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30. Oktober 2010

Wirtschaftspsychologie: Ein unsicherer Arbeitsmarkt kann die psychische Gesundheit Betroffener gefährden  


In vielen Berufsgruppen besteht das grundsätzliche Risiko, langfristig arbeitslos zu werden. Wie verarbeiten potentiell Betroffene diese Arbeitsmarkt-Problematik? Dr. Ruth Jäger hat die Frage untersucht und stellte fest, dass die Sorge um den Arbeitsplatz die psychische Gesundheit stark gefährden kann.

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29. Oktober 2010

Shit happens: Religionen bieten Überlebensvorteile  


Posner, Echterhoff, Schröter (Hrsg.): Krisen erLeben

Der Mensch hat offensichtlich ein gewisses Religionsbedürfnis. "Jede Kultur hat ihre Sprache, ihre Tänze, ihre Suchtmittel - und selbstverständlich ihre Religion. Religion ist ein evolutionärer Überlebensvorteil. Religion gibt Hoffnung, Religion motiviert durchzuhalten und auf bessere Tage zu hoffen," schreibt Prof. Dr. Ulrich Sachsse in seinem Beitrag zum Aufsatzband "Krisen erLeben".

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28. Oktober 2010

Familienmedizin in Deutschland: Wenn Du arm bist, musst Du früher sterben  


"Gesellschaftliche Gesundheit ist von der wirtschaftlichen Situation abhängig. Insbesondere kinderreiche Familien, Einelternfamilien und Familien mit Migrationshintergrund sind in Deutschland von Armut bedroht. Die gesunde Entwicklung von Müttern, Vätern und ihren Kindern muss in den Fokus einer effizienten Sozialpolitik rücken," fordert PD Dr. Kerstin Weidner (Dresden) in "Ärztliche Psychotherapie & Psychosomatische Medizin" und empfiehlt daher die Neuerscheinung "Familienmedizin in Deutschland", herausgegeben von Jürgen Collatz.

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27. Oktober 2010

Depression bei Kindern und Jugendlichen häufig unerkannt  


Häufig werden Depressionen bei Kindern und Jugendlichen nicht erkannt und nicht beachtet, kritisiert Dr. Uwe Hemminger (Universitätsklinik Würzburg). "Die Depressionsrate bei Vorschulkindern liegt um ca. ein Prozent. Im Grundschulalter sind fast zwei Prozent betroffen, ab elf Jahren etwa drei Prozent."

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27. Oktober 2010

Weisheitstherapie kann Kränkungen und Verbitterungen heilen  


Es gibt unfaire, negative und schmerzhafte Ereignisse im Leben, die jeden vor grosse Herausforderungen stellen. Scheidungen, Todesfälle, Kündigungen – sie hinterlassen Spuren. Doch während die meisten Menschen früher oder später darüber hinwegkommen, gibt es andere, deren Gedanken monatelang, ja jahrelang um ein einziges Erlebnis kreisen. Sie ziehen sich aus dem Leben zurück, und ihr Alltag wird vor allem von einem Gefühl beherrscht: Verbitterung.

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26. Oktober 2010

Gehirnerschütterungen wirken lange nach  


Empfindlicher Inhalt: Der Schädel schützt das Gehirn vor Erschütterungen, die nachhaltige Wirkungen haben können (Abb.: Philipps-Universität Marburg / AG Konrad)

Leichte Gehirnerschütterungen haben gravierende Langzeitwirkungen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Mediziner und Psychologen aus Marburg und Münster jetzt vorgelegt haben. Der Untersuchung zufolge leiden die Betroffenen noch nach sechs Jahren unter erheblichen Beeinträchtigungen ihrer kognitiven Fähigkeiten.

