesellschaft weist darauf hin, dass etwa eine Magersucht ohne fachgerechte Therapie schnell chronifizieren kann und sowohl die seelische als auch die körperliche Gesundheit schwer schädigt.

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