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26. Oktober 2010

Zupacken können – auch nach einem Schlaganfall  


Nick Tschirner trainiert seine nach einem Verkehrsunfall nur eingeschränkt bewegliche rechte Hand nach dem Taubschen Bewegungstraining (Foto: Jan-Peter Kasper/ FSU)

Es sieht ganz einfach aus: Farbige Holzklötzchen mit einem Loch in der Mitte soll Nick Tschirner auf einen kleinen Stab aufstecken. Doch für den 19-jährigen Berliner ist diese Aufgabe alles andere als ein Kinderspiel. Seine rechte Hand zittert, Daumen und Zeigefinger, die das rote Klötzchen greifen wollen, gehorchen nur mit Mühe. Vor jedem Handgriff muss sich der junge Mann konzentrieren, versuchen, die unruhige Hand zu entspannen. Dass es ihm schließlich doch gelingt, verdankt er auch einem intensiven Therapieprogramm, das er gerade zwei Wochen lang an der Friedrich-Schiller-Universität Jena absolviert hat.

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25. Oktober 2010

Ermutigung für schüchterne Blase  


Eine Million deutsche Männer können auf öffentlichen Klos oft nicht laufen lassen. Die Phobie namens Paruresis ist nicht selten und für manche unerträglich.

Männer haben es einfach beim Pinkeln. Wenn sie müssen, können sie überall. Ob auf Konzerten oder in überfüllten Kneipen. Während es auf dem Frauenklo mal wieder länger dauert, erleichtern sich Männer schnell und gleich reihenweise. Doch eine weit verbreitete Phobie namens Paruresis (griechisch: par = gestört, uresis = urinieren) macht die Situation vor dem Urinal für rund eine Million deutscher Männer unangenehm oder gar unmöglich. Psychologen und Mediziner sprechen auch vom "Syndrom der schüchternen Blase". Betroffene Männer können nicht in Gesellschaft pinkeln, viele quält die Phobie über Jahre hinweg.

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24. Oktober 2010

Opfer von Verkehrsunfällen benötigen häufig Psychotherapie  


Etwa jedes zwölfte Opfer eines mittleren oder schweren Verkehrsunfalls erleidet eine behandlungsbedürftige posttraumatische Behandlungsstörung. Oft werden zusätzlich latente psychische Probleme verstärkt. Diplompsychologin Tanja Zöllner und Kollegen haben dazu ein Therapiemanual entwickelt und evaluiert, das bei etwa 75% der betroffenen Patienten deutlich günstige Wirkungen zeigt.

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23. Oktober 2010

Narkolepsie-Patient: mit optimaler Medikation leistungsfähig und zufrieden  


Peinlich: Während des Wasserlassens im Stehen schläft der Manager plötzlich ein - und stürzt zu Boden. Viermal hat er in einer Schlafattacke einen Autounfall verursacht. Und seine kurzen Nickerchen während der Meetings sind seit langem Bürogespräch. Erst als ihm die Kündigung nahegelegt wird, lässt er sich gründlich untersuchen. Der Arzt diagnostiziert eine Narkolepsie; die Krankheit führt zu zwanghaften Schlafanfällen am Tag und Schlafmangel in der Nacht. Oft wird das Leiden nicht oder viel zu spät erkannt.

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23. Oktober 2010

New theory links depression to chronic brain inflammation  


© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

Chronic depression is an adaptive, reparative neurobiological process gone wrong, say two University of California, San Diego School of Medicine researchers, positing in a new theory that the debilitating mental state originates from more ancient mechanisms used by the body to deal with physical injury, such as pain, tissue repair and convalescent behavior.

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22. Oktober 2010

Starke Magnetfelder helfen bei schweren Depressionen  


© Kwest - Fotolia.com

Starke Magnetfelder eignen sich augenscheinlich sehr gut zur Therapie schwerer Depressionen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die jetzt im Journal of Psychiatric Research erschienen ist (doi: 10.1016/j.jpsychires.2010.09.008). Die Mediziner hatten insgesamt zehn Patienten mit der so genannten Magnetkrampftherapie (MKT) behandelt. Bei sechs von ihnen besserte sich der Zustand daraufhin deutlich. Besonders erfreulich: Schwerwiegende Nebenwirkungen blieben komplett aus.

